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Abgasleitung

Abgasleitungen gehören zu den Abgasanlagen. Sie müssen im Gegensatz zu Schornsteinen nicht rußbrandbeständig sein. An nicht rußbrandbeständige Abgasleitungen dürfen nur Feuerstätten für gasförmige oder flüssige Brennstoffe (Heizöl EI, Erdgas, Flüssiggas) angeschlossen werden, wo in der Regel im Betrieb kein Ruß anfällt. Abgasleitungen können hinsichtlich der Anordnung - innerhalb oder außerhalb von Gebäuden, der Brandschutzeigenschaften, der Betriebsweise - Unterdruck oder Überdruck sowie des Aufbaues einschalig oder mehrschalig, unterschieden werden. Es dürfen nur zugelassene Systeme eingesetzt werden, die den vorhandenen Abgastemperaturbedingungen und Abgasdruckbedingungen genügen. Abgasleitungen werden in unterschiedlichen Durchmessern (ab 70 mm) und Werkstoffen, z.B. nicht rostender Stahl, Kunststoffe, Aluminium, Keramik, angeboten. Für nachträglichen Einbau in vorhandene Schächte können auch flexible Abgasleitungen eingesetzt werden.

Abgasverluste

Wärmeenergie, die mit den Rauchgasen der Heizungsanlage über den Schornstein ungenutzt verloren geht. Lässt sich durch Wärmerückgewinnung, z.B. Brennwert-Technik, reduzieren.

Abgeschlossenheitsbescheinigung

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird von der Bauaufsichtsbehörde ausgestellt. Diese Bescheinigung sagt aus, dass eine Eigentumswohnung oder ein Teileigentum aufgrund des Wohnungseigentumsgesetz baulich vollkommen von anderen Wohnungen und Räumen abgeschlossen ist (§ 3 Abs. 2, § 7 Abs. 4 Nr. 2 WEG).

Ablösesumme

Wenn bei Ablauf der Zinsbindungsfrist eines Darlehens eine Restschuld bestehen bleibt, und dieser Betrag durch einen weiteren Darlehensgeber abgelöst wird, so spricht man hier von der Ablösesumme. Die Ablösesumme muss nicht gleich dem Restschuldbetrag sein, Sie stellt ausschließlich den Betrag des neuen aufzunehmenden Darlehens dar.

Ablösung

Zurückführung bestehender Verbindlichkeiten durch Eigenkapital oder ein neues Darlehen. Wenn ein bestehender Kredit durch Eigenkapital oder ein neues Darlehen zurückgeführt wird, spricht man hier von einer Ablösung.

Abnahmeverpflichtung

Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, die genehmigte Darlehenssumme innerhalb einer vereinbarten Frist abzurufen bzw. sich auszahlen zu lassen.

Abnehmer mit gleichmäßigem Warmwasserbedarf

Große Häuser oder Wohnungen mit mehreren Bewohnern haben über den Tag gesehen oft einen Warmwasserbedarf, der weniger schwankt als z.B. bei einer einzelnen Familie. Das gilt auch, wenn tagsüber innerhalb eines Gebäudes Geschäftsräume, Arztpraxen oder ähnliches in Betrieb sind. In diesen Fällen ist die zentrale Erwärmung des Brauchwassers eine wirtschaftliche Lösung. Das Wasser kann dann in einem Speicher den gesamten Tag über auf konstanter Temperatur warm gehalten und abrufbar bleiben, und die Wärmeverluste des Speichers und der Leitungen fallen kaum ins Gewicht.

Abnehmer mit stark schwankendem Warmwasserbedarf

Abnehmer mit stark schwankendem Warmwasserbedarf

Kleine Häuser oder Wohnungen mit ein oder zwei Bewohnern haben meist einen stark schwankenden Warmwasserbedarf. Oft wird das Wasser nur zu den Dusch-, Wasch- und Kochzeiten morgens, mittags und abends genutzt. In diesem Fall ist es oft nicht wirtschaftlich, das Brauchwasser in einem zentralen Speicher den ganzen Tag über konstant auf einer gewünschten Temperatur zu halten. Die Wärmeverluste des Speichers und der Leitungen sind dann verhältnismäßig hoch. Stattdessen empfiehlt sich die dezentrale Brauchwassererwärmung nach dem Durchlaufprinzip.

Abnehmer mit gleichmäßigem Warmwasserbedarf

Abschreibung

Eine Immobilie kann durch allgemeine Gründe wie Alterung und Verschleiß einen Wertverlust erleiden. Diese Wertminderung kann zu einem bestimmten Prozentsatz von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Verlust in der jährlichen Einkommensteuererklärung abgezogen werden. Dabei kann zwischen der linearen Abschreibung, hier bleibt der jährliche Betrag gleich, und der degressiven Abschreibung, hier verringert sich jährlich der Betrag, unterschieden werden. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem zuständigen Steuerberater.

Abtretung

Siehe Grundschuldabtretung.

Abtretungskosten

Abtretungskosten sind Notarkosten, die für die Abtretung einer Grundschuld im Rahmen einer Anschlussfinanzierung/Umschuldung eines bestehenden Darlehens anfallen. In der Regel betragen diese 0,2-0,3% des Grundschuldbetrages.

Abwärme

Wärmeenergie, die von Lebewesen, technischen Geräten oder anlagen erzeugt, jedoch nicht genutzt wird.

AC

AC ist eine Abkürzung für Wechselstrom (von "alternating current").

Ah

Ah ist die Abkürzung für Amperestunde.

Akzessorisch

Eine akzessorische Sicherheit, wie die Hypothek, ist immer vom Bestehen einer bestimmten Forderung abhängig. Die Hypothek sichert nur den Betrag der bestehenden Forderungen ab, darüber hinaus wird diese mit Wegfall der Forderung hinfällig.

Allgemeine Darlehensbedingungen

Die allgemeinen Darlehensbedingungen stellen die Vertragsinhalte ergänzend zum Darlehensvertrag dar. Die Darlehensbedingungen gelten für alle Kunden. Sie werden durch Unterschrift des Darlehensvertrages anerkannt.

Amortisation

Die Amortisation bewertet das Investitionsrisiko. Ermittelt wird die Kapitalrückflusszeit (=Amortisationszeit) unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten (z.B. Mehraufwendungen für Energieeinsparmaßnahmen) und der durch die Anschaffung erwirtschafteten Überschüsse (z.B. Energiekosteneinsparung). Unterschieden werden statische und dynamische Berechnungsverfahren.

amortisieren

Der Begriff amortisieren kommt aus dem Französischen (amortier = tilgen) und bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt (Investitionen) durch dadurch entstehende Erträge gedeckt werden. Die Dauer dieses Prozesses wird Amortisationszeit genannt.
So können sich beispielsweise durch die hohen Energiepreise die Kosten für eine energetische Hausmodernisierung relativ schnell rechnen.

Ampere

Das Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Benannt wurde das Ampere nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampère (1775-1836).

Amperestunden

Die physikalische Einheit der elektrischen Ladung heißt Amperestunde, berechnet aus Stromstärke mal Zeit. Die maximal speicherbare Ladung von Akkus und Batterien beispielsweise wird in Amperestunden angegeben.

Amtlicher Lageplan

Aus dem amtlichen Lageplan ist die genaue Lage eines Grundstückes erkennbar. Die Lagepläne werden vom Katasteramt der Stadt/ Gemeinde erstellt und können dort kostenpflichtig eingeholt werden.

An-/Ausbaukosten

Kosten, die bei der Schaffung von neuem Wohnraum (z. B. Dachausbau, Wintergarten) an einer bestehenden Immobilie entstehen.

Anfänglich effektiver Jahreszins

Der Effektivzins dient dazu, unterschiedliche Kreditangebote mit gleicher Laufzeit bzw. gleicher Zinsfestschreibung, vergleichbar zu machen. Er richtet sich nach der Preisangabenverordnung (PAngV) und berücksichtigt: Nominalzins, Bearbeitungskosten, Disagio und die Ratenzahlungsweise (z.B. monatlich oder vierteljährlich). Bei den üblichen Darlehen mit Konditionenanpassungen sprechen wir für die jeweilige Zinsfestschreibung vom anfänglichen effektiven Jahreszins.

Anlagenverluste

Die Anlagenverluste umfassen die Verluste bei der Erzeugung (Abgasverlust), Speicherung (Speicherverluste), Verteilung (Leitungsverluste durch ungedämmte bzw. schlecht gedämmte Leitungen) und Übergabe (Verluste durch mangelnde Regelung) der Nutzenergie.

Annuität

Gleichbleibende Rate (z.B. Annuitäten-Darlehen), die sich aus Nominalzins- und Tilgungssatz zusammensetzt. Während der Zinsbindungsfrist reduziert sich der Zinsanteil und der Tilgungsanteil erhöht sich entsprechend. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren Sie mehr über das Annuitäten-Darlehen.

Anode

Anode (griech.), positive Elektrode (Pluspol), die in Entladungsröhren und elektrolyt. Systemen die von der Kathode ausgesandten Elektronen absorbiert.

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten stellen die Summe aus Kaufpreis und Nebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision, Erschließungskosten und Finanzierungskosten der Immobilie dar.

Anschlussnehmer

Der Netzanschlussnutzer ist der Nutzer des Anschlusses. Das kann der Anschlussnehmer, aber auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sein. Ein Anschlussnutzungsvertrag zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer regelt die Rechte und Pflichten hinsichtlich der Nutzung der Kundenanlage zur Einspeisung und Entnahme von Energie.

Anschlussnutzer

Der Netzanschlussnutzer ist der Nutzer des Anschlusses. Das kann der Anschlussnehmer, aber auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sein. Ein Anschlussnutzungsvertrag zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer regelt die Rechte und Pflichten hinsichtlich der Nutzung der Kundenanlage zur Einspeisung und Entnahme von Energie.

Anschlussleistung

Anschlussleistung (Anschlusswert) ist die Summe der Nennleistungen aller beim Anschlussnehmer vorhandenen Einrichtungen einer bestimmten Verbrauchsart.

Anschlussfinanzierung

Wenn die Zinsbindungsfrist eines bestehenden Darlehens endet und die Ablösesumme durch ein neues Darlehen abgelöst wird, spricht man von einer Anschlussfinanzierung. Hier wird unterschieden, ob das Darlehen durch den gleichen Darlehensgeber (Prolongation) oder einen neuen Darlehensgeber (Umschuldung) abgelöst wird.

Anschlusskosten

Die Anschlusskosten stellen die Kosten für den Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz z.B. für Gas-, Stromversorgung, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Telekommunikation dar. (siehe auch Erschließungskosten)

Anschlusswert

Der Anschlusswert ist die bei der Versorgung mit Fernwärme vertraglich festgelegte Maximalleistung, die der Wärmelieferant bereitstellt, um das Gebäude auch an kalten Tagen ausreichend beheizen zu können. Vergleichbar ist der Anschlusswert mit der Nennleistung einer Heizungsanlage. Beide Werte sollte immer bedarfsgerecht und nicht überhöht gewählt werden.

Arbeit

Die Arbeit ist die ins Netz eingespeiste oder entnommene Energiemenge (siehe auch Abnahmemenge). Sie wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben und als das Produkt aus Leistung und Zeit berechnet.

Arbeitgeberdarlehen

Ein Arbeitgeberdarlehen ist ein zinsgünstiges Darlehen des Arbeitgebers zur Finanzierung von Wohneigentum, das oft an bestimmte Bedingungen geknüpft wird.

Arbeitnehmersparzulage

Die Arbeitnehmersparzulage ist ein staatlicher Zuschuss, der Arbeitnehmern zusteht, die eine bestimmte Form von Sparverträgen abschließen. Die Einzahlung bei diesen Sparverträgen, meist Bauspar- oder Fondssparverträge, wird vom Arbeitgeber übernommen. Sie werden als Vermögenswirksame Leistungen bezeichnet. Der Arbeitnehmer (Sparer) kann die Zulage über die Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Meist sind die Sparverträge mit einer Sperrfrist von ca. sieben Jahren gekennzeichnet.

Arbeitspreis/Verbrauchspreis

Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) gibt bei leistungsgebundenen Energieträgern (Wärme, Erdgas, Strom) den Preis der Energie an, die tatsächlich verbraucht wurde (z. B. Cent/Kilowattstunde). Wird im Haushalt beispielsweise kein Strom verbraucht, muss auch kein Arbeitspreis bezahlt werden – im Gegensatz zum Leistungspreis, der die Kosten der ständigen Lieferbereitschaft (rund um die Uhr) deckt und der anteilig entsprechend dem Abrechnungszeitraum berechnet wird. Der Arbeitspreis wird auf der Rechnung extra angeführt und beinhaltet die Kosten für Energieerzeugung oder Beschaffung, Transport und Verteilung sowie Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Ökosteuer.

Auflassung

Einigung zwischen Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang der Immobilie / des Grundstücks. Diese Einigung erfolgt beim Notar (Bestandteil des Kaufvertrages).

Auflassungsvormerkung

Die Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch auf Eigentumsumschreibung für den Käufer. Sie wird in Abt. II des Grundbuches eingetragen.

Aufteilungsplan

Eine von der zuständigen Behörde beurkundete Bauzeichnung. Auf diesem Plan sind die Aufteilung des Gebäudes sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile erkennbar.

Ausbauhaus

Bei einem Ausbauhaus wird nur der Rohbau durch eine Baufirma erstellt. Der Bauherr führt den kompletten Ausbau in Eigenleistung durch.

Außenanlagen

Als Außenanlagen werden alle Flächen einer Grundfläche bezeichnet, die außerhalb des Gebäudes selbst liegen. Unter anderem: Gartenanlagen, Zufahrten etc.

Ausspeisepunkt

Der Ort, an dem Erdgas, Strom oder Wärme vom Netzbetreiber an den Kunden übergeben wird. Die Verantwortung für die Weiterverwendung der Energie geht damit auf den Kunden über.

Auszahlungskurs

Prozentsatz, zu dem das Darlehen ausgezahlt wird (i.d.R. 100 %).

Auszahlungsvoraussetzungen

Die Auszahlung des Darlehens ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, welche nachweislich innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt werden müssen. Hierzu gehören unter anderem vollständig unterzeichnete Darlehensverträge, sonstige vom Darlehensgeber angeforderte Dokumente und Nachweise. Diese Voraussetzungen sind im Darlehensvertrag vermerkt.

Aval

Unter einem Aval wird eine Bürgschaft oder eine Garantie verstanden. Meist verpflichten sich Kreditinstitute durch ein Aval für die Verbindlichkeiten eines Dritten gegenüber dem Gläubiger einzustehen. Der Bürge ist erst dann verpflichtet die vereinbarte Leistung zu erbringen, wenn der Avalkreditnehmer seine Verpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllt.

Bauantrag

Der Bauantrag ist ein schriftlicher Antrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zur Genehmigung einer Baumaßnahme. Je nach zuständigem Bundesland sind die Auflagen zur Erteilung einer Baugenehmigung unterschiedlich. Eine Baugenehmigung ist gebührenpflichtig und zeitlich befristet.

Baubeschreibung

Die Baubeschreibung ist eine textliche detaillierte Beschreibung eines zu errichtenden Gebäudes. Sie enthält Angaben zu der Art der Bauausführung, zu den zum Einsatz kommenden Materialien sowie zu bestimmten Rahmenbedingungen. In den dazugehörigen Bauzeichnungen ist das Gebäude visualisiert und mit Maßen dargestellt (Grundrisszeichnungen, Ansichten, Detaildarstellungen). Bei einer Baubeschreibung handelt es sich um eine detaillierte Beschreibung des zu errichtenden Gebäudes. Dabei werden, neben der Art der Bauausführung, die zum Einbau gelangenden Materialien beschrieben und aufgelistet. Die Baubeschreibung hat verschiedene Funktionen, vor allem: • Anleitung und Zeitplan zur Errichtung eines Gebäudes • Grundlage für den Bau- oder Kaufvertrag • Unterlage für Kreditbewilligungen • Beschreibung des Leistungsumfangs • Basis für spätere Gewährleistungsansprüche und Haftungsfragen

Bauerwartungsland

Bauerwartungsland bezeichnet man eine Fläche, die noch nicht als Bauland gekennzeichnet ist. Diese Fläche soll in Bauland verwandelt werden. Durch einen Bebauungsplan wird die Nutzungsbestimmung dieser Fläche festgelegt.

Baufinanzierung

Unter einer Baufinanzierung versteht man das Darlehen, das zur Finanzierung einer Immobilie aufgenommen wird. Die Baufinanzierung wird grundpfandrechtlich abgesichert.

Baugenehmigung

Die Baugenehmigung ist ein schriftlicher Bescheid der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zur Genehmigung einer Baumaßnahme. Die Baugenehmigung resultiert aus dem Bauantrag. 

Bau-Handbuch

Im RWE Bau-Handbuch finden Sie auf knapp 1.000 Seiten zahlreiche Informationen, Illustrationen und Tabellen zum Thema Bau- und Gebäudetechnik. Das RWE Bau-Handbuch hilft Profis und Laien bei der Bauplanung und Ausführung – mit Tipps und Tricks für Energie sparendes Bauen, Wärmedämmung, Fenster und Außentüren, Elektroinstallationen, Solarenergie, Warmwasserversorgung oder Küche und Sanitärräume. Dem Buch liegt eine CD mit Abbildungen und Grafiken sowie weiteren Literatur- und Querverweisen bei. Infos: www.rwe.de

Bauherr

Der Bauherr leitet ein Bauvorhaben selbst oder lässt ein Bauvorhaben ausführen. Er kann sowohl eine natürliche Person, als auch eine juristische Person sein. Der Bauherr trägt alle Risiken der Bauvorbereitung, der Baudurchführung und der Bauherrenhaftung. 

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Bauherren, welche die spezifischen Risiken auf Baustellen abdeckt.

Baujahr

Als Baujahr wird das Jahr beschrieben, indem die Immobilie ursprünglich bezugsfertig errichtet wurde.

Baukosten

Baukosten sind die gesamten Kosten, die bei der Erstellung eines Gebäudes anfallen. Das sind Aufwenden für Baumaterial Steine, Güter (z. B. technische Anlagen), Leistungen und Abgaben/Gebühren, die für die Planung, und die Ausführung einer Baumaßnahme erforderlich sind. Die Baukosten setzten sich aus den reinen Baukosten für die Erstellung des Bauwerks, aus den Kosten für die Außenanlagen und den Baunebenkosten (z. B. Planungskosten für Architekten und Statiker, Gebühr für die Baugenehmigung, Prämie für die Bauversicherung usw.) zusammen. Baukosten sind in der DIN 276 (Kostenermittlung im Hochbau) detailliert geregelt.

Baukostenzuschuss

Netzbetreiber sind berechtigt, vom Anschlussnehmer / Kunden einen angemessenen Baukostenzuschuss (BKZ) zu verlangen, um die bei wirtschaftlicher Betriebsführung notwendigen Kosten für die Errichtung, Erweiterung und/oder Verstärkung von Verteilungsanlagen teilweise abzudecken.

Bauleistungsversicherung

Unvorhersehbare Schäden oder Zerstörungen von Leistungen während der Bauzeit werden durch diese Versicherung abgedeckt. Hauptsächlich fallen in den Versicherungsschutz Schäden durch Raub und Diebstahl an Bauleistungen, Bauteilen und Baustoffen, mutwillige Beschädigungen durch fremde Personen, Schäden durch Elementarereignisse, etc.

Baumängel

Baumängel sind Mängel aufgrund fehlerhafter Entwürfe, Ausführungen oder mangelhaftes Material. Diese Mängel verringern den Wert der Immobilie deutlich.

Baunebenkosten

Kosten für Planer (Architekt), Fachplaner (Tragwerksplanung, Schallschutz, Wärmeschutz, Brandschutz, Technische Gebäudeausrüstung, Bodengutachten), Vermessung und Behördenleistungen; Kosten für Baustrom und Bauwasser; Erschließungskosten für Strom, Gas, Wasser und Abwasser; Finanzierungskosten; Grunderwerbssteuer; Notarkosten; Kosten für Bauleistungs- und Bauherrenhaftpflichtversicherung; Beiträge zur BG Bau.

Bauspardarlehen

Darlehen einer Bausparkasse nachdem der Bausparvertrag voll bespart und zugeteilt wurde. Die Höhe ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und dem angesparten Guthaben.

Bausparen

Bausparen nennt man das regelmäßige Sparen auf einen Bausparvertrag. Geschlossen wird der Bausparvertrag zwischen einer Bausparkasse und dem Bausparer. Der Vertrag sieht eine bestimmte Summe vor, die Bausparsumme. In der Sparphase wird ca. die Hälfte der Bausparsumme angespart. Danach wird die andere Hälfte als zinsgünstiges Darlehen ausgezahlt. Mit Auszahlung beginnt die Darlehensphase. Bausparverträge können durch staatliche Zuschüsse, wie die Wohnungsbauprämie, gefördert werden. Der Abschluss eines Bausparvertrages sieht die wohnwirtschaftliche Verwendung des Darlehens vor.

Baustromanschluss

Eine Baustelle wird vor der Installation des Strom-Hausanschlusses über einen Baustromanschluss und -verteiler mit elektrischer Energie versorgt. Dieser Anschluss muss auf Initiative des Anschlussnehmers/Kunden von einem eingetragenen Elektro-Installateur beim Netzbetreiber beantragt werden. Die gesamte elektrische Anlage für die Stromversorgung der Baustelle erstellt der Fach-Installateur.

Bautechnische Unterlagen

Die Unterlagen zum Beleihungsobjekt, die unseren Finanzierungspartnern zur Bewertung der Immobilie dienen (z.B. Wohn- und Nutzflächenberechnung, Berechnung des umbauten Raumes, Grundrisse und Schnittzeichnungen). Die Anforderung an die einzureichenden Unterlagen sind je nach Immobilienart unterschiedlich.

Bauträger

Das Berufsbild des Bauträgers ist in der Gewerbeordnung definiert. Der Tätigkeitsbereich des Bauträgers umfasst die organisatorische Abwicklung und Vermarktung von Bauvorhaben (Neubauten, Gebäudesanierungen) auf eigene Rechnung oder für fremde Auftraggeber.

Bauwesenversicherung

siehe Bauleistungsversicherung

Bauleistungsversicherung

Bauzeitzinsen

Bauzeitzinsen sind ein rein kalkulatorischer Wert und entstehen in der Bauphase. Der Bauherr zahlt in dieser Phase i.d.R. noch Miete und bereits Zinsen für das Darlehen und hat somit für eine gewisse Zeit eine monatliche Doppelbelastung. Diese Belastung sollte der Bauherr in seiner Finanzierung berücksichtigen.

Bebauungsplan

Im Bebauungsplan legt eine Gemeinde als Satzung fest, welche Nutzungen auf einer Fläche zulässig sind. Der Bebauungsplan wird in der Regel nur für einen Teil des Gemeindegebietes, etwa eine Gruppe von Grundstücken oder einen Stadtteil, aufgestellt. Der Inhalt eines Bebauungsplanes ist in § 9 BauGB geregelt.

Beglaubigung

Bei einer Beglaubigung bestätigt der Notar die Echtheit der Unterschrift. Sie bezieht sich nicht auf den Text der Erklärung oder ihren Inhalt.

Beleihung

Die Beleihung einer Immobilie gibt an, in welcher Höhe eine Immobilie belastet ist. Die maximale Höhe der Immobilienfinanzierung orientiert sich an der möglichen Beleihung des Objektes, da die zu finanzierende Immobilie als Sicherheit für das Darlehen gilt. Durch diese Beleihung bzw. durch diese Absicherung wird einer künftigen Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers gegengelenkt. Zur Bestimmung der maximalen Höhe des Immobiliendarlehens nimmt die Bank den Beleihungswert zur Grundlage.

Beleihungsauslauf

Stellt das Verhältnis in Prozent zwischen der Darlehenssumme und dem von dem jeweiligen Finanzierungspartner ermittelten Beleihungswert einer Immobilie dar.

Beleihungsgrenze

Das Kreditinstitut ermittelt den Beleihungswert einer Immobilie. Die Beleihungsgrenze gibt an bis zu welcher max. Höhe Immobiliendarlehen ausgegeben werden können.

Beleihungsobjekt

Die Immobilie, die als Sicherheit für die Baufinanzierung herangezogen wird, nennt man Beleihungsobjekt.

Beleihungswert

Wert der Immobilie, der durch die Finanzierungspartner nach deren internen Richtlinien festgesetzt wird.

Bemusterung

In der Bemusterung eines Fertighauses oder einer Bauträgerimmobilie findet man die Sonderwünsche bzw. die individuellen Ausstattungsmerkmale der Immobilie, wie z.B. die Eingangstür, die Türgriffe etc. Nach der Bemusterung steht der endgültige Kaufpreis fest, da hier alle Sonderwünsche preislich berücksichtigt sind.

Bereitstellungszinsen

Zinsen für ein genehmigtes, aber noch nicht ausgezahltes Darlehen. I.d.R. fallen diese frühestens 3 Monate nach Zusage an und betragen ca. 0,25 % pro Monat bzw. 3 % pro Jahr. Die bereitstellungszinsfreie Zeit kann gegen einen Zinsaufschlag verlängert werden. Bereitstellungszinsen fallen nur für den Teildarlehensbetrag an, der noch nicht abgerufen wurde.

Betriebsdruck, maximaler

Der höchste Innendruck, der mit Rücksicht auf Werkstoff, Betriebstemperatur und störungsfreien Betrieb zulässig ist.

Betriebskosten

= Bewirtschaftungskosten. Unter den Betriebskosten sind die Kosten für die laufende Unterhaltung einer Immobilie zu verstehen. Darunter sind z.B. die Müllabfuhr, die Straßenreinigung, der Wasserverbrauch, der Strom geordnet.

Betriebsschornsteinfegermeister

Der Bezirksschornsteinfegermeister ist Ansprechpartner in allen Fragen der Abgasabführung, auch im Hinblick auf den Immissionsschutz. Er überprüft neue Heizungsanlagen vor der Inbetriebnahme. Bei bestehenden Anlagen kontrolliert er regelmäßig die Abgaswerte und Abgaswege sowie das Umfeld (z.B. Gewährleistung der Verbrennungsluftversorgung).

Bewertungszahl

Die Bewertungszahl wird für jeden Bausparvertrag an bestimmten Stichtagen errechnet und ergibt sich aus der Bewertung des Sparguthabens sowie der darin enthaltenen Guthabenzinsen und den bis zum Stichtag vorausberechneten Jahreszinsen. Die Bewertungszahl muss eine bestimmte Größe erreichen, damit der Bausparvertrag zuteilungsreif wird und somit die vereinbarte Bausparsumme ausgezahlt werden kann.

Bewirtschaftungskosten

Kosten für den laufenden Betrieb und die Unterhaltung einer Immobilie (Heizkosten, Wasser, etc.). Unsere Finanzierungspartner setzen durchschnittlich Euro 2,- pro qm Wohnfläche an.

Bezirksschornsteinfegermeister

Der Bezirksschornsteinfegermeister ist Ansprechpartner in allen Fragen der Abgasabführung, auch im Hinblick auf den Immissionsschutz. Er überprüft neue Heizungsanlagen vor der Inbetriebnahme. Bei bestehenden Anlagen kontrolliert er regelmäßig die Abgaswerte und Abgaswege sowie das Umfeld (z.B. Gewährleistung der Verbrennungsluftversorgung).

BGW

siehe Bundesverband der dt. Gas- und Wasserwirtschaft

BHKW

siehe Blockheizkraftwerk BHKW

Blockheizkraftwerk

Bifacial-Zelle

Bifacial-Zellen sind eine besondere Form von Solarzellen: Sie können Licht von beiden Seiten verwerten und so zum Beispiel auch das Licht nutzen, das von einer hellen Hauswand zurückgeworfen wird.

1. BImSchV

1. Bundes-Immissionsschutzverordnung

Bundes-Immissionsschutzgesetz

Biogas, Biomasse

Mit Biomasse bezeichnet man organische Stoffe, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Dabei wird in zwei Kategorien unterteilt: nachwachsende Rohstoffe (wie Pflanzen und Pflanzenbestandteile oder Gülle) und organischer Abfall (wie Klärschlamm). Die thermische Nutzung von Biomasse ist eine der ältesten Formen der Energiegewinnung. Da bei der Verbrennung von Biomasse genau die Menge an CO2 frei wird, die in diesen Rohstoffen gespeichert wurde, erfolgt eine klimaneutrale Nutzung.

Biogas

Biogas ist ein Faulgas. Es entsteht, wenn organische Stoffe bakteriell zersetzt werden. Hauptbestandteile sind Methan und Kohlendioxid. Der Heizwert von 1 m3 Biogas entspricht etwa dem von 0,6 l Heizöl.

Biomasse

Biomasse ist allgemein die gesamte durch Pflanzen, Tiere und Menschen anfallende oder erzeugte organische Substanz. Zur Biomasse zählen Energiepflanzen, Ernterückstände (Stroh, Restholz) sowie organische Reststoffe (Gülle, Industrieholz, Klärschlamm). Beim Energieeinsatz wird unterschieden zwischen fester Biomasse (Holzhackgut, Pellets, Stroh), flüssiger Biomasse (Gülle, Klärschlamm, Pflanzenöl, Bioethanol) und gasförmiger Biomasse (Biogas, Deponiegas, Klärgas) unterschieden.

bivalent / bivalente Heizung

Bivalente Heizungen nutzen zwei Energieträger zur Wärmeerzeugung. Beispiel: Eine Solar-/Brennwertheizung erzeugt Heizwärme einerseits im Brennwertkessel durch die Verbrennung von Gas oder Öl erzeugt, andererseits nutzt sie Solarenergie zur Wärmegewinnung. Auch der Kachelofen, in dem sowohl Kohle als auch Holz verbrannt werden kann, ist ein bivalenter Heizungstyp.

BKZ

siehe Baukostenzuschuss

Blauer Engel

Der Blaue Engel, auch Blauer Umweltengel genannt, ist ein seit 1978 vergebenes Prüfsiegel/Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist der Blaue Engel keine Auszeichnung für das Gesamtprodukt, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Heizkessel mit besonders geringem Schadstoffausstoß tragen z.B. die Kennzeichnung „Der Blaue Engel, weil emissionsarm“. Am Vergabeverfahren des Siegels beteiligt sind unter anderem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt, das RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. sowie die Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), zu dem u.a. Vertreter aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Industrie und Handwerk gehören.

Blockheizkraftwerk

Kraftwerk, das gleichzeitig Elektrizität und Wärme erzeugt (Abkürzung: BHKW). Hierzu werden Primärenergieträger (z. B. Erdgas oder Biomasse) benötigt. Mit Hilfe von Verbrennungsmotoren wird die mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Die dabei entstehende Wärme wird für die Wärmeversorgung (Heizung, Warmwasserbereitung usw.) genutzt. Das im BHKW benutzte Prinzip heißt Kraft-Wärme-Kopplung. Überschüssige elektrische Energie kann in das Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist werden. Durch die Verwendung der Wärme am Entstehungsort liegt der Gesamtnutzungsgrad solcher BHKW bei etwa 85% und ist damit um bis zu 10% besser als bei herkömmlichen Heizkraftwerken
BHKW eignen sich besonders für die Wärme- und Stromversorgung von größeren Gebäudekomplexen und von Objekten, die nahe beieinander liegen und auch im Sommer einen hohen Wärmebedarf haben. Inzwischen werden in BHKW-Anlagen nicht nur Verbrennungsmotoren eingesetzt, sondern auch andere Systeme wie Stirling-Motor, Brennstoffzelle oder Mikrogasturbinen. Darüber hinaus ist die Nutzung der Wärme nicht mehr nur auf Heizzwecke beschränkt. BHKW-Anlagen werden auch für die Prozesswärmeerzeugung (Dampf, Heißluft, Thermoöl) oder für die Kälteerzeugung genutzt.

Luftdichtheitsmessung

Eine Luftdichtheitsmessung hilft, Leckagen in der luftdichten Gebäudehülle aufzuspüren. Dabei wird im Gebäude durch ein Gebläse ein Differenzdruck von 50 Pascal (entspricht etwa der Windstärke 5) gegenüber dem Außenluftdruck erzeugt und die stündliche Luftwechselrate (n50-Wert) ermittelt. Dieser Kennwert erlaubt eine vergleichende Aussage zur Luftdichtheit der Gebäudehülle. Die Druckdifferenz wird über die Laufrichtung des Ventilators einmal als Überdruck und anschließend als Unterdruck aufgebaut. Bei Überdruck im Gebäude lassen sich Luftundichtheiten in der Gebäudehülle mittels Rauch sichtbar machen, bei Unterdruck durch Infrarot-Thermografie oder Luftströmungs-Messgeräten (Anemometern). Wenn bereits offensichtliche Undichtheiten am Gebäude erkennbar sind, sollte vor dem Raucheinsatz die Feuerwehr informiert werden, um eine Fehlalarmierung zu vermeiden. Durch den üblichen, aber nicht vorgeschriebenen Einbau des Ventilators in der Haustür ist der Name „Blower-Door“ entstanden.

Bodenrichtwert

Bemessungsgrundlage für die Bewertung von Grundstücken. Es ist ein von der Stadt / Gemeinde festgelegter Wert.

Bonität

Unter Bonität versteht man die Kreditwürdigkeit eines Darlehensnehmers. Die persönliche Bonität des Darlehensnehmers wird anhand sämtlicher Unterlagen zur Einkommens- und Ausgabenseite des Darlehensnehmers und unter Heranziehung der SCHUFA Auskunft geprüft.

Bonitätsprüfung

Innerhalb der Bonitätsprüfung wird die Zahlungsfähigkeit bzw. die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers geprüft. Zur Überprüfung werden verschiedene Informationen über den Kunden eingeholt, wie z.B. die Schufa-Auskunft. Sie dient zur Sicherstellung, dass der Kunde sich nicht übermäßig verschuldet und das aufzunehmende Darlehen und die daraus resultierenden Verpflichtungen auch zukünftig tragen kann.

Braunkohlebriketts

Braunkohlebriketts bestehen aus gepresstem Braunkohlestaub und haben meist die Form von Quadern oder Eiern. Durch die Pressung verringert sich der Wassergehalt des fossilen Energieträgers Braunkohle, der Heizwert verdoppelt sich auf knapp 20 MJ/kg . Neben geringen Mengen Schwefeldioxid entstehen bei der Verbrennung von Braunkohle große Mengen Kohlenstoffdioxid, das als klimaverändernd gilt. Wird bei der Verbrennung nicht genügend Luft zugeführt, verbrennen Braunkohlebriketts unvollständig. Mögliche Folgen: Rauchentwicklung, Schwelbrände, Zerstörung des Schornsteins.

Fossile Energieträger

Brenngas

Brenngas bezeichnet Gase oder Gasgemische, welche in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff brennbar sind.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle ist eine batterieähnlich aufgebaute Energiequelle. In ihr werden Wasserstoff und Sauerstoff vereinigt, wobei Energie in Form von Wärme und Elektrizität frei gesetzt wird. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren direkt miteinander zu Wasser; dabei findet keine Verbrennung statt. Als Abfallprodukt fällt fast ausschließlich Wasser an, so dass kaum Schadstoffe freigesetzt werden.

