Reduzieren Sie den Energieverbrauch von DVD-Playern und Spielekonsolen
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Unterhaltungselektronik

Bunte Verführer mit hohem Stromverbrauch

Unterhaltungselektronik wie Fernseher oder PCs gehören neben der Weißen Ware zu den größten Stromfressern unter den Haushaltsgeräten. Je brillanter die Technik, desto höher ist meist auch der Verbrauch der Unterhaltungselektronik. In unserem Spezial Fernseher zeigen wir Ihnen, wie Sie sich gegen die Energieräuber wappnen können. Und in unserem Arbeitszimmer-Spezial fühlen wir Ihren Multimediageräten und Telekommunikationsgeräten auf den Zahn.

Doch was ist mit Unterhaltungselektronik wie Video-Konsolen, DVD-Playern, Media-Receivern, Festplattenrekordern oder Blue-Ray-Playern? energiewelt.de hat ihre Energiebilanz untersucht und zeigt, wie Sie auch hier viel Energie sparen können:

DVD- und Blue-Ray-Player: Perfektes Bild zu kleinen Kosten

DVD- und Blue-Ray-Player gehören zwar nicht zu den Großverbrauchern Ihrer Stromkosten. Trotzdem lässt sich auch bei diesen Geräten Energie sparen. Vor allem dann, wenn Sie einen besonders preiswerten Player gekauft haben. Denn der niedrige Anschaffungspreis hat nicht selten einen unschönen Hintergrund: billige Bauteile, die nur eine reine Funktionalität, nicht aber das Energie sparen im Sinn haben.

energiewelt.de rät: Unabhängig davon, ob Ihr DVD- oder Blue-Ray-Player über einen Netzschalter verfügt oder nicht: Unterbinden Sie die Stromzufuhr immer nach dem Betrieb komplett über einen Kippschalter. Denn viele DVD- und Blue-Ray-Player laufen sonst im Stand-by-Betrieb unbemerkt weiter und verbrauchen Strom.

 

Quick-Start-Funktion ein teurer Service

Ein teures Extra - die Quick-Start Funktion bei Blue-Ray PlayernBlue-Ray-Player sind mit sparsamen zwei bis vier Euro Stromverbrauch pro Jahr äußerst genügsam im Stromverbrauch. Allerdings punkten Blue-Ray-Player nicht durch Schnelligkeit. Bis sie abspielbereit sind, vergeht Zeit. Manche Player versuchen diese Schwäche mit einer so genannten Quick-Start-Funktion zu übertünchen. Doch die lassen die Hersteller Sie auch gut bezahlen. Denn um die Bummelei zum umgehen, ziehen die Geräte eine Portion extra Strom, sobald sie aus dem Standby-Strom erwachen. Umgerechnet 21 Euro pro Jahr. Eine Unverhältnismäßigkeit, die ungeduldige Technikbegeisterte wenig stören mag, für Energiesparer aber nicht geeignet ist. Unser Tipp daher: Bleiben Sie cool und schalten Sie den Schnellstartmodus beim Blue-Ray-Player aus.

 

Auf Schutz- und Gütesiegel achten

Checken Sie Ihr Gerät auch auf das Vorhandensein von Schutz- und Gütesiegeln. Der Blaue Engel, der Energy Star, das TCO-Label oder das GED-/GEEA-Energielabel sind sichere Garanten für einen besonders niedrigen und zugleich auch umweltschonenden Energieverbrauch.
Sie finden keines der Label auf dem Gerät? Dann tauschen Sie den Player lieber gegen ein neues, Strom sparendes Geräte aus. Lassen Sie sich vor dem Kauf von Ihrem Fachhändler vor Ort über die Energiekosten Ihres auserwählten Favoriten im Laufbetrieb und Stand-by-Modus informieren.

 

Eine Übersicht über energiesparsame DVD-Rekorder mit Festplatte und Blue-Ray-Player finden Sie hier bei Stiftung Warentest (09/2009).

