Ob beim Heizen oder für die Warmwassererwärmung - dank Solarthermie lassen sich bis zu 60 Prozent Energiekosten einsparen.
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Solarthermie

Die Sonne im Tank

Solarthermie ist die Umwandlung von Sonnenstrahlung in nutzbare thermische Energie. Zur Umwandlung dienen Solaranlagen. Mit Solaranlagen können Sie beispielsweise Ihr Brauchwasser erwärmen oder Ihr Heizungssystem unterstützen. Heutige Sonnenkollektoren namhafter Hersteller arbeiten so effektiv, dass sie 40 bis 60 Prozent der Energie liefern, die Sie für Ihre Warmwassererwärmung benötigen. Als Ergänzung zu einem effizienten Heizungssystem hilft Solarthermie, Heizkosten zu sparen.

Solarthermie zur Brauchwassererwärmung

Warmwasserbereitung mittels SolarthermieBesonders vorteilhaft sind Solaranlagen bei der Wassererwärmung im Sommer: Zwischen Mai und September können hochwertige Solaranlagen den Warmwasserbedarf eines durchschnittlichen Haushalts vollständig decken. Im Winter reicht es immerhin noch dazu, das Brauchwasser vorzuwärmen. Die nötige Restwärme liefert dann die konventionelle Heizung. Beispiel: Die Kombination von Erdwärmepumpe und Solarthermie, dargestellt im Animationsfilm.

Solarthermie zur Heizungsunterstützung

Günstig ist außerdem der Einsatz von Solarthermie zur Heizungsunterstützung: Im Gegensatz zu reinen „Warmwasseranlagen“ sind bei Solaranlagen, die mitheizen, die Sonnenkollektorfläche aber deutlich größer dimensioniert. In der Anschaffung sind sie dadurch etwa doppelt so teuer.

Für wen eignen sich Solarthermie bzw. Solaranlagen?

Optimal für Solaranlagen: Dächer mit einem Neigungswinkel von 45 Grad und südlicher Ausrichtung.Egal ob Neubau oder Altbau, Solarthermie bzw. Solaranlagen lassen sich grundsätzlich überall montieren. Allerdings verringern besonders geeignete Dächer die Kosten für die Installation und erhöhen die Solarausbeute. Optimal für Solaranlagen sind Dächer mit einem Neigungswinkel von etwa 45 Grad und südlicher Ausrichtung. Mit entsprechenden Gestellen können die Sonnenkollektoren aber auch auf Flachdächern montiert werden. Und sogar Dächer mit West- oder Ostausrichtung können für Solarthermie genutzt werden, dann müssen Sie die Sonnenkollektorfläche jedoch vergrößern, um die gleiche Leistung wie bei Süd-Dächern zu erreichen. Auch an einer senkrechten Hausfassade ist der Betrieb von Sonnenkollektoren noch sinnvoll.

 

Je nach Ausrichtung der Kollektoren ergeben sich etwa folgende prozentuale Solarthermie Erträge:

 

NeigungswinkelSüdausrichtungSüd-OstausrichtungSüd-Westausrichtung
45 Grad100 %95 %95 %
Fassade (90 Grad)70 %65 %65 %
Flachdach (0 Grad)90 %90 %90 %

 

Als Faustregel für den Sonnenkollektor-Flächenbedarf von Solaranlagen gilt:

  • für die Brauchwassererwärmung:
    1 bis 1,5 qm Kollektorfläche pro Person im Haushalt
  • für die Brauchwassererwärmung + Heizungsunterstützung:
    ca. 1 qm je 10 qm Wohnfläche bei einem gut gedämmten Einfamilienhaus (Effizienzhaus-Standard)

Solarthermie-AnlageAchten Sie in jedem Fall darauf, dass die Kollektoren nicht durch Bäume, Dachgauben oder andere Gebäude abgeschattet werden. Auch Teilverschattungen senken bereits den Solarertrag von Solaranlagen.

Wollen Sie Solarthermie zur Brauchwassererwärmung nutzen, sollte das Haus am besten schon über eine zentrale Warmwasserversorgung verfügen. Zur Heizungsunterstützung ist eine zentrale Wärmeversorgung sinnvoll. Nachrüstungen sind für beide Zwecke möglich, aber teuer.

 

Welche Vor- und Nachteile bietet Solarthermie?

 

Die Vorteile:

  • förderungswürdig: Bund, Länder und die KfW fördern Solarthermie mit verschiedenen Programmen – besonders, wenn die Solaranlagen neben der Brauchwassererwärmung auch Heizungsunterstützung liefern. Die Förderung gilt allerdings nur bei Sanierungen.
  • kombinierbar: In Kombination sind Solar- und Brennwert-Technik besonders effizient, da die Solarthermie die Heizungsanlage unterstützt. Noch effizienter arbeiten Solaranlagen mit Wärmepumpen zusammen.
  • langlebig: Qualitativ hochwertige Solaranlagen können noch nach über 30 Jahren Wärme produzieren. Auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten von Solaranlagen geben viele Hersteller eine mehrjährige Garantie.
  • Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH wartungsarm: Solaranlagen sind einfach zu installieren. Die Betriebs- und Wartungskosten für Solaranlagen sind dank ausgereifter Solarthermie - Technik relativ gering.
  • angenehm: Solarthermie ist sauber, geräusch- und emissionsfrei.
  • umweltverträglich: Hochwertige Solaranlagen bestehen aus umweltverträglichen Materialien und sind einfach recycelbar.
  • umweltfreundlich: Wer Solarthermie nutzt, reduziert den Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas: kein Ausstoß des Treibhausgases CO2.

Die Nachteile:

  • wetterabhängig: Der Ertrag der Solarthermie ist abhängig von der Sonneneinstrahlung.
  • standortabhängig: Die Sonnenkollektoren benötigen eine geeignete Dachfläche. Schattenbildung durch hohe Nachbargebäude sowie Bäume können die Nutzung beeinträchtigen.
  • für Bestandsimmobilien ggf. ungeeignet: Bei bestehenden Gebäuden lassen Fläche, Neigungswinkel und Himmelsrichtung von Dächern oft keine ausreichende Nutzung der Sonnenenergie zu.
  • großformatig: Problematisch ist manchmal auch die Aufstellung des Solarspeichers. Er benötigt eine Stellfläche von etwa 1 m² mit ca. 2 m Höhe. Steht er im Keller, dann müssen Rohrleitungen durchs ganze Gebäude verlegt werden. Besser ist ein Standort im Dachgeschoss.
 
 

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