Brennwert

Der Brennwert (Hs; ehemals Ho) gibt die gesamte Wärmemenge an, welche bei der vollständigen Verbrennung von Brennstoffen frei wird, auch die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase gebunden ist. Beim Erdgas wird er in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter ( m³ ) angegeben.

Brennwerttechnik

Im Unterschied zu konventionellen Brenner-Kesseln erzeugen Heizungen mit Brennwerttechnik nicht allein durch die Verfeuerung eines Brennstoffes Heizwärme. Sie nutzen zusätzlich den Wasserdampf im Abgas als Wärmelieferant. Der Dampf legt sich wie Tau auf die Rohre, durch die das Heizungswasser fließt. Das wärmt sich durch Kondensationswärme weiter auf. Brennwerttechnik nutzt so die im Brennstoff (z.B. Gas, Öl, Holzpellets) enthaltene Energie optimal aus – und erreicht rein rechnerisch Nutzungsgrade von über 100%.

Nutzungsgrad

Briefgrundschuld

Die Briefgrundschuld wird als Grundschuld mit Brief ins Grundbuch (Abteilung III) eingetragen zur Absicherung eines Darlehens. Zusätzlich wird hier noch ein Grundschuldbrief ausgestellt, welcher bei Übertragung der Grundschuld mit übergeben werden muss.

Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger für die Erfüllung der Verbindlichkeiten bei Nichtzahlung eines Dritten (Schuldners) einzustehen - der Bürge haftet mit seinem gesamten Vermögen (selbstschuldnerische Bürgschaft). Die Bürgschaft wird von einzelnen Fertighausherstellern benötigt. Der Bürge, hier der Finanzierungspartner, verpflichtet sich gegenüber dem Bürgschaftsnehmer (Fertighaushersteller), für die Verbindlichkeiten des Darlehensnehmers einzustehen. Es wird i.d.R. eine Gebühr von 1 % der Bürgschaftssumme berechnet.

Bundes-Immissionsschutzgesetz

BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz)
Das Bundes-Immissionschutzgesetz soll Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorbeugen. In der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) werden unter anderem Kleinfeuerungsanlagen geregelt, also Heizungsanlagen und Einzelraumfeuerungsanlagen. Heizungsanlagen dienen zur zentralen Wärme- und Warmwasserversorgung von Gebäude oder Wohnungen. Einzelraumfeuerungsanlagen werden zur Wärmeversorgung einzelner Räume eingesetzt (z.B. Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und Kachelofeneinsätze).
Die Verordnung legt Grenzwerte fest, wie viel Schadstoffe entweichen dürfen, und wie oft und in welchem Umfang eine Anlage aus Immissionsschutzgründen überwacht werden muss. Die Verordnung wird derzeit novelliert, also erneuert. Betroffen sind davon vor allem Einzelfeueranlagen wie Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und offene Kamine. Wegen der steigenden Preise für fossile Energieträger werden diese Kleinanlagen immer beliebter – Holz als Brennstoff boomt. Holz bietet als CO2-neutraler Brennstoff klare Vorteile für den Klimaschutz. Es verursacht bei der Verbrennung allerdings auch viel Staub, und 97 % des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdendem Feinstaub.
Deshalb sieht die novellierte BImSchV verschärfte Grenzwerte und verschiedene Sanierungsregelungen für diese Feuerungsstätten vor. Die Betreiber von neuen Anlagen müssen darauf achten, dass sie beim Kauf einer Anlage eine Herstellerbescheinigung erhalten, die die Einhaltung der geforderten Emissionsgrenzwerte dokumentiert. Alte Anlagen müssen ggf. in einer Übergangsfrist ausgetauscht oder mit Filtern nachgerüstet werden. (Quelle: Bundesministerium für Umwelt)

Bundesnetzagentur

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht die Einrichtung einer Regulierungsbehörde für den Strommarkt und Gasmarkt vor. Die Behörde trägt den Namen "Bundesnetzagentur" (BNetzA). Ihre Aufgabe ist es unter anderem, durch Regulierung der Netzentgelte die Voraussetzungen für funktionierenden Wettbewerb auf den Strommärkte und Gasmärkten zu schaffen. Die Bundesnetzagentur soll einen diskriminierungsfreien Netzzugang gewährleisten und genehmigt die Netzentgelte der Betreiber von Stromnetzen und Gasnetzen.

Bundesverband der dt. Gas- und Wasserwirtschaft

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) ist die Vertretung der deutschen Gas- und Wasserversorgungsunternehmen in politischen, wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Fragen.

CAP Darlehen

Ein CAP Darlehen ist ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Zinsobergrenze (Cap-Grenze). Der Zinssatz wird je nach Finanzierungspartner in regelmäßigen Abständen (i.d.R. 3 bzw. 6 Monate) an das aktuelle Zinsniveau angepasst. Basis ist der EURIBOR. Die Zinsobergrenze richtet sich nach der Laufzeit des Darlehensvertrages. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren sie mehr über das Cap-Darlehen.

CE-Kennzeichen

Das CE-Kennzeichen ist kein Prüfzeichen, sondern steht für die Konformität des Produktes mit geltenden EU-Richtlinien für Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen. Die CE-Kennzeichnung erfolgt eigenverantwortlich durch den Hersteller oder durch eine von ihm beauftragte Prüfstelle und sagt weder etwas über die Sicherheit noch über die spezielle Qualität des Produktes aus.

CO (Kohlenmonoxid)

Kohlenmonoxid entsteht zusammen mit Ruß, wenn kohlenstoffhaltiges Material (z.B. Kohle, Holz, Erdöl) unvollständig verbrennt. Es ist ein reiz-, geruch- und farbloses, aber hochgiftiges Gas. Kohlenmonoxid blockiert die Sauerstoffaufnahme des Blutes und gilt als Atemgift, wenn es in die Lunge gelangt. Das kann zu Kopfschmerzen und sogar Atemstillstand führen.

CO2 (Kohlendioxid)

Bei jeder Verbrennung entsteht Kohlendioxid (CO2). Das Gas gilt als Hauptverursacher des zusätzlichen Treibhauseffektes. Mit herkömmlichen Methoden kann es nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien. Spezifische CO2-Emissionen von Brennstoffen (Quelle: Umweltbundesamt) Energieträger g/kWh, Braunkohlen 400, Steinkohlen 335, Heizöl EL 266, Erdgas 202, Flüssiggas 234.

Courtage

Die Courtage ist die Gebühr, die der Immobilienmakler für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder für die Vermittlung eines Vertrags erhält. Die Maklercourtage (auch Provision genannt) ist erst bei Zustandekommen eines Vertrages begründet und fällig, z.B. beim Zustandekommens eines Kaufvertrages zwischen Käufer und Verkäufer. Die Höhe der Courtage kann regional unterschiedlich sein und wird nicht nach dem Aufwand bemessen, sondern wird in der Regel mit einem Prozentsatz des Objektpreises ausgewiesen. Die Höhe der Courtage wird im Maklervertrag festgehalten."

Dachdämmung (ausgebautes Dachgeschoss)

1. Dämmung auf Sparren (schräger Dachstuhlbalken)
Diese Variante lohnt sich, wenn das Dach komplett erneuert werden soll. Die Dämmschicht wird direkt auf die Sparren von außen aufgebracht. Der Vorteil: Die Dämmung wird nicht unterbrochen, so dass keine Wärmebrücken entstehen.
2. Dachdämmung zwischen den Dachsparren.
Zwischen den Dachsparren steht viel Raum zur Verfügung, der mit Dämmstoff gefüllt werden kann. Sind die Sparren zu niedrig, lassen sie sich mit Latten verstärken. Die Dämmstoffdicke sollte ca. 20 cm betragen.
3. Unter den Dachsparren
Dieser Wärmeschutz eignet sich vor allem als Ergänzung zu einer bereits vorhandenen, aber unzureichenden Dämmung zwischen den Sparren. Da diese Lösung den Wohnraum etwas verkleinert, sind hier meist nur Dämmstoffstärken von ca. 50 mm üblich.

Damnum

siehe Disagio

Dampfbremsen

Dampfbremsen sind in der Bautechnik Bauteile – meist Folien – mit einem geringen Wasserdampfdurchlass. Dampfbremsen werden eingesetzt, um ein Ausbreiten (Diffusion) von Wasserdampf aus der Raumluft in die Wärmedämmung eines Gebäudes einzuschränken. Aus diesem Grund werden Dampfbremsen auf der warmen (= beheizten) Seite einer Dämmschicht angeordnet. Die „Bremswirkung“ hängt ab von der Diffusionswiderstandszahl und der Schichtdicke des Bauteils.

Dampfsperren

Im Gegensatz zu Dampfbremsen lassen Dampfsperren infolge hoher Diffusionswiderstandszahlen keine Wasserdampfdiffusion durch ein Bauteil zu.

Darlehensbewilligung

Rechtsverbindliche Genehmigung von einem Darlehensgeber, dem Darlehensnehmer eine beantragte Darlehensumme zu vereinbarten Konditionen bereitzustellen.

Darlehensvertrag

Schriftlicher Vertrag zwischen Darlehensgeber (Bank) und Darlehensnehmer (Kunde).

Degressive Abschreibung

Bei der degressiven Abschreibung sind die Beträge, welche als steuerlicher Verlust in der Einkommensteuererklärung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können, jährlich abnehmend zu berechnen.

Abschreibung

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

Der DVGW ist zuständig für technisch-wissenschaftliche Fragen der Gas- und Wasserversorgung. Zum Aufgabengebiet gehören die Regelsetzung und Normung sowie Prüfung, Zertifizierung, Forschung und Entwicklung.

Dienstbarkeiten

Unter Dienstbarkeiten versteht dingliche Rechte an einem Grundstück. Diese sind im Grundbuch, Abteilung II, eingetragen. Hierzu zählen unter anderem die Grunddienstbarkeit und das Nießbrauchrecht.

Diffusion

Als Diffusion bezeichnet man den physikalischen Prozess eines gleichmäßigen, ungerichteten und drucklosen Konzentrationsausgleiches von thermisch eigenbewegten Teilchen nach dem Braun´schen Molekulargesetz. In der Bautechnik bezeichnet Diffusion i.d.R. den Transport von Wasserdampf z.B. aus der Raumluft durch einen Baustoff (z.B. Mauerwerk) oder ein Bauteil (z.B. Mauerwerk, beidseitig verputzt) hindurch von der warmen zur kalten Bauteilseite.

Disagio

Das Darlehen wird nicht in voller Höhe (100%) ausgezahlt, sondern z.B. bei einem Disagio von 5% nur zu 95%. Das Disagio (Damnum) stellt eine Zinsvorauszahlung dar. Hierdurch reduziert sich der Nominalzinssatz. Der Effektivzins bleibt unverändert. Diese Variante kann für Kapitalanleger interessant sein, da ein Disagio steuerlich absetzbar ist.

Drehstrom

Die Versorgungsnetze bestehen aus einem Drei-Leiter-Drehstromnetz. Es handelt sich um eine sinusförmige Wechselspannung, die im europäischen Verbundnetz mit einer Frequenz von 50 Hz schwingt. Drehstrom oder auch Drei-Phasen-Wechselstrom lässt sich leicht auf verschiedene Betriebsspannungen transformieren.

Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

Ein aus drei planparallel liegenden Flachglas-Scheiben zusammengesetztes Glaselement mit Glasabständen von je 10-20 mm. Die Abstandhalter als umlaufender luftdichter Scheibenrandverbund bestehen aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff. Kunststoff-Abstandhalter werden auch als „warme Kante“ bezeichnet. Die Wärmedämmung der Verglasung wird durch das Aufbringen von Metalldampfbeschichtungen auf die Innenflächen der äußeren Scheiben sowie durch das Befüllen der Scheibenzwischenräume mit Edelgas erreicht. Verwendet wird hierfür i.d.R. Argongas, seltener das deutlich teurere Kryptongas. Winterlicher Wärmeschutz: Der Glas-U-Wert (Ug) liegt zwischen 0,5 und 0,8 W/(m²K) Sommerlicher Wärmeschutz: Der Gesamtenergiedurchlassgrad (g) liegt zwischen 0,50 und 0,54.

Druck

Druck (p) berechnet sich als Quotient aus Kraft (senkrecht wirkend) geteilt durch Fläche. Die SI-Einheit Pascal (Pa) wurde nach dem französischen Philosophen, Mathematiker und Physiker Blaise Pascal (1623-1662) benannt.

DVGW

siehe Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

DVGW-Regelwerk

Zentrales Aufgabenfeld des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) ist die Erarbeitung und Herausgabe des DVGW-Regelwerkes, d.h. der anerkannten Regeln der Technik für Planung, Bau und Betrieb von Rohrleitungen und Anlagen (Funktionsnormung) sowie für Bauteile, Materialien und Geräte (Produktnormung) der öffentlichen Versorgung mit Gas und Wasser.

EDU bzw. EVU

EDU (Energiedienstleistungsunternehmen) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) sind die Abkürzungen für regionale oder kommunale Energieunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Energie.

EEG – Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien

Das deutsche Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Kurzfassung Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) soll dem Klimaschutz dienen und gehört zu einer Reihe gesetzlicher Regelungen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle sowie von Kernkraft verringert werden soll. Die Regelungen des EEG betreffen ausschließlich die Stromerzeugung, u.a. die Vergütungssätze für Strom aus Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Geothermie und Biomasse. Erlassen im Jahr 2000 erfolgte die letzte Novellierung 2009. Die nächste Novellierung tritt voraussichtlich 2012 in Kraft.

Erneuerbare Energien

Eigenkapital

Eigenkapital ist das Kapital, das der Kunde für sein Vorhaben einsetzen möchte. Zum Eigenkapital zählen: Bank- und Sparguthaben, Bausparguthaben und das eigene unbelastete Grundstück. Ein entsprechender Nachweis in Form von aktuellen Kontoauszügen/Grundbuchauszug ist erforderlich.

Eigenleistung

Die Eigenleistung ist die sogenannte Muskelhypothek. Der Bauherr, seine Angehörigen, Bekannte, etc., bringen bei einem Neubauvorhaben Arbeitsleistungen selbst ein und sparen somit entsprechende Handwerkerlohnkosten. Achtung: die Materialkosten müssen in den Finanzierungskosten berücksichtigt werden.

Eigennutzung

Unter Eigennutzung ist die Nutzung einer Immobilie zu eigenen Wohnzwecken zu verstehen, d.h. die Immobilie ist nicht fremdgenutzt bzw. vermietet.

Eigentumswohnung

Die Eigentumswohnung stellt einen gesonderten Eigentumsanteil an einer Immobilie dar. Wenn eine Immobilie mehrere Eigentumswohnungen beinhaltet, sind diese in der Regel im Sinne des Wohneigentumsgesetzes (=WEG) geteilt. Die einzelnen Wohneinheiten sind in der Teilungserklärung aufgelistet.

Einheitswert

An dem Einheitswert orientiert sich die Bemessung der Grundsteuer. Die Berechnung wird vom zuständigen Finanzamt durchgeführt. In der Regel liegt der Einheitswert einer Immobilie unter dem Verkehrswert der Immobilie.

Einkommen

Zum Einkommen zählen: Lohn-/Gehaltszahlungen, Renten/Pensionen, Mieteinkünfte, Einkünfte aus freiberuflicher/selbständiger Tätigkeit. Achtung: Arbeitslosengeld, Sozialhilfe werden nicht als Einkommen angesetzt.

Einkommen (zu versteuerndes)

Das zu versteuernde Einkommen wird innerhalb der Einkommensteuererklärung ermittelt. Es ist ist nach EStG das Einkommen abzüglich der Freibeträge und sonstiger vom Einkommen abziehbarer Beträge, wie Werbungskosten etc.

Einkommensnachweis

Zu Einkommensnachweisen zählen unter anderem Gehaltsabrechnungen, Bilanzen mit Gewinn- und Verlustrechnung, Einkommensteuerbescheide, sowie weitere Belege zum Nachweis des Einkommens. Diese Nachweise werden zur Bonitätsprüfung benötigt.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung stellen alle einkommensteuerpflichtigen Überschüsse und Verluste aus einem bestehenden Miet- oder Pachtverhältnis, welches sich auf unbebaute oder bebaute Grundstücke bezieht. Steuerlich können unter anderem die Bewirtschaftungskosten und die Abschreibungen geltend gemacht werden.

Einliegerwohnung

Als Einliegerwohnung wird eine zusätzliche Wohnung in einem Eigenheim bezeichnet, die gegenüber der Hauptwohnung von untergeordneter Bedeutung ist. Dies definierte das von 1956 bis 2001 geltende Wohnungsbau- und Familienheimgesetz (Zweites Wohnungsbaugesetz, II. WoBauG) in § 11. Die Einliegerwohnung muss sich nach Art und Ausstattung dadurch auszeichnen, dass sie separat zu vermieten ist. Steuerlich gilt ein EFH mit Einliegerwohnung als Zweifamilienhaus.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist die im Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) sowie im Kraft-Wärme-Koppelungsgesetz (KWK-Gesetz) festgelegte Vergütung je kWh, die der Netzbetreiber an den Betreiber einer netzgekoppelten Anlage zahlt, die aus Solarenergie, Biomasse, Geothermie oder Windkraft erzeugten Strom ins öffentliche Netz einspeist. Die Vergütung erfolgt zuzüglich der jeweils gültigen Umsatzsteuer, sofern der Anlagenbetreiber umsatzsteuerpflichtig ist.

Elektrosmog

Bei der Stromübertragung entstehen magnetische Felder. Über eventuelle negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind sich die Wissenschaftler uneins.

Emissionen

Bei der Verbrennung fossiler Energieträger entstehende Schadstoffe und –gase, die durch Schornsteine und Abgasrohre an die Außenluft abgegeben werden und die Luft verunreinigen. Beim Hausbrand sind dies im wesentlichen CO2, SO2, NOx und Stäube.

Energie

Als Energie bezeichnet man die in einem System oder Körper gespeicherte Arbeit sowie das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Arbeit, Energie und Wärmemenge werden als physikalische Größen gleicher Art angesehen und auch in den gleichwertigen Einheiten Joule=Newtonmeter=Wattsekunde ausgedrückt; je nach Zweckmäßigkeit kann die passende Einheit gewählt werden; z.B. Arbeit (Nm), elektrische Energie (Ws) und Wärmemenge (J oder Ws).

Energie-Inhalt

Energie-Inhalt der wichtigsten Primärenergieträger: 1 kg Holz = 14,7 Megajoule (MJ) 1 kg Braunkohle = 15,0 MJ 1 kg Steinkohle = 29,8 MJ 1 kg leichtes Heizöl = 42,7 MJ 1 kg Natur-Uran = 500 Gigajoule (GJ) 1 Kubikmeter Erdgas = 31,7 MJ

Energieeffizienz

Energieeffizienz bezeichnet die Effizienz des Einsatzes von Energie, also das Verhältnis von Nutzen zum Energieaufwand. Unter maximaler Energieeffizienz wird verstanden, dass ein gewünschter Nutzen mit möglichst wenig Energieeinsatz erreicht wird. Dies geschieht durch Vermeidung eines unnötigen Verbrauchs und einem optimierten Einsatz von Energie. Unter Nutzen wird das Erreichen gewünschter Ziele verstanden, z.B. Raumheizung oder Warmwasserbereitung.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die „Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden“, kurz Energieeinsparverordnung (EnEV), wurde 2002 durch Zusammenführung der Wärmeschutzverordnung und der Heizanlagenverordnung verfügt; aktuell gilt die novellierte Fassung von 2009. Die EnEV definiert in Umsetzung des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) bundeseinheitlich energetische Mindestanforderungen an beheizte und gekühlte Wohngebäude und Nichtwohngebäude, und das sowohl für Neubauten als auch für bestehende Gebäude. Die Anwendung der EnEV ist Sache der Bundesländer, die hierzu weitergehende Umsetzungsverordnungen erlassen können (z.B. EnEV-UVO NRW). Kernstück der EnEV ist die energetische Gesamtbilanzierung des Gebäudes. Bilanziert wird die Qualität der energetischen Gebäudehülle und der Anlagentechnik, aber auch solare (Wasser, Luft, Strom) und interne (Elektrogeräte, Personen) Wärmegewinne. Die EnEV stellt erstmals auch Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz. Nachzuweisen sind der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust des Gebäudes.

Energienutzungsgrad

siehe auch Nutzungsgrad

Nutzungsgrad

Energie sparen

Energieeinsparung bezeichnet alle Maßnahmen, die die Menge verbrauchter Energie verringern.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Das am 7. Juli 2005 in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz setzt Richtlinien der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht um. Zweck des Gesetzes ist, die möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten. Um einen wirksamen Wettbewerb zu erreichen, schreibt das Gesetz die organisatorische, informatorische, rechnungsmäßige und gesellschaftsrechtliche Trennung des Strom- und Erdgasversorgungsnetzes von den Vertriebsaktivitäten eines Energieversorgungsunternehmens vor. Die Höhe der Netzentgelte wird von der Bundesnetzagentur genehmigt.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

siehe auch Energieeinsparverordnung

Energieeinsparverordnung (EnEV)

EnWG

siehe auch Energiewirtschaftsgesetz

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Erbbaurecht

Das Erbbaurecht ermöglicht es, Eigentümer eines Hauses zu sein, das auf fremden Grund steht. Als Entgelt zahlt der Erbbauberechtigte (Eigentümer des Hauses) an den Erbbaurechtsgeber (Eigentümer des Grundstückes) den Erbbauzins.
Privates Erbbaurecht = Eigentümer des Grundstückes ist eine Privatperson.
Öffentliches Erbbaurecht = Eigentümer des Grundstückes sind Stadt Gemeinde oder Kirche.

Erbbauzins

Siehe Erbbaurecht.

Erbbaurecht

Erbpacht

Siehe Erbbauzins.

Erbbauzins

Erdgas

Das Erdgas ist vor ca. 600 Mio. Jahren entstanden. Erdgas ist ein Naturgasgemisch, dessen Hauptbestandteil Methan (CH4) ist. Das günstige Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff begründet die Umweltvorteile gegenüber den anderen fossilen Brennstoffen Öl und Kohle. Die Erdgas-Reserven der Welt sind groß genug, um eine auch weiterhin steigende Nachfrage in allen Verbrauchsregionen der Welt zu decken ? Schätzungen gehen von einem Potenzial aus, das bis ins Jahr 2160 reicht.

Erdgas H

H steht für das englische Wort high (hoch). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von rund 12 kWh/m³ (im Normzustand).

Erdgas L

L steht für das englische Wort low (niedrig). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³ (Im Normzustand).

Erdgassteuer

Steuern und Abgaben machen heute im Schnitt etwa 30 Prozent des Erdgas-Endkundenpreises aus. 30 Cent von jedem Euro Ihrer Erdgasrechnung zahlen Sie für Mehrwertsteuer, Erdgas- und Ökosteuer, die Konzessionsabgabe sowie eine anteilige Förderabgabe.

Erdgasversorgung

Für Deutschland ist die Erdgasversorgung ein relativ junger Wirtschaftszweig. Als in den Niederlanden Mitte der 60er Jahre große Lagerstätten entdeckt und erschlossen wurden, standen auch für den deutschen Markt größere Erdgasmengen zur Verfügung.

Erdgasverteilungsleitung

Das Leitungsnetz zum Verteilen des Erdgases besteht in der Regel aus Polyethylen (PE)-Rohren. Die Verteilungsleitungen schließen sich ans Transportnetz an und enden beim Hausanschluss.

Erdwärme

Erdwärme oder Geothermie ist die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme. Sie umfasst die in der Erde gespeicherte Energie, soweit sie entzogen und genutzt werden kann, und zählt zu den regenerativen Energien. Sie kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen im Wärmemarkt (Wärmepumpenheizung), als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung. Unterschieden wird nach den Wärmequellen im wesentlichen oberflächennahe und Tiefengeothermie.

Erhaltungsaufwand

Regelmäßig und in ungefähr gleicher Höhe anfallende Aufwendungen für Erhaltung (Instandhaltung) und Wiederherstellung (Instandsetzung) von Wirtschaftgütern, um diese in einem ordnungsgemäßen Zustand oder funktionstüchtig zu erhalten, aber ohne deren bisherigen Zustand erheblich zu verbessern, z.B. Fassadenanstrich, Heizungswartung.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das deutsche „Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien“ (Kurztitel Erneuerbare-Energien-Gesetz, EEG) soll dem Klimaschutz dienen und gehört zu einer Reihe gesetzlicher Regelungen, mit denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas oder Kohle sowie von Kernkraft verringert werden soll. Die Regelungen des EEG betreffen ausschließlich die Stromerzeugung, z.B. die Abnahme von und die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ist ein deutsches Bundesgesetz, das den Ausbau erneuerbarer Energien im Wärme- und Kältesektor bei der energetischen Gebäudeversorgung vorantreiben soll. Es trat am 1. Januar 2009 in Kraft. Das Gesetz führt erstmals bundesweit eine Pflicht zur Verwendung von erneuerbaren Energien beim Neubau von Gebäuden ein (so genannte Nutzungspflicht). Den Bundesländern bleibt vorbehalten, das Gesetz im Falle einer energetischen Sanierung auch auf bestehende Gebäude anzuwenden.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien, sind Energien aus Quellen, die sich entweder in kurzer Zeit von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Es sind nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen, zu denen insbesondere Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung (Sonnenenergie), Erdwärme (Geothermie) und die durch Gezeiten erzeugte Energie zählen. Eine andere Quelle erneuerbarer Energien ist das energetische Potenzial (Biogas, Bioethanol, Holz u.a.) der aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnenen Biomasse. Die aus Quellen erneuerbarer Energie erzeugten Energieformen (Elektrizität, Wärme, Kraftstoff) werden oft ebenfalls als erneuerbare Energien bezeichnet.

Erschließung

Die Maßnahmen, welche zum Anschluss eines Grundstückes an das öffentliche Versorgungsnetz durchgeführt werden, werden im Überbegriff Erschließung zusammengefasst. Hierzu zählen die Wasser und Energieversorgung sowie die Telekommunikation etc. Die Durchführung dieser Maßnahmen tätigt die Gemeinde.

Erschließungskosten

Kosten der Gemeinde/Stadt für den Anschluss des Grundstückes an eine öffentliche Straße (z.B. für den Gehweg/Straßen etc.).

Ertragswert

Unter dem Ertragswert ist der kapitalisierte Jahresreinertrag eines Objektes, d.h. die Mieterträge nach Abzug der Bewirtschaftungskosten zu verstehen. Der Ertragswert ist bei vermieteten Wohnobjekten die Grundlage für die Ermittlung des Beleihungswertes.

Erwerbskosten

Siehe auch Anschaffungskosten. Die Erwerbskosten stellen die Kosten dar, welche bei dem Erwerb einer Immobilie entstehen. Hierzu zählen der Kaufpreis, die Modernisierungskosten, die Notarkosten sowie die Grundbuchgebühren etc. Bei dem Neubau einer Immobilie spricht man oft über die Herstellungskosten.

EURIBOR

EURIBOR ist die Abkürzung für "European Interbank Offered Rate". Der EURIBOR ist der Zinssatz für Termingelder in Euro, zu dem zwischen europäischen Banken Termingelder gehandelt werden. U.a. dient der EURIBOR als Referenzzinssatz für variabel verzinste Darlehen (z.B. CAP-Darlehen).

Fernwärme

Mit Fernwärme wird Wärme bezeichnet, die in einem zentralen Heizkraftwerk oder einem dezentralen Blockheizkraftwerk erzeugt und dann mittels Warmwasser- oder Dampfrohrsystemen an einzelne Haushalte geleitet wird.

Fernwärmenetz

Das Fernwärmenetz ist das System aus Dampf- oder Warmwasserleitungen zur Verteilung der Fernwärme an die Haushalte.

Fertighaus

Ein Fertighaus ist ein aus vorgefertigten Teilen errichtetes Gebäude, das meist schlüsselfertig geliefert wird. Unsere Finanzierungspartner bestehen i.d.R. auf ein Gütesiegel des Hausherstellers.

Festdarlehen

Unter einem Festdarlehen versteht man, dass bis zu einem vereinbarten Laufzeitende das Darlehen vollständig in einer Summe an den Darlehensgeber zurückgezahlt wird. Während der Zinsbindungsfrist bzw. der Laufzeit des Darlehens werden nur die Zinsen vom Darlehensnehmer gezahlt und, wenn vereinbart, wird zusätzlich die Tilgung in einen Tilgungsersatz gezahlt (siehe Tilgungsersatz). Eine direkte Tilgung des Darlehens entfällt.

Festzins

Zins, der für einen vereinbarten Zeitraum (Zinsbindungsfrist) oder die gesamte Laufzeit des Darlehens vertraglich festgeschrieben ist. Unsere Finanzierungspartner bieten Zinsbindungsfristen von 5€*30 Jahren an.

Festzinsdarlehen

Bei einem Festzinsdarlehen wird bei Abschluss des Darlehensvertrages ein Zinssatz festgelegt. Dieser ändert sich während der Zinsbindungsfrist nicht, somit wird dieser vom Darlehensgeber auf eine vereinbarte Zeit garantiert. Der Zinssatz eines Festzinsdarlehens ist während der Zinsbindungsfrist unabhängig von der Zinsentwicklung am Markt.

Feuerversicherung

Wenn an einer Immobilie Schäden z.B. durch Brand oder Blitzschlag entstehen, so werden diese von einer Feuerversicherung gedeckt. Die Feuerversicherung schließt der Eigentümer selbst ab.

Finanzierungsbedarf

Die Gesamtkosten des Vorhabens abzüglich Eigenkapital, Eigenleistung und evt. weiteren Fremdmitteln ergeben den Finanzierungsbedarf, d.h. die benötigte Darlehenssumme.

Finanzierungsplan

Im Finanzierungsplan sind alle Mittel (Eigen- und Fremdkapital), die zur Deckung der Gesamtkosten dienen, aufgeführt.

Flächenheizung

Flächenheizungen sind Heizflächen, bei denen die Bauteile (Fußboden, Wände, Decke), neben dem Raumabschluss gleichzeitig eine Heizfunktion erfüllen. Als Heizmedium kommen Warmwasser, in Sonderfällen auch Warmluft oder Elektro-Heizbänder infrage. Die wesentlich größeren Heizflächen ermöglichen extrem niedrige Oberflächentemperaturen, günstige Auswirkungen auf die erforderliche Raumlufttemperatur und damit auch auf das Raumklima sowie auf den Energieverbrauch. Formal bringt der Wegfall der Heizkörper freie Gestaltungsmöglichkeiten, bei Wandheizungen jedoch nur mit gewissen Einschränkungen.

Flachkollektor

Der Flachkollektor ist der gängigste und günstigste Sonnenkollektortyp. Er besteht aus einem flachen Gehäuse, das von unten wärmegedämmt ist, einer transparenten Abdeckung (meist aus Glas) und im Inneren aus einem flächigen Absorber. Er nimmt die Sonnenwärme auf und gibt sie an eine darunter strömende Wärmeflüssigkeit ab. Diese leitet die Wärme an einen Wärmetauscher, der wiederum das Brauchwasser erhitzt. Flachkollektoren sind in der Anschaffung deutlich preiswerter als z.B. Vakuumröhrenkollektoren, allerdings auch um knapp ein Drittel weniger effizient in der Nutzung der Sonnenstrahlung. Sie eignen sich vor allem für die Warmwasserbereitung.

Flurkarte

Siehe amtlicher Lageplan.

Lageplan

Flurstück

Das Flurstück ist die kleinste Einheit der Katasterführung. Jedem Flurstück wird eine Flurstücknummer zugewiesen. Ein Grundstück kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen.

Förderung des Wohneigentums

Auf Bundesebene, z.B. durch die KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau), oder auf Landesebene, z.B. durch die NRW-Bank, unterstützt der Staat mit der Vergabe von zinsgünstigen Darlehen und/oder Zuschüssen Immobilienbesitzer bei Erwerb und Sanierung von Wohngebäuden. Fördermittel für energetische Sanierungen können auch von Mietern oder Wohnungseigentümergemeinschaften genutzt werden.

Forwarddarlehen

Siehe Vorratsdarlehen.

Vorratsdarlehen

Fossile Energieträger

Fossile Energieträger sind durch geologische Prozesse in die Erdkruste eingelagert worden. Dazu gehören zum Beispiel Kohle, Erdöl und Erdgas.

Fremdkapital

Darunter fallen Darlehen durch weitere Darlehensgeber, z.B.:
- Banken/Versicherungen/Bausparkassen
- Arbeitgeberdarlehen
- öffentliche Mittel (s. öffentliche Mittel)
- Verwandtendarlehen (s. Verwandtendarlehen)

Frequenz

Die physikalische Einheit Hertz (Hz) gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an. Die Elektrizitätsversorgung des öffentlichen Netzes arbeitet mit sinusförmigen Strömen und Spannungen. Unabhängig von den Spannungsebenen Niederspannung, Mittelspannung sowie Hoch- und Höchstspannung sind die gesamten Versorgungsebenen als 1-Phasen- bzw. 3-Phasen-Wechselstromnetze aufgebaut, die mit 50 Hz schwingen. (3-Phasen-Wechselstromnetze heißen auch Drehstromnetze.

Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, bei der die Wärme abgebenden Rohre im Fußboden verlegt sind. Die Wärme wird durch Strahlung und Konvektion nach oben abgegeben. Bei Fußbodenheizungen verhindert eine Dämmung die Wärmeabgabe nach unten und sorgt damit für geringe Wärmeverluste. Bei Warmwasser-Fußbodenheizungen können die Rohre dabei im Nassestrich, unter dem Nassestrich auf der Dämmschicht oder unter dem Trockenestrich auf der Dämmschicht verlegt werden:
• Verlegung im Nassestrich: Bei diesem System werden die Rohre im Zuge der Estrichverlegung oberhalb der Dämmschicht im Estrich eingebettet. Die Rohre (Kunststoff-, Kupfer oder Verbundrohre) werden i. d. R. mit Spezialklammern auf einer Trägermatte befestigt.
• Verlegung unter dem Nassestrich auf der Dämmschicht: Bei diesem System liegen die Rohre auf der Dämmschicht, meist in vorgegebenen Vertiefungen bzw. auf einer Noppenunterlage. Zur besseren Wärmeübertragung und gleichmäßigeren Wärmeverteilung werden häufig Wärmeleitbleche angeordnet.
• Verlegung unter dem Trockenestrich auf der Dämmschicht: Dieses System besteht aus vorgefertigten flachen Heizelementen. Sie werden hauptsächlich für die Altbausanierung in Verbindung mit einem Trockenestrich eingesetzt. Bei diesem System verlaufen die Rohre in speziellen Systemplatten, durch eine Folie vom Estrich getrennt. Die Rohre werden beim Verlegen noch zusätzlich mit Wärmeverteilungsblechen, -lamellen oder -folien versehen, damit hohe Temperaturunterschiede vermieden werden und eine bessere Wärmeübertragung an den Estrich erfolgen kann.
Für Fußbodenheizungen kommen Kunststoff-, Kupfer- und Verbundrohre zum Einsatz. Verlegeformen bei Fußbodenheizungen sind die mäanderförmige Anordnung oder die bifilare Anordnung. Bei der mäanderförmigen Verlegung nimmt die Heizwassertemperatur mit zunehmender Entfernung ab und führt zu ungleichmäßigen Oberflächentemperaturen. Bei der bifilaren (spiralförmigen) Anordnung liegen Vor- und Rücklauf nebeneinander, so dass sich eine gleichmäßige Oberflächentemperatur ergibt. Auch eine Kombination beider Verlegearten ist möglich.