 

Spielekonsolen - Game over für hohe Stromkosten

So reduzieren Sie Ihren Stromverbrauch bei SpielekonsolenMit dem Wii Sport treiben, der X-Box360 einen Karaoke-Abend veranstalten oder auf der Playstation 3 Mario Bros durch Labyrinthe jagen – die Spiele-Konsolen sind in Deutschland nicht nur unter Kindern schwer gefragt. Rund 10 Millionen Video-Konsolen gingen bisher in Deutschland über die Ladentheke. Tendenz steigend. Die einzige Spaßbremse: Spiele-Konsolen verbrauchen viel Strom. Genügsam zeigt sich dabei nur die Wii-Konsole mit gut 16 Watt pro Stunde: Mehr als 120 Watt frisst die Xbox 360, bis zu 150 Watt eine Playstation 3!
Doch es gibt viele Möglichkeiten, den Verbrauch der Konsolen zu reduzieren.

Damit die nächste Stromrechnung für Sie nicht zum Spielverderber wird, hat energiewelt.de die wichtigsten für Sie zusammengetragen:

 

Stromspar-Regel Nr. 1: Konsolen Ausschalten!

Nach dem Spiel ist für viele Gamer vor dem Spiel. Sprich: Wer einen Level gewonnen hat, möchte oft nur eine kurze Pause machen, bevor es in den nächsten Level geht. Doch oft wird aus der kurzen Pause ein ganzer Abend.
energiewelt.de rät: Um die Video-Konsolen nicht zu vergessen, bauen Sie das Energiesparen mit ins Spiel ein. Vor allem Kinder lernen so spielerisch, Strom zu sparen.

Eine Möglichkeit: Basteln Sie für jedes Familienmitglied Smileys mit Klebe-Tapes in unterschiedlichen Farben und erstellen Sie eine Smiley-Sammelliste für jeden Tag. Wer die Konsole nach dem Spiel ausschaltet, kann seinen Smiley an das Gerät heften und seinen Farb-Smiley in der Sammelliste eingetragen. Wer pro Woche die meisten Smileys sammelt, bekommt eine kleine Belohnung. Wetten, dass die Liste nicht lange leer bleibt und auch beim gemeinsamen Spiel schnell ein Wettkampf entfacht, wer als Erster die Konsole ausschaltet und einen neuen Smiley auf der Liste sammelt?

 

Stromsparfunktion inklusive

Hätten Sie es gewusst? Alle Konsolen bringen von Haus aus bereits eine Energiesparfunktion mit. Diese sorgt dafür, dass Video-Konsolen bei längerer Inaktivität automatisch ausgeschaltet werden. Der einzige Haken: Der Stromsparer ist bei den meisten Konsolen nicht werksseitig eingeschaltet. Schauen Sie in der Bedienungsanleitung nach, wo Sie den praktischen Energiesparhelfer aktivieren können.

 

Mitspieler nicht vergessen

Spiele-Konsolen sind Teamplayer, die erst zusammen mit einem Fernseher ungebremsten Spaß versprechen. Dazu gesellen sich gerne Aktivboxen oder Hifi-Anlagen. Diese Geräte sind natürlich genauso Stand-by-Fresser. Daher gilt auch hier: Stecker ziehen. Oder eine Steckerleiste mit Kippschalter anbringen, der alle Geräte zusammen vom Netz trennt.

 

Machen Sie Ihren DVD-Player nicht arbeitslos

Häufig werden die Konsolen dazu verwendet, den neuesten Blockbuster auf DVD zu schauen. So komfortabel das klingt: Für Ihr Konto ist diese Lösung nur eine Mehrbelastung. Denn Konsolen verbrauchen zehnfach mehr Stromals ein normaler DVD-Player.

