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Pelletheizung

Comeback der Holzbefeuerung

Pelletheizung - das alternative, ökologisch sinnvolle HeizsystemQuelle: Thorben Wengert/pixelio.de Modernes Heizen mit Holz bietet mehr als Kaminromantik: Als herausragendes Beispiel hat sich die Pelletheizung in den vergangenen Jahren zu einem alternativen, ökologisch sinnvollen Heizsystem entwickelt.
Die Vorteile liegen auf der Hand: nachwachsender Rohstoff und eine nahezu neutrale CO2-Bilanz.

Die energieeffizientesten Pelletheizungen

Pelletheizung – Vor- und Nachteile

 

Vorteile:

  • Umweltfreundlich: Die Pelletheizung gilt als CO2-neutral. Lediglich die Herstellung und der Transport der Pellets verursachen CO2.
  • Kostengünstiger Brennstoff: Pellets kosten phasenweise etwa ein Drittel weniger als Heizöl und Erdgas.
  • Komfortabel: Die Pelletheizung funktioniert vollautomatisch. Über ein spezielles Transportsystem wird der Pelletkessel mit Pellets versorgt.


Nachteile:

  • Vor- und Nachteile einer PelletheizungHohe Investitionen: Die Umstellung einer bestehenden Heizungsanlage auf eine Pelletheizung ist teuer. Auch die Erstinstallation im Neubau ist gegenüber herkömmlichen Heizungssystemen mit deutlich höheren Investitionen verbunden.
  • Asche: Der Aschebehälter muss je nach Gerätetyp und Heizverhalten 2-4 mal jährlich gereinigt werden.
  • Erhöhter Raumbedarf: Die Pelletheizung braucht viel Platz und einen Lagerraum für die Pellets. Der Holzpelletkessel benötigt einen eigenen Aufstellraum. Die Pellets werden in Silos gelagert – entweder direkt im Aufstellraum des Holzpelletkessel oder in einem angrenzenden trockenen Keller. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Lieferfahrzeuge für den Brennstoff möglichst nahe an den Lagerraum heranfahren können.
  • Für die automatische Pelletsbeschickung ist ein spezielles aufwändiges Brennstoffzufuhrsystem erforderlich.
  • Geruchsbelästigung: Holzpellets können einen unangenehmen Geruch entwickeln, der zu entsprechender Belästigung der Hausbewohner führen kann.

Für die Abgasabführung der Pelletheizung ist ein Schornstein mit einem Abgasanschluss notwendig. Einzelheiten hierzu müssen frühzeitig vor Baubeginn mit dem Schornsteinfeger abgestimmt werden.

Für wen eignet sich die Pelletheizung?

Vor allem für Besitzer von Mehrfamilienhäusern kann sich der Einbau einer Pelletheizung schnell rechnen. Denn obwohl die Anschaffungskosten wesentlich höher als bei gängigen Heizungsarten sind, gleichen die günstigeren Brennstoffpreise diese Mehrkosten nach einiger Zeit aus.

Aber auch für Einfamilienhäuser kann sich eine Pelletheizung bezahlt machen:  energiewelt.de rechnet hier mit Amortisationszeiten von bis zu 10 Jahren.

Wichtig für die Planung: Eine Pelletheizung benötigt Platz! Vor allem  für das Lagern der Pellets. Ein Einfamilienhaus mit 150 qm Wohnfläche und einem Heizwärmeverbrauch von etwa 130 kWh je qm kommt mit etwa vier bis fünf Tonnen Pellets pro Jahr aus.

Folgende Faktoren bestimmen die Größe des Lagerraums:

  • die Heizlast bzw. der jährliche  Heizwärmebedarf
  • die benötigte Menge Holzpellets
  • die Häufigkeit der Lagerraumbefüllung

Faustregel für den Pelletverbrauch:

  • 0,9 Kubikmeter Lagerraum pro Kilowatt Heizlast
  • Bei Gewebetanks: 400 kg Holzpellets pro Jahr pro Kilowatt Heizlast.

Die Stiftung Warentest hat einige Holzpelletkessel getestet.

Mit welchen Kosten muss man bei einer Pelletheizung rechnen?

Quelle: Thorben Wengert/pixelio.de Am Beispiel eines Einfamilienhauses mit etwa 150 Quadratmetern Wohnfläche müssen folgende Kosten für eine Pelletheizung eingeplant werden:

  • Wärmeerzeuger (Holzpelletkessel) inkl. Regelung ca. 11.500 €
  • Pelletlagerung (anteilige Kosten für Kellerraum, automatische Pelletzufuhr) ca. 4.200 €
  • Schornstein und sonstige Kosten ca. 4.100 €
  • Elektroinstallation ca. 500 €

(Quelle: BDEW-Heizkostenvergleich Neubau, Stand 2009)

Fördermöglichkeiten für Ihre Pelletheizung

Die Pelletheizung für den Neubau wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) nach folgenden Effizienzhausstaffelungen gefördert:

  • Effizienzhaus 55
  • Effizienzhaus 70
  • Effizienzhaus 85
  • Effizienzhaus100
  • Effizienzhaus 115

Vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten Neubauer keine Förderung.
Handelt es sich beim Einbau der Pelletheizung um eine Modernisierungsmaßnahmen, erteilt das BAFA Zuschüsse für folgende Arten:

  • Pelletofen mit Wassertasche
  • Pelletheizungskessel
  • Pelletheizungskessel mit Pufferspeicher (Volumen: min. 30 l/kW)

Über die Höhe der Förderbeträge und die Förderbedingungen informieren Sie sich bitte direkt auf den Webseiten von KfW und BAFA.

Wie funktioniert die Pelletheizung?

Pelletheizung selbst installierenFunktionsweise der Pelletheizung - Quelle: Bosch Thermotechnik GmbH Vom Lagerraum aus werden die Pellets in den Brennraum des Holzpelletkessels befördert - bei der vollautomatischen Pelletheizung mit Hilfe eines Sauggebläses oder einer Förderschnecke. Im Brennraum des Holzpelletkessels werden die Pellets über ein Zündgebläse, auch Heißluftfön genannt, entzündet. Die Verbrennung wird automatisch über die Luftzufuhr durch ein elektrisches Sauggebläse geregelt. Die heißen Abgase geben über einen Wärmeübertrager Wärme an das Heizungswasser ab, mit dem das nachgelagerte Wärmeverteilungssystem und ggf. die Warmwasserbereitung betrieben wird.

Ist die Pelletheizung umweltfreundlich?

Umweltzeichen Blauer EngelDie Pelletheizung setzt nur wenig Emissionen frei und  arbeitet mit Wirkungsgraden von bis zu 95 Prozent (Quelle: EnergieAgentur.NRW).

Aufgrund der nur geringen Restfeuchte von Pellets entsteht nur wenig Feinstaub oder Ruß. Außerdem verbrennen Holzpellets generell CO2-neutral und gelten deshalb als umweltfreundlich. Viele Holzpelletkessel tragen aus den genannten Gründen  den „Blauen Engel“.

 

 

 

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