G-Wert

Der Energiedurchlassgrad (auch g-Wert) ist ein Maß für die Durchlässigkeit von transparenten Bauteilen für den (Sonnen-)Energietransport von außen nach innen. Transparente Bauteile sind im allgemeinen Fenster. Beispiel für eine einfache Weißglasscheibe: g-Wert = 0,85; dies bedeutet, dass 85% der eingestrahlten Energie in den Raum hinter der Glasscheibe gelangen kann.

Gas- und Dampfturbinenanlage

Gas- und Dampfturbinenanlagen sind Anlagen zur Stromerzeugung. Bei diesen wird in einem Kessel Dampf erzeugt, aus dem in einer nachgeschalteten Dampfturbine elektrischer Strom erzeugt wird.

Gasbeschaffenheit

Die technischen Regeln für die Gasbeschaffenheit legen die Anforderungen an Brenngase der öffentlichen Gasversorgung fest und stellen Rahmenbedingungen für die Gaslieferung, die Abrechnung, den Betrieb von Gasanlagen und -geräten sowie die Basis für deren Entwicklung, Normung und Prüfung dar. Die abrechnungs- und anwendungstechnischen Anforderungen werden durch die brenntechnischen Kenngrößen sowie chemischen und physikalischen Eigenschaften des Erdgases bestimmt. Erdgas für die öffentliche Gasversorgung wird je nach Methangehalt in die beiden Gruppen Typ L und H unterteilt. Typ H hat einen höheren Methangehalt.

Gasturbine

Eine Gasturbine ist einer der möglichen Antriebe in einem BHKW. Der Aufbau ähnelt dem von Strahltriebwerken, wie sie beispielsweise in der Luftfahrttechnik eingesetzt werden: Luft wird durch Laufräder in einen Kompressor hineingesogen und dann mit einem Druck von 20 bis 30 bar in eine Brennkammer gepresst. In die Brennkammer wird zusätzlich Gas geführt, welches sich dort entzündet. Die entstehenden Verbrennungsgase erhöhen den Druck innerhalb der Brennkammer noch weiter, wodurch Luft und Verbrennungsgase schneller weiter strömen. Hinter der Brennkammer folgen Laufräder, mit denen Generatoren betrieben werden und somit elektrische Energie erzeugt wird. Von der gesamten nutzbaren Energie sind 35% mechanische und 65% Wärmeenergie. Turbinen werden meist dort eingesetzt, wo viel Wärme und weniger Strom benötigt wird: Zum Beispiel in größeren Freibädern, in denen viel Wärmeenergie zum Heizen des Wassers und verhältnismäßig wenig Strom für den Betrieb der Filterpumpen gebraucht wird.

Gasversorgungsunternehmen

GVU (Gasversorgungsunternehmen) ist die Abkürzung für regionale oder kommunale Gasversorgungsunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Gas. In Hannover entstand 1826 das erste Gaswerk auf dem europäischen Kontinent, ein Jahr später das zweite in Berlin.

Gemarkung

Zusammenhängende Flurstücke werden als Gemarkung bezeichnet und stellt das Gebiet einer Gemeinde dar.

Gemeinschaftseigentum

Als Gemeinschaftseigentum werden die Gebäudeteile benannt, an welchen alle Miteigentümer Anrecht zu gleichen Teilen haben. Hierzu gehören z.B. das Treppenhaus und der Fahrstuhl. Die Eigentümer sind verpflichtet, dieses Gemeinschaftseigentum gemeinsam in Stand zu halten. Das Gegenteil zum Gemeinschaftseigentum stellt das Sondereigentum dar.

Generator

Der Generator ist der Stromerzeuger in allen fossil befeuerten Dampfkraftwerken, in Gasturbinenkraftwerken und in Kernkraftwerken. Beim Generator handelt es sich um einen rotierenden Magneten (angetrieben durch die Turbine), der den Wechselstrom erzeugt.

Geothermie

siehe Erdwärme

Erdwärme

Gesamtlaufzeit

Ausgehend von einem gleich bleibenden Zins- und Tilgungssatz nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist, kann man die Gesamtlaufzeit des Darlehens berechnen. Dies ist jedoch nur eine kalkulatorische Berechnung, da der Zins nach Ablauf der Zinsbindungsfrist noch nicht feststeht (Ausnahme Volltilgerdarlehen).

Gesamtschuldner

Wenn ein Darlehensvertrag auf mehrere Darlehensnehmer lautet, so haften diese für die vollständige Darlehenssumme gesamtschuldnerisch. Der Darlehensgeber kann von jedem einzelnen Darlehensnehmer die vollständige Summe oder einen Teilbetrag einfordern. Es ist jedoch festzuhalten, dass die Leistung nur einmalig vom Darlehensgeber verlangt werden kann.

Geschäftsführender Gesellschafter

Angestellter einer GmbH, der zu einem bestimmten Prozentsatz an der GmbH beteiligt ist. Da er steuerlich als Selbständiger gesehen wird, zahlt er keine Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge.

Gleichrichter

Gerät zum Umwandeln von Wechselstrom in Gleichstrom.

Gleichstrom

Beim Gleichstrom handelt es sich um Strom, dessen Polarität - im Gegensatz zum Wechselstrom - gleich bleibend ist. Konstanter Gleichstrom lässt sich durch elektrochemische Elemente gewinnen. Benötigt wird Gleichstrom unter anderem zur Versorgung elektronischer Schaltungen und Geräte.

Gleitzinsdarlehen

Siehe Vario-Darlehen.

Vario-Darlehen

Globalgrundschuld

Wenn auf mehreren Grundstücken eine Grundschuld eingetragen ist, spricht man hier von einer Globalgrundschuld. Die einzelnen Grundstücke haften hier für den Gesamtbetrag der Grundschuld. Falls die Finanzierung notleidend werden sollte, kann der Gläubiger der Grundschuld die einzelnen Grundstücke verwerten lassen und sich aus dem Erlös befriedigen.

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das beim zuständigen Amtsgericht (Grundbuchamt) geführt wird und Auskunft über alle wichtigen Daten der Grundstücke des Amtsgerichtsbezirks gibt. Für jedes Grundstück wird ein gesondertes Grundbuchblatt angelegt. Das Grundbuchblatt besteht aus:
- Deckblatt (Bezeichnung Amtsgericht/ Grundbuchamt/ Blattnummer)
- Bestandsverzeichnis (Lage, Größe und Rechte eines Grundstückes)
- Abteilung I (Eigentumsverhältnisse)
- Abteilung II (Lasten und Beschränkungen)
- Abteilung III (Grundschulden und Hypotheken)

Grundbuchauszug

Abschrift des vollständigen Grundbuchblattes mit allen zum Grundstück bestehenden Eintragungen. Der Grundbuchauszug ist erhältlich beim zuständigen Grundbuchamt (i.d.R. dem zuständigen Amtsgericht angegliedert).

Grundbucheinsicht

Beim Grundbuchamt kann jeder bei berechtigtem Interesse das Grundbuch einsehen. In der Regel betreffen dies Käuferinteressenten und die Eigentümer des Grundstückes. Diese können einen Grundbuchauszug verlangen.

Grunddienstbarkeit

Als Grunddienstbarkeiten werden Rechte am betreffenden Grundstück zu Gunsten Dritter verstanden. Der Eigentümer des belasteten Grundstücks ist durch die Grunddienstbarkeit verpflichtet, die "Benutzung" durch den Berechtigten auf seinem Grundstück zu dulden. Grunddienstbarkeiten werden im Grundbuch (Abteilung II) eingetragen. Hierzu zählen z.B. Wegerechte und Leitungsrechte.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer wird einmalig beim Erwerb eines bebauten oder unbebauten Grundstückes fällig und ist an das für die Besteuerung zuständige Finanzamt zu entrichten. Die Höhe der Grunderwerbsteuer bemisst sich nach der Gegenleistung (= Kaufpreis des Grundstücks einschließlich der darauf errichteten Gebäude). Der Steuersatz beträgt zur Zeit einheitlich 3,5 % auf den Gesamtkaufpreis.

Grundlast

Grundbedarf (Last) an Strom, Heizwärme, Warmwasser usw., der unabhängig von Tages- oder Jahreszeit, Witterung oder nutzungsbedingten Schwankungen weitgehend gleichbleibend besteht.

Grundpfandrecht

Die Hypothek und die Grundschuld werden als Grundpfandrechte bezeichnet. Grundpfandrechte werden im Grundbuch (Abteilung III) vermerkt. Sie stellen die Sicherheit für den Darlehensgeber dar.

Grundschuld

Die Grundschuld dient als Sicherheit für eine Baufinanzierung. Sie ist ein Pfandrecht zu Gunsten des Gläubigers (Bank) an einer Immobilie, die im Grundbuch in Abt. III eingetragen wird. Da die Grundschuld nicht an eine bestimmte Forderung gebunden ist (abstrakt), kann diese ohne Bestehen einer Forderung im Grundbuch eingetragen sein oder auch bei einer Anschlussfinanzierung/Umschuldung abgetreten werden.

Grundschuldabtretung

Bei einer Anschlussfinanzierung/Umschuldung kann die im Grundbuch bereits eingetragene Grundschuld vom alten Gläubiger an den neuen Gläubiger abgetreten werden. Vorteil für den Darlehensnehmer: geringere Kosten als bei einer Neueintragung.

Grundschuldbestellung

Hiermit wird die Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch beantragt. Es ist die Zustimmung des Grundeigentümers zur Belastung seines Grundstückes.Die Grundschuldbestellung wird notariell beurkundet. Im Anschluss wird die Grundschuld in das Grundbuch eingetragen.

Grundschuldzins

Der Nennbetrag der Grundschuld wird in der Regel in Höhe des Darlehensbetrages im Grundbuch (Abteilung III) zur Sicherheit des Darlehensgebers eingetragen. Doch um weitere Verpflichtungen des Darlehensnehmers mitabzusichern, z.B. Darlehenszinsen, die der Darlehensnehmer bei Zahlungsunfähigkeit nicht zahlen kann, kann der Darlehensgeber neben dem Grundschuldnominalbetrag die Eintragung eines Grundschuldzinses verlangen. Dieser sichert somit weitere entstandene Forderungen des Darlehensgebers ab.

Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine Realsteuer welche auf Grundvermögen, wie private Grundstücke, von der zuständigen Gemeinde jährlich erhoben wird.

Grundstück

Ein abgegrenzter und vermessener Teil der Erdfläche wird als eigenständiges Grundstück bezeichnet. Jedes Grundstück ist im Grundbuch des zuständigen Grundbuchamtes gelistet. Wenn eine Baugenehmigung für ein bestimmtes Grundstück vorliegt oder das Grundstück bereits bebaut ist, spricht man von einem Baugrundstück.

Grundstückskosten

Zu den Grundstückskosten gehören der Grundstückskaufpreis und die Erschließungskosten.

GuD-Anlage

siehe Kombikraftwerk

Kombikraftwerk

Grundpreis/Verrechnungspreis

Er umfasst die Kosten für Energiebereitstellung, Miete des Zählers sowie Abrechnung. Der Grundpreis bzw. Verrechnungspreis ist ein fester Preis, weil er nicht vom Verbrauch abhängt. Zusammen mit dem Arbeitspreis ergibt er den Strom- bzw. Erdgaspreis.

GVU

siehe Gasversorgungsunternehmen

Gasversorgungsunternehmen

g-Wert

Gesamtenergiedurchlassgrad. Er beschreibt die Energiedurchlässigkeit eines Bauteils für Sonnenlicht und wird in Prozent ausgedrückt. Normalglas hat einen g-Wert von 0,85. Das bedeutet: 85 Prozent der Sonnenenergie gelangen durch das Glas. Sonnenschutzglas hat einen g-Wert von 0,3. Das heißt: Nur 30 Prozent der Energie kommen durch.

Halbleiter

Stoffe, die unter Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden, während sie bei tiefen Temperaturen isolierend wirken. Zur Herstellung einer Solarzelle wird das Halbleitermaterial "dotiert". Damit ist das Einbringen von chemischen Elementen gemeint, mit denen man entweder einen positiven oder negativen Ladungsträgerüberschuss im Halbleitermaterial erzielen kann. Werden zwei unterschiedlich dotierte Halbleiterschichten gebildet, entsteht an der Grenzschicht ein Übergang. An dem Übergang baut sich ein inneres elektrisches Feld auf, das zu einer Ladungstrennung der bei Lichteinfall freigesetzten Ladungsträger führt. Über Metallkontakte kann eine elektrische Spannung gesammelt werden. Wird ein elektrischer Verbraucher angeschlossen, fließt ein Gleichstrom.

Hausanschluss

Der Hausanschluss verbindet die öffentlichen Wasser-, Strom-, Gas- und Wärmenetze mit dem anzuschließenden Haus. Beim Strom besteht der Hausanschluss im Allgemeinen aus der Verbindung des Niederspannungsnetzes mit der Kundenanlage. Er beginnt an der Abzweigstelle des Niederspannungsnetzes und endet mit der Hausanschlusssicherung (abweichende Regelungen sind möglich). Größere Anlagen können aus dem Mittelspannungsnetz versorgt werden. Je nach Einspeisung kann somit die Energie- und Eigentumsübergabestelle sich im Bereich des Mittelspannungsnetzes oder Niederspannungsnetzes befinden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Die Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung sichert den Fall ab, falls eine Person oder Sachwerte durch ein Objekt geschädigt werden. Hier haftet nicht der Eigentümer des Objektes selbst, sondern die Versicherung für den Schadenersatz.

Heizkörper

Allgemein fasst der Begriff Heizkörper verschiedene technische Geräte zu Beheizungszwecken zusammen. Im Baubereich sind Heizkörper Bestandteil des Heizungssystems und für die Wärmeabgabe in der Prozesskette Wärmeerzeugung - Wärmeverteilung - Wärmeabgabe verantwortlich.
Die Wärmeübertragung der Heizkörper an die Umgebung erfolgt durch Konvektion und Strahlung, entscheidend für die Wärmeübertragungsleistung sind die Fläche und die Temperaturdifferenz. Heizkörper kann man nach verschiedenen Kriterien unterscheiden:
• Werkstoff: Gussheizkörper, Stahlheizkörper, Edelstahlheizkörper, Naturstein- oder Glasheizkörper
• Energieträger: Warmwasserheizkörper, Elektroheizkörper, direktbefeuerte Strahlungsheizkörper
• Aufstellung und Anordnung: Heizkörper für Wandmontage, als Raumteiler, als Geländer, für Brüstungsintegration, für Fußbodeneinbau, als Sitzbank, als Spiegel, für mobilen Einsatz, usw.
• Bauart und Wärmeübertragung: Radiatorheizkörper, Gliederheizkörper, Flachheizkörper (umgangssprachlich auch Plattenheizkörper), Konvektorheizkörper (auch mit Gebläseunterstützung), Sockelleistenheizkörper, Rohrheizkörper, Badheizkörper (auch Handtuchwärmer), Designheizkörper, sowie vielfältige Sonderformen Die Dimensionierung und Auslegung der Heizkörper erfolgt anhand des benötigten Wärmebedarfes, der vorhandenen Systemtemperaturen und gewünschten Raumtemperaturen. Für Wohnräume hat sich die Auslegung nach der VDI-Richtlinie 6030 und EN 442 durchgesetzt. Danach sind Heizkörper so auszulegen und anzuordnen, dass „Behaglichkeitsdefizite“ wie kalte Fallluftströme und (subjektive) Kältestrahlung ausgeglichen werden.

Heizkraftwerk

Kraftwerk, das sowohl thermische als auch elektrische Energie erzeugt. Durch Erzeugung von Strom und Wärme benötigen Heizkraftwerke deutlich weniger Brennstoff für die gleiche Wärme- und Strommenge als bei der getrennten Erzeugung. Es wird also Energie eingespart und der Schadstoffausstoß sinkt. Heizkraftwerke haben einen relativ hohen Wirkungsgrad.

Heizöl

Die Deutsche Industrienorm unterscheidet zwischen drei Heizöl-Sorten: Heizöl EL (abgekürzt: HEL), Heizöl EL schwefelarm und Heizöl EL Super.
- Standard-Heizöl: Das klassische Heizöl trägt die Bezeichnung „Heizöl EL“. „EL“ steht dabei für „extra leicht (flüssig)“. Heizöl EL unterscheidet sich vom Heizöl EL schwefelarm durch seinen maximal zulässigen Schwefelgehalt. Der liegt bei maximal 1.000 mg/kg – im Gegensatz zum „Heizöl EL schwefelarm“, das maximal 50 mg/kg beinhalten darf.
- Schwefelarmes Heizöl: „Heizöl EL schwefelarm“ darf nur maximal 50 mg Schwefel pro kg enthalten. Dadurch werden die Schadstoffe im Abgas auf ein Minimum reduziert. Aufgrund der besseren Schadstoffbilanz in der Verbrennung wird es steuerlich so begünstigt: Seit dem 01.01.2009 liegt der Mineralölsteuersatz 1,5 Cent/Liter unter dem des Standard Heizöls.
- Super Heizöl: „Heizöl EL Super“ enthält Zusätze, die die Eigenschaften entscheidend verbessern. Laut Herstellerangaben sollen sie für 6-8 % Verbrauchseinsparung sorgen, in dem sie die Rußbildung an der Kesselwand verhindern und sich im Heizöltank stabiler lagern lassen.

Heizwerk

Ein Heizwerk ist eine zentrale Anlage, die im Unterschied zum Heizkraftwerk nur Wärme jedoch keinen Strom erzeugt. Die Wärme dient der Warmwasserversorgung und Raumbeheizung. In der Regel gelangt sie über Fernwärme- oder Nahwärmenetze in die Haushalte.

Heizwert

Der Heizwert von Brennstoffen bezieht sich auf die Wärme, welche bei vollständiger Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmemenge zu berücksichtigen.

Herstellungskosten

Zu den Herstellungskosten eines Gebäudes zählen alle Aufwendungen, die erforderlich sind, um ein gebrauchsfertiges Gebäude zu errichten. Hierzu zählen u.a. die Kosten für Abbruch, Rohbau, Ausbau, Planung, Genehmigung, Mängelbeseitigung, aber auch Entschädigungen oder Abfindungen an Mieter/Pächter bei vorzeitigem Auszug. Nicht zu den Herstellungskosten zählen die Kosten für Eigenleistung, Außenanlagen sowie Grundstücks und Erschließungskosten. Bei dem Erwerb eines bereits fertig gestellten Gebäudes spricht man von Anschaffungskosten.

Hinterlüftete Vorhangfassade

Eine hinterlüftete Vorhangfassade dient dem Wetterschutz und einer repräsentativem Fassadenoptik. Hinterlüftete Vorhangfassaden bestehen aus hinterlüfteten, an der tragenden Wand statisch befestigten Plattenkonstruktionen z.B. aus Holz, Naturstein, Metall oder Kunststoff. Sie sind nicht zu verwechseln mit der Vorsatzschale (z.B. Klinker) eines zweischaligen Mauerwerks, die ihre Eigenlast über ein Fundament oder ein Auflager abträgt. Eine nachträgliche Wärmedämmung einer hinterlüfteten Vorhangfassade ist grundsätzlich nur durch eine Erneuerung der gesamten Konstruktion möglich.

Höchstleistung

Höchstleistung ist die größte Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne aufgetreten ist, z.B. Jahres-Höchstleistung, Monats-Höchstleistung, Tages-Höchstleistung.

Höchstspannungsnetz

Das Höchstspannungsnetz ist für weiträumige Verbindungen zuständig. Es gehört zum Europäischen Verbundnetz und übernimmt sowohl den Energieaustausch mit dem Ausland als auch den Transport zu nachgelagerten Verteilnetzbetreibern (VNB). Höchst- und Hochspannungsnetze werden auch als Übertragungsnetze bezeichnet.

Holzpellets

Holzpellets dienen vor allem als Brennstoff; zwei Kilogramm Holzpellets haben den Energiegehalt von einem Liter Heizöl. Die Herstellung der zylindrischen, genormten Stäbchen erfolgt vollständig oder überwiegend aus Holz oder Sägenebenprodukten. Der Preis für Holzpellets schwankte in den vergangenen Jahres angebots- und nachfragebedingt stark; dem günstigeren Angebotspreis von Holzpellets gegenüber Heizöl steht der höhere Verbrauch entgegen.

Hypothek

Die Hypothek dient, wie die Grundschuld, als Sicherheit für ein Baudarlehen. Sie findet aber in der Praxis kaum noch Anwendung, da eine Hypothek an eine Forderung gebunden ist (akzessorisch) und deshalb nicht abgetreten werden kann.

Hypothekenbank

Unter einer Hypothekenbank versteht man ein privatrechtliches Kreditinstitut welches den Hauptgeschäftsbereich in der Gewährung von mittel- und langfristigen Baufinanzierungen betreibt. Diese Baufinanzierungen sind grundpfandrechtlich abgesichert. Diese Verbindlichkeiten werden in Form von z.B. Hypothekenpfandbriefen verbrieft. Durch die Ausgabe von Pfandbriefen und Obligationen refinanziert sich die Hypothekenbank und kann somit neue Darlehen vergeben.

Hypothekendarlehen

Unter Hypothekendarlehen werden Darlehen verstanden, welche durch Grundpfandrechte im Grundbuch abgesichert werden.

Immissionen

Mit Immissionen bezeichnet man die Einwirkung von Lärm und Schadstoffen in eine Umgebung, zum Beispiel als Luft- oder Wasserverschmutzung. Immissionen werden zumeist in Gramm je Kubikmeter bzw. als Lärm in Dezibel angegeben. Grenzwerte schreibt das Bundesimmissionsschutzgesetz vor.

Immobilie

Unter einer Immobilie wird ein unbebautes oder bebautes Grundstück einschließlich dessen Bestandteile verstanden.

Immobilienfinanzierung

Siehe Baufinanzierung.

Baufinanzierung

Innendämmung

Eine Innendämmung wird ausgeführt, wenn eine Bauteil-Wärmedämmung von außen nicht möglich ist, z.B. bei gestalterischen Sanierungsauflagen, raum- oder wohnungsweisen Sanierungen, Grenzbebauung usw. Innendämmungen können an allen Bauteilen der energetischen Gebäudehülle ausgeführt werden, neben Wänden auch an Decken und Fußböden. Neben klassischen Konstruktionen, die den Einbau einer kombinierten Dampfsperre/Luftdichtheitsschicht erfordern, haben sich am Markt für die Innendämmung von Außenwänden kapillaraktive Systeme durchgesetzt, bei denen auf eine Dampfsperre verzichtet werden kann. Eine bauphysikalisch verträgliche Planung, insbesondere von Bauteilanschlüssen und -durchdringungen, ferner eine sorgfältige Ausführung der Innendämmung ist jedoch unabhängig von System und Bauteil immer erforderlich. Unzulänglichkeiten führen nicht selten zu Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall. Die Kosten für eine Innendämmung variieren nach Bauteil und Randbedingungen.

Instandhaltungskosten

Anfallende Kosten, um den Gebrauchszustand (technisch, optisch) zu erhalten (Wartung, Instandsetzung); vgl. Sanierungskosten, Modernisierungskosten.

Instandhaltungsrücklagen

Instandhaltungsrücklagen sind Spareinlagen zur nachhaltigen Sicherstellung, dass die Instandhaltungskosten gezahlt werden können.

Inventar

Unter Inventar versteht man Kosten für z. B. Küche, Einbauschränke, Möbel.

Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ß einer Wärmepumpe gibt das Verhältnis der über das Jahr abgegebenen Wärmeenergie in kWh zur aufgenommenen elektrischen Energie in kWh an. Beide Eingangswerte werden durch Zähler (Stromzähler und Wärmemengenzähler) ermittelt. Übliche Größenordnungen einer JAZ liegen systemabhängig zwischen 2,8 und 4,5. Die JAZ berücksichtigt auch den zusätzlichen Energieaufwand für die Nebenantriebe (Solepumpen, Grundwasserpumpen bzw. Luft-Ventilatoren etc., die bei falscher Auslegung einen beachtlichen Teil ausmachen). Nicht zu verwechseln ist die JAZ mit der von Wärmepumpenherstellern angegebenen, unter standardisierten Laborbedingungen ermittelten Leistungszahl, dem COP-Wert (Coefficient of Performance).

Jahresbenutzungsdauer

Die Jahresbenutzungsdauer gibt an, für wie viele Stunden im Jahr ein Kunde Elektrizität bezogen hätte, wenn konstant die Maximalleistung abgenommen worden wäre. Berechnet wird sie als Quotient aus der verbrauchten Jahresarbeit und der maximalen elektrischen Leistung. Im Idealfall - also bei absolut konstantem Verbrauch ohne Unterbrechung - beträgt die Jahresbenutzungsdauer 365d x 24h/d = 8.760h.

Jahresheizwärmebedarf

Der Jahresheizwärmebedarf QH in kWh ist die unter den normierten Randbedingungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) ermittelte Wärmemenge, die erforderlich ist, um das Gebäude auf durchschnittlich 19°C zu beheizen. In die Berechnung gehen dabei die Transmissionswärmeverluste über die Bauteile, die Lüftungswärmeverluste durch den erforderlichen Raumluftaustausch, solare Wärmegewinne über die Fenster, ferner interne Wärmegewinne durch Personen, Beleuchtung oder elektrische Geräte ein. Nicht berücksichtigt werden anlagentechnische Verluste für Wärmeerzeugung, -speicherung, - verteilung und -übergabe. Der Jahresheizwärmebedarf geht als Nutzenergie für die Raumheizung in die Gebäude-Energiebilanz ein. Grenzwerte für den Jahresheizwärmebedarf schreibt die EnEV nicht vor. Nicht verwechselt werden darf der Jahresheizwärmebedarf mit der Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, mit die Auslegungsleistung des Wärmeerzeugers ermittelt wird.

Jahreshöchstleistung

Die Jahreshöchstleistung ist der höchste innerhalb eines Abrechnungszeitraums gemessene Mittelwert der Wirkleistung. Basis für die Mittelwertbildung ist beim Erdgas eine Stunde, bei Elektrizität eine Viertelstunde.

Jahresnutzungsgrad

Während der vom Hersteller in den Geräteunterlagen angegebene Norm-Nutzungsgrad nach DIN 4702 Teil 8 den Prüfstand-Wirkungsgrad eines Wärmeerzeugers angibt, berücksichtigt der Jahresnutzungsgrad alle Komponenten der Heizungsanlage. Neben der tatsächlich nutzbaren Heizenergie (Nutzenergie für die Raumheizung) gehen somit also auch objektspezifisch alle anlagentechnischen Verluste für Wärmeerzeugung, -speicherung, - verteilung und -übergabe in die Bewertung mit ein. Der Jahresnutzungsgrad wird ermittelt, in dem der normierte Jahresheizwärmebedarf in kWh und die über Zähler ermittelte Jahresendenergie (z.B. Gas, Öl, Pellets) für die Raumheizung in kWh ins Verhältnis gesetzt werden. Bei guten Heizungssystemen kann der Jahresnutzungsgrad 90 % betragen, d.h. 10 % der zugeführten Energie ist für die vorgesehene Nutzung „verloren“. Einem Norm-Nutzungsgrad des Wärmeerzeugers von z.B. 85% kann aber durchaus ein Jahresnutzungsgrad von nur 55 % für die gesamte Heizungsanlage gegenüberstehen. Insbesondere im Sommer sind die Bereitstellungsverluste einer gängigen Heizungsanlage relativ hoch. So können ohne weiteres 30–50 % des Brennstoffverbrauchs nur für den Betrieb der Anlage anfallen.

Jahresprimärenergiebedarf

Der Jahres-Primärenergiebedarf QP in kWh ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) definiert. Er enthält neben der unter normierten Randbedingungen ermittelten Jahres-Endenergie für Raumheizung und Warmwasserbereitung zusätzlich die Energiemengen aus den vorgelagerten Prozessen für Erzeugung, Bereitstellung und Transport des Brennstoffs außerhalb der Systemgrenze "Gebäude". Ausgedrückt werden diese Prozessenergieanteile durch einen Primärenergiefaktor, mit dem der Heizwert des Brennstoffs beaufschlagt wird. Für Erdgas und Heizöl z.B. beträgt der Primärenergiefaktor fp 1,1, für Strom 2,6, d.h. um eine kWh Strom „an die Steckdose“ zu bekommen, müssen 2,6 kWh produziert werden. Primärenergie ist somit ein fiktiver Rechenwert, der im Gegensatz zur Jahres-Endenergie QE nicht gemessen werden kann.

Kapitalanleger

Ein Kapitalanleger erwirbt eine Immobilie zur Vermietung, um daraus evtl. steuerliche Vorteile zu erzielen.

Kapitalbeschaffung

Belastung einer Immobilie für einen fremden Verwendungszweck

Kapitaldienstfähigkeit

Die Kapitaldienstfähigkeit drückt aus, ob der Darlehensnehmer die laufenden Belastungen aus einer Darlehensverbindlichkeit nachhaltig tragen kann. Diese wird in der Bonitätsprüfung vom Darlehensgeber beurteilt.

Kaufnebenkosten

Das sind Kosten, die beim Kauf einer Immobilie entstehen. Dazu zählen:
- Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland ca. 3,5 % des Kaufpreises)
- Grundbuch- und Notarkosten (ca. 2,0 %)
- Maklercourtage (i. d. R. 3 bis 6 % des Kaufpreises zzgl. MwSt.).

Kaufvertrag

Jeder Immobilien-/Grundstückserwerb muss durch einen notariellen Kaufvertrag beurkundet werden. Im Kaufvertrag werden die Bedingungen festgehalten, zu denen das Eigentum an einer Immobilie vom Verkäufer auf den Käufer übergeht.

Kellerdämmung

Bei einem als unbeheizt angesetzten Keller bildet die Kellerdecke den unteren Abschluss der energetischen Gebäudehülle. Bei üblichen Raumhöhen kann hier in der Regel von unten eine Wärmedämmung von 6-8 cm aufgebracht werden. Als beheizt angesetzte Keller mit Wohnraumnutzung sind nach Möglichkeit von außen zu dämmen. Sowohl Wärmedämmmaßnahmen von außen als auch von innen sind sorgfältig zu planen und auszuführen, um Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall zu vermeiden. Hierzu gehört auch die Prüfung der Erfordernis lüftungstechnischer Maßnahmen.

Kelvin

Physikalische Einheit zur Angaben von Temperaturdifferenzen.

Kerndämmung

Als Kerndämmung wird die innen liegende Wärmedämmung mehrschaliger Außenwandkonstruktionen bezeichnet. Die Kerndämmung im Neubau besteht in der Regel aus Dämmstoffmatten oder –platten, die vor dem Anbringen der Wetterschale auf die Hintermauerung aufgebracht werden. Bei Bestandsgebäuden kann eine Kerndämmung nachträglich als Einblasdämmung ausgeführt werden. Hierbei wird eine vorhandene Luftschicht im Mauerwerk komplett mit Dämmstoff verblasen. Zur Vermeidung von Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall ist für eine Einblasdämmung in jedem Fall eine sorgfältige Mauerwerksanalyse und ggf. die Planung flankierender Dämmmaßnahmen erforderlich.

Kernenergie

Kernenergie ist die Bindungsenergie eines Atomkerns, die durch Kernreaktionen freigesetzt wird. Diese ist jedoch nur zum Teil technisch nutzbar. Es gibt zwei verschiedene Atomkernprozesse, die für die technische Verwertung interessant sind: die Kernfusion und die Kernspaltung.

Kernfusion

Bei der Kernfusion werden im Gegensatz zur Kernspaltung Atome verschmolzen. Dabei wird Energie freigesetzt. Fusionsreaktoren werden weltweit erforscht. Wann und ob es zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion kommt, ist ungewiss.

Kernkraftwerk

Ein Kernkraftwerk ist ein Kraftwerk, bei dem die bei Kernspaltung freigesetzte Energie in Wärme und dann mit Turbine und Generator in elektrische Energie umgewandelt wird. Überwiegend dienen Kernkraftwerke der Stromversorgung.

Kernspaltung

Bei der Kernspaltung, im Wesentlichen von Uran-Atomen, wird Energie freigesetzt. Die Kernspaltung wird weltweit in mehreren hundert Kernkraftwerken kommerziell genutzt.

KfW-Bankengruppe (KfW-Förderbank)

Aus der 1948 nach dem Ende des zweiten Weltkriegs per Gesetzesbeschluss gegründeten „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ entstand im Jahr 2000 die „KfW-Bankengruppe“. Zu den Schwerpunkten der Arbeit dieser größten deutschen Förderbank gehören u.a. Programme für die Wohnungswirtschaft, Umweltschutz- und Bildungsförderung für private Kunden. Neubauten und Sanierungen im Wohngebäudebestand mit energetisch deutlich über die gesetzlichen Vorgaben der EnEV hinausgehenden Standards fördert die KfW mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen. Die Beantragung von Darlehen erfolgt dabei immer über ein durchleitendes Kreditinstitut, z.B. die Hausbank.

Kilowattstunde (kWh)

Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie im Haushalt und in der Industrie wird in kWh gemessen. Ist zum Beispiel ein Bügeleisen mit einem Anschlusswert von 1.000 Watt eine Stunde lang in Betrieb, verbraucht es eine kWh (1 kWh = 3,6 x 106 Joule).

Kilowatt Peak (kWp)

Kilowatt Peak = Spitzenleistung (engl. Peak = Spitze).Der kWp-Wert beschreibt die Leistung eines Solarmoduls unter optimalen Voraussetzungen [Temperatur 25° + Sonneneinstrahlung (Mittagsstunden in Deutschland im schönen Sommer)= 1000 Watt/m²]. Diese Peak-Leistung wird von den Herstellern auch als (Nennwert) bzw. (Nennleistung) bezeichnet, jedoch entspricht sie nicht den realen Einstrahlungsbedingungen. Die Peakleistung liegt wegen der starken Erwärmung der Solarzellen in der Praxis ca. 15 bis 20 % darunter.

