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Ist Ihre Heizung fit für den Winter?


Morgennebel, der erste Nachtfrost: Kein Zweifel – die kalte Jahreszeit bricht gerade an. Und damit der Beginn der Heizperiode. Spätestens jetzt sollten Sie Ihre Heizungsanlage winterfest machen. Dabei gibt es allerdings einiges zu beachten!

Ihre Heizungs-Checkliste:

  • Zuerst sollten Sie den Wasserdruck im Heizungskreislauf prüfen. Dazu die Heizkörper entlüften und die Anlage mit Wasser auffüllen. Der Druck des Heizungswassers sollte innerhalb des rot markierten Bereiches des Manometers liegen – idealerweise bei ca. 1,5 bar. Da sich Wasser beim Erwärmen ausdehnt, den Druck nur im heißen Betriebszustand prüfen. Verliert die Heizungsanlage ständig Druck, könnte dies an einem Leck im Verteilungsnetz oder an einem defekten Ausdehnungsgefäß liegen. In jedem Fall am besten einen Fachmann hinzuziehen
  • Wintercheck Heizung: Prüfen Sie Temperatur- und Zeiteinstellung am HeizgerätPrüfen Sie auch die Temperatur- und Zeiteinstellung am Heizgerät und an der Regelung. Eventuell ist die Anlage manuell von Sommer- auf Winterbetrieb umzustellen – nicht jede Anlage macht dies automatisch. Und: Am 30.10.2011 endet die Sommerzeit, die Uhr wird um eine Stunde zurück gestellt. Bedenken Sie diese Stunde, damit abends nicht zu lange und morgens nicht erst nach dem Frühstück geheizt wird.
  • War Ihre Heizungsanlage im Sommer außer Betrieb (z. B. bei Heizungsanlagen ohne Warmwasserbereitung üblich), prüfen Sie jetzt auch die Funktion der Heizungspumpe. Gelegentlich sitzt die Pumpe nach längerer Stillstandzeit fest. Hier kann nur der Fachmann helfen.
    Übrigens: Ältere Heizungspumpen verbrauchen unnötig viel Strom. Mit dem Austausch der alten gegen eine neue, elektronisch geregelte Pumpe lassen sich jährlich rund 50 € Stromkosten sparen. Zusätzlich kann eine staatliche Förderung durch die KfW in Anspruch genommen werden. Der Pumpenwechsel rechnet sich schon nach wenigen Jahren.
  • Abschließend noch ein Tipp zum Heizungsraum: Halten Sie ihn möglichst sauber, um zu vermeiden, dass während des Heizbetriebs Staub mit der Verbrennungsluft angesaugt wird und den Brenner des Heizgerätes verschmutzt. Dadurch würde der Wirkungsgrad sinken. Verzichten Sie auch auf das Wäschetrocknen im Heizungskeller: Wäscheflusen können zu Betriebsstörungen im Heizgerät führen.

Wenn Sie diese Tipps beachten, ist Ihre Heizung fit für die kalte Jahreszeit! Der regelmäßige Check-Up garantiert die Betriebssicherheit der Heizungsanlage und sorgt im Herbst für niedrige Emissionen, eine lange Lebensdauer, einen günstigen Wirkungsgrad und damit geringere Heizkosten. Einem gemütlichen Winter steht dann nichts mehr im Wege!

Regelmäßig den Fachmann rufen

Regelmäßig den Fachmann rufenenergiewelt.de empfiehlt: Lassen Sie ein Mal pro Jahr die Heizanlage von einem Fachbetrieb warten und reinigen. Am besten direkt vor der Heizperiode – dann bleibt Ihnen der oben beschriebene Heizungs-Check erspart. Wenn Sie mit Ihrem Installateur einen Wartungsvertrag abschließen, wird er jährlich rechtzeitig einen Termin mit Ihnen vereinbaren.
Die Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft (VdZ) empfiehlt insbesondere Besitzern älterer Heizungsanlagen, die jährliche Wartung mit dem DIN-genormten Heizungs-Check zu verbinden. Bei diesem Check kontrolliert der Installateur nicht nur den Heizkessel, sondern auch das Rohrleitungssystem und die Heizkörper im ganzen Gebäude. In einem Prüfprotokoll findet der Hausbesitzer dann konkrete Vorschläge für Nachbesserungen.

Tschüß zu alten Schätzchen

Wer ein über 20 Jahre altes Heizgerät betreibt, sollte über einen Komplettaustausch nachdenken. Alte Heizungsanlagen sind fast immer überdimensioniert und haben einen schlechten Wirkungsgrad. Moderne Heizgeräte verbrauchen dagegen bis zu 30 Prozent weniger Primärenergie. Spätesten wenn der Schornsteinfeger seine jährliche Immissionsschutzmessung durchführt, wird es mit den Altanlagen problematisch, denn der Gesetzgeber hat erneut die Abgasgrenzwerte der Bundes-Immissionsschutzverordnung verschärft.

Mehr Infos zum Thema Heizung

Elektronische Thermostatventile verwenden

Sie können nicht nur programmiert werden, um die Raumtemperatur zu festgelegten Zeitpunkten hoch- oder wieder herunterzuregeln, sie verfügen zudem über einen Sensor, der auf Stoßlüftungen reagiert und die Wärmezufuhr stoppt. Das passiert, wenn die Raumtemperatur schlagartig abfällt.

 

Heizung und Dämmung

Bei einer Modernisierung wird oft zunächst die Heizungsanlage ausgetauscht. Dabei sollten Sie beachten: Eine neue Heizung kann deutlich kleiner ausgelegt werden, wenn zuerst das Haus ausreichend gedämmt wird!

 

 

Heizungs-Wintercheck