 

Media-Receiver und Set-Top-Boxen - Teure Stromfallen

Set-Top-Boxen, Media-Receiver oder DVB-T-Receiver versprechen einen einzigartigen Fernseh- und Filmgenuss. Keineswegs grundlos. Denn durch die neuen digitalen Empfangsmöglichkeiten strahlen immer mehr Sender ihr Programm in brillanter HD-Qualität aus. Pay-TV-Sender wie Sky zeigen darüber hinaus hochkarätige Kinofilme fast zeitgleich zum DVD-Verkaufsstart. Dazu kommen Gimmicks wie zeitversetztes Fernsehen oder das Überspringen lästiger Werbeblöcke, die das Fernsehen weitaus komfortabler machen.

 

Teure-Highend-Technik

Doch diese Hochglanz-Receiver-Technik hat ihren Preis! Wie hoch hängt auch maßgeblich von der Auswahl des TV-Receivers ab. Laut dena (Deutsche Energie Agentur) können hierbei, je nach Hersteller und Bauart, die Stromkosten bis zu 70 Prozent auseinander laufen.

 

Energiesünder auf Ihre Kosten

Media-Receiver und Set-Top Boxen sind echte EnergiesünderWährend DVB-T-Receiver sich als genügsam im Stromverbrauch erweisen, machen die Set-Top-Boxen von Pay-TV-Anbietern wie Sky oder aber der Media-Receiver von T-Online als besonders gefräßige Energiesünder von sich reden.

Ihr Nachteil: Beide Receiver sollen nicht vom Stromnetz getrennt werden. Schaltet man sie trotzdem aus, tragen sie zwar keine technischen Schäden davon, sind nach dem Einschalten allerdings oft erst nach einigen Minuten einsatzbereit – und zugleich gerne prompt um manche Aufnahme auf dem Festplattenrekorder ärmer! Für Filmfreaks ein echtes Ärgernis.

Ein weiterer Minuspunkt: Für Basisleistungen (!) wie eine sofortige Einsatzbereitschaft und eine Sicherung der Aufnahmen verlangen die Media-Receiver teuren Stand-by-Strom. Beim Media-Receiver von T-Online (Typ MR 303) verschweigt man die Angaben über den Stand-by-Betrieb zwar. Doch ein Strommesser bringt es zu Tage: Der Energieverbrauch sinkt im Stand-by-Betrieb, verglichen mit der vollen Laufleistung, nur um schmale 2 Watt – von 13 Watt auf 11 Watt pro Stunde!

energiewelt.de rät: Entscheiden Sie, ob Ihnen der Fernsehgenuss über die Spezial-Receiver wirklich das Geld wert ist. Denn neben den Stromkosten von 7 bis 22 Euro pro Jahr kommen meist auch noch Abokosten (für Sky) oder monatliche Pauschalen (bei IPTV über z. B. T-Online-Entertainment) für die Nutzung der Dienste sowie evtl. weitere Kosten für eine Highspeed-Internet-Flat hinzu. Abende mit Freunden im Kino bringen Ihnen da sicher mehr Filmspaß und bleiben evtl. auch länger und schöner in Erinnerung.

 

Energieverbrauch entscheidend beim Kauf

Sie möchten im Entertainmentbereich auf nichts verzichten, aber trotzdem Energie sparen? Dann achten Sie bei einer Set-Top-Box oder einem Media-Receiver auf den ausgewiesenen Energieverbrauch. Entscheidend ist aber vor allem, ob die Receiver über einen echten Ausschalter verfügen. Ist dies nicht der Fall, läuft das Gerät nach dem Ausschalten im Stand-by-Modus weiter. Dabei hilft auch nicht der Einsatz einer Steckdosenleiste mit Kippschalter. Denn einmal ausgeschaltet, können die Set-Top-Boxen und Media-Receiver keine Updates empfangen, haben lange Anlaufzeiten beim Start und verlieren unter Umständen wichtige Daten wie vorhandene Aufnahmen.

 
 

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