Körperschall

Generell bezeichnet man als Schall mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Körperschall ist Schall, der sich in einem Festkörper ausbreitet. Körperschall umfasst sehr unterschiedliche Phänomene, z. B. Erdbeben oder die Übertragung von Schwingungen in Gebäuden. Körperschall selbst ist nicht hörbar. Allerdings: Wird durch die Abstrahlung von Flächen Körperschall in Schall verwandelt, der sich in der Luft ausbreitet (Luftschall), kann man in hören. Da sich Körperschall z. B. in Rohrleitungen nur mit sehr geringen Verlusten fortpflanzt, wird er häufig auch über große Entfernungen hörbar und sollte möglichst gedämmt werden.

Kohle

Es wird unterschieden zwischen Braunkohle und Steinkohle. Braunkohle hat einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt als Steinkohle, ihr Energieinhalt ist etwa halb so groß.

Kohlekraftwerk

Kohlekraftwerke sind die weltweit am meisten gebauten Stromerzeugungsanlagen. Ihr Wirkungsgrad wurde in den vergangenen Jahren stark verbessert und liegt heute bei mindestens 40 Prozent. Durch Rauchgasreinigungsanlagen werden die Luftschadstoffe weitestgehend zurückgehalten.

Kohlendioxid

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht das als Treibhausgas geltende Kohlendioxid (CO2). Es kann mit herkömmlichen Methoden nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Kohlenmonoxid

siehe CO2

CO (Kohlenmonoxid)

Kohlenwasserstoffe (CxHy)

Als Kohlenwasserstoffe werden unverbrannte, flüchtige Verbindungen aus Kohlenstoff und Wasserstoff-Atomen bezeichnet. Sie sind in Erdöl, Erdgas und den Destillationsprodukten anderer fossiler Brennstoffe wie Braun- und Steinkohle enthalten – in unterschiedlichsten Varianten. Zu den Kohlenwasserstoffen gehört unter anderem Methan, ein Treibhausgas. Als gefährlich für die Ozonschicht der Erde gelten halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie FKW, CKW und FCKW. Unter den Kohlenwasserstoffen gibt es unbedenkliche Verbindungen und solche, die als krebserregend bzw. krebsverdächtig eingestuft sind.

Koks

Koks ist ein poröser Brennstoff, der neben der industriellen Nutzung auch im Haushalt zur Verfeuerung in Einzelfeuerstätten wie Kaminöfen oder Herden zum Einsatz kommen kann. Koks wird aus Braun- oder Steinkohle hergestellt. Dabei werden diese fossilen Energieträger in Kokereien unter Sauerstoffabschluss stark erhitzt. Braunkohlekoks hat gegenüber Rohbraunkohle einen über dreifach höheren Heizwert, gegenüber Braunkohlebriketts liegt der Heizwert um ein Drittel höher. Er liegt bei knapp 30 MJ/kg. Bei Steinkohlekoks (knapp 29 MJ/kg) fällt der Unterschied zur Rohsteinkohle und den entsprechenden Briketts kaum ins Gewicht.

Fossile Energieträger

Kombikraftwerk

Werden zur Stromerzeugung in einem Kraftwerk eine Gasturbine und eine Dampfturbine gleichzeitig eingesetzt, dann spricht man von Kombikraftwerken oder GuD-Anlagen (Gas- und Dampfturbinen-Anlage). Kombikraftwerke kommen bei der Stromerzeugung auf Wirkungsgrade von mehr als 50 Prozent.

Konditionen

Unter den Konditionen eines Darlehens sind alle Vereinbarungen zu verstehen, welche zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer innerhalb des Darlehensvertrages festgehalten werden. Hierzu zählen die Zinsbindungsfrist, der Zinssatz, der Auszahlungskurs etc.

Konvektion

Die Übertragung von Wärme innerhalb von Gasen und Flüssigkeiten. In Bezug auf Heizungen bedeutet Konvektion: Heizflächen (z.B. Heizkörper, Kachelöfen) geben Wärme an die Raumluft ab. Dadurch steigt diese auf, kühlt sich wieder ab, sinkt nieder und wird wieder erwärmt. Der Nachteil von Konvektionswärme: Die Luftumwälzung wird manchmal als unangenehm empfunden. Außerdem wird dabei Staub aufgewirbelt. Im Bereich der Gebäudedämmung ist ein Eindringen feuchtwarmer Raumluft in die Wärmedämmung zu vermeiden. Dies wird erreicht durch die lückenlose Ausführung einer Luftdichtungsebene um das beheizte Gebäudevolumen. Hierdurch werden zusätzlich unkontrollierte Lüftungswärmeverluste vermieden. Eine Durchfeuchtung von Wärmedämmung durch Tauwasser ist in der Regel keine Folge von Wasserdampfdiffusion, sondern fast immer von Konvektion, da die über Fehlstellen oder luftundichte Bauteilanschlüsse per Konvektion eingetragene Feuchte ein mehrfaches der Diffusionsfeuchte ausmacht. Eine luftdichte Gebäudehülle ist somit immer eine Planeraufgabe.

Kraft

Kraft ist die Ursache für die Beschleunigung eines Körpers. Sie stellt sich dar als das Produkt aus Masse und Beschleunigung. Gemessen wird Kraft in der SI-Einheit Newton, die nach dem englischen Physiker, Mathematiker und Astronom Isaac Newton (1643-1727) benannt wurde. Die Abkürzung F für Kraft kommt vom lateinischen fortitudo (Stärke).

Kraft-Wärme-Kopplung

KWK ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk. Es ist somit die Auskopplung von Nutzwärme insbesondere bei der Stromerzeugung aus Brennstoffen. In den meisten Fällen stellen KWK-Kraftwerke Wärme für die Heizung öffentlicher und privater Gebäude bereit, oder sie versorgen als Industriekraftwerk Betriebe mit Prozesswärme (z.B. in der chemischen Industrie). Die Abgabe von ungenutzter Abwärme an die Umgebung wird dabei weitestgehend vermieden. Zunehmend an Bedeutung gewinnen kleinere KWK-Anlagen für die Versorgung einzelner Wohngebiete, bzw. einzelner Mehr- und sogar Einfamilienhäuser, so genannte Blockheizkraftwerke (BHKW). Vorteil der KWK ist der verringerte Brennstoffbedarf. Eine Förderung durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) soll den Ausbau beschleunigen.

Kraftwerk

Kraftwerke dienen der Erzeugung elektrischer Energie, die auf unterschiedlichen Wegen gewonnen wird: Heutzutage wird die meiste Elektrizität aus mechanischer (also Bewegungs-) Energie gewonnen. Am häufigsten werden Dampfturbinen benutzt, die Dampf (gewonnen aus der Verbrennung von Primärenergieträgern) verwenden, um damit eine Drehbewegung zu erzeugen. Diese kann auf Generatoren übertragen werden, die dann durch Induktion Elektrizität erzeugen. Andere Verfahren, die ebenfalls mechanische Energie nutzen, sind direkter: So nutzen Windturbinen und Turbinen in Staudämmen direkt die mechanische Energie des Windes bzw. des Wassers. Andere Verfahren kommen ganz ohne mechanische Energie aus, wie zum Beispiel Solarzellen, bei denen Sonnenlicht direkt in Elektrizität umgewandelt wird oder auch chemische Formen der Energieerzeugung wie Batterien oder Brennstoffzellen.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Aus der 1948 nach dem Ende des zweiten Weltkriegs per Gesetzesbeschluss gegründeten „Kreditanstalt für Wiederaufbau“ entstand im Jahr 2000 die „KfW-Bankengruppe“. Zu den Schwerpunkten der Arbeit dieser größten deutschen Förderbank gehören u.a. Programme für die Wohnungswirtschaft, Umweltschutz- und Bildungsförderung für private Kunden. Neubauten und Sanierungen im Wohngebäudebestand mit energetisch deutlich über die gesetzlichen Vorgaben der EnEV hinausgehenden Standards fördert die KfW mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen. Die Beantragung von Darlehen erfolgt dabei immer über ein durchleitendes Kreditinstitut, z.B. die Hausbank.

Kreditfähigkeit

Unter der Kreditfähigkeit versteht man die Fähigkeit einen Kreditvertrag rechtswirksam abzuschließen. Eine natürliche Person, die das 18. Lebensjahr vollendet hat und somit voll geschäftsfähig ist, ist kreditfähig. Die Kreditfähigkeit wird mit Vorlage der Legitimation geprüft.

Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit eines Kunden ist zu unterscheiden in die persönliche und die materielle Kreditwürdigkeit. Unter der persönlichen Kreditwürdigkeit versteht man Eigenschaften, wie Zuverlässigkeit, die der Kunde mitbringen sollte. Die materielle Kreditwürdigkeit des Kunden ist gegeben, wenn dessen Einkommens- und Vermögensverhältnisse zeigen, dass er in der Lage ist den Kredit vertragsgemäß zurückzuzahlen.

Kühllast

Damit Klimaanlagen einen Raum angenehm temperieren können, müssen sie auf die Kühllast des Raums abgestimmt werden. In deren Berechnung, die Aufgabe des Fachmanns ist, fließen verschiedene Faktoren ein: die Größe des Raums, seine Höhe, die Größe der Fenster und ihre Himmelsausrichtung, der Wärmestrom durch die Aufheizung der Wand- und Dachflächen, die Wärmeentwicklung im Raum durch Menschen, Geräte oder Leuchten.

Kühlleistung

Die Kühlleistung eines Raumklimageräts entspricht der Wärmemenge in Watt, die es dem Raum pro Stunde entzieht. Den dafür erforderlichen Strombedarf bezeichnet man als Leistungsaufnahme. Die Kühlleistung geteilt durch die Leistungsaufnahme ergibt die Leistungszahl. Je höher die Leistungszahl, umso energieeffizienter arbeitet das Gerät. Bei 2400 Watt Kühlleistung und einer Leistungsaufnahme von 1130 Watt beispielsweise hat ein Gerät eine Leistungszahl von 2,1. Das entspricht der Energieeffizienzklasse C.

Kündigung

Ordentliches Kündigungsrecht (gem. § 489 BGB): Bei einer Zinsbindungsfrist von mehr als 10 Jahren, kann der Darlehensnehmer das Darlehen nach Ablauf von 10 Jahren unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen. Die 10-Jahresfrist beginnt mit dem Datum der letzten Auszahlung.

Kumulation

Kumulation stammt von lat. cumulus „Anhäufung, Ansammlung“. Bei Förderprogrammen besteht die Möglichkeit, verschiedene Förderprogramme in Anspruch zu nehmen, sofern die vorgeschriebenen Förderhöchstgrenzen nicht überschritten werden. Die Richtlinien bzw. Merkblätter zu den einzelnen Förderprogrammen enthalten häufig besondere Informationen über die Kombinierbarkeit von Fördermitteln oder sie schließen eine Kumulierung aus.

KWK

siehe Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung

KWKG – Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz

Dient der Erhaltung, Modernisierung und dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel: die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen nachhaltig zu vermindern.

Lageplan

siehe amtlicher Lageplan

Amtlicher Lageplan

Laufwasserkraftwerk

Laufwasserkraftwerke nutzen die Kraft fließender Gewässer zur Stromerzeugung.

Laufzeit

Die Laufzeit ist der komplette Zeitraum bis zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens. Die Laufzeit ist nicht mit der Zinsbindungsfrist (siehe Zinsbindungsfrist) gleichzusetzen.

LED (Licht emittierende Diode)

Eine Leuchtdiode (auch Lumineszenz-Diode, kurz LED für Light Emitting Diode beziehungsweise Licht emittierende Diode) enthält einen Halbleiterkristall, der durch Stromfluss zum Leuchten gebracht wird. Damit das Licht nur in einer Richtung abgestrahlt wird, ist der Kristall in einen Reflektor eingebettet.

Legitimation

Allgemein wird unter der Legitimation die Berechtigung an einer Sache oder einem Sachverhalt verstanden. Durch ein Legitimationspapier wie der Personalausweis kann sich eine Person identifizieren. Um rechtswirksam einen Darlehensvertrag abschließen zu können, müssen alle Darlehensnehmer anhand Ihres Legitimationspapiers identifiziert werden. Oft übernimmt dieses Legitimationsverfahren die Deutsche Post AG in Form des PostIdent-Verfahrens.

Leistung

Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Das Produkt aus Leistung und Zeit definiert den physikalischen Begriff der Arbeit. Angegeben wird Leistung in der SI-Einheit Watt (W), die auf den englischen Feinmechaniker James Watt (1736-1819) zurück geht. Watt verbesserte die von Thomas Newcomen schon 1702 verwendete Dampfmaschine.

Leistungsmessung

Die Leistungsmessung ist erforderlich bei Energie-Sonderverträgen, bei denen die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung berechnet wird – anstelle eines festen oder nach Anschlusswerten berechneten Bereitstellungspreises. Dazu werden statt der sonst üblichen Drehstrom-, Wechselstrom- oder Gaszähler dafür vorgesehene Maximum- bzw. Leistungszähler installiert.

Leistungspreis

Elektrische Leistung bereitstellen heißt, Kraftwerke und Netze so zu bauen und zu betreiben, dass der Kunde zu jeder Zeit den von ihm benötigten Strom beziehen kann. Diese Leistungsbereitstellung verursacht einen Großteil der Kosten. Mit dem Leistungspreis wurde ein Preiselement eingeführt, das sich an der Inanspruchnahme der Kraftwerke und Netze durch den Kunden orientiert. Dabei wird die Belastung des Stromnetzes durch die eingesetzten Verbraucher (z. B. Geräte) des Stromabnehmers berücksichtigt, da es eine große Rolle spielt, ob diese Geräte alle gleichzeitig laufen oder einzeln nacheinander betrieben werden. Um diesen Leistungspreis exakt zu ermitteln, ist grundsätzlich ein Messgerät nötig, das die beanspruchte Leistung misst (siehe Leistungszähler).

Leistungsspitzen

Zeitpunkt des maximalen Leistungsbezugs, z.B. wenn alle Anlagen und Maschinen eines Betriebes laufen.

Leistungszähler

Besonderer Zähler zur Leistungsmessung, die zur Abrechnung einiger Tarifarten erforderlich ist. Der Leistungszähler misst neben dem Energieverbrauch (siehe Stromzähler) auch die benötigte Leistung in Leistungswerten (Lw). Der ermittelte Leistungswert geht als Leistungspreis in die Jahresverbrauchs-Abrechnung ein. Luftschall entsteht durch Sprache oder Musik, wenn Druckschwankungen Luft zum Schwingen bringen. Klopft jemand an die Tür, versetzt er sie in Schwingung und erzeugt somit Körperschall.

Lineare Abschreibung

Bei der linearen Abschreibung sind die Beträge, welche als steuerlicher Verlust in der Einkommensteuererklärung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können, jährlich gleichbleibend zu berechnen.

Löschbewilligung

In der Löschungsbewilligung genehmigt der Gläubiger die Löschung der Hypothek oder der Grundschuld im Grundbuch. Der Gläubiger erstellt die Löschungsbewilligung wenn das betroffene Darlehen vollständig zurückgeführt wurde.

Luftkollektor

Luftkollektoren gehören zu den Sonnenkollektoren und dienen damit der Nutzung von Sonnenstrahlung zur Wärmegewinnung. Im Gegensatz zu Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren verwenden sie keine Flüssigkeit als Wärmeträger sondern vorbeiströmende Luft. Der Aufbau ist ähnlich dem Flachkollektor: Ein flaches Gehäuse, das von unten wärmegedämmt ist, mit transparenter Abdeckung (meist Glas) und im Inneren einem flächigen Absorber. Die über den Absorber erhitzte Luft kann als Heizluft über Ventilatoren direkt ins Gebäude geleitet werden (thermische Lüftung). Sie kann aber auch indirekt über einen Wärmetauscher das Brauchwasser im Haushalt erwärmen. Luftkollektoren reagieren schneller als andere Kollektoren auf Sonnenstrahlung, allerdings erzielen sie insgesamt geringere Energiewirkungsgrade als die anderen Kollektortypen.

Luftschall

Generell bezeichnet man als Schall mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Unter Luftschall versteht man Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten. Luftschall ist für den Menschen hörbar. Er wird erzeugt von Menschen, Tieren oder Maschinen und breitet sich in der Luft aus. Man kann Luftschall unterscheiden in Nutzschall wie z. B. Musik oder Störschall, wie Baustellen- oder Verkehrslärm. Massive Bauteile dämmen Luftschall ein.

Luftwechselrate n

Die Luftwechselrate „n“ gibt wie oft das Raum-/Gebäudeluftvolumen theoretisch pro Stunde ausgetauscht wird. Sie spielt in der Raumlufttechnik, der Heiztechnik und in der energetischen Gebäudebilanzierung eine Rolle. Die Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt für normale Gebäude eine Luftwechselrate von 0,7 vor, in der Heizlastberechnung wird die Luftwechselrate mit 0,5 angesetzt. Beispiel: n = 3/h: Das 3-fache Raum-/Gebäudeluftvolumen wird in einer Stunde ausgetauscht. Diese Aussage gilt streng genommen nur für die Verdrängungslüftung. Bei der Verdünnungslüftung liegt die Rate der tatsächlich ausgetauschten Luftmenge wesentlich niedriger.

Makler und Bauträgerverordnung (MaBV)

Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehens- und Anlagenvermittler, Bauträger und Baubetreuer.

Makler- und Bauträgerverordnung

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) regelt die Pflichten von Maklern und Bauträgern und enthält Vorschriften zum Schutz von Erwerbern von Eigenheimen.

Maklercourtage

Provision des Maklers für die Vermittlung einer Immobilie (je nach Bundesland 3 bis 6 % zzgl. MwSt. des Kaufpreises).

Marktpreis

Angebot und Nachfrage bestimmen auch auf dem Energiemarkt den Preis. Dabei geht es nicht nur um Deutschland: Bevölkerungsreiche Länder wie Indien und China (zusammen 2,5 Milliarden Menschen) brauchen immer mehr Öl, Kohle und Erdgas. Damit wächst die Nachfrage rasant an – und die Preise steigen. Deutschland ist überwiegend auf den Import von Energie angewiesen.

Maßeinheiten

1 kg Steinkohleneinheit (SKE) entspricht 0,7 kg Öleinheit 1 kg SKE entspricht 8,14 Kilowattstunden 1 kg SKE entspricht 29,3076 Megajoule (MJ) 1 Megajoule (MJ) sind 1 Million Joule 1 Gigajoule sind 1 Milliarde Joule 1 Terajoule sind 1 Billion Joule 1 Petajoule sind 1 Billiarde Joule 1 Exajoule sind 1 Trillion Joule

Maximum Power Point (MPP)

Optimaler Arbeitspunkt des Solarmoduls/-generators. Der Wechselrichter sucht diesen Punkt immer wieder von neuem auf einer Strom-/Spannungskurve, um dort die maximale Leistung zu erzielen.

Mengenumwerter

Zusatzeinrichtung zu einem Gaszähler, die den gemessenen Volumenstrom vom Betriebszustand in den Normzustand umrechnet.

Miete

Für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung wird in der Regel ein vertraglich festgelegtes Entgelt erhoben, die Miete.

Mitschuldner

Wenn zwei Darlehensnehmer gesamtschuldnerisch einen Darlehensvertrag abschließen, so bezeichnen diese sich untereinander als Mitschuldner.

Mittelspannung

Mittelspannung dient zur Energieübertragung im regionalen Bereich und auch zur Einspeisung größerer Sondervertragskunden. Der Spannungsbereich liegt zwischen 1.000 Volt und 60.000 Volt (1 kV bis 60 kV). Gebräuchlich sind 10 kV, 20 kV und 30 kV.

Mittelspannungsnetz

Die Mittelspannungsnetze dienen zur Verteilung des Stroms innerhalb von Städten und zwischen den Städten und Dörfern einer Region.

Modernisierung

Unter Modernisierung versteht man im Bauwesen den Einbau einer zeitgemäßen Ausstattung in ein Bauobjekt, im Mietrecht alle baulichen Maßnahmen des Eigentümers/Vermieters einer Immobilie, die das Ziel haben, den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig zu erhöhen, die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer zu verbessern oder nachhaltige Einsparungen von Energie oder Wasser zu bewirken (vgl. §554 BGB). Alle anderen Arbeiten, insbesondere Reparaturen bezeichnet man als Instandhaltungs- bzw. Instandsetzungsmaßnahmen.

Momentanleistung

Momentanleistung ist der Augenblickswert der elektrischen Leistung.

monovalent/monovalente Heizung

Monovalente Heizungen sind Heizungen, die mit nur einem Energieträger betrieben werden – z.B. Gasetagentherme, Öl-Niedertemperaturkessel, Holzpellets-Heizungen.

bivalent / bivalente Heizung

Müll

Hausmüll wird in Müllverbrennungsanlagen zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt. Bei der Verbrennung entstehen große Mengen von Dampf. Dieser treibt entweder eine Turbine mit angeschlossenem Generator an und dient so der Stromerzeugung. Oder er wird zur Erzeugung von Fernwärme (Link auf Content-Seite Energiequelle Fernwärme) genutzt. Auch die Kombination von Strom- und Wärmeherstellung durch Müllverbrennung ist üblich. Müll hat einen relativ geringen Heizwert von 9 bis 11 MJ/kg.

Muskelhypothek

siehe Eigenleistung

Eigenleistung

Nachfinanzierung

Finanzierungsbedarf über die ursprünglich geplante und abgeschlossene Darlehenssumme hinaus. Eine Nachfinanzierung wird i.d.R. bei Neubauvorhaben benötigt, wenn die geplanten Kosten wider Erwarten höher als zunächst geplant ausfallen.

Nachhaltigkeit

Das Konzept der Nachhaltigkeit beschreibt die Nutzung eines regenerierbaren Systems in einer Weise, dass dieses System in seinen wesentlichen Eigenschaften erhalten bleibt und sein Bestand auf natürliche Weise regeneriert werden kann. Im ursprünglichen Wortsinn und im Sprachgebrauch entstammt das Wort aus dem Wortstamm „Nach“ und „Haltigkeit“; etwas „hält“ lange noch, „nach“ dem es gebaut oder es in Bewegung gesetzt wurde. Ein Haus aus Stein, das lange besteht, ist vereinfacht ausgedrückt also nachhaltig, ein Haus aus Pappe, das jedes Jahr der Wind weg weht, hingegen nicht. Davon abzugrenzen ist das Wort Beständigkeit, das sich mehr auf nicht aktive Systeme bezieht

Nachrang

In Abteilung III des Grundbuches werden die Rechte zur Absicherung eines Darlehens vermerkt, wenn z.B. mehrere Grundschulden eingetragen sind, so sind diese durch Rangstellen geordnet. Das Recht mit der höheren Rangstelle wird grundsätzlich vor den Rechten im niedrigeren Rang befriedigt. Die Rechte im niedrigeren Rang stehen somit im Nachrang.

Nachtspeicherheizung

Die elektrische Speicherheizung, auch Nachtspeicherheizung, Nachtstromspeicherheizung oder Niedertarif-Speicherheizung genannt, ist eine elektrisch betriebene Heizung, bei der ein Wärmespeicher in den sogenannten Schwachlastzeiten in der Nacht und am Nachmittag durch im Vergleich zum Normaltarif günstiger angebotenen elektrischen Strom (NT-Strom, auch als Nachtstrom bezeichnet) der Stromversorger aufgeheizt wird. Die Wärme wird dort über einige Stunden gehalten. Um Niedertarifstrom zu nutzen, bedarf es spezieller Stromzähler mit zwei Zählwerken für Hochtarif (HT, „Tagstrom“ bzw. Normaltarif) und Niedertarif (NT, „Nachtstrom“) sowie einer Einrichtung zur Tarifumschaltung. Die Umschaltung wird von den Energieversorgungsunternehmen (EVU) meist ferngesteuert.

Nachtspeicher-Stromtarif

Einige Stromanbieter bieten gesonderte Konditionen für Nachtspeicherheizungen und Warmwasserspeicher an, die mit Strom betrieben werden. Dazu zählen Einzel-Nachtspeicherheizungen und Elektrofußbodenspeicherheizungen. Diese Heizungen wandeln nachts Strom in Wärme um und speichern sie zum Gebrauch am darauffolgenden Tag. Kraftwerke produzieren nachts meist einen Überschuss an Strom, weil der allgemeine Stromverbrauch tagsüber weitaus höher liegt, die Produktion aber weiterlaufen muss. Der nächtliche Überschuss-Strom wird dann verbilligt zu so genannten Niederstrom-, Schwachlaststrom- oder eben Nachtspeicher-Stromtarifen abgegeben.

Nachtstrom

Kraftwerke arbeiten am wirtschaftlichsten, wenn sie immer mit gleicher Leistung betrieben werden. Da in den Nächten weniger Strom verbraucht wird, muss die Kraftwerksleistung gedrosselt werden. Um dies zu vermeiden, bieten Stromversorgungsunternehmen in der Nacht billige Tarife an. Die Verbraucher sollen so angeregt werden, die Stromnutzung vom Tag auf die Nacht zu verschieben. Ziel ist es, den Strom-Verbrauch über 24 Stunden hinweg möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Nebenkosten

Beim Kauf oder Neubau einer Immobilie kommen auf den Erwerber neben dem Kaufpreis bzw. den reinen Herstellungskosten weitere Kosten zu. Diese Kosten beinhalten unter anderem die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten, die Grundbuchgebühren und die Maklerprovision. In der Finanzierung sollten diese zusätzlichen Belastungen berücksichtigt werden. Unter Nebenkosten können auch die Bewirtschaftungskosten für eine Immobilie verstanden werden. Hierzu zählen die Abwassergebühren, die Müllgebühren etc. Diese Kosten werden in der monatlichen Gesamtbelastung berücksichtigt.

Negativerklärung

Die Negativerklärung kann statt einer grundbuchrechtlichen Sicherung vereinbart werden. In dieser Negativerklärung verpflichtet sich der Darlehensnehmer keine weiteren Verbindlichkeiten einzugehen, welche vorrangig abgesichert werden sollten, ohne das Einverständnis des Darlehensgebers einzuholen.

Nennleistung

Die Nennleistung QN eines Heizkessels als Wärmeerzeuger ist die Auslegungsleistung des Wärmeerzeugers in Kilowatt (kW). Diese Leistung ist maximal erforderlich, um den Wärmebedarf z.B. eines Gebäudes für bestimmte extreme Randbedingungen zu decken. Konkret heißt das z.B. durchschnittlich 20°C Raumtemperatur in allen bestimmungsgemäß beheizten Räumen, und das bei -12°C Außentemperatur. Ermittelt wird der Heizwärmebedarf mit einer Raumheizlastberechnung. Bei sehr gut wärmegedämmten Neubauten ist der Heizwärmebedarf sehr gering, daher ist hier in der Regel die erforderliche Leistung für die Warmwasserbereitung maßgebend für die Nennleistung des Wärmerzeugers. Eine Überdimensionierung ist heute nicht mehr erforderlich und sollte unbedingt vermieden werden.

Netz

Gesamtheit der miteinander verbundenen Anlageteile zur Übertragung und Verteilung von Energie. Das Netz kann u.a. nach Aufgaben, Betriebsweise, Energieart und nach Besitzverhältnissen benannt werden. Netzführung: Einsatz der Betriebsmittel für Übertragung und Verteilung mit dem Ziel, die Versorgung zuverlässig, sicher und so kostengünstig wie möglich zu gewährleisten.

Netzbetreiber

Ein Unternehmen, das Versorgungsnetze besitzt und betreibt.

Netzeinspeisung

Netzeinspeisung bezeichnet das Einspeisen von Strom und Erdgas in das jeweilige allgemeine Versorgungsnetz. Wird Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist, müssen Netzbetreiber diese nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüten.

Netzentgelte

Händler und Lieferanten nutzen für die Belieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen allen Anbietern den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Entgelte verlangen. Das EnWG regelt den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen und die Grundsätze für die Bildung von Netzentgelten, die von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt werden.

Netzleitstelle

Die Netzleitstelle dient der zentralen Netz- und Lastführung von Versorgungssystemen, um die Verfügbarkeit der Netze und damit die Sicherheit der Versorgung zu gewährleisten. Überwacht und gesteuert werden Anlagen der Sparten Strom, Erdgas, Wasser und Abwasser.

Netznutzung

Händler und Lieferanten nutzen für die Energiebelieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Entgelte verlangen.

Netzparallelbetrieb

Ist das Betreiben von Eigenstromerzeugungsanlagen parallel zur öffentlichen Stromversorgung. Im Falle einer Versorgungsunterbrechung seitens des Netzbetreibers muss sichergestellt sein, dass sich die Stromerzeugungsanlage sofort und eigenständig vom Netz trennt, damit eine Rückspeisung der Erzeugungsanlage in das öffentliche Netz ausgeschlossen ist.

Neubau Bauherr

Ein Bauherr ist z.B. eine Person oder ein Unternehmen, das auf eigenem Grundstück ein Gebäude errichten lässt. Nicht unterschieden wird hierbei, ob das Haus von einem Generalunternehmer, als Architektenhaus oder in Eigenleistung erstellt wird. Zu unterscheiden ist der Bauherr vom Hauskäufer, der ein Gebäude einschl. Grundstück z.B. von einem Bauträger oder einer Privatperson erwirbt. Aus dem Status Bauherr oder Käufer leiten sich entsprechende Rechte und Pflichten ab.

Neubau Kauf Bauträger

Bei Neubauvorhaben wird heute vielfach ein Haus über einen Bauträger gekauft, mit dem Ziel der Kostensicherheit und schlüsselfertigen Leistungen aus einer Hand. Hierbei sind in der Regel das Gebäude und das erschlossene Grundstück gemeinsamer Kaufvertragsbestandteil. Wichtig für den Käufer ist, dass sich aus dem Status „Käufer“ andere Rechte und Pflichten ergeben als aus dem Status „Bauherr“.

Nichtabnahmeentschädigung

Nimmt der Darlehensnehmer das Darlehen oder einen Teil des Darlehens nicht ab entsteht dem finanzierenden Institut ein Zinsschaden. Diese Nichtabnahmeentschädigung hat der Darlehensnehmer zu übernehmen.

Nichtrevalutierungsbestätigung

Auch Einmalvalutierungserklärung genannt. Hier bestätigt der im Grundbuch vorrangig eingetragene Gläubiger einer Grundschuld dem nachrangig eingetragenen Gläubiger, dass er den getilgten Anteil der Grundschuld nicht ohne Rücksprache mit dem Nachranggläubiger neu in Anspruch nehmen (revalutieren) lässt.

Niederspannung

Elektrische Spannung zwischen 42 Volt und 500 Volt, geerdet. Niedrigere Spannungen werden als Kleinspannung bezeichnet. Haushalte und kleinere Gebäude werden in der Regel mit Niederspannung über einen 4-Leiter-Drehstromanschluss mit 230/400 Volt versorgt.

Niedertarif

Zu Zeiten niedrigen Stromverbrauchs (21 bis 6 Uhr) bieten die Stromversorger günstige Tarife an; siehe auch Nachtstrom.

Niedertemperaturheizkörper

Niedertemperaturheizkörper benötigen im Vergleich zu alten Heizkörpern weniger Energie. Weil sie aus großflächigen, dünnen Platten bestehen, strahlen sie Wärme besser ab und kommen deshalb mit geringeren Vorlauftemperaturen aus. Die Heizungsanlage muss das Heizwasser also nicht wie bei manchen älteren Heizkörpern auf bis zu 90°C erwärmen, sondern lediglich auf ca. 55°C. Niedertemperaturheizkörper empfehlen sich, wenn das Haus nachträglich gedämmt und mit neuen Fenstern ausgestattet wurde. Sie sind kombinierbar mit Heizungsanlagen, die eine geringe Vorlauftemperatur produzieren – z.B. mit Brennwertkesseln oder Wärmepumpen. Vorteil: Vielfältig und anpassungsfähig im Design Nachteil: Je größer die Fläche, desto teurer und platzintensiver

Niedrigenergiehaus

Für den Begriff „Niedrigenergiehaus“ existiert keine einheitliche Definition. Neben den in Verordnungen und Normen festgelegten, mitunter sehr abstrakten energetischen Standards werben Industrie, Fördermittelgeber, Institutionen, Verbände und Vereine mit einer Vielzahl gut klingender Energiestandards und Bezeichnungen, unter anderem auch mit dem Begriff „Niedrigenergiehaus“. Die übliche Maßzahl für den Energiebedarf ist die Angabe in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr, also in kWh/(m²•a). Ein Vergleich energetischer Standards ist jedoch nicht ohne Weiteres möglich: Je nachdem, worauf sich „kWh“ und „m²“ konkret beziehen, unterscheiden sich die Ergebniswerte für ein und dasselbe Gebäude teilweise deutlich voneinander. Aus diesem Grund sind Art und Zweck der Energie (z.B. Primärenergie, Endenergie, Nutzenergie, Heizwärme) sowie Art und Berechnung der Fläche stets zu hinterfragen.

Nießbrauch

Belastung in Abt. II des Grundbuches. Der Nießbrauch ist ein Nutzungsrecht an einer Sache. Es wird zum Beispiel durch Einräumung eines Nießbrauches an einem Haus durch den Besitzer der Immobilie, einer anderen juristischen oder natürlichen Person das Recht zur unentgeltlichen, teilentgeltlichen oder entgeltlichen Nutzung der Immobilie eingeräumt.

Nominalzins

Der Nominalzins ist der Zinssatz, den der Darlehensnehmer für die Inanspruchnahme des Darlehens zahlt. Es ist der Zinssatz nach dem sich die tatsächliche Zinszahlung richtet.

Normwirkungsgrad

siehe Wirkungsgrad

Wirkungsgrad

Notaranderkonto

Bei Immobiliengeschäften kann vertraglich vereinbart werden, dass der Kaufpreis vom Käufer zunächst auf ein Notaranderkonto gezahlt wird. Dadurch wird die vorzeitige Darlehensauszahlung zur Kaufpreisabwicklung ermöglicht, solange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Der Treuhänder (Notar) trägt die Gewähr für die zweckmäßige Verwendung der Gelder (Treuhandauftrag).

Notarbestätigung

Wird auch Rangbestätigung genannt. Ist eine schriftliche Bestätigung eines Notars gegenüber einem Kreditinstitut, dass einer rangrichtigen Eintragung einer Grundschuld zu Gunsten des Kreditinstitutes nichts entgegensteht. Dadurch wird die vorzeitige Darlehensauszahlung zur Kaufpreisabwicklung ermöglicht, solange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Die Notarbestätigung ist gebührenpflichtig.

Notarielle Beurkundung

Notarielle Beurkundungen werden bei Abschluss von Grundstücks-/ Immobilienkaufverträgen verlangt. Der durchführende Notar bereitet gemäß dem Willen der beteiligten Personen die Urkunde vor. Die Beteiligten müssen durch den Notar über die rechtliche Tragweite des Geschäftes aufgeklärt und belehrt werden. Im Anschluss an die Belehrung wird die Urkunde den Beteiligten in allen Teilen vorgelesen. Sind die Parteien mit dem Inhalt des Vertrages einverstanden, erfolgt die Unterschrift aller Beteiligten.

Notstromaggregat

Technische Einrichtung, die im Falle des Spannungsausfalls die komplette oder teilweise Aufrechterhaltung der Stromversorgung realisiert. Notstromanlagen gibt es in den verschiedensten Bautypen, z.B. Batterieanlagen für die Realisierung einer Notbeleuchtungsanlage, als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Telefonanlagen, Computersysteme u.ä. Für die Abdeckung größerer Versorgungsbereiche werden in der Regel dieselbetriebene Generatoren eingesetzt.

NOx (Stickoxide)

Unter dem Begriff Stickoxide (NOx) werden Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) zusammengefasst. Stickoxide entstehen bei fast jeder Verbrennung bei höheren Temperaturen, z.B. von Holz, Gas oder Öl. Sie sind in den Abgasen enthalten und können die Atemwege schädigen. Außerdem können sie Pflanzen (Wald) und Gewässer (z.B. Seen) schädigen. Sie gelten als Mitverursacher für den so genannten „Sauren Regen“.

Nutzungsgrad

Bei Heizungsanlagen wird unterschieden zwischen dem Norm-Nutzungsgrad und dem Jahresnutzungsgrad: Der Norm-Nutzungsgrad gibt den mittleren Wirkungsgrad eines Heizkessels in der Heizperiode an. Er beantwortet die Frage: Welcher Anteil der Energie, die im Brennstoff steckt und verfeuert wird, wird auch tatsächlich in Wärme umgesetzt? Und wie viel davon geht, z.B. durch den Schornstein, verloren? Bei einem Norm-Nutzungsgrad von 90% kann die Heizungsanlage also 10% der Energie, die z.B. im Heizöl steckt, nicht in Wärme umsetzen. Ermittelt wird der Norm-Nutzungsgrad, indem die Wirkungsgrade bei 5 verschiedenen Heizanforderungen, also unterschiedlichen Heizleistungen und Temperaturen des Heizkreises, gemessen werden. Daraus ergibt sich ein repräsentativer mittlerer Wert für den Betrieb des Heizkessels in der Heizperiode.
Der Norm-Nutzungsgrad kann rein rechnerisch über 100% betragen. Solche Werte ergeben sich bei Brennwertkesseln. Hier wird zu der nutzbaren Wärmemenge, die im Brennstoff steckt, auch noch die Wärmemenge hinzugerechnet, die im Abgas steckt. Bei der Verbrennung entsteht Wasserdampf im Abgas, der durch Kondensation in zusätzliche Heizwärme umgewandelt werden kann. Die nutzbare Wärmemenge erhöht sich dadurch um 11% bei Erdgas, um 5,5 bis 6% bei Heizöl. So können moderne Gas-Brennwertkessel Norm-Nutzungsgrade von bis zu 111% vorweisen, Heizöl-Brennwertkessel von bis zu 106%.
Der Jahresnutzungsgrad gibt darüber Auskunft, welcher Wärmeanteil des über ein Jahr hinweg eingesetzten Brennstoffs tatsächlich zur Hauserwärmung und ggf. zur Trinkwassererwärmung ins Heiznetz gelang - wie also die Energieausbeute einer Anlage über 12 Monate hinweg aussieht. Er ist ebenfalls ein errechneter Wert in Prozent. Der Jahresnutzungsgrad berücksichtigt auch die ermittelten Werte des Schornsteinfegers, die für die Phasen des Brennerbetriebs gelten. Außerdem fließen die Wärmeverluste während der Brenner-Stillstandszeiten, Verluste von Warmwasserspeichern und Verteilungsverluste mit in die Berechnung ein.
Da die Stillstandszeiten bei Heizkesseln oftmals 5 bis 10 mal so lang sind wie die reinen Zeiten der Wärmeerzeugung, sind diese so genannten Auskühlverluste bei der Beurteilung von Heizkesseln besonders wichtig. Gemessen über ein Jahr und geteilt durch die im Brennstoff enthaltene Energiemenge, ergibt sich der Jahresnutzungsgrad der Anlage. Dieser kann, auf den oberen Heizwert bezogen, bei guten Anlagen 90% betragen, d. h. 10% der im Brennstoff enthaltenen Energie kann nicht genutzt werden. Einem „Norm-Nutzungsgrad“ von 85% kann ein tatsächlicher Jahresnutzungsgrad von nur 30% gegenüberstehen. Insbesondere im Sommer sind die Bereitstellungsverluste einer gängigen Heizungsanlage relativ hoch. So können ohne weiteres 30-50% des Brennstoffbedarfs nur für den Betrieb der Anlage anfallen.

Odorierung

Dem von Natur aus geruchlosen Erdgas werden stark riechende Duftstoffe beigemischt, damit etwaige Leckagen im Leitungssystem schnell wahrgenommen werden können.

Öffentliche Mittel

Förderung des Wohnungsbaus durch zinsgünstige Darlehen. Die Arten der Förderung sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, Auskünfte erteilen die örtlichen Ämter für Wohnungswesen. Die Absicherung der Darlehen erfolgt i.d.R. durch Eintragung einer Grundschuld im Nachrang.

Ökosteuer/Stromsteuer

Beinhaltet die Kosten, die nach dem Gesetz zur ökologischen Steuerreform vom Gesetzgeber erhoben werden. Ökosteuer und Stromsteuer sollen die Energie verteuern, um Anreize zu schaffen, den Energieverbrauch zu senken und ressourcenschonende Produkte nachzufragen und zu entwickeln.

Öko-Strom

Strom, der ausschließlich aus regenerativen oder erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Zu den entsprechenden Erzeugungsanlagen gehören zum Beispiel Wasserkraftwerke, Windparks, Solarstromanlagen und Biogaskraftwerke. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland beträgt derzeit etwa zehn Prozent.

Ohm

Die physikalische Einheit des elektrischen Widerstands heißt Ohm. Ein Ohm ist gleich dem elektrischen Widerstand eines von elektromotorischen Kräften freien Leiters, in dem die Spannung von 1 Volt einen Strom von 1 Ampere hervorruft. Benannt wurde die Einheit nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1789-1854).

Palmöl

Palmöl wird aus der Ölpalme gewonnen. Weil es in seiner chemischen Struktur mineralischen Ölen ähnelt, kann es wie Heizöl verwendet oder z.B. Diesel beigemischt werden. Auf den ersten Blick kann sich die Öko- und Energiebilanz von Palmöl sehen lassen – die Ölpalme wächst schnell nach, und in der Verbrennung des Öls wird kein CO2 freigesetzt. Allerdings hat Palmöl als erneuerbare Energie einen Haken: Um immer mehr Ölpalmen anbauen zu können, holzen die Produzenten immer mehr tropischen Regenwald ab. Damit sind die negativen Auswirkungen auf die Umwelt immens.

Passivhaus

Ein Passivhaus ist ein vom Passivhaus-Institut definierter bautechnischer Gebäudestandard, bei dem der rechnerische Heizwärmebedarf weniger als 15 Kilowattstunden je m² beheizter Wohnfläche und Jahr beträgt. Dieser Vergleichswert, der sich ausschließlich auf die energetische Qualität der Gebäudehülle bezieht, ist zu unterscheiden von der Gebäudenutzfläche AN als Bezugsgröße bei den öffentlich-rechtlich geforderten Nachweisen nach der Energieeinsparverordnung. Ein Passivhaus benötigt somit auf Grund seiner guten Wärmedämmung sowohl im Winter als auch im Sommer keine klassische Heizung oder Kühlung. Informationen zum Passivhaus im Internet unter „www.passivhaus-institut.de“.

Pfandtausch

Der Darlehensnehmer möchte die beliehene Immobilie während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens veräußern. Es besteht die Möglichkeit, dass das bestehende Grundpfandrecht auf die neu zu erwerbende Immobilie übertragen wird. Hier findet ein Sicherheitentausch statt. Die weiteren Vertragsbedingungen aus dem Darlehensvertrag werden beibehalten.

pH-Wert

Der pH-Wert sagt aus, ob eine wässrige Lösung (z.B. Wasser) sauer, neutral oder alkalisch ist. Ist der pH-Wert kleiner als 7, so ist die Lösung sauer. Ist der pH-Wert gleich 7, so ist die Lösung neutral. Ist der pH-Wert größer als 7, so ist die Lösung alkalisch (basisch).

Phasenverschiebung

Die Phasenverschiebung ist der Zeitraum zwischen dem Auftreten der höchsten Temperatur auf der Außenoberfläche eines Bauteils bis zum Erreichen der höchsten Temperatur auf der Innenseite. Je länger das „Durchwandern“ der Temperatur durch das Bauteil dauert, umso besser ist der Schutz vor Überhitzung. Die Phasenverschiebung wird durch die Wärmespeicherzahl angegeben. Die Faustregel: Je höher die Rohdichte, desto länger die Phasenverschiebung und desto höher die Wärmespeicherzahl. Dämmstoffe auf nachwachsender Rohstoffbasis haben meist eine höhere Dichte und Wärmespeicherkapazität und bieten damit einen besseren sommerlichen Wärmeschutz.

Photovoltaik

Bei der Photovoltaik wird Licht durch Solarzellen in elektrischen Strom bzw. elektrische Energie umgewandelt. Durch Absorption in bestimmten Materialien werden Lichtteilchen (Photonen) aktiv und es entstehen positive als auch negative Ladungsträger, die sich innerhalb der unterschiedlichen Materialien bewegen. Die durch die Photonen erzeugte Energie, wird zum größten Teil an die jeweiligen Ladungsträger abgegeben. Unter Zuhilfenahme von Energiekonvertern werden die unterschiedlichen Ladungsträger zu den Elektroden weitergeleitet und somit elektrisch geladen. Die durch die Elektroden erzeugte elektrische Spannung kann jetzt als elektrischer Strom nutzbar gemacht werden.

Preisangabenverordnung

Die Preisangabenverodnung dient zum Schutz der Verbraucher. Diese Verordnung verpflichtet alle Darlehensgeber und Kreditinstitute in Angeboten und Verträgen sämtliche Kosten und Bedingungen, die den Darlehensnehmer betreffen, aufzuzeigen.

Preisgleitklausel (Preisformel)

Preisabsicherung unter Berechnung einer mathematischen Funktion. Beispielsweise beim Gaspreis zur Absicherung des Arbeitspreises: Gaspreis in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) = Steigungsmaß x Heizölpreis + Niveaukonstante.

Primäre Energieträger

Primäre Energieträger sind direkt in der Natur vorkommende Rohstoffe wie Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran, Sonne, Wind oder Wasser. Energie-Inhalt der wichtigsten Primärenergieträger:
- 1 kg Holz = 14,7 Megajoule (MJ)
- 1 kg Braunkohle = 15,0 MJ
- 1 kg Steinkohle = 29,8 MJ
- 1 kg Erdgas = 36-50 MJ
- 1 kg Heizöl EL = 42,7 MJ
- 1 kg Natur-Uran = 500 Gigajoule (GJ) 1 Kubikmeter Erdgas = 31,7 MJ.

Private Krankenversicherung

Die Beiträge für die private Krankenversicherung bei Selbständigen, Freiberuflern und Beamten müssen bei der Berechnung des Nettoeinkommens berücksichtigt werden.

Prolongation

Wenn die Zinsbindungsfrist eines Darlehens endet, so bietet in der Regel der Darlehensgeber eine Verlängerung des Darlehens an. Diese Prolongation bezeichnet eine Vertragsverlängerung bzw. den Neuabschluss eines Darlehens zur Ablösung der bestehenden Restschuld.

Pufferspeicher

Pufferspeicher werden in der Gebäudeanlagentechnik zur Zwischenspeicherung von nicht unmittelbar genutzter Wärmeenergie gespeichert. Sie speichern entweder ein Überangebot an Wärmeenergie auf hohem Temperaturniveau, z.B. bei Pelletsheizungen oder KWK-Anlagen, ein zeitbegrenztes Angebot an Wärmeenergie, z.B. bei Solarthermieanlagen, oder ein permanentes Wärmeangebot auf niedrigem Temperaturniveau, z.B. bei Wärmepumpen, und stellen es dem Wärmeverteilsystem bedarfsgerecht zur Verfügung. Pufferspeicher sind durch ihre regulierende Funktion wichtig für eine effiziente Wärmenutzung.

Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist, wie auch das Gezeitenkraftwerk, ein Wasserkraftwerk. Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird in Zeiten, in denen genügend preisgünstigere Energie zur Verfügung steht, Wasser in ein höher gelegenes Staubecken gepumpt, damit im Bedarfsfall eine höhere Nachfrage nach Strom bedient werden kann, indem das Wasser aus dem Staubecken abgelassen wird und zum Antrieb der Generatoren genutzt wird.

Rangbestätigung

siehe Notarbestätigung

Notarbestätigung

Rangrücktritt

Ein Grundpfandgläubiger kann zu Gunsten eines Anderen die Rangstelle seines eingetragenen Grundpfandrechtes ändern. Dieser tritt dann mit seinem Recht in den Nachrang zurück. Dies kann mit einer notariell beglaubigten Erklärung bescheinigt und beim Grundbuchamt beantragt werden.

Rangstelle

Bei mehreren eingetragenen Grundpfandrechten im Grundbuch gibt die Rangstelle an, in welcher Reihenfolge die Gläubiger aus dem Erlös einer Zwangsvollstreckung bedient werden. Das Grundpfandrecht im vorderen Rang muss in voller Höher vor dem Recht im hinteren Rang befriedigt werden.

Rapsöl

Rapsöl: Rapsöl wird aus den Samen von Raps gewonnen. Es ist im Anbau zwar nicht so ertragreich wie Palmöl, steht jedoch auch nicht in Konkurrenz zum tropischen Regenwald. Der Brennwert von Rapsöl liegt bei rund 38 MJ/kg und damit im Bereich von Erdgas.

Raumthermostat

Das/der Raumthermostat befindet sich in dem Raum der Wohnung, der den größten Wärmebedarf hat, in der Regel im Wohnzimmer, und dort an einem nicht sonnenbeschienenen Platz. Das/der Raumthermostat hat sehr oft eine Führungsfunktion, in dem es/er die Raumtemperatur für den betreffenden (ungünstigsten) Raum vorgibt. Alle anderen Räume der Wohnung sind nachgeschaltet; die Raumtemperatur wird hier über Heizkörperthermostate geregelt. Damit nicht gleichzeitig „Gas und Bremse getreten“ werden, sind im Führungsraum die Heizkörperventile voll geöffnet; diese Heizkörper benötigen daher keine Heizkörperthermostate.

Referenzgebäude

Das Referenzgebäude gem. EnEV ist ein virtuelles Gebäude, mit dem ein baugleiches bestehendes oder geplantes Gebäude rechnerisch vergleichen wird. Beide Gebäude haben dieselbe Kubatur und Ausrichtung. Während beim Bestandsgebäude die energetische Bauteilqualität und Anlagentechnik feststeht, und diese für einen Neubau vom Planer festgelegt wird, macht die entsprechenden Vorgaben für das Referenzgebäude der Verordnungsgeber. Über die Ausgestaltung des Referenzgebäudes verfügt der Verordnungsgeber somit über ein Mittel, die Messlatte für die energetische Gebäudequalität beliebig anzupassen.

Refinanzierung

Unter Refinanzierung ist die Fremdkapitalbeschaffung der Kreditinstitute zu verstehen. Zur Darlehensvergabe an Darlehensnehmer müssen die nötigen Finanzmittel beschafft werden. Dies kann durch Spareinlagen von anderen Kunden oder durch die Ausgabe von Pfandbriefen etc. geschehen. Hier wird ein fester Zinssatz als Aufwand für die Kreditinstitute erzielt. Aufgrund der Befristung der Laufzeiten dieser Wertpapiere, ist der Zinssatz von den ausgebeben Darlehen ebenfalls befristet. Hier wird ein fester Zinssatz als Ertrag für die Kreditinstitute erzielt.

Regenerative Energien

Der Begriff der regenerativen ist ein Sammelbegriff für besonders umweltfreundliche, d.h. klimaschonende, erneuerbare primäre Energieträger. Diese Energieträger sind auch in Zukunft dauerhaft vorhanden und verursachen keine zusätzlichen CO2-Emissionen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Biomasse, (Holz, Pellets, Hackschnitzel), Umweltwärme (Luft, Wind), Sonnenenergie, Erdwärme (aus tiefen Schichten), Wasserkraft, Wellenenergie.
• Fossile Energiequellen: Steinkohle, Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Ölschiefer, Teersande
• Regenerative Energiequellen: Wasserkraft, Sonne, Wind, Erdwärme, Biomasse

Erneuerbare Energien

Regenerative Energieträger

Regenerative bzw. erneuerbare Energieträger sind Energieträger, die aus nachhaltigen Quellen stammen. Sie lassen sich im Unterschied zu fossilen Energieträgern immer wieder erneuern. Zu den regenerativen Energieträgern zählen u.a. Bio-Masse (z.B. Holz, Bio-Öle), Sonnenstrahlung, Wind, Gezeiten sowie Erde, Luft und Wasser (als Speicher von Sonnenenergie).

Regionalversorger

Regional tätige Energieversorgungsunternehmen, die die Mittel- und Niederspannungsnetze innerhalb einer Region betreiben. Sie beliefern sowohl private und gewerbliche Endkunden als auch Industriebetriebe und Stadtwerke mit Strom. Einige Regionalversorger bieten darüber hinaus auch Gas und Wasser an.

Regulierungsbehörde

In fast allen Ländern mit liberalisierten Energiemärkten wurde eine Regulierungsbehörde eingerichtet, die über einen fairen Wettbewerb wacht. In Deutschland wurde darauf verzichtet: Es gibt auf freiwilliger Basis die Verbändevereinbarung Strom und die Verbändevereinbarung Gas, beide haben allerdings keinen Rechtscharakter.

Renovierung

Unter Renovieren versteht man die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes einer Wohnung oder eines Gebäudes durch Maßnahmen zur Instandhaltung, z.B. Anstrich, Tapezierung oder Bodenbelagsverlegung.

Reserve

Alle Erdgas-, Öl- und Kohlevorräte, die schon heute unter bestimmten Voraussetzungen sicher gefördert werden können.

Ressource

Unter Ressource versteht man den natürlichen Bestand einer Sache, die ständig benötigt wird. In der Gaswirtschaft bezeichnet man damit alle Gasmengen, die durch Probebohrungen nachgewiesen sind. Mindestens die Hälfte davon ist nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich nutzbar.

Restschuld

Höhe des bestehenden Darlehens zum Ablösetermin bzw. zum Ende der Zinsbindung.

Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung schließt der Darlehensnehmer ab. Sie dient zur Absicherung der Restschuld der Darlehenssumme. Im Versicherungsfall wird die vollständige Restschuld durch die abgetretene Versicherungssumme zurückgeführt.

Risiko-Lebensversicherung

Lebensversicherung nur für den Todesfall zur Absicherung von Darlehen.

Röhrenkollektor

siehe Vakuumröhrenkollektor

Vakuumröhrenkollektor

Rückauflassungsvormerkung

Eine Rückauflassungsvormerkung ist eine Grundbucheintragung in Abt. II des Grundbuchs zur Sicherung des Anspruchs auf Rückübertragung eines Grundstücks. Sie wird häufig in Verbindung mit der Bebauung von Grundstücken der Städte und Gemeinde vorgenommen. Beim Kauf eines Grundstücks werden dem Erwerber bestimmte Auflagen (z. B. die Bebauung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes) erteilt. Werden die vereinbarten Auflagen nicht eingehalten, so hat der frühere Grundstückseigentümer einen Anspruch auf Rückübertragung.

Rücklauftemperatur

Die Rücklauftemperatur ist die Temperatur, die das Heizungswasser nach dem Durchströmen der Heizflächen und der damit verbundenen Wärmeabgabe an den Raum besitzt.

Rücktritt vom Darlehensvertrag

Wenn ein Darlehensnehmer falsche Angaben im Darlehensvertrag gemacht hat oder die Auszahlungsvoraussetzungen nicht erfüllt werden können, hat der Darlehensgeber ein einseitiges Rücktrittsrecht. In diesem Fall kann der Darlehensgeber eine Nichtabnahmeentschädigung vom Darlehensnehmer verlangen.

Ruß

Ruß kann ein Schadstoff sein. Er entsteht, wenn Kohlenstoff unvollständig verbrennt. Bei älteren Heizungsanlagen können sich die schwarzen Partikel beim Abkühlen des Abgases im Schornstein absetzen. Das führt unter Umständen zum Versotten des Schornsteins (Zerstörung durch Säurebildung). Einige Rußbestandteile gelten als krebserregend oder stehen unter Verdacht, Krebs zu erregen.

RWE Kundencenter

Hier melden Sie Ihren Zählerstand, erledigen Ihre Umzugsformalitäten schnell und unbürokratisch und ändern Ihre Stammdaten (Höhe der Abschlagszahlung, Namensänderung, Erteilung von Einzugsermächtigung etc.). In den RWE Kundencentern erhalten Sie zu vielen Themen Service-Broschüren. Ihre Fragen zu den verschiedenen Themengebieten von Ablesung über Auszug bis Zählerwesen beantworten Ihnen die RWE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch gerne unter www.rwe.de/kundencenter.

Sachwert

Sachwert eines Objektes ist der Bauwert (= angemessene Herstellungskosten des Gebäudes) plus Bodenwert (= Wert der Grundstücksfläche) plus Außenanlagen. Je nach Alter, Lage und Zustand der Immobilie werden hier von dem finanzierenden Institut Abschläge vorgenommen.

Sanierung

Unter Gebäudesanierung oder Bauwerkssanierung versteht man die die durchgreifende Reparatur oder Erneuerung von Bauteilen, Gebäudeabschnitten, des gesamten Bauwerks oder mehrerer Bauwerke (bis hin zu ganzen Stadtvierteln), um Schäden zu beseitigen, den standsicheren und zweckbestimmt nutzbaren Zustand wiederherzustellen und/oder den Wohnstandard zu erhöhen. Eine Sanierung geht über die Instandhaltung und Instandsetzung hinaus und beinhaltet meist auch Modernisierungsanteile. Häufig ist die energetische Sanierung Hauptziel einer Sanierung, manchmal eine Nutzungsanpassung (zum Beispiel barrierefreies Wohnen).

Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

Die Verlegung von Gasleitungen innerhalb des Gebäudes und der Anschluss von Gasgeräten ist die Aufgabe des Sanitär-Heizung-Klima (SHK)-Handwerks. Dabei dürfen die Arbeiten nur von Betrieben durchgeführt werden, die eine entsprechende Vereinbarung mit dem örtlichen Gasversorger abgeschlossen haben. Schallschutzmaßnahmen bei Gebäuden werden bauordnungsrechtlich aufgrund der DIN-Norm 4109 geregelt. Dies sind aber lediglich Mindeststandards.

Schadstoffbilanz

siehe Emissionen

Emissionen

Schadstoffe

• CO2: Kohlendioxid ist ein geruchs- und farbloses Gas, das bei jeder Verbrennung entsteht und für den „Treibhauseffekt“ mitverantwortlich ist. Kann ausschließlich durch Verringerung des eingesetzten Brennstoffes reduziert werden.
• SO2: Schwefeldioxid ist ein übel riechendes Gas, Haut reizend und giftig. Entsteht bei der Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe (Kohle, Holz). Mitverantwortlich für den „saueren Regen“ (Waldsterben).
• NOx: Stickoxide (NO und NO2) sind Atemgifte, Mitverursacher des „saueren Regens“.
• Staub: In diesem Zusammenhang anfallende Kleinstpartikel (auch Ruß), die bei der Verbrennung fester und rußender Brennstoffe freigesetzt werden.

Emissionen

Schadstoffemission

siehe Emissionen

Emissionen

Schätzkosten

Unter Schätzkosten sind Gebühren zu verstehen, welche für die Erstellung eines Wertgutachtens zur Ermittlung des Beleihungswertes einer Immobilie durch einen Sachverständigen anfallen.

Schallschutzmaßnahmen

Schallschutzmaßnahmen sollen den individuellen Wohnkomfort lärmtechnisch verbessern. Normative Anforderungen gibt es hier für Neubauten und genehmigungspflichtigen baulichen Maßnahmen im Gebäudebestand. Anforderungen bei genehmigungsfreien Sanierungen gibt es darüber hinaus z.B. für die schallschutztechnische Ausführung von Rohrleitungen und Armaturen.

Schenkung

Finanzierungsmittel, die von Dritten unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Zum Nachweis wird eine kurze schriftliche Bestätigung des Gebers mit einem entsprechenden Eigenkapitalnachweis benötigt.

Schornstein

Da Brennstoff betriebene Heizungsanlagen und Feuerstätten Rauch- und Abgase erzeugen, benötigt jedes Haus eine Abgasanlage, die diese sicher ins Freie leitet und gleichzeitig die Baukonstruktion vor der Wärmebelastung schützt. Man unterscheidet bei Abgasanlagen grundsätzlich Schornsteine und Abgasleitungen. Feste Brennstoffe, z.B. Holz, Pellets und Kohle benötigen einen rußbrandbeständigen Schornstein. Bei gasförmigen und flüssigen Brennstoffen, wie Öl oder Erdgas, spricht man von Abgasleitungen. Sie müssen nicht rußbrandbeständig sein. Damit ein universeller Wechsel der Betriebsweise oder des Brennstoffes problemlos möglich ist, empfehlen Experten, Abgasanlagen möglichst entsprechend variabel auszuwählen. Wohngebäude sollten immer zweizügige Schornsteine erhalten, damit neben der Hauptheizung zusätzlich ein Kamin- oder Kachelofen angeschlossen werden kann.
Anforderungen an moderne Schornsteine:
• keine Korrosion nach Rußbrand
• säurebeständig
• feuchteunempfindlich
• Nutzungsdauer über 30 Jahre
• geringe Temperaturbelastung im Mantelstein, keine Risse auf der Außenseite
• keine Sondermaßnahmen im Außenputz
• vermindert Geräuschübertragung aus der Heizung
Nicht mehr zeitgemäß sind einschalige Schornsteine aus Leichtbetonformsteinen. Die Weiterentwicklung der Heizungen erforderte die Weiterentwicklung der Schornsteine. Einschalige Schornstein aus Leichtbetonformsteinen sind zwar normenkonform jedoch anfällig für Rissbildung, Durchfeuchtung und nicht für eine raumluftunabhängige Betriebsweise geeignet. Die verbreitete Meinung, mit einem einschaligen Schornstein aus Leichtbeton ist man für zukünftige Entwicklungen gut gerüstet, ist auf Grund der technischen Weiterentwicklung im Bereich der Feststofffeuerstätten falsch.

Schufa

Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung. Die Schufa erhält und verwahrt die von den ihr angeschlossenen Instituten Informationen zur Beurteilung der Bonität der Kreditnehmer. Diese Informationen stellt sie den ihr angeschlossenen Instituten widerum auf Anfrage zur Verfügung. Hierbei werden die Vorgaben des Datenschutzes streng beachtet.

Schufa-Klausel

Vor der Weitergabe personenbezogener Daten an die Schufa, ist die schriftliche Einverständnis der betroffenen Person einzuholen. Durch die Unterzeichung der Schufa-Klausel im Darlehensantrag willigt der Kreditnehmer in die Weitergabe der Daten ein.

Schuldübernahme

Wenn z. B. während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens der Darlehensnehmer seine grundpfandrechtlich abgesicherte Immobilie veräußern möchte, so kann das Darlehen mit allen Rechten und Pflichten vom zukünftigen  Eigentümer übernommen werden. Hier wird eine entsprechende Bonität des neuen Eigentümers vorrausgesetzt.

Schwefel

siehe Schwefeldioxid

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid

s. SO2

SO2 (Schwefeldioxid)

Sekundärenergie

Primärenergieträger müssen für den Verbraucher meist in Sekundärenergieträger umgewandelt werden: beispielsweise Kohle in Strom und Erdöl in Benzin.

SHK

siehe Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

Siemens

Die physikalische Einheit des Leitwerts wird in Siemens angegeben. Definiert ist das Siemens als der elektrische Leitwert eines Leiters mit dem elektrischen Widerstand 1 Ohm. 1S = 1/1 Ohm.

SKE

siehe Steinkohleeinheit

Steinkohleeinheit

SO2 (Schwefeldioxid)

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdgas, Erdölprodukten (z.B. Diesel, Benzin) und Steinkohle entsteht. Schwefeldioxid gilt als Hauptverursacher des umweltschädlichen „Sauren Regens“ und ist mitverantwortlich für die Bildung von Smog und für gesteigerte Ozon-Werte in der Luft. Bereits niedrige Konzentrationen können Schleimhäute und Haut reizen. Höhere Konzentrationen verursachen Atmungsstörungen.

Solararchitektur

Von Solararchitektur spricht man, wenn ein Gebäude so geplant und gebaut wird, dass die Sonnenenergie effektiv und effizient genutzt werden kann: zum Beispiel, um Räume zu beheizen und Brauchwasser zu erwärmen. Ein Bestandteil der Solararchitektur ist beispielsweise die Planung großer, nach Süden gerichteter Fensterflächen. Weiterer Bestandteil: Wände und Fußböden als Energiespeicher.

Solarenergie

Solarenergie (bzw. Sonnenenergie) ist die Energie, die in der Sonne durch ständige Kernfusionen entsteht und die zum Teil als elektromagnetische Strahlung auf die Erde gelangt.

Sonnenenergie

Solargenerator

Summe der zusammengeschalteten Solarmodule.

Solarmodule (PV-Module)

Da einzelne Solarzellen nur eine relativ geringe Spannung aufbauen, sind sie im Modul zu einem Verbund geschaltet. Bei der Herstellung der Solarmodule werden die miteinander verbundenen Solarzellen in eine Kunststofffolie eingekapselt (laminiert), verglast und in den meisten Fällen mit einem Aluminiumrahmen versehen, der für Steifigkeit sorgt.

Solarzellen

Bei einfallendem Licht auf eine Solarzelle werden Elektronen freigesetzt. Dabei werden mit Hilfe einer beabsichtigten Unreinheit der Vor- und Rückseite positive Ladungsträger gebildet, die sich zu einer Seite der Solarzelle bewegen und zu der entgegen gesetzten Seite orientieren. Somit wird ein Plus- und Minuspol erzeugt. Um größere Mengen an Solarstrom zu erzeugen, müssen mehrere Solarzellen miteinander verbunden werden.

Sondereigentum

Es gibt zwei Arten des Sondereigentums. Zum einen das Alleineigentum an einer bestimmten Wohnung, auch Wohnungseigentum genannt. Und das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen, auch Teileigentum genannt.

Sondernutzungsrecht

Das Sondernutzungsrecht ist das Recht eines Wohnungseigentümers, eine bestimmte im gemeinschaftlichen Eigentum stehende Fläche (bzw. Räume) unter Ausschluss aller anderen Eigentümer nutzen zu dürfen.

Sondertilgung

Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Tilgung, die zusätzlich zur Regeltilgung eingebracht werden kann. Durch die Sondertilgung kann sich die Restschuld des Darlehens und somit die Gesamtlaufzeit oder die regelmäßige Rate reduzieren.

Sonnenenergie

Sonnenenergie oder Solarenergie ist die Energie der Sonne, die zur Erde gelangt. Die Energie ist konstant und beträgt an der Grenze zur Erdatmosphäre rund 1.367 W/qm. Sonnenenergie erwärmt die Erde und macht die Photosynthese der Pflanzen möglich. Die meisten Organismen auf der Erde sind von Sonnenenergie abhängig. Indirekte Sonnenenergie sind somit neben Erd- oder Wasserwärme auch Brennstoffe und natürliche Baumaterialien.

Sonnenkollektor

Sonnenkollektoren sind Anlagen, die Sonnenenergie absorbieren. Die dabei entwickelte Wärme wird zur Wärmebereitung genutzt.

Spannung

Elektrische Spannung entsteht durch die Trennung von positiven und negativen Ladungsträgern. Haben zwei Punkte eine unterschiedliche elektrische Ladung, so besteht zwischen diesen eine Spannung. Die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Punkten strebt danach, sich auszugleichen. Die Spannung ist die Ursache für den elektrischen Strom. Maßeinheit für die Spannung ist das Volt (V), benannt nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta (1745-1827).

Speicherkraftwerk

Wie bei den Pumpspeicherkraftwerken handelt es sich bei den Speicherkraftwerken um Wasserkraftwerke. Natürliche Gewässer werden gestaut und treiben bei Bedarf tiefer gelegene Turbinen an. Das Wasser fließt in Rohren vom Stausee zum Kraftwerk: Je größer der Höhenunterschied, desto mehr Energie kann genutzt werden.

Spitzenlast

Kurzzeitige hohe Nachfrage bei der Versorgung mit Strom oder Heizwärme. Als Gegenstück gilt die Grundlast: eine allgemein vorhandene Nachfrage, die nicht unterschritten wird. Klassich bei Wohngebäuden: Die Grundlast wird durch die Warmwasserbereitung vorgegben, die Spitzenlast durch den zusätzlichen Leistungsbedarf für die Raumheizung.

Staatliche Förderung

Steinkohle

Steinkohle ist ein fossiler Energieträger und besteht größtenteils aus Kohlenstoff. Im Vergleich zu Braunkohle hat Steinkohle einen über dreifach höheren Heizwert von ca. 30 MJ/kg. Das schwarze Gestein wird industriell zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Es kann auch in Haushalten in Form von Rohsteinkohle oder Steinkohlebriketts verfeuert werden, etwa in Einzelfeuerstätten wie Kaminöfen oder Herden.
Allerdings gilt Steinkohle im Haushalt als überholter Brennstoff, weil ständiges Nachlegen erforderlich ist und Steinkohle außerdem mangels richtiger Luftzufuhr oft nicht optimal verbrennt. Dadurch entstehen Probleme wie Schwelbrände, Rauchentwicklung, Schornsteinzerstörung. Außerdem setzt die Verbrennung von Steinkohle neben Schwefeldioxid große Mengen des klimaschädlichen CO2 frei.

Fossile Energieträger

Steinkohleeinheit

Die Steinkohleeinheit dient als Grundlage für Vergleiche und Bemessungen von verschiedenen Energiemengen und -vorräten. Die Berechnungsbasis bildet die Steinkohle mit einem Heizwert von 8,14 kWh/kg (1 kg SKE entspricht 8,14 kWh).

Stickoxide

s. NOx

NOx (Stickoxide)

Stillhalteerklärung

Eine Stillhalteerklärung wird bei vorrangig eingetragenen Erbbaurechten vom Erbbaurechtsgeber (Grundstückseigentümer) benötigt. Die wichtigsten Inhalte einer Stillhalteerklärung:
- Ohne Zustimmung des Gläubigers können keinen sonstigen Rechten der Vorrang oder Gleichrang mit dem Erbbauzins eingeräumt werden.
- In der Zwangsversteigerung können nur die rückständigen und laufenden Erbbauzinsen verlangt werden.

Strahlungswärme

Strahlungswärme ist das Gegenstück zu Konvektionswärme. Strahlungswärme überträgt die Temperatur durch elektromagnetische Wellen. Diese treffen auf Gegenstände, Wände oder Körper und versetzen die Moleküle dort in Schwingungen. Das Möbelstück, die Wand oder der Körper erwärmt sich direkt, die Raumluft wird indirekt erwärmt. Staubpartikel werden kaum aufgewirbelt. Decken-, Wandheizungen und Kachelöfen arbeiten nach diesem Prinzip. Genutzt wird der Effekt auch bei elektrischen Infrarotheizungen, deren Effizienz unter anderem maßgeblich vom Dämmstandard des Gebäudes abhängt.

Strom

Besteht eine Spannungsdifferenz zwischen zwei Punkten, streben die elektrischen Ladungsträger danach, ihre Ladungsdifferenz auszugleichen. Der dadurch entstehende Fluss von Ladungsträgern wird elektrischer Strom genannt.

Stromaußenhandel

Deutschland ist das größte Transitland für Strom in Europa. Im Jahr 2005 wurden 53,4 Milliarden Kilowattstunden Strom importiert und 61,9 Milliarden Kilowattstunden exportiert.

Strombörse

An der Leipziger Strombörse EEX sind Tag für Tag 128 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern sowie den USA aktiv. Dazu zählen mehrheitlich Banken, Händler oder Industrieunternehmen mit völlig unterschiedlichen Interessen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein Teilnehmer das Geschehen auf dem Parkett – und damit die Preise – zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft dies und hat es verschiedentlich bestätigt. Die EEX unterliegt weiter den gleichen Sicherheits- und Aufsichtsregeln wie die Frankfurter Wertpapierbörse.

Stromkennzeichnung

Die Stromunternehmen sind seit dem 15. Dezember 2005 verpflichtet, ihren Kunden auf der Rechnung aufzulisten, welchen Energiemix sie anbieten. Das sorgt für noch mehr Transparenz und gibt den Kunden die Möglichkeit, sich ihren Anbieter auch danach auszusuchen, welchen Energiemix er anbietet. Es gibt auch Produkte, die ausschließlich auf regenerativen Energien basieren. RWE bietet hierzu einen besonderen Tarif an.

Stromnetz (Freileitung, Kabel)

Bezeichnet das Verbundnetz, das die Verbraucher mit elektrischer Energie versorgt. Ob Stahlgitter-, Stahlrohr-, Beton- oder Holzmasten: RWE Freileitungen ruhen nicht nur auf sicheren Fundamenten, sondern auch auf der Basis richtiger Berechnung, genauer Vermessung und sicherer Montage mit modernen Maschinen. RWE übernimmt die komplette Errichtung inklusive aller Hoch- und Tiefbauleistungen. Als Profi für das Verlegen isolierter Freileitungen und Erdkabel im Ortsnetzbau führt RWE alle Kabelverlegearbeiten, Muffen- sowie Endverschlussmontagen aus und erstellt Erdungslager selbst. Darüber hinaus liefern und fertigen wir die notwendigen Komponenten wie Transformatoren, Netzstationen und Schaltanlagen inklusive der Schutztechnik. Abschließend übernimmt RWE die Abnahmemessungen (Spannungsprüfungen und Erdungsmessungen) mit eigenen Kabelmesswagen.

Stromstärke

Mit der Stromstärke wird angegeben, wie viele Ladungen pro Zeiteinheiten durch einen Leiter fließen. Maßeinheit für die Stromstärke ist das Ampere.

Strommessgerät

Damit kann der Verbrauch jedes Gerätes ermittelt werden, das über eine Steckdose mit Strom versorgt wird. Das Strommessgerät wird einfach an den Fernseher, den PC oder ein anderes elektrisches Gerät angeschlossen und zeigt automatisch an, wie viel Strom in einer bestimmten Zeit verbraucht wird. Kostenlose Leihgeräte erhalten Sie in den RWE Kundencentern gegen eine Kaution von 50 EUR.

Stromzähler

Jede Wohnung, jeder Betrieb verfügt heute über Stromzähler. Es gibt verschiedene Zählerarten: Drehstrom-, Wechselstrom- und Leistungszähler. Allein die beiden RWE Gesellschaften Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems haben aktuell rund vier Millionen Zähler im Einsatz. Die RWE Prüfstelle in Essen-Kettwig stellt seit mehr als 75 Jahren sicher, dass alle Zähler exakte Werte messen. Der Stromzähler ist die Messeinrichtung zur Ermittlung des Verbrauchs an elektrischer Energie. Ermittelt wird der Energieverbrauch in der Einheit Kilowattstunde (kWh). Abhängig von der angewandten Tarifart für die Abrechnung unterscheidet man Eintarif- und Doppeltarifzähler.
Im Privatkundenbereich wird meist der Eintarifzähler (ET) angewendet. Der Zähler besitzt ein Rollenzählwerk, an dem der Verbrauch abgelesen wird. In Sonderfällen ist die Ermittlung eines zweiten Messwerts mit einem Doppeltarifzähler erforderlich – zum Beispiel bei der Verwendung von Nachtspeicherheizgeräten (10-Stunden-Heizungen) und der Schwachlastregelung (Mondscheintarif). Diese Zähler besitzen im Vergleich zum Eintarifzähler zwei Rollenzählwerke. Man unterscheidet den so genannten Hochtarif (HT) und den Niedertarif (NT). Da für den Hoch- und Niedertarif unterschiedliche Preise je Kilowattstunde verrechnet werden, ist die getrennte Messung bei diesen Tarifmodellen erforderlich, um die Anteile des Stromverbrauchs während der Hochtarifzeit und Niedertarifzeit einzeln erfassen zu können.

Teilauszahlungen

Darlehen können in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt werden. Je nach Vorhaben und Finanzierungspartner ist die Anzahl der Teilauszahlungen unterschiedlich und es kann ein Teilauszahlungszuschlag je Auszahlungsrate verlangt werden.

Teilauszahlungszuschlag

Der Teilauszahlungszuschlag ist der Zuschlag, der bei manchen Banken anfällt, wenn ein Darlehen in mehreren Teilraten ausgezahlt wird.

Teileigentum

Unter Teileigentum versteht man das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes (z. B. Kellerräume oder Garten). Es steht immer in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum.

Teilungserklärung

Erklärung des Grundstückeigentümers, dass das Eigentum an einem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt ist und mit jedem Miteigentumsanteil das Sondereigentum an bestimmten Räumen verbunden ist. Des weiteren werden die Rechte und Pflichte der einzelnen Miteigentümer untereinander geregelt. Die Teilungserklärung muss notariell beurkundet werden. Voraussetzung hierfür ist die Abgeschlossenheitsbescheinigung der zuständigen Behörde.

Telekommunikationsnetz

Das Telekommunikationsnetz umfasst die Gesamtheit von Übertragungssystemen, Vermittlungseinrichtungen und anderweitigen Ressourcen, um Sprache, Daten, Bilder und Signale zu übermitteln.

Thermografie

Durch Thermografie wird im Baubereich bildgebend die Verteilung der Wärmeabstrahlung eines Teils der Bauteiloberfläche dargestellt. Hierzu werden verschiedene Farbpaletten verwendet. Mit Bauthermografie werden Wärmebrücken oder Luftleckagen sichtbar gemacht. Ein Rückschluss auf die absolute energetische Bauteilqualität (U-Wert) ist jedoch nicht möglich. Unterschieden wird im Baubereich zwischen Außen- und Innenthermografie.

Thermografie

Mit Thermografie- oder Wärmebild-Aufnahmen von Gebäuden können die energetischen Schwachstellen einer Gebäudehülle aufgedeckt werden. Bei der Thermografie wird die unsichtbare Wärmestrahlung in eine sichtbare Abbildung umwandelt. Dazu werden die Oberflächentemperaturen des Gebäudes mit einer speziellen "Infrarot-Kamera" gemessen. Wärmere Bereiche werden in den Farben von pink über rot bis gelb dargestellt, kühlere Oberflächen erscheinen im Thermogramm in den Farben grün oder blau.

Tilgung

Vertraglich vereinbarte Rückzahlung eines Darlehens. Durch die Höhe der Tilgung ergibt sich die monatliche Rate und es kann die Gesamtlaufzeit des Darlehens berechnet werden.

Tilgungsaufwand

Betrag, der während der Zinsbindungsfrist für die Tilgung des Darlehens aufgebracht wird.

Tilgungsaussetzung

Wenn im Darlehensvertrag eine Tilgungsaussetzung vereinbart wurde, zahlt der Darlehensnehmer während der Zinsbindungsfrist ausschließlich die Zinsen an den Darlehensgeber. Als Tilgungsersatz kann beispielsweise eine Kapitallebensversicherung, ein Bausparvertrag, welcher zum Ende der Zinsbindungsfrist des Darlehens die angesparte Summe zu vollständigen Rückzahlung vorsieht, an den Darlehensgeber abgetreten werden.

Tilgungsbeginn

Tilgungsbeginn ist frühestens nach Vollauszahlung des Darlehens möglich.

Tilgungsersatz

Die regelmäßige Tilgung kann nicht nur direkt in das Darlehen fließen sondern alternativ auch in einen sog. Tilgungsersatz gezahlt werden. Möglicher Tilgungsersatz: Kapital-Lebensversicherung, fondsgebundene Lebensversicherung, Rentenversicherung oder Bausparvertrag. Dieser Tilgungsersatz wird an den Finanzierungspartner abgetreten.

Tilgungsfreie Jahre

Der Darlehensgeber kann mit dem Darlehensnehmer eine tilgungsfreie Zeitspanne vereinbaren. Der Darlehensnehmer zahlt während der tilgungsfreien Jahre nur Zinsen an den Darlehensgeber. Die Tilgung setzt erst zu einem später vereinbarten Zeitpunkt ein. Dieses Vorgehen dient der anfänglichen Entlastung des Darlehensnehmers nach der Auszahlung des Darlehens.

Tilgungsplan

Aus dem Tilgungsplan geht der planmäßige Verlauf eines Darlehens vom Zeitpunkt der ersten Auszahlung bis zur vollständigen Rückführung hervor. Aus ihm ist z.B die monatliche Rate ersichtlich.

Tilgungssatzwechsel

Der ursprünglich im Darlehensvertrag vereinbarte Tilgungssatz kann innerhalb der vereinbarten Zinsfestschreibung geändert werden.

Tilgungsverrechnung

Die Tilgungsverrechnung sagt aus, zu welchem Zeitpunkt die vereinbarte Tilgung mit der Restschuld des Darlehensbetrags verrechnet wird. Von einer sofortigen Tilgungsverrechnung spricht man, wenn die Tilgung bei Fälligkeit der Rate sofort verrechnet wird.

Transmissionswärmeverlust HT

Als Transmissions-Wärmeverluste werden die Wärmeverluste bezeichnet, die durch Wärmeleitung über die Bauteile der Gebäudehülle (Transmission) entstehen. Die Größe dieser Verluste ist direkt abhängig von der Dämmwirkung der Bauteile und vom Wärmebrückenzuschlag.

Treibhauseffekt

Auf die Erde fallende Sonnenstrahlen geben normalerweise nur einen Teil ihrer Energie ab und werden dann wieder auf den Weg ins All geschickt. Durch Kohlendioxid in der Atmosphäre wird dieser Rückweg zum Teil versperrt. Die Folge: Die Erdoberfläche heizt sich auf – man spricht vom Treibhauseffekt.

Treuhandzahlung

Treuhandzahlungen werden meist an Notare oder Rechtsanwälte getätigt. Man spricht hier auch von Zahlungen auf Notaranderkonten. In diesen Fällen stellt der Notar sicher, dass das Geld erst an den endgültigen Empfänger weitergeleitet wird, wenn alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Trittschall

Trittschall wird durch Schritte erzeugt, sie versetzen Geschossdecken in Schwingung.

Typ-Kurzzeichen

Die Anforderungen an den Wärmedämmstoff unterscheiden sich häufig nach dem Einsatzgebiet. Bei der Dämmung von geneigten Dächern zwischen den Sparren werden beispielsweise keine Anforderungen an die Druckfestigkeit gestellt. Wird dagegen die Bodenplatte gedämmt, wird das Material durch den Estrich und die spätere Nutzung druckbeansprucht. Daher werden von den Herstellern einheitlich Kürzel für die Anwendungsgebiete von Wärmedämmungen angegeben.

Ug-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterglases (g = glazing).als ein Bestandteil des Fenster-U-Wertes.

Umbauter Raum

Unter dem umbauten Raum versteht man das Volumen eines Baukörpers inkl. Außenmauern.

Umschuldung

Die Umschuldung oder auch Anschlußfinanzierung ist die Ablösung eines bestehenden Darlehens durch ein neues Darlehen eines anderen Darlehensgebers.

Umspannstation

Station im Ortsnetz mit Transformatoren zur Versorgung des Niederspannungsnetzes.

Umspannwerk

Umspannwerke sind Knotenpunkte der Energieverteilung. Sie haben die Aufgabe, elektrische Energie in die für die Weiterverteilung benötigten Verteilnetzspannungen umzuwandeln. Die Umwandlung erfolgt über Leistungstransformatoren, die auch als Umspanner bezeichnet werden. Im Gegensatz zur Umspannstation werden hier in der Regel Spannungen von 380, 220 oder 110 kV auf ein niedrigeres Niveau von z.B. 20 kV gebracht.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Mit dieser Bescheinigung bestätigt das Finanzamt, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer vollständig bezahlt hat und der Grundbucheintragung keine steuerlichen Bedenken entgegenstehen.

U-Wert (früher k-Wert)

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) beschreibt die Wärmeleistung in Watt, die durch ein 1 m² großes Bauteil von der warmen zur kalten Seite hindurchströmt (Transmission), wenn zwischen beiden Seiten ein Temperaturunterschied von 1 K besteht. Je kleiner der U-Wert eines Bauteils, umso weniger Wärmeenergie geht „verloren“! Der U-Wert wird maßgeblich bestimmt durch die Dicke und die Wärmeleitfähigkeit (Lambda) der einzelnen Bauteilschichten.

Uw-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters (w = window). Er setzt sich aus den Einzelwerten für den Rahmen (Uf), die Verglasung (Ug) sowie für den Randverbund (psi) zusammen. Nachzuweisen ist immer der Uw-Wert; auf diese Angabe ist daher bei Handwerkerangeboten zu achten.

Vakuumröhrenkollektor

Ein Vakuumröhrenkollektor ist ein Sonnenkollektor-Typ und gehört damit zu den möglichen Bestandteilen einer solarthermischen Anlage zur Wärmegewinnung. Er besteht aus einer transparenten Abdeckung und nebeneinander liegenden luftleeren Röhren, in deren Inneren ein Absorber liegt. Der Absorber nimmt die Sonnenenergie auf und wandelt sie in Wärme um. Im Vakuum wird die Sonnenwärme gespeichert und sofort unter geringsten Verlusten an eine umströmende Wärmeflüssigkeit abgegeben. Diese wiederum erwärmt über einen Wärmetauscher das Wasser zum Heizen und für den Haushalt. Vakuumröhrenkollektoren haben einen etwa 30% höheren Wirkungsgrad als Flachkollektoren und sind damit die derzeit effizientesten Kollektoren. Sie können höhere Wassertemperaturen erzielen und gelten als besonders geeignet zur Heizungsunterstützung, nicht nur zur Warmwasserbereitung. Allerdings sind sie in der Anschaffung deutlich teurer.

Valutabestätigung

Wird bei einer Umschuldung/Anschlussfinanzierung benötigt. Die abzulösende Bank gibt eine verbindliche Erklärung über die Höhe der noch bestehenden Restschuld zu einem bestimmten Termin ab und gibt Auskunft über den Verlauf des Darlehens.

Variabler Zins

Veränderlicher Zins, der während der Laufzeit eines Darlehens an den aktuellen Marktzins angepasst wird. Der Darlehensnehmer kann das Darlehen unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten jederzeit kündigen.

Vario-Darlehen

Ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Zinsobergrenze. Der Zinssatz wird alle 6 Monate dem aktuellen Zinsniveau entsprechend dem EURIBOR angepasst. Die Zinsobergrenzen werden je nach Laufzeit (5,8 und 10 Jahre) festgelegt.

Verbundunternehmen

Verbundunternehmen sind die Energieversorgungsunternehmen, die die deutschen Hoch- und Höchstspannungsnetze (Übertragungsnetze) betreiben. Sie regeln auf der obersten Ebene die Netzstabilität. Ihre Stromkunden sind vor allem Regionalverteiler und Stadtwerke, teilweise auch Industriebetriebe sowie gewerbliche und private Endkunden.

Verkehrswert

Der Verkehrswert ist der zur Zeit am Markt erzielbare Preis einer Immobilie.

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen werden staatlich geförderte Zuzahlung bzw. Prämien genannt, welche vom Arbeitgeber auf bestimmte Sparverträge des Arbeitnehmers direkt vom Bruttolohn überwiesen werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die vermögenswirksamen Leistungen direkt an das Institut (z. B. Bausparkasse oder Versicherungsunternehmen) zu überweisen, mit welchem der Sparvertrag abgeschlossen wurde.
Der staatliche Zuschuss wird Prozentual auf den jährlichen Sparbetrag berechnet. Die Höhe des Prozentsatzes hängt von der Art des Sparvertrages ab. Maximal wird ein jährlicher Sparhöchstbetrag in Höhe von 480 Euro vom Staat gefördert. Meist sind diese Sparverträge mit einer Sperrfrist ausgestattet, da der Hauptförderungsgrund die dauerhafte Vermögensbildung ist.

Arbeitnehmersparzulage

Versorgungszuverlässigkeit

Fähigkeit eines Netzes, seine Versorgungsaufgabe unter vorgegebenen Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne zu erfüllen.

Verwandtendarlehen

Darlehen, das innerhalb der Familie entgeltlich zur Verfügung gestellt wird.

Volltilgerdarlehen

Annuitätendarlehen, das durch seine hohe Tilgung innerhalb der Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird.

Volt

Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Namensgeber ist der italienische Physiker Alessandro Volta.

Vorfälligkeitsentschädigung/-entgelt

Die Vorfälligkeitsentschädigung fällt grundsätzlich an, wenn ein Darlehen innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird. Die Höhe der Entschädigung ist im Vorfeld nicht definierbar. Der Kunde muss diese bei der zuständigen Bank zum Zeitpunkt der Rückzahlung anfragen.

Vorfälligkeitsschutz

Wenn z. B. aufgrund eines berufsbedingten Umzuges der Darlehensnehmer die grundpfandrechtlich abgesicherte Immobilie während der Zinsbindungsfrist verkaufen muss, und somit das Darlehen vorzeitig zurückführt, fällt in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Mit dem Vorfälligkeitsschutz bzw. einer Vorfälligkeitsversicherung kann man solche Fälle bereits bei Abschluss des Darlehens absichern, so dass keine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückführung fällig wird.

Vorkaufsrecht

Das Vorkaufsrecht wird in Abt. II des Grundbuches eingetragen. Ein Vorkaufsrecht räumt dem Berechtigten die Möglichkeit ein, das Objekt zu erwerben.

Vorlasten

Als Vorlasten werden Rechte im Grundbuch in Abteilung III verstanden, welche im vorrangigem Verhältnis stehen als das neu einzutragende Recht.

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers vom Kessel oder Speicher zu den Wärmeübergabestellen (Heizkörper, Fußbodenheizung usw.).

Vorratsdarlehen

Das Vorratsdarlehen wird auch Forward-Darlehen genannt. Umschuldung eines Darlehens, bei dem der Ablösetermin mindestens 12 und max. 60 Monate in der Zukunft liegt. Die Finanzierungspartner berechnen für den Vorratszeitraum einen individuellen Zinsaufschlag. Vorteil für den Darlehensnehmer: Er kann sich bereits heute den Zinssatz für die Zukunft sichern. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren sie mehr über das Forward-Darlehen.

Wärme

Wärme ist die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Wärme ist somit eine Energieform

Wärmebrücken (nicht „Kältebrücken“!)

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen in der wärmeübertragenden Gebäudehülle bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich erhöhte Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Gerade an Gebäude-Innenflächen im Bereich von Wärmebrücken kommt es daher bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft zuerst zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen wie z.B. Schimmelpilzbefall. Typische Wärmebrücken sind z.B. auskragende Balkonplatten, Heizkörpernischen, Fensteranschlüsse an Leibungen und Gebäude-Außenecken.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS), im Volksmund auch als Vollwärmeschutz bezeichnet, besteht aus einer Dämmschicht und einer Wetterschicht, die fest miteinender verbunden sind und auf der kalten Seite einer tragenden Wand angebracht werden.

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

U-Wert (früher k-Wert)

Wärmekraftwerk

Unter diesen Begriff fallen alle Kraftwerke, in denen durch Verbrennung oder Kernspaltung Wärme entsteht. Diese Wärme wird genutzt, um Wasser in Dampf zu verwandeln, der eine Turbine antreibt.

Wärmeleitfähigkeit

Je weniger Wärme weggeleitet wird, desto besser die Dämmwirkung. Die Effektivität des Dämmstoffes wird durch die Wärmeleitfähigkeit, den λ-Wert (W/mK) angegeben. Dieser Wert gibt die Wärmeleistung (W) an, welche im Beharrungszustand durch 1 m2 Fläche und eine 1 m dicke Schicht bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin übertragen wird. Je kleiner der λ-Wert, umso effektiver der Dämmstoff. Die Wärmeleitfähigkeit der gebräuchlichsten Dämmstoffe liegt zwischen 0,025 und 0,040 W/mK. Die Wärmeleitfahigkeit λ von Wärmedammstoffen ist im Wesentlichen abhängig von
– der Wärmeleitfahigkeit des Grundstoffs
– der Anzahl, Anordnung und Größe der Poren
– der Rohdichte
– der Feuchtigkeit des Wärmedammstoffs.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein besonders umweltfreundliches Heizsystem. Unter der Ausnutzung von Umgebungswärme entstehen aus einem kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme. Im Prinzip funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Wärmegesetz bei Neubau ab 2009 Pflicht

Neben der EnEV ändert sich für Bauherren 2009 noch etwas. Mit Beginn des Jahres ist das Wärmegesetz in Kraft getreten. Es verpflichtet Bauherren unter anderem dazu, regenerative Energien zur Wärmeversorgung zu nutzen. Wer dies nicht will, muss dafür andere klimaschonende Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel das Haus stärker dämmen, als in der EnEV vorgeschrieben, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage nutzen.

Wärmeschutzverglasung

Eine moderne Wärmeschutzverglasung bietet auch Schutz vor Aufheizung, so dass oft auf eine Klimaanlage verzichtet werden kann. Erreicht wird dies durch eine unsichtbare Schicht auf der Scheibe, die die Wärmestrahlung reflektiert sowie durch eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum, die den Wärmeübergang reduziert. Mehr zu Wärmeschutzverglasung

Wärmetauscher

Im Wärmetauscher wird die Wärmeenergie vom Quellwärmeträger auf den Zielwärmeträger übertragen. Die Medien sind dabei gasförmig oder flüssig. In einer Lüftungsanlage handelt es sich um einen Luft-Luft-Wärmetauscher, weil die Wärme der Abluft darin auf die zugeführte Frischluft übertragen wird. Wärmetauscher gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, ihre Effizienz spielt bei der Wärmerückgewinnung eine entscheidende Rolle.

Wandheizung

Die Wandheizung wird der Klasse der Flächenheizungen zugeordnet. Wandheizungen haben einen hohen Strahlungsanteil und eignen sich für die Erwärmung eines Raumes über eine ausreichend große, homogene Fläche. Zu unterscheiden sind wassergeführte und strombetriebene Systeme.

Wärmedurchgangskoeffizienten von Fenster und Rahmen

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw von Fenstern wird bestimmt durch:
- Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens Uf Die Rahmenmaterialgruppe 1 (RMG 1) nach DIN 4108 (Holz, Kunststoff, Holz-Aluminium) weist Uf -Werte von <= 2 W/m²K auf. Der Wärmeschutz der verfügbaren Fensterrahmen weist damit schlechtere Werte gegenüber den möglichen Wärmeschutzverglasungen auf.<br>- Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung Ug:
Eine entscheidende Verbesserung des wärmeschutztechnischen Verhaltens von Mehrscheiben-Isolierglas wird durch infrarotreflektierende Beschichtungen erreicht. In Verbindung mit dem Einfüllen von Spezialgasen in die Zwischenräume wird der Wärmedurchgangskoeffizient von Verglasungen um 50% und mehr reduziert, ohne die Strahlungsdurchlässigkeit gegenüber Licht- und Sonnenenergie zu verschlechtern. Multifunktionsgläser, d.h. Glasprodukte die neben dem Wärmeschutz auch Anforderungen an erhöhten Schallschutz, Einbruchschutz, Durchschusshemmung etc. erfüllen, können aus physikalischen bzw. technologischen Gründen nicht den gleichen Wärmeschutz aufweisen, wie dies bei Glasprodukten mit der alleinigen Funktion Wärmeschutz der Fall ist.Mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasungen werden inzwischen Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,4 bis 0,7 W/m²K erreicht.
- Flächenanteile der beiden Elemente Der Rahmenanteil macht durchschnittlich 30% aus. Im Fensterbau und bei Glas existieren zwei U-Werte: der "Meßwert" und der "amtliche Rechenwert". Hier sollten Sie sich an dem amtlichen Rechenwert halten. Es gibt auch noch den Bilanz-U-Wert, bei dem berücksichtigt werden muss, welche Menge passiver Energie eine Verglasung je nach Himmelsrichtung des Fensters hinzugewinnt.

Wasserdampfdiffusion

Wasserdampfdiffusion ist der ungerichtete und drucklose Ausgleich von Wasserdampfmolekülen nach dem Braunschen Molekulargesetz.

Wasserhärte

Sie bezeichnet die Härte des Wassers, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen (Calcium- und Magnesiumionen). Bei der Wasserhärte wird unterschieden zwischen der durch Calcium- und Magnesiumsalze der Kohlensäure hervorgerufenen Karbonathärte und der durch die anderen Calcium- und Magnesiumsalze hervorgerufenen Nicht-Karbonathärte. Die Summe dieser beiden ergibt die in Millimol je Liter (mmol/l) oder Grad deutscher Härte (ºdH) ausgedrückte Gesamthärte, die gemäß dem so genannten Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt werden kann: 1 (weich; 0 bis 1,3 mmol/l; 0 bis 7 ºdH), 2 (mittelhart; 1,4 bis 2,5 mmol/l; 7 bis 14 ºdH), 3 (hart; 2,6 bis 3,8 mmol/l; 14 bis 21 ºdH) und 4 (sehr hart; über 3,8 mmol/l; über 21 ºdH).

Wasserkraft

Wasserkraft ist eine bedeutende regenerative Energiequelle. Die im Wasser gespeicherte Sonnenenergie wird auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen gewonnen: Gezeitenkraftwerke nutzen die Wasserströmungen von Ebbe und Flut, Wellenkraftwerke wandeln die Energie von Wellen in elektrischen Strom um. Pumpspeicherkraftwerke speichern kurzzeitig Wasser, damit in Zeiten von Energiebedarf darauf zurückgegriffen werden kann. In Zukunft sind Gradientenkraftwerke zu erwarten, die die im Ozean gespeicherte Sonnenwärme nutzen.

Watt

Watt ist die Maßeinheit für Leistung.

Wechselrichter

Da der Solargenerator Gleichstrom produziert, das öffentliche Netz aber mit Wechselstrom arbeitet, sind bei allen netzgekoppelten Photovoltaikanlagen Wechselrichter erforderlich: Vor der Netzeinspeisung wandeln sie den Gleich- in Wechselstrom um.

Wechselstrom

Bei Wechselstrom handelt es sich um Strom, dessen Richtung (Polarität) sich periodisch ändert. Die Energieversorgung erfolgt mit Wechselstrom. Wechselstrom wird auch AC (von "alternating current") abgekürzt.

Wegerecht

Das Wegerecht wird in Abteilung II im Grundbuch eingetragen. Dieses berechtigt Dritte einen bestimmten Weg über das belastete Grundstück zu nutzen.

Wertermittlung

Zur Ermittlung des Beleihungswertes oder des Verkehrswertes einer Immobilie wird eine Wertermittlung durchgeführt. Diese wird vom Darlehensgeber durchgeführt und orientiert sich an Parametern, die dieser selbst festlegt. Durch die Wertermittlung und dem damit resultierenden Beleihungswert legt der Darlehensgeber fest, wieviel Darlehen zur Finanzierung der Immobilie vergeben werden kann.

Widerstand

Fließt elektrischer Strom durch ein bestimmtes Material, so wird ihm ein Widerstand entgegengesetzt. Dieser ist unter anderem von der Art des Materials abhängig. Die Einheit, in der Widerstände angegeben werden, ist das Ohm, das nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1787-1854) benannt wurde.

Windkraft

Auch wenn der Wind nicht immer weht – er gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Deutschland ist Windenergie-Weltmeister: Nirgendwo auf der Welt sind so viele Windkraftwerke installiert wie bei uns.

Windkraftanlagen, Windenergieparks

Windkraftanlagen erzeugen elektrische Energie aus der Kraft des Windes. Wie auch das Sonnenlicht zählt die Windkraft zu den erneuerbaren Energien.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist ein Maß für das Verhältnis gewonnener Energie zu aufgewendeter Energie.

Wohnfläche

Die Wohnfläche beschreibt die Fläche, die sich aus der Grundfläche der Räume eines Gebäudes oder einer Wohnung berechnet, welche ausschließlich zum Wohnen vorgesehen ist. Verschiedene Flächen werden nur anteilig als Wohnfläche angerechnet z. B. Flächen unterhalb von Dachschrägen, Balkone. Dagegen werden z.B. Kellerräume, Heizungsräume, Abstellräume bei der Berechnung der Wohnfläche nicht berücksichtigt.

Wohnrecht

Ist eingetragen in Abt. II des Grundbuches. Das Wohnungsrecht ist das Recht, ein Gebäude oder einen Teil eines Gebäudes unter Ausschluss des Eigentümers als Wohnung zu benutzen.

Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die auf Sparleistungen in Bausparverträgen vergeben wird. Prämienberechtigt sind alle natürlichen Personen, die uneingeschränkt steuerpflichtig sind, in Deutschland ihren Wohnsitz haben, das 16 Lebensjahr vollendet haben und festgelegte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Wohnungsbauprämie wird jährlich direkt auf den Sparvertrag vom Staat überwiesen.

Wohnungseigentum

Unter dem Wohnungseigentum werden das Sondereigentum als auch der Miteigentumsanteil an gemeinschaftlichen Eigentum, zum Beispiel dem Grundstück, zusammengefasst.

Wohnungseigentumsgesetz

Das Wohnungseigentumsgesetz zeigt die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer auf und definiert das Wohnungseigentum.

Wohnwirtschaftliche Zwecke

Eine Immobilie wird zu wohnwirtschaftlichen Zwecken genutzt, wenn diese nicht gewerblich genutzt wird. Der Wohnanteil muss bei gemischt genutzten Immobilien den Gewerbeanteil überwiegen.

Zähler

Zähler sind Geräte, die den Verbrauch von Erdgas, Wasser, Wärme oder Elektrizität messen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es unterschiedliche Zähler: zum Beispiel Wechselstromzähler, die unter anderem bei Treppenhausbeleuchtungen eingesetzt werden, oder Drehstromzähler für Haushalt und Gewerbe, aber auch Lastgangzähler, die die elektrische Energie in Form von Leistungsmittelwerten erfassen und diese bei Bedarf per Datenfernübertragung bereitstellen.

Zählerfernübertragung

Neue Messeinrichtungen bieten die Möglichkeit, Daten in vielfältiger Weise zu speichern, z. B. Wirkarbeit, Blindarbeit und die gemessene Leistung im Viertelstundentakt bzw. in individuell vorgegebenen Zeiträumen. Die Datensammlung kann über einen großen Zeitraum, z. B. einen Monat, erfolgen. Dies hat zur Folge, dass die heutigen Zähler ohne ein manuelles Ablesen in der Lage sind, die entsprechenden Lastprofile der Kundenabnahmestelle unter Angabe von Datum und Uhrzeit aufzuzeichnen. Um einen schnellen Zugriff auf die Daten zu realisieren, werden die Zähler per Fernübertragung über Telefonleitungen, eine Steuerleitung oder Funksysteme und andere Einrichtungen "ausgelesen".

Zinsänderungsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass sich der Zinssatz während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens deutlich fällt. Da hier der Darlehensnehmer den höheren  Zinssatz aus seinem Darlehensvertrag zahlen muss. Bei einem variablen Darlehenszinssatz ist dieses Risiko minimiert, da sich hier der Zinnsatz in festen Perioden an den aktuellen Marktzinssatz anpasst.

Zinsaufwand

Betrag an Zinsen, der während der gesamten Zinsbindungsfrist eines Darlehens anfällt.

Zinsbindungsfrist

Zeitraum, für den der Zins des Darlehens festgeschrieben ist. Unsere Finanzierungspartner bieten Zinsbindungsfristen von 5 bis 30 Jahren an.

Zinsen

Entgelt für die Nutzung von Fremdkapital, wird auch als Preis des Darlehens bezeichnet.

Zusammensetzung des Strompreises für Haushalte

Steuern und Abgaben machen etwa 39 Prozent des Strompreises aus (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien- und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz). Netzentgelt, Messung und Energiedatenmanagement ergeben zusammen 36 Prozent. Großhandelspreis, Vertrieb und Kundenservice 25 Prozent.

Zusatzleistung

Zusatzleistung ist diejenige elektrische Leistung, die einem Kunden mit einer eigenen Stromerzeugungsanlage zur Verfügung gestellt wird, wenn der Leistungsbedarf über die Leistung der Eigenanlage hinausgeht.

Zusatzsicherheit

Zur Absicherung eines Darlehens können zusätzlich zur Grundschuld auf dem Beleihungsobjekt, die üblicher Weise als Sicherheit dient, Zusatzsicherheiten vereinbart werden. Hierzu zählen z.B. die Abtretung von Ansprüchen aus einer Lebensversicherung oder die Eintragung einer Grundschuld auf einer weiteren Immobilie.

Zuschlagsbeschluss

Gerichtlicher Beschluss über den Erwerb einer Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung.

Zwangsversteigerung

Eine Immobilie wird zwangsversteigert, wenn der Eigentümer Darlehensrückstände hat bzw. zahlungsunfähig ist.

Zwangsvollstreckung

Sofern ein Darlehen grundpfandrechtlich abgesichert ist und der Darlehensnehmer seine Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr erfüllen kann, ist der Darlehensgeber als Grundpfandrechtsgläubiger berechtigt, die Zwangsvollstreckung in die Immobilie zu veranlassen. Unter der Zwangsvollstreckung versteht man die Veräußerung der Immobilie durch den Darlehensgeber. Wird der Gläubiger im Wege der Zwangsvollstreckung voll befriedigt, so erlischt das Grundpfandrecht.

Zweckerklärung

Unter der Zweckerklärung versteht man eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Darlehensgeber und -nehmer, in der erklärt wird für welche Verbindlichkeiten die einzutragenden Sicherheiten dienen.

Zwischenfinanzierung

Kurzfristiges Darlehen, das der Überbrückung von noch nicht zur Verfügung stehendem Kapital, dient. Sobald dieses Kapital zur Verfügung steht wird die Zwischenfinanzierung zurückgeführt (z.B. Verkaufserlös aus dem Verkauf einer bestehenden Immobilie oder Auszahlung öffentlicher Darlehen).

Gebäudenutzfläche

Die Gebäudenutzfläche ist ein wichtiger, jedoch fiktiver Rechenwert, der bei Wohngebäuden 32% des beheizten Gebäudevolumen beträgt. Die Gebäudenutzfläche ist nicht gleichzusetzen mit der Wohnfläche, das beheizte Gebäudevolumen nicht mit dem Brutto-Rauminhalt des Gebäudes.

Lüftungskonzept

Ein Lüftungskonzept ist im Neubau und bei Sanierungen mit luftdichtenden Arbeiten, z.B. Fensteraustausch oder Dachdämmung, zu erstellen. Rechnerisch nach DIN-Norm 1946 nachzuweisen ist der für die Raumhygiene erforderliche Mindestluftwechsel. Die Berechnung der Erfordernis lüftungstechnischer Maßnahmen erfolgt nach einem normierten Rechenverfahren; über das Ergebnis ist dem Eigentümer ein schriftlicher Bericht auszuhändigen.

Schornsteinfeger

i.d.R. erforderlich bei Sanierung der Heizungsanlage; Verringerung des Querschnittes, Auftrieb bei geringeren Abgastemperaturen; Anforderung der Materialwahl: Beständigkeit gegen Versottung und Hitze. Den Schornsteinfeger bei geplanten Maßnahmen vorab einbinden.

Wohngebäude

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) unterscheidet zwischen Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden. §2 Abs. 1 EnEV 2009 definiert Wohngebäude als Gebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen, einschl. Wohn-, Alten und Pflegeheimen sowie ähnlichen Einrichtungen. Alle anderen Gebäude sind demnach Nichtwohngebäude.

Wohnfläche

Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören. Zur Wohnfläche gehören nicht die Grundflächen von sogenannten Zubehörräumen wie Keller oder Dachräumen, von Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen, sowie von Geschäfts- und Wirtschaftsräumen.

Wärmeverluste

Energieanteile, die für die geplante Nutzung zwar mit erzeugt werden müssen, aber für die Nutzung nicht zur Verfügung stehen, sondern „verloren sind“. Im Gebäude sind dies zum Beispiel Bauteilverluste, Lüftungswärmeverluste oder anlagentechnische Verluste bei der Raumheizung.

Wärmetauscher

Ein Wärmetauscher bzw. Wärmeübertrager ist ein Apparat, mit dem Wärmeenergie von einem Medium an ein anderes übertragen werden kann. Die Medien können dabei flüssig oder gasförmig sein. Ein Wärmeüberträger besteht meist aus Kupferrohrwendeln oder durchströmten Platten. Einsatzbereiche sind zum Beispiel die Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen oder die Solarthermie.

Wärmeschutzverglasung

Wärmeschutzglas

Wärmegesetz EEWärmeG

Wärmepumpenheizkraftwerk

In einem Wärmepumpenheizkraftwerk wird Heizenergie durch den Einsatz von Wärmepumpen erzeugt.

Wärmepumpe

Wärmepumpen sind Maschinen, die der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich Wärme entziehen, diese (mit Ausnahme von Absorptionswärmepumpen) über elektrisch oder verbrennungs-motorisch angetriebene Kompressoren von einem niedrigen Temperaturniveau auf ein höheres bringen und damit für Heizzwecke und Warmwasserbereitung nutzbar machen.

Wärmebildkamera

Mit Wärmebildkamera meint der Volksmund in der Regel eine Infrarot-Thermografiekamera, die für die Erstellung von Thermogrammen im Rahmen einer energetischen Schwachstellenanalyse verwendet wird.

WDVS

Wärmedämmung (nicht „Isolierung“!)

Wichtigste Methode der Energieeinsparung. Durch Dämmung wird die Transmission (Wärmeverluste durch Bauteile) herabgesetzt. Als Wärmedämmung im Baubereich werden Materialien bezeichnet, deren Aufgabe ist, den Wärmedurchgang durch ein Bauteil zu verzögern und im Idealfall sogar zu verhindern. Entscheidend für die Wirksamkeit eines Dämmstoffes ist daher seine Wärmeleitfähigkeit (Lambda). Während bei der Dämmung eines Gebäudes bisher der Wärmedurchgang von innen nach außen (winterlicher Wärmeschutz) im Vordergrund stand, wird zukünftig die Qualität eines Dämmstoffes auch am Wärmedurchgang von außen nach innen (sommerlicher Wärmeschutz) gemessen werden. Wärme übertragende Umfassungsfläche Die Wärme übertragende Umfassungsfläche, auch thermische Hülle oder einfach Gebäudehüllfläche genannt soll das beheizte Gebäudevolumen lückenlos umschließen. Sie besteht üblicherweise aus den Außenwänden einschließlich Fenstern und Türen, der Kellerdecke, der obersten Geschossdecke bzw. der Dachfläche. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt (kleiner U-Wert!) sein, weil über sie die Wärme aus dem Gebäude nach außen abgeleitet wird.

Brauchwasser

Umgangssprachlich für Nutz- oder Betriebswasser, z.B. in Zisternen aufgefangenes Oberflächenwasser. Kein Trinkwasser. Betriebs- und Trinkwasserversorgung werden in privaten Haushalten immer häufiger getrennt. So kann Brauchwasser z. B. zur Toilettenspülung oder zum Wäschewaschen genutzt werden.

Baumängel

Ein Mangel ist eine Abweichung vom vereinbarten Soll-Zustand, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Bei BGB-Verträgen (Bürgerliches Gesetzbuch) ist eine Leistung frei von Sachmängeln, wenn sie eine Beschaffenheit aufweist, die den vertraglichen Vereinbarungen entspricht und die üblicherweise erwartet werden kann. Bei Bauverträgen nach BGB ist die Beschaffenheit üblicherweise in einer Leistungsbeschreibung und in Plänen aufgeführt. Bei Bauverträgen nach VOB (Vergabe- und Vertragsordnung von Bauleistungen) muss die Bauleitung außerdem den anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Maßgeblicher Zeitpunkt für das Vorliegen eines Baumangels ist der Zeitpunkt der Abnahme, die auch den Gefahrübergang auslöst. Bauleistung/Bauwerk müssen also zu diesem Zeitpunkt mangelfrei sein.

Beheiztes Gebäudevolumen Ve

Das beheizte Gebäudevolumen wird anhand von Außenmaßen ermittelt und schließt alle Räume und Bereiche des Gebäudes ein, die bestimmungsgemäß direkt oder durch Raumverbund indirekt beheizt werden sollen. Die wärmeübertragende Umfassungsfläche des beheizten Gebäudevolumens wird als energetische Gebäudehülle (Außenwand, Fenster usw.) bezeichnet. Insbesondere für einen nachhaltigen Erfolg energetischen Sanierungsmaßnahmen ist es wichtig, die Systemgrenzen des beheizten Gebäudevolumens im Rahmen der Planung zu hinterfragen und eindeutig festzulegen.

Bezirksschornsteinfegermeister

Die Aufgabe eines Schornsteinfegers (regional auch Essenkehrer, Rauchfangkehrer, Kaminkehrer, Kaminfeger, Sotje oder Schlotfeger genannt) ist die Reinigung und Überprüfung von Schornsteinen und Abgasanlagen. Öffentlich-rechtlich überprüft er Feuerstätten wie z.B. Heizungen und Durchlaufwasserheizern bei Erstinbetriebnahme und Änderungen sowie turnusmäßig in der Betriebsphase. Nach §26 b EnEV 2009 hat der Schornsteinfeger öffentlich-rechtlich die Umsetzung geforderter Nachrüstverpflichtungen, z.B. Außerbetriebnahme alter Heizkessel oder Wärmedämmung von Rohrleitungen zu überprüfen. Bei Verstößen hat er die Verpflichtung zur Ausstellung von Mängelkarten.

Biogasheizkraftwerk

In Biogasheizkraftwerken wird methanhaltiges Biogas in Strom und Wärme umgewandelt, welche dann ins öffentliche Stromnetz bzw. ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Das Biogas entsteht zuvor durch die Vergärung nachwachsender Rohstoffe (Pflanzenteile, Mais, Bioabfall etc.).

Biomasseheizwerk

Biomasseheizkraftwerk

Bio-Öl

Bio-Öl, in diesem Fall Bio-Heizöl, wird komplett aus Biomasse gewonnen: in Deutschland meist zu 100 Prozent aus Rapsmethylesther (RME) oder reinem Pflanzenöl. Bio-Heizöl kann aber auch aus Sonnenblumen oder tierischen Fetten und Altspeiseölen hergestellt werden. Für die Verbrennung von Bio-Heizöl sind nur zertifizierte Brenner und Heizungsanlagen geeignet. Bio-Heizöl versus Heizöl mit Bioanteil: Bio-Heizöl besteht zu 100 Prozent aus Biomasse, während Heizöl mit Bioanteil nur einen geringen Teil Bio-Heizöl enthält.

Brennwert

Bei jedem Verbrennungsprozess von Kohlenwasserstoffen (wie Erdgas oder Erdöl) entsteht durch die Verbindung von Sauerstoff aus der Verbrennungsluft und Wasserstoff aus dem Brennstoff Wasserdampf. Die im Wasserdampf und damit im Abgas enthaltene Energie geht bei herkömmlicher Technik über die heißen Raugase (Abgase) durch den Kamin verloren. Moderne Brennwerttechnik kondensiert den im Abgas enthaltenen Wasserdampf über einen in den Heizungsrücklauf eingebauten Wärmeübertrager. Damit wird die im Abgas enthaltene Kondensationswärme weitestgehend zurückgewonnen. Wichtig für einen optimalen Brennwerteffekt sind daher niedrige Rücklauftemperaturen. Um diese bestmöglich sicherzustellen, ist bei einem Heizungsaustausch im Gebäudebestand immer eine ganzheitliche Prüfung und ggf. Optimierung aller Komponenten des Heizungssystems einschließlich eines hydraulischen Abgleichs erforderlich.

COP-Wert

Der COP-Wert (Coefficient of Performance) einer Wärmepumpe ist eine vom Wärmepumpenhersteller angegebene, unter standardisierten Prüfstandbedingungen ermittelte Leistungszahl, die die Effizienz von Wärmepumpen allgemein vergleichbar macht. Übliche COP-Größenordnungen liegen systemabhängig zwischen 3,5 und 5,5. Der COP-Wert gibt dabei das Verhältnis der abgegebenen Wärmeenergie der Wärmepumpe in kWh zur aufgenommenen elektrischen Energie in kWh an. Nicht zu verwechseln ist der COP-Wert mit der unter Einbaurandbedingungen ermittelten Jahresarbeitszahl (JAZ); Nur die JAZ erlaubt eine objektspezifische Aussage zur Effizienz des installierten Wärmepumpensystems.

Dachdämmung

Das Dach ist der obere Abschluss eines Gebäudes, durch welches das Innere eines Gebäudes vor Witterungseinflüssen wie Schnee, Regen, Wind und Sonne geschützt wird. Unterschieden werden Steil- oder geneigte Dächer und Flachdächer. Die Dachfläche kann gleichzeitig auch obere Systemgrenze der energetischen Gebäudehülle sein. Wenn dies der Fall ist, ist die Dachfläche gem. den Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu dämmen. Hierfür werden drei Varianten unterschieden, die auch kombinierbar sind: - Aufdachdämmung - Zwischensparrendämmung - Unterdachdämmung Gerade bei gut gedämmten Gebäuden ist die Materialwahl für die Dachdämmung im Hinblick auf den sommerlichen Wärmeschutz von besonderer Bedeutung.

Erdwärmepumpe

Eine Erdwärmepumpe ist eine Maschine , die das niedrigere Temperaturniveau eines Quellmediums (Sole oder Wasser) über einen Wärmeübertrager (Erdsonden) aufnimmt, in einem geschlossenen, mit einem Kältemittel gefüllten separaten Wärmepumpenkreis durch technische Arbeit auf ein höheres Temperaturniveau bringt und dieses höhere Temperaturniveau wiederum über einen Wärmeübertrager an den Gebäudeheizkreis abgibt. Die erforderliche technische Arbeit wird dabei in der Regel durch einen elektrisch betriebenen Verdichter erbracht.

Energieeinsparungsgesetz (EnEG)

Das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) zielt darauf ab, in Gebäuden nur so viel Energie zu verbrauchen, wie jeweils notwendig ist, um das Gebäude zweckdienlich zu nutzen, z.B. behagliche Innenraumtemperaturen. Das EnEG ermächtigt die Bundesregierung, Verordnungen zu erlassen, z.B. die Energieeinsparverordnung (EnEV). Dabei zielt das EnEG insbesondere auf den Wärmeschutz der Gebäudehülle von Neubauten und bestehenden Gebäuden sowie eine effiziente Anlagentechnik einschl. deren Betrieb ab. Das aktuell geltende EnEG wurde 2005 verabschiedet.

Energiequelle Gas

Unterschiede Erd-/Flüssiggas Erdgas ist eine Mischung aus verschiedenen Gasen und steht als leitungsgebundener Brennstoff abnahmefertig aus dem Versorgungsnetz zur Verfügung; eine Bevorratung ist nicht erforderlich. Vorteile einer Erdgasversorgung • keine Lagerhaltung, man muss sich um nichts kümmern • saubere Verbrennung, gegenüber anderen fossilen Brennstoffen geringe CO2 und SO2-Emmission • kein Geruch, keine Grundwassergefährdung • monatliche Abschläge, keine Vorkasse beim Brennstoffeinkauf • keine Versicherungskosten oder TÜV-Kosten, z.B. für Tanklagerung Nachteile einer Erdgasversorgung • keine Möglichkeit zu Spontaneinkäufen („Schnäppchen“) • teilweise Probleme mit der Methanzahl durch Probleme mit „Strecken“ bzw. „Verlängern“ des Brennstoffs durch Luft • Umrechnung des Verbrauchs von gemessenen m³ in kWh • Abhängigkeit vom Versorgungsnetz und Anbietern Flüssiggas ist eine Mischung aus Propan (C3H3) und Butan (C4H10) und kommt fast immer dort zum Einsatz, wo keine leitungsgebundene Erdgasversorgung zur Verfügung steht. Flüssiggas bedarf einer Bevorratung, die in geeigneten Behältern (Flaschen, Tanks) erfolgen muss. Sowohl Erdgas als auch Flüssiggass werden zum Heizen und zur Warmwasserbereitung, aber auch zum Grillen, Kochen, Kühlen, Beleuchten und Wäsche trocknen verwendet.

Energiebezugsfläche bzw. Gebäudenutzfläche AN

Die Gebäudenutzfläche beschreibt fiktiv die im beheizten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende, nutzbare Fläche. Sie wird gemäß EnEV pauschal mit dem Faktor 0,32 aus dem beheizten Gebäudevolumen ermittelt und ist daher nicht mit der Wohnfläche eines Gebäudes vergleichbar.

Energiebedarf

Energiemenge, die unter genormten Bedingungen (z.B. mittlere Klimadaten, definiertes Nutzerverhalten, zu erreichende Innentemperatur, angenommene innere Wärmequellen) für Beheizung, Lüftung und Warmwasserbereitung (nur Wohngebäude) zu erwarten ist. Diese Größe dient der ingenieurmäßigen Auslegung des baulichen Wärmebedarfs von Gebäuden und ihrer technischen Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung sowie dem Vergleich der energetischen Qualität von Gebäuden. Der tatsächliche Verbrauch weicht in der Regel wegen der realen Bedingungen vor Ort (z.B. örtliche Klimabedingungen, abweichendes Nutzerverhalten) vom berechneten, normativen Bedarf ab.

Endenergieverbrauch

Der Endenergieverbrauch ist die vom Eigentümer oder Mieter als Endverbraucher individuell verbrauchte Endenergie, z.B. die in der Jahresrechnung in Kilowattstunden ausgewiesene Strom- oder Gasmenge.

Endenergiebedarf QE

Endenergiemenge, die den Anlagen für Heizung, Lüftung, Warmwasserbereitung und Kühlung zur Verfügung gestellt werden muss, um die normierte Raum-Innentemperatur und die Erwärmung des Warmwassers über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht die für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelung usw.) benötigte Hilfsenergie (meist in Form von Strom) mit ein. Die Endenergie wird an der „Schnittstelle“ Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Endenergiemenge dar, die dem Verbraucher (Eigentümer bzw. Mieter) geliefert und mit ihm abgerechnet wird. Der Endenergiebedarf ist deshalb eine für den Verbraucher besonders wichtige Angabe.

Förderschnecke (Pellets)

Die Pellets-Austragung mit einer gewendelten Förderschnecke vom Lager zum Kessel ist neben der Saugförderung das gängigste automatische Fördersystem. Die Schneckenförderung ist kostengünstiger und geräuschärmer als ein Saugsystem und zeichnet sich durch eine kontinuierliche und schonende Austragung der Pellets aus. Sie kommt allerdings nur dort zum Einsatz, wo vom Lager zum Kessel lediglich kurze Entfernungen zu überbrücken sind.

Flüssiggas

Flüssiggas ist eine Mischung aus Propan (C3H3) und Butan (C4H10) und kommt fast immer dort zum Einsatz, wo keine leitungsgebundene Erdgasversorgung zur Verfügung steht. Flüssiggas bedarf einer Bevorratung, die in geeigneten Behältern (Flaschen, Tanks) erfolgen muss. Flüssiggas wird wie Erdgas zum Heizen und zur Warmwasserbereitung, aber auch zum Grillen, Kochen, Kühlen, Beleuchten und Wäsche trocknen verwendet.

Flächenheizung

Flächenheizung/-kühlung ist ein Oberbegriff für verschiedene Heizungs- und Kühlungsvarianten, die die Wärme über die Flächen der Bauteile eines Gebäudes abgeben oder aufnehmen. Die einzelnen Varianten gliedern sich wie folgt: • Fußbodenheizung/-kühlung • Wandheizung/-kühlung • Deckenheizung/-kühlung • Bauteilheizung/-kühlung, u.a. Betonkernaktivierung Zur Anwendung kommen wassergeführte System oder Elektroheizbänder. Die Verlegung erfolgt im Nass- oder Trockenverfahren als Dick- oder Dunnbettsystem. Dünnbettsysteme sind wegen ihrer geringen Aufbauhöhe besonders für die Nachrüstung in Bestandsgebäuden geeignet. Alternativ werden auch Einfräsverfahren angeboten, die jedoch besondere Anforderungen an den vorhandenen Estrich stellen. Flächenheizungen wirken über Strahlungswärme und erhöhen die Behaglichkeit dadurch, dass sie Bauteile erwärmen, statt die Wärme direkt an die Raumluft abzugeben. Durch die dafür notwendigen niedrigen Systemtemperaturen (Niedertemperaturheizsystem) eignen sie sich besonders für Brennwerttechnik, Wärmepumpenheizung und beim Einsatz in Verbindung mit Solarthermie

Hygienische Mindestluftwechselrate

Die hygienische Mindestluftwechselrate liegt bei etwa 0,3/h; Grundlage ist die DIN-Norm 1946 Teil 2. Bei nicht ausreichendem Mindestluftwechsel kann es zu erhöhtem CO2-Gehalt, Ansammlung von Schadstoffen und auch zur Geruchsbildung kommen. Personenanzahl und Raumgröße haben hier einen großen Einfluss. Neben dem Behaglichkeitsgefühl ist der Mindestluftwechsel für den baulichen Feuchteschutz wichtig. Der Mindestluftwechsel sorgt für Abfuhr von übermäßig vorhandener Raumluftfeuchte und somit zur Schadensvermeidung. Infiltration der Raumluft durch undichte Stellen in der Gebäudehülle stellen keinen Mindestluftwechsel dar.

Heizungsregelung

Ein Heizungsregler ist ein Gerät zur Regelung von Heizungsanlagen mit dem Ziel, eine vorgewählte Raumtemperatur in allen versorgten Räumen konstant zu halten. Richtig eingesetzte und eingestellte Heizungsregler sorgen für einen energiesparenden Heizbetrieb. Moderne Regler sind in der Lage, die Systemtemperaturen bei Warmwasserheizungen (Vorlauftemperatur, Rücklauftemperatur) in Abhängigkeit des Bedarfes zu verändern. Damit wird eine Überversorgung vermieden, die Verteilungsverluste werden minimiert und die Energieeffizienz moderner Wärmeerzeuger gesteigert (Brennwertgeräte, Wärmepumpen, Solaranlagen). Darüber hinaus bieten sie zeitabhängige Eingriffsmöglichkeiten, wie Abwesenheitsbetrieb, Nachtabschaltung oder Nachtabsenkung. Sie sorgen beim Erreichen der Heizgrenze für das Abschalten der Heizungsanlage. Unterschieden werden raumtemperaturgeführte Reglung, außentemperaturgeführte Regelung und eine Regelung über die Temperaturdifferenz Vorlauf/Rücklauf.

Heizkörper

Im Gebäudebereich sind Heizkörper (auch „freie Heizflächen“ genannt) Bestandteil des Heizungssystems und für die Wärmeübergabe in der Prozesskette Wärmeerzeugung – Wärmespeicherung - Wärmeverteilung - Wärmeübergabe verantwortlich. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Luftströmung (Konvektion) und Strahlung. Entscheidend für die Wärmeübertragungsleistung sind Fläche und Vorlauftemperatur. Heizkörper kann man nach verschiedenen Kriterien unterscheiden: • Werkstoff: z.B. Gussheizkörper, Stahlheizkörper. • Energieträger: z.B. Warmwasserheizkörper, Elektroheizkörper, direktbefeuerte Strahlungsheizkörper. • Aufstellung und Anordnung: z.b. Heizkörper für Wandmontage, Bodeneinbau, mobilen Einsatz. • Bauart und Wärmeübertragung: z.B. Radiatorheizkörper, Gliederheizkörper, Flachheizkörper (Plattenheizkörper), Konvektorheizkörper (auch mit Gebläseunterstützung), Sockelleistenheizkörper, Röhrenheizkörper, Badheizkörper (Handtuchwärmer), Designheizkörper. Auslegung und Dimensionierung eines Heizkörpers erfolgt anhand des ermittelten Raumwärmebedarfs, der geplanten oder gegebenen Systemtemperaturen (Vorlauf/Rücklauf) und der gewünschten Raumtemperatur.

Hausanschlusskasten

Über den Hausanschlusskasten ist ein Gebäude an das öffentliche Stromnetz angeschlossen. Eine Hauptleitung führt von dort aus über den Zählerkasten, zur Verteilung bzw. mehreren Unterverteilungen.

Interne Wärmegewinne QI

Unter Internen Wärmegewinnen versteht man die im Inneren eines Gebäudes durch Personen, Beleuchtung, Elektrogeräte usw. entstehende Wärme aus Energieumwandlungsprozessen, die in der Gebäude-Energiebilanz als Wärmegewinn rechnerisch berücksichtigt wird.

KWK-Gesetz

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) regelt unter anderem Anschluss-, Abnahme- und Vergütungspflichten, Zulassungen und Zuschlagzahlungen von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung. Der Zweck des Gesetzes ist in §1 definiert: „Zweck des Gesetzes ist es, einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung in der Bundesrepublik Deutschland auf 25 Prozent durch den befristeten Schutz, die Förderung der Modernisierung und des Neubaus von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen), die Unterstützung der Markteinführung der Brennstoffzelle sowie die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärmenetzen, in die Wärme aus KWK-Anlagen eingespeist wird, im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung zu leisten.“

Kondensat

Brennwertheizungen nutzen die entstehende Kondensationswärme zusätzlich zum Heizen. Dabei fällt flüssiges schwefelhaltiges Kondensat an, das über das häusliche Abwasserrohrnetz abgeführt werden muss. Sofern kein freier Ablauf möglich ist, muss ein Kondensatbehälter mit einer Kondensatpumpe installiert werden. Übrigens: Je mehr Kondensat im Heizungsbetrieb anfällt, desto besser ist der Brennwerteffekt und das damit verbundene Einsparpotenzial. Wenn erforderlich, erfolgt die Neutralisation des Kondensats in speziellen Neutralisationsboxen, die mit neutralisierendem Granulat gefüllt sind. Wann eine Neutralisation erforderlich ist, weiß der Heizungsfachmann.

Kompaktstation

Die Kompaktstation oder auch Übergabestation ist der Empfänger der Fernwärme im Haus. Hier endet das Rohrsystem, das die Fernwärme vom Kraftwerk aus liefert. Die Station enthält den Wärmeüberträger, der die Wärme des Fernwärmewassers auf das Heizungs- und Brauchwasser des Haushalts überträgt. Die standardisierte Kompaktstation wird für Ein- und Mehrfamilienhäuser gleichermaßen eingesetzt. Sie hat die Größe eines Reiskoffers und wird wandhängend installiert.

kfW-60-Haus

Der Begriff KfW-60-Haus bezeichnet einen alten KfW-Förderstandard. Die Zahl 60 gab dabei den maximal zulässigen Primärenergiebedarf je Quadratmeter Gebäudenutzfläche an. Dieser Förderstandard wurde durch das KfW-Effizienzhaus abgelöst, z.B. KfW-Effizienzhaus 85. Die Zahl 85 gibt hier an, wie viel Prozent geringer der Primärenergiebedarf gegenüber einem vergleichbaren Neubau auf dem gesetzlichen Mindest-Standard der EnEV (=100) ist; hier also ein 15% geringerer Primärenergiebedarf.

Luftwechselrate n50

Die Luftwechselrate n50 ist ein Maß für die Luftdichtheit eines Gebäudes. Diese Zahl ergibt sich aus dem Luftvolumenstrom, der sich pro Stunde einstellt, wenn eine Druckdifferenz von 50 Pascal aufrechterhalten wird, dividiert durch das Gebäudeluftvolumen. Je kleiner die Zahl ist, desto luftdichter ist das Gebäude. Für Gebäude ohne raumlufttechnische Anlagen ist eine Luftwechselrate n50 ≤ 3, für Gebäude mit raumlufttechnischen Anlagen n50 ≤ 1,5, für Passivhäuser n50 ≤ 0,6 vorgeschrieben. Die Luftdichtheitsmessung erfolgt im Differenz-Druckverfahren.

Lüftungs-Wärmeverluste QV

Lüftungs-Wärmeverluste im Gebäude entstehen durch Öffnen von Fenstern und Türen, aber auch unkontrolliert durch luftundichte Stellen in der energetischen Gebäudehülle. In der Gebäude-Energiebilanz nach Energieeinsparverordnung (EnEV) sowie in der Heizlastberechnung werden Lüftungs-Wärmeverluste für das beheizte Raumluftvolumen mit einer vorgegebenen Luftwechselrate berücksichtigt.

Lüftung, kontrollierte

Bei der kontrollierten Lüftung wird der notwendige Luftaustausch im Gebäude durch Ventilatoren mechanisch sichergestellt. Unterschieden werden reine Abluftanlagen und Zu- und Abluftanlagen mit oder ohne Wärmerückgewinnung. Auf die örtlichen, baulichen und technischen Randbedingungen zugeschnitten bietet der Markt zentrale, dezentrale oder raumweise Systeme. Ergänzend zu den üblichen Zeitsteuerungen sind auch sensorgesteuerte Regelungen, z.B. feuchte- oder CO2-gesteuert, verfügbar.

Lagerung von Flüssiggas: was gilt es zu beachten?

Flüssiggas ist ein sicherer, mobiler und sehr leistungsfähiger Energieträger – unter der Voraussetzung, dass sachgerecht damit umgegangen wird. Dazu gehört an erster Stelle die Qualität des Flüssiggasbehälters. Dieser muss über ein CE-Prüfsiegel und zahlreiche Schutzmechanismen verfügen – z.B. Sicherheitsventile zum Ablassen von zu hohem Druck oder Armaturenhauben, die alle Bedienelemente jederzeit vor Witterung oder unsachgemäßem Gebrauch schützen. Moderne Befüllungstechniken gewährleisten, dass nie mehr als die angegebene Menge Gas in den Behälter kommt. Ebenso wichtig für die Sicherheit der Anlage ist eine sachgerechte Planung im Vorfeld. So dürfen sich keinerlei Zündquellen in unmittelbarer Nähe befinden, weder beim Aufstellen noch beim Befüllen. Vorgeschrieben sind Sicherheitskontrollen in vorgegebenen Prüfintervallen: Flüssiggastanks bis 5000 Liter z.B. müssen alle zwei Jahre durch eine “befähigte Person” überprüft werden. Diese “äußere Prüfung bezieht sich auf die Dichtheit und den Zustand der Ausrüstungsteile. Auch die Unversehrtheit der Wandung und die Aufstellbedingungen werden überprüft. Wichtig: Sofern noch nicht erfolgt sind vorhandene Druckregler mit einem Sicherheitsabsperrventil (SAV) und Sicherheits-Abblaseventil (SBV) nachzurüsten.

Neutralisation von Brennwertkondensat

Das beim Brennwertkessel anfallende Kondensat hat einen sauren pH-Wert und kann nicht in jedem Fall direkt ins Abwasser eingeleitet werden. Wenn nötig, erfolgt die Neutralisation des Kondensats in speziellen Neutralisationsboxen, die mit neutralisierendem Granulat gefüllt sind. Wann eine Neutralisation erforderlich ist, weiß der Heizungsfachmann. Informationen bietet auch die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) in ihrem Arbeitsblatt DWA-A 251. Das Arbeitsblatt ist für 29 Euro direkt bei der DWA erhältlich.

Nichtwohngebäude

Hochbauten, die überwiegend Nichtwohnzwecken dienen. Als Nichtwohnzwecke gelten z.B. gewerbliche, landwirtschaftliche, soziale, kulturelle oder Verwaltungszwecke. Zu den Nichtwohngebäuden zählen Anstaltsgebäude, Büro- und Verwaltungsgebäude, nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude, landwirtschaftliche Betriebsgebäude und "sonstige Nichtwohngebäude". Unter "sonstigen Nichtwohngebäude" werden Universitäts- und Hochschulgebäude, Gebäude von Sportanlagen, Theater, Kirchen und Kulturhallen verstanden. Wird mindestens die Hälfte der Gesamtnutzfläche für Wohnzwecke genutzt, so gilt das Gebäude als Wohngebäude. Bauten, die nicht von Wänden umschlossen sind, und freistehende selbständige Konstruktionen gelten nicht als Gebäude und entsprechend auch nicht als Nichtwohngebäude.

Niedertemperaturheizung

Die Niedertemperaturheizung arbeitet mit Vorlauftemperaturen unter 70 Grad Celsius. Der Niedertemperaturkessel ist der Nachfolger des Konstanttemperaturkessels, der mit Vorlauftemperaturen von 70 bis 90 Grad arbeitet. Beide Systeme entsprechen nicht mehr dem heutigen Stand der Technik und werden nach und nach von Brennwertsystemen oder anderen Heizsystemen abgelöst.

Niedrigstenergiehaus

Der Begriff des Niedrigstenergiehauses wurde durch die Neuauflage der europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) im Jahr 2010 eingeführt. Sucht man allerdings eine Definition dieses Begriffes, so scheitert man ebenso wie beim Niedrigenergiehaus an der Vielzahl der verfügbaren Auslegungen. Entsprechend der Zielvorgabe der EPBD ist ein Niedrigstenergiehaus „Ein Gebäude, das eine sehr hohe … Gesamtenergieeffizienz aufweist. Der fast bei Null liegende oder sehr geringe Energiebedarf sollte zu einem ganz wesentlichen Teil durch Energie aus erneuerbaren Quellen – einschließlich Energie aus erneuerbaren Quellen, die am Standort oder in der Nähe erzeugt wird – gedeckt werden.“. Diese Definition klärt zwar nicht alle Zweifel, dürfte das Niedrigstenergiehaus aber wohl irgendwo zwischen Nullenergiehaus und Passivhaus positionieren. Wie man das in der deutschen Politik sieht, werden wir wohl im Jahr 2012 mit der Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sehen, da die Vorgaben der EPBD in nationales Recht umzusetzen sind. In Artikel 9 fordert die EPBD 2010 für die Mitgliedsstaaten, dass „bis 31. Dezember 2020 alle neuen Gebäude Niedrigstenergiegebäude sind“.

Nutzenergie

Nutzenergie ist allgemein die Form der Energie für die angestrebte Nutzungsart (siehe Ziffern 2.1 und 2.2), also in Form von Wärme (z.B. zum Kochen oder Heizen), Licht (z.B. bei Glühlampen), Kraft (z.B. bei elektrischen Maschinen), Bewegung (z.B. beim Kfz) usw., die der Endverbraucher eigentlich nutzen möchte. In der Gebäude-Anlagentechnik ist die Nutzenergie die Energiemenge, die zur Beheizung eines Gebäudes sowie zur Warmwasserbereitung unter Berücksichtigung definierter Vorgaben erforderlich ist. Berücksichtigt werden hierbei die nutzbaren solaren und internen Wärmegewinne sowie die Transmissions- und Lüftungs-Wärmeverluste.

Primärenergieträger

siehe Primärer Energieträger

Primäre Energieträger

Primärenergiebedarf QP

Der Primärenergiebedarf ist das Hauptergebnis der Energiebedarfsberechnung nach Richtlinie 2002/91/EG (EPBD, Energieeffizienzrichtlinie), die zur Berechnung der CO2-Emissionen als Faktor der Umweltbilanz dient. Besondere Bedeutung hat der Wert bei der Ermittlung und Beurteilung des Heizenergiebedarfs bei Gebäuden. Die deutsche Energieeinsparverordnung (EnEV) etwa bestimmt für den Primärenergiebedarf Obergrenzen, die bei der Gebäudeerrichtung eingehalten werden müssen. Der Primärenergiebedarf ist eine fiktive Energiemenge, die neben dem Energieinhalt des Brennstoffes und der Hilfsenergie für die Anlagentechnik mit Hilfe der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren auch die Energiemenge einbezieht, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung des jeweils eingesetzten Energieträgers (vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes) benötigt wird.

Primärenergiekosten

Primärenergiekosten Die Primärenergiekosten eines Brennstoffs werden aus dem Primärenergiebedarf bzw. –verbrauch und den spezifischen Brennstoffkosten ermittelt, um klimaschutzrelevante Kostenvergleiche anstellen zu können. Besonders interessant für die Bewertung ist dies bei der Zusammensetzung des Strom-Mixes, der sich aus wechselnden Anteilen mehrere Brennstoffen mit unterschiedlichen Primärenergiefaktoren zusammensetzt.

Schimmelpilz

Im Lebensmittelbereich oft ein Genuss sind Schimmelpilze im Gebäude mit Ihren negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Nutzer, die Optik und die Bausubstanz unerwünscht. Zur Entstehung von Schimmelpilz kann man sich merken: Temperatur, Sauerstoffangebot, Nährstoffangebot pH-Wert usw. sind aus Sicht der Mikroorganismen im Gebäude immer an ausreichend großen Stellen und in zufrieden stellender Größenordnung vorhanden. Allein die Frage, ob ausreichend viel Feuchtigkeit vorhanden ist, ist ausschlaggebend dafür, ob Mikroorganismen wachsen könnten und werden.

Schornsteinsanierung

i.d.R. erforderlich bei Sanierung der Heizungsanlage; Verringerung des Querschnittes, Auftrieb bei geringeren Abgastemperaturen; Anforderung der Materialwahl: Beständigkeit gegen Versottung und Hitze. BSM bei geplanten Maßnahmen vorab einbinden.

Sekundärenergie

Primärenergie (Sonnenenergie, Erdwärme, Kohle etc.), die in eine nutzbare Energieform überführt wurde (elektrische/thermische Energie). Auch aufbereitete Brennstoffe wie Briketts, raffiniertes Erdöl oder aufbereitetes Erdgas werden als Sekundärenergie bezeichnet.

Solare Wärmegewinne QS

Das durch die Fenster eines Gebäudes – insbesondere die mit Südausrichtung – einstrahlende Sonnenenergie wird im Innenraum größtenteils in Wärmenergie umgewandelt und kann daher bei der Ermittlung des Heizwärmebedarfs in der Energiebilanz mit angesetzt werden.

Sonnenschutzverglasung

Sonnenschutzverglasung reduziert die Sonneneinstrahlung in ein Gebäude. Das spezielle Flachglas reflektiert und absorbiert die Sonnenenergie, der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) beträgt je nachausführung 0,20 – 0,48 (=20 - 48%). Ein starkes Aufheizen kann so verhindert werden, was insbesondere bei gut gedämmten Gebäuden vermieden werden muss. Sonnenschutzgläser sind gleichzeitig lichtdurchlässig.

Speicherfähigkeit von Materialien

Für die Behaglichkeit im Winter und den sommerlichen Wärmeschutz gegen eine Aufheizung des Gebäudes ist der c-Wert von großer Bedeutung: Dieser Wert gibt als spezifische Wärmespeicherkapazität an, welche Wärmeenergie erforderlich ist, um die Temperatur eines Stoffes um 1 K zu erhöhen (J/kg K). Baustoffe mit hoher Wärmespeicherfähigkeit heizen sich langsamer auf, was gut für den sommerlichen Wärmeschutz ist; andererseits geben Sie die gespeicherte Wärme gerade bei gedämmten Gebäuden aber auch langsam wieder an die Raumluft ab, was sich positiv auf die Behaglichkeit auswirkt und ein Barackenklima vermeidet.

Tauwasser

Der Begriff Tauwasser bezieht sich im Baubereich auf frei werdendes Kondenswasser bei der Abkühlung von Raumluft, welches sich an Bauteiloberflächen niederschlägt und dort bei längerer Bauteilbefeuchtung zu Schimmelpilzbefall führen kann.

Thermische Behaglichkeit

Wenn man eine Umgebungstemperatur unter Berücksichtigung der Körpertemperatur und Aktivität als angenehm warm empfindet, spricht man in Fachkreisen von „thermischer Behaglichkeit“. Diese ist in der Behaglichkeitsnorm DIN EN 7730 beschrieben. Die thermische Behaglichkeit ist neben dem menschlichen Empfinden abhängig von Faktoren wie Strahlungsunterschieden und thermischen Strömungen. Die thermische Behaglichkeit gilt als ein Qualitätsmerkmal von Heizungs- und Klimasystemen. Die VDI-Richtlinie 6030 definiert dazu Vorgaben im Heizungsbereich.

Trinkwarmwasserbedarf QTW

Trinkwarmwasserbedarf QTW Der Trinkwarmwasserbedarf wird entweder detailliert auf Grund der Gebäude-Nutzung (Anzahl der Personen, Temperatur u.ä.) oder pauschal nach EnEV über die Größe der Gebäudenutzfläche ermittelt.

Übergabestation

Die Übergabestation ist das Bindeglied zwischen Nah-/Fernwärmesystem und Hausanlage. Sie dient zur bestimmungsgemäßen Übergabe der Nah- oder Fernwärme an die Hausanlage. Unterschieden wird zwischen direkten und indirekten Übergabestationen, je nachdem, ob das Nah-/Fernwärmewasser die Hausanlage durchströmt oder nicht.

Uf-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterrahmens (f = frame).als ein Bestandteil des Fenster-U-Wertes.

Unabhängiger Energieberater

Ein unabhängiger Energieberater berät neutral und produktunabhängig. Er ist nur Ihnen als Auftraggeber verpflichtet. Nur ein unabhängiger Energieberater darf als Sachverständiger die geforderten Erklärungen zu KfW-Förderanträgen abgeben. Eine unabhängiger Energieberater finanziert sich nicht über Produktprovisionen, sondern erhält sein Berater-Honorar ausschließlich vom Auftraggeber. Daher ist eine unabhängige Energieberatung grundsätzlich honorarpflichtig.

Vakuumröhrenkollektor

Ein Vakuumröhrenkollektor ist ein Sonnenkollektor-Typ und gehört damit zu den möglichen Bestandteilen einer solarthermischen Anlage zur Wärmegewinnung. Er besteht aus einer transparenten Abdeckung und nebeneinander liegenden luftleeren Röhren, in deren Inneren ein Absorber liegt. Der Absorber nimmt die Sonnenenergie auf und wandelt sie in Wärme um. Im Vakuum wird die Sonnenwärme gespeichert und sofort unter geringsten Verlusten an eine umströmende Wärmeflüssigkeit abgegeben. Diese wiederum erwärmt über einen Wärmetauscher das Wasser zum Heizen und für den Haushalt. Vakuumröhrenkollektoren haben einen etwa 30% höheren Wirkungsgrad als Flachkollektoren und sind damit die derzeit effizientesten Kollektoren. Sie können höhere Wassertemperaturen erzielen und gelten als besonders geeignet zur Heizungsunterstützung, nicht nur zur Warmwasserbereitung. Allerdings sind sie in der Anschaffung deutlich teurer.

Valutabestätigung

Wird bei einer Umschuldung/Anschlussfinanzierung benötigt. Die abzulösende Bank gibt eine verbindliche Erklärung über die Höhe der noch bestehenden Restschuld zu einem bestimmten Termin ab und gibt Auskunft über den Verlauf des Darlehens.

Variabler Zins

Veränderlicher Zins, der während der Laufzeit eines Darlehens an den aktuellen Marktzins angepasst wird. Der Darlehensnehmer kann das Darlehen unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten jederzeit kündigen.

Vario-Darlehen

Ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Zinsobergrenze. Der Zinssatz wird alle 6 Monate dem aktuellen Zinsniveau entsprechend dem EURIBOR angepasst. Die Zinsobergrenzen werden je nach Laufzeit (5,8 und 10 Jahre) festgelegt.

Verbrennungsluftverbund (Raumluftverbund)

Bei einer raumluftabhängigen Verbrennungsluftzufuhr reicht das Luftvolumen eines Raumes meistens nicht aus, um die notwendige Verbrennungsluftzufuhr sicherzustellen. Daher werden mehrere Räume raumlufttechnisch untereinander verbunden, z.B. durch Türsiebe, Unterschneiden der Türblätter, Wanddurchbrüche o.ä.

Verbrennungsluftzufuhr

Die kontrollierte Zuführung von für die Verbrennung notweniger Zuluft. Diese ist gerade bei der nach EnEV geforderten luftdichten Bauweise der Gebäudehülle zu planen. Bei Gas-Brennwertheizungen erfolgt die Verbrennungsluftzufuhr oft über ein raumluftunabhängiges Luft-Abgas-System (LAS).

Verbundunternehmen

Verbundunternehmen sind die Energieversorgungsunternehmen, die die deutschen Hoch- und Höchstspannungsnetze (Übertragungsnetze) betreiben. Sie regeln auf der obersten Ebene die Netzstabilität. Ihre Stromkunden sind vor allem Regionalverteiler und Stadtwerke, teilweise auch Industriebetriebe sowie gewerbliche und private Endkunden.

Verkehrswert

Der Verkehrswert ist der zur Zeit am Markt erzielbare Preis einer Immobilie.

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen werden staatlich geförderte Zuzahlung bzw. Prämien genannt, welche vom Arbeitgeber auf bestimmte Sparverträge des Arbeitnehmers direkt vom Bruttolohn überwiesen werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die vermögenswirksamen Leistungen direkt an das Institut (z. B. Bausparkasse oder Versicherungsunternehmen) zu überweisen, mit welchem der Sparvertrag abgeschlossen wurde.
Der staatliche Zuschuss wird Prozentual auf den jährlichen Sparbetrag berechnet. Die Höhe des Prozentsatzes hängt von der Art des Sparvertrages ab. Maximal wird ein jährlicher Sparhöchstbetrag in Höhe von 480 Euro vom Staat gefördert. Meist sind diese Sparverträge mit einer Sperrfrist ausgestattet, da der Hauptförderungsgrund die dauerhafte Vermögensbildung ist.

Arbeitnehmersparzulage

Versorgungszuverlässigkeit

Fähigkeit eines Netzes, seine Versorgungsaufgabe unter vorgegebenen Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne zu erfüllen.

Verwandtendarlehen

Darlehen, das innerhalb der Familie entgeltlich zur Verfügung gestellt wird.

Volltilgerdarlehen

Annuitätendarlehen, das durch seine hohe Tilgung innerhalb der Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird.

Volt

Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Namensgeber ist der italienische Physiker Alessandro Volta.

Vorfälligkeitsentschädigung/-entgelt

Die Vorfälligkeitsentschädigung fällt grundsätzlich an, wenn ein Darlehen innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird. Die Höhe der Entschädigung ist im Vorfeld nicht definierbar. Der Kunde muss diese bei der zuständigen Bank zum Zeitpunkt der Rückzahlung anfragen.

Vorfälligkeitsschutz

Wenn z. B. aufgrund eines berufsbedingten Umzuges der Darlehensnehmer die grundpfandrechtlich abgesicherte Immobilie während der Zinsbindungsfrist verkaufen muss, und somit das Darlehen vorzeitig zurückführt, fällt in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Mit dem Vorfälligkeitsschutz bzw. einer Vorfälligkeitsversicherung kann man solche Fälle bereits bei Abschluss des Darlehens absichern, so dass keine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückführung fällig wird.

Vorkaufsrecht

Das Vorkaufsrecht wird in Abt. II des Grundbuches eingetragen. Ein Vorkaufsrecht räumt dem Berechtigten die Möglichkeit ein, das Objekt zu erwerben.

Vorlasten

Als Vorlasten werden Rechte im Grundbuch in Abteilung III verstanden, welche im vorrangigem Verhältnis stehen als das neu einzutragende Recht.

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur des Heizungswassers vom Kessel oder Speicher zu den Wärmeübergabestellen (Heizkörper, Fußbodenheizung usw.).

Vorratsdarlehen

Das Vorratsdarlehen wird auch Forward-Darlehen genannt. Umschuldung eines Darlehens, bei dem der Ablösetermin mindestens 12 und max. 60 Monate in der Zukunft liegt. Die Finanzierungspartner berechnen für den Vorratszeitraum einen individuellen Zinsaufschlag. Vorteil für den Darlehensnehmer: Er kann sich bereits heute den Zinssatz für die Zukunft sichern. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren sie mehr über das Forward-Darlehen.

Wärme

Wärme ist die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Wärme ist somit eine Energieform

Wärmebrücken (nicht „Kältebrücken“!)

Als Wärmebrücken werden örtlich begrenzte Stellen in der wärmeübertragenden Gebäudehülle bezeichnet, die im Vergleich zu den angrenzenden Bauteilbereichen eine höhere Wärmestromdichte aufweisen. Daraus ergeben sich erhöhte Wärmeverluste sowie eine reduzierte Oberflächentemperatur des Bauteils in dem betreffenden Bereich. Gerade an Gebäude-Innenflächen im Bereich von Wärmebrücken kommt es daher bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Raumluft zuerst zu Kondensatbildung auf der Bauteiloberfläche mit den bekannten Folgeerscheinungen wie z.B. Schimmelpilzbefall. Typische Wärmebrücken sind z.B. auskragende Balkonplatten, Heizkörpernischen, Fensteranschlüsse an Leibungen und Gebäude-Außenecken.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS), im Volksmund auch als Vollwärmeschutz bezeichnet, besteht aus einer Dämmschicht und einer Wetterschicht, die fest miteinender verbunden sind und auf der kalten Seite einer tragenden Wand angebracht werden.

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

U-Wert (früher k-Wert)

Wärmegesetz bei Neubau ab 2009 Pflicht

Neben der EnEV ändert sich für Bauherren 2009 noch etwas. Mit Beginn des Jahres ist das Wärmegesetz in Kraft getreten. Es verpflichtet Bauherren unter anderem dazu, regenerative Energien zur Wärmeversorgung zu nutzen. Wer dies nicht will, muss dafür andere klimaschonende Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel das Haus stärker dämmen, als in der EnEV vorgeschrieben, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage nutzen.

Wärmekraftwerk

Unter diesen Begriff fallen alle Kraftwerke, in denen durch Verbrennung oder Kernspaltung Wärme entsteht. Diese Wärme wird genutzt, um Wasser in Dampf zu verwandeln, der eine Turbine antreibt.

Wärmeleitfähigkeit

Je weniger Wärme weggeleitet wird, desto besser die Dämmwirkung. Die Effektivität des Dämmstoffes wird durch die Wärmeleitfähigkeit, den λ-Wert (W/mK) angegeben. Dieser Wert gibt die Wärmeleistung (W) an, welche im Beharrungszustand durch 1 m2 Fläche und eine 1 m dicke Schicht bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin übertragen wird. Je kleiner der λ-Wert, umso effektiver der Dämmstoff. Die Wärmeleitfähigkeit der gebräuchlichsten Dämmstoffe liegt zwischen 0,025 und 0,040 W/mK. Die Wärmeleitfahigkeit λ von Wärmedammstoffen ist im Wesentlichen abhängig von
– der Wärmeleitfahigkeit des Grundstoffs
– der Anzahl, Anordnung und Größe der Poren
– der Rohdichte
– der Feuchtigkeit des Wärmedammstoffs.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein besonders umweltfreundliches Heizsystem. Unter der Ausnutzung von Umgebungswärme entstehen aus einem kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme. Im Prinzip funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Wärmeschutzverglasung

Eine moderne Wärmeschutzverglasung bietet auch Schutz vor Aufheizung, so dass oft auf eine Klimaanlage verzichtet werden kann. Erreicht wird dies durch eine unsichtbare Schicht auf der Scheibe, die die Wärmestrahlung reflektiert sowie durch eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum, die den Wärmeübergang reduziert. Mehr zu Wärmeschutzverglasung

Wärmetauscher

Im Wärmetauscher wird die Wärmeenergie vom Quellwärmeträger auf den Zielwärmeträger übertragen. Die Medien sind dabei gasförmig oder flüssig. In einer Lüftungsanlage handelt es sich um einen Luft-Luft-Wärmetauscher, weil die Wärme der Abluft darin auf die zugeführte Frischluft übertragen wird. Wärmetauscher gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, ihre Effizienz spielt bei der Wärmerückgewinnung eine entscheidende Rolle.

Wandheizung

Die Wandheizung wird der Klasse der Flächenheizungen zugeordnet. Wandheizungen haben einen hohen Strahlungsanteil und eignen sich für die Erwärmung eines Raumes über eine ausreichend große, homogene Fläche. Zu unterscheiden sind wassergeführte und strombetriebene Systeme.

Wärmebildkamera

Mit Wärmebildkamera meint der Volksmund in der Regel eine Infrarot-Thermografiekamera, die für die Erstellung von Thermogrammen im Rahmen einer energetischen Schwachstellenanalyse verwendet wird.

Wärmedämmung (nicht „Isolierung“!)

Wichtigste Methode der Energieeinsparung. Durch Dämmung wird die Transmission (Wärmeverluste durch Bauteile) herabgesetzt. Als Wärmedämmung im Baubereich werden Materialien bezeichnet, deren Aufgabe ist, den Wärmedurchgang durch ein Bauteil zu verzögern und im Idealfall sogar zu verhindern. Entscheidend für die Wirksamkeit eines Dämmstoffes ist daher seine Wärmeleitfähigkeit (Lambda). Während bei der Dämmung eines Gebäudes bisher der Wärmedurchgang von innen nach außen (winterlicher Wärmeschutz) im Vordergrund stand, wird zukünftig die Qualität eines Dämmstoffes auch am Wärmedurchgang von außen nach innen (sommerlicher Wärmeschutz) gemessen werden. Wärme übertragende Umfassungsfläche Die Wärme übertragende Umfassungsfläche, auch thermische Hülle oder einfach Gebäudehüllfläche genannt soll das beheizte Gebäudevolumen lückenlos umschließen. Sie besteht üblicherweise aus den Außenwänden einschließlich Fenstern und Türen, der Kellerdecke, der obersten Geschossdecke bzw. der Dachfläche. Diese Gebäudeteile sollten möglichst gut gedämmt (kleiner U-Wert!) sein, weil über sie die Wärme aus dem Gebäude nach außen abgeleitet wird.

Wärmedurchgang

Wärmedurchgangskoeffizient von Fenster und Rahmen

Wärmedurchgangskoeffizienten von Fenster und Rahmen

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw von Fenstern wird bestimmt durch:
- Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens Uf Die Rahmenmaterialgruppe 1 (RMG 1) nach DIN 4108 (Holz, Kunststoff, Holz-Aluminium) weist Uf -Werte von <= 2 W/m²K auf. Der Wärmeschutz der verfügbaren Fensterrahmen weist damit schlechtere Werte gegenüber den möglichen Wärmeschutzverglasungen auf.<br>- Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung Ug:
Eine entscheidende Verbesserung des wärmeschutztechnischen Verhaltens von Mehrscheiben-Isolierglas wird durch infrarotreflektierende Beschichtungen erreicht. In Verbindung mit dem Einfüllen von Spezialgasen in die Zwischenräume wird der Wärmedurchgangskoeffizient von Verglasungen um 50% und mehr reduziert, ohne die Strahlungsdurchlässigkeit gegenüber Licht- und Sonnenenergie zu verschlechtern. Multifunktionsgläser, d.h. Glasprodukte die neben dem Wärmeschutz auch Anforderungen an erhöhten Schallschutz, Einbruchschutz, Durchschusshemmung etc. erfüllen, können aus physikalischen bzw. technologischen Gründen nicht den gleichen Wärmeschutz aufweisen, wie dies bei Glasprodukten mit der alleinigen Funktion Wärmeschutz der Fall ist.Mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasungen werden inzwischen Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,4 bis 0,7 W/m²K erreicht.
- Flächenanteile der beiden Elemente Der Rahmenanteil macht durchschnittlich 30% aus. Im Fensterbau und bei Glas existieren zwei U-Werte: der "Meßwert" und der "amtliche Rechenwert". Hier sollten Sie sich an dem amtlichen Rechenwert halten. Es gibt auch noch den Bilanz-U-Wert, bei dem berücksichtigt werden muss, welche Menge passiver Energie eine Verglasung je nach Himmelsrichtung des Fensters hinzugewinnt.

Wärmegesetz EEWärmeG

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit (Lambda) oder Wärmeleitzahl eines Baustoffes oder Dämmstoffes ist sein Vermögen, thermische Energie („Wärme“) mittels Wärmeleitung zu transportieren. Die (spezifische) Wärmeleitfähigkeit in Watt je Kelvin und Meter ist eine temperaturabhängige Materialkonstante. Die Wärmeleitfähigkeit ist von der Temperaturleitfähigkeit zu unterscheiden, der Geschwindigkeit, mit der sich eine Temperaturveränderung durch den Stoff ausbreitet. Zu beachten ist ferner, dass sich die Wärmeleitfähigkeit ausschließlich auf die Wärmeleitung bezieht, nicht auf Wärmetransport durch Konvektion oder Wärmestrahlung.

Wärmemengenzähler

Ein Wärmemengenzähler misst die durchgeleitete Wärmeenergie, z.B. auf der Heizseite einer Wärmepumpe zur Ermittlung der Jahresarbeitszahl. Es gibt Flügelrad- und Ultraschallzähler. Je nach Einsatzzweck und Anforderung an die Messgenauigkeit sollte der Wärmemengenzähler nach Größe und Art sorgfältig ausgewählt werden.

Wärmepumpe

Wärmepumpen sind Maschinen, die der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder dem Erdreich Wärme entziehen, diese (mit Ausnahme von Absorptionswärmepumpen) über elektrisch oder verbrennungs-motorisch angetriebene Kompressoren von einem niedrigen Temperaturniveau auf ein höheres bringen und damit für Heizzwecke und Warmwasserbereitung nutzbar machen.

Wärmepumpenheizkraftwerk

In einem Wärmepumpenheizkraftwerk wird Heizenergie durch den Einsatz von Wärmepumpen erzeugt.

Wärmerückgewinnung

Der Begriff Wärmerückgewinnung bezeichnet unterschiedliche Verfahren zur Nutzung von Abwärme z.B. aus der Fortluft, die sonst „verloren“ ginge. In der Regel erfolgt der Einsatz solcher Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz, die wiederum ökonomische und ökologische Vorteile bringen kann. Typische Einsatzbereiche im Gebäude sind Lüftungsanlagen oder Warmwasser-Wärmepumpen.

Wärmeschutzglas

Mehrscheiben-Isolierglas (2 oder 3 Flachglas-Scheiben mit umlaufendem Randverbund), das durch eine Glasbedampfung, Edelgasfüllung (Krypton, Argon) oder einen gering wärmeleitenden Randverbund verbesserte Wärmeschutzeigenschaften aufweist.

Wärmeschutzverglasung

Wärmeschutzglas

Wärmeschutzverordnung

Bis 1978 wurde der Wärmeschutz ausschließlich durch die DIN-Norm 4108 geregelt, deren Ansatz nicht die Begrenzung des Energieeinsatzes, sondern eine Vermeidung von Tauwasserausfall ist. 1978 eingeführt regelte die Wärmeschutzverordnung bis 2002 die energetischen Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz, allerdings ausschließlich von Neubauten. Die erforderlichen Nachweise erfolgten durch eine Gegenüberstellung der geplanten zu den maximal zulässigen k-Werten (heute U-Wert). Die Novellierungen von 1984 und 1995 waren jeweils mit einer Verschärfung der Bauteilanforderungsprofile verbunden. 2002 wurden Wärmeschutzverordnung und Heizanlagenverordnung zur Energieeinsparverordnung zusammengefügt und ein ganzheitliches Berechnungsverfahren zur energetischen Gebäudebilanzierung eingeführt.

Wärmetauscher

Ein Wärmetauscher bzw. Wärmeübertrager ist ein Apparat, mit dem Wärmeenergie von einem Medium an ein anderes übertragen werden kann. Die Medien können dabei flüssig oder gasförmig sein. Ein Wärmeüberträger besteht meist aus Kupferrohrwendeln oder durchströmten Platten. Einsatzbereiche sind zum Beispiel die Wärmerückgewinnung bei Lüftungsanlagen oder die Solarthermie.

Wärmeträger

Ein Wärmeträger ist ein Medium, das innerhalb eines Heiz- oder Kühlkreislaufs Wärme von einem Ort höherer Temperatur zu einem Ort niedrigerer Temperatur zu transportieren vermag, zum Beispiel ein Glycol-Gemisch als Wärmeträger im Solarkreis vom Kollektor zum Speicher.

Wärmeübertrager

Wärmetauscher

Wärmeverluste

Energieanteile, die für die geplante Nutzung zwar mit erzeugt werden müssen, aber für die Nutzung nicht zur Verfügung stehen, sondern „verloren sind“. Im Gebäude sind dies zum Beispiel Bauteilverluste, Lüftungswärmeverluste oder anlagentechnische Verluste bei der Raumheizung.

Wasserdampfdiffusion

Wasserdampfdiffusion ist der ungerichtete und drucklose Ausgleich von Wasserdampfmolekülen nach dem Braunschen Molekulargesetz.

Wasserhärte

Sie bezeichnet die Härte des Wassers, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen (Calcium- und Magnesiumionen). Bei der Wasserhärte wird unterschieden zwischen der durch Calcium- und Magnesiumsalze der Kohlensäure hervorgerufenen Karbonathärte und der durch die anderen Calcium- und Magnesiumsalze hervorgerufenen Nicht-Karbonathärte. Die Summe dieser beiden ergibt die in Millimol je Liter (mmol/l) oder Grad deutscher Härte (ºdH) ausgedrückte Gesamthärte, die gemäß dem so genannten Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt werden kann: 1 (weich; 0 bis 1,3 mmol/l; 0 bis 7 ºdH), 2 (mittelhart; 1,4 bis 2,5 mmol/l; 7 bis 14 ºdH), 3 (hart; 2,6 bis 3,8 mmol/l; 14 bis 21 ºdH) und 4 (sehr hart; über 3,8 mmol/l; über 21 ºdH).

Wasserkraft

Wasserkraft ist eine bedeutende regenerative Energiequelle. Die im Wasser gespeicherte Sonnenenergie wird auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen gewonnen: Gezeitenkraftwerke nutzen die Wasserströmungen von Ebbe und Flut, Wellenkraftwerke wandeln die Energie von Wellen in elektrischen Strom um. Pumpspeicherkraftwerke speichern kurzzeitig Wasser, damit in Zeiten von Energiebedarf darauf zurückgegriffen werden kann. In Zukunft sind Gradientenkraftwerke zu erwarten, die die im Ozean gespeicherte Sonnenwärme nutzen.

Watt

Watt ist die Maßeinheit für Leistung.

WDVS

Wechselrichter

Da der Solargenerator Gleichstrom produziert, das öffentliche Netz aber mit Wechselstrom arbeitet, sind bei allen netzgekoppelten Photovoltaikanlagen Wechselrichter erforderlich: Vor der Netzeinspeisung wandeln sie den Gleich- in Wechselstrom um.

Wechselstrom

Bei Wechselstrom handelt es sich um Strom, dessen Richtung (Polarität) sich periodisch ändert. Die Energieversorgung erfolgt mit Wechselstrom. Wechselstrom wird auch AC (von "alternating current") abgekürzt.

Wegerecht

Das Wegerecht wird in Abteilung II im Grundbuch eingetragen. Dieses berechtigt Dritte einen bestimmten Weg über das belastete Grundstück zu nutzen.

Wertermittlung

Zur Ermittlung des Beleihungswertes oder des Verkehrswertes einer Immobilie wird eine Wertermittlung durchgeführt. Diese wird vom Darlehensgeber durchgeführt und orientiert sich an Parametern, die dieser selbst festlegt. Durch die Wertermittlung und dem damit resultierenden Beleihungswert legt der Darlehensgeber fest, wieviel Darlehen zur Finanzierung der Immobilie vergeben werden kann.

Widerstand

Fließt elektrischer Strom durch ein bestimmtes Material, so wird ihm ein Widerstand entgegengesetzt. Dieser ist unter anderem von der Art des Materials abhängig. Die Einheit, in der Widerstände angegeben werden, ist das Ohm, das nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1787-1854) benannt wurde.

Windkraft

Auch wenn der Wind nicht immer weht – er gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Deutschland ist Windenergie-Weltmeister: Nirgendwo auf der Welt sind so viele Windkraftwerke installiert wie bei uns.

Windkraftanlagen, Windenergieparks

Windkraftanlagen erzeugen elektrische Energie aus der Kraft des Windes. Wie auch das Sonnenlicht zählt die Windkraft zu den erneuerbaren Energien.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad ist ein Maß für das Verhältnis gewonnener Energie zu aufgewendeter Energie.

Wohnfläche

Die Wohnfläche bezeichnet die Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören. Zur Wohnfläche gehören nicht die Grundflächen von sogenannten Zubehörräumen wie Keller oder Dachräumen, von Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen, sowie von Geschäfts- und Wirtschaftsräumen.

Wohnfläche

Die Wohnfläche beschreibt die Fläche, die sich aus der Grundfläche der Räume eines Gebäudes oder einer Wohnung berechnet, welche ausschließlich zum Wohnen vorgesehen ist. Verschiedene Flächen werden nur anteilig als Wohnfläche angerechnet z. B. Flächen unterhalb von Dachschrägen, Balkone. Dagegen werden z.B. Kellerräume, Heizungsräume, Abstellräume bei der Berechnung der Wohnfläche nicht berücksichtigt.

Wohngebäude

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) unterscheidet zwischen Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden. §2 Abs. 1 EnEV 2009 definiert Wohngebäude als Gebäude, die nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen, einschl. Wohn-, Alten und Pflegeheimen sowie ähnlichen Einrichtungen. Alle anderen Gebäude sind demnach Nichtwohngebäude.

Wohnrecht

Ist eingetragen in Abt. II des Grundbuches. Das Wohnungsrecht ist das Recht, ein Gebäude oder einen Teil eines Gebäudes unter Ausschluss des Eigentümers als Wohnung zu benutzen.

Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die auf Sparleistungen in Bausparverträgen vergeben wird. Prämienberechtigt sind alle natürlichen Personen, die uneingeschränkt steuerpflichtig sind, in Deutschland ihren Wohnsitz haben, das 16 Lebensjahr vollendet haben und festgelegte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Wohnungsbauprämie wird jährlich direkt auf den Sparvertrag vom Staat überwiesen.

Wohnungseigentum

Unter dem Wohnungseigentum werden das Sondereigentum als auch der Miteigentumsanteil an gemeinschaftlichen Eigentum, zum Beispiel dem Grundstück, zusammengefasst.

Wohnungseigentumsgesetz

Das Wohnungseigentumsgesetz zeigt die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer auf und definiert das Wohnungseigentum.

Wohnwirtschaftliche Zwecke

Eine Immobilie wird zu wohnwirtschaftlichen Zwecken genutzt, wenn diese nicht gewerblich genutzt wird. Der Wohnanteil muss bei gemischt genutzten Immobilien den Gewerbeanteil überwiegen.

Zähler

Zähler sind Geräte, die den Verbrauch von Erdgas, Wasser, Wärme oder Elektrizität messen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es unterschiedliche Zähler: zum Beispiel Wechselstromzähler, die unter anderem bei Treppenhausbeleuchtungen eingesetzt werden, oder Drehstromzähler für Haushalt und Gewerbe, aber auch Lastgangzähler, die die elektrische Energie in Form von Leistungsmittelwerten erfassen und diese bei Bedarf per Datenfernübertragung bereitstellen.

Zählerfernübertragung

Neue Messeinrichtungen bieten die Möglichkeit, Daten in vielfältiger Weise zu speichern, z. B. Wirkarbeit, Blindarbeit und die gemessene Leistung im Viertelstundentakt bzw. in individuell vorgegebenen Zeiträumen. Die Datensammlung kann über einen großen Zeitraum, z. B. einen Monat, erfolgen. Dies hat zur Folge, dass die heutigen Zähler ohne ein manuelles Ablesen in der Lage sind, die entsprechenden Lastprofile der Kundenabnahmestelle unter Angabe von Datum und Uhrzeit aufzuzeichnen. Um einen schnellen Zugriff auf die Daten zu realisieren, werden die Zähler per Fernübertragung über Telefonleitungen, eine Steuerleitung oder Funksysteme und andere Einrichtungen "ausgelesen".

Zinsänderungsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass sich der Zinssatz während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens deutlich fällt. Da hier der Darlehensnehmer den höheren  Zinssatz aus seinem Darlehensvertrag zahlen muss. Bei einem variablen Darlehenszinssatz ist dieses Risiko minimiert, da sich hier der Zinnsatz in festen Perioden an den aktuellen Marktzinssatz anpasst.

Zinsaufwand

Betrag an Zinsen, der während der gesamten Zinsbindungsfrist eines Darlehens anfällt.

Zinsbindungsfrist

Zeitraum, für den der Zins des Darlehens festgeschrieben ist. Unsere Finanzierungspartner bieten Zinsbindungsfristen von 5 bis 30 Jahren an.

Zinsen

Entgelt für die Nutzung von Fremdkapital, wird auch als Preis des Darlehens bezeichnet.

Zinsbindungsfrist

Eine Zirkulationsleitung ist Teil einer Sanitäranlage. Sie ermöglicht die Zirkulation erwärmten Trinkwarmwassers zwischen Speicher und Zapfstelle. Durch die Zirkulation des Warmwassers steht dieses rasch zur Verfügung. Das Wachstum von Legionellen wird durch Zirkulationsleitungen verhindert. Andererseits entstehen durch die Zirkulation Wärmeverteilverluste; daher sollte die Zirkulationszeit dem Nutzerverhalten mindestens durch eine Zeitschaltuhr angepasst werden.

Zusammensetzung des Strompreises für Haushalte

Steuern und Abgaben machen etwa 39 Prozent des Strompreises aus (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien- und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz). Netzentgelt, Messung und Energiedatenmanagement ergeben zusammen 36 Prozent. Großhandelspreis, Vertrieb und Kundenservice 25 Prozent.

Zusatzleistung

Zusatzleistung ist diejenige elektrische Leistung, die einem Kunden mit einer eigenen Stromerzeugungsanlage zur Verfügung gestellt wird, wenn der Leistungsbedarf über die Leistung der Eigenanlage hinausgeht.

Zusatzsicherheit

Zur Absicherung eines Darlehens können zusätzlich zur Grundschuld auf dem Beleihungsobjekt, die üblicher Weise als Sicherheit dient, Zusatzsicherheiten vereinbart werden. Hierzu zählen z.B. die Abtretung von Ansprüchen aus einer Lebensversicherung oder die Eintragung einer Grundschuld auf einer weiteren Immobilie.

Zuschlagsbeschluss

Gerichtlicher Beschluss über den Erwerb einer Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung.

Zwangsversteigerung

Eine Immobilie wird zwangsversteigert, wenn der Eigentümer Darlehensrückstände hat bzw. zahlungsunfähig ist.

Zwangsvollstreckung

Sofern ein Darlehen grundpfandrechtlich abgesichert ist und der Darlehensnehmer seine Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr erfüllen kann, ist der Darlehensgeber als Grundpfandrechtsgläubiger berechtigt, die Zwangsvollstreckung in die Immobilie zu veranlassen. Unter der Zwangsvollstreckung versteht man die Veräußerung der Immobilie durch den Darlehensgeber. Wird der Gläubiger im Wege der Zwangsvollstreckung voll befriedigt, so erlischt das Grundpfandrecht.

Zweckerklärung

Unter der Zweckerklärung versteht man eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Darlehensgeber und -nehmer, in der erklärt wird für welche Verbindlichkeiten die einzutragenden Sicherheiten dienen.

Zwischenfinanzierung

Kurzfristiges Darlehen, das der Überbrückung von noch nicht zur Verfügung stehendem Kapital, dient. Sobald dieses Kapital zur Verfügung steht wird die Zwischenfinanzierung zurückgeführt (z.B. Verkaufserlös aus dem Verkauf einer bestehenden Immobilie oder Auszahlung öffentlicher Darlehen).

 

Glossar