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Abgasleitung

Abgasleitungen gehören zu den Abgasanlagen. Sie müssen im Gegensatz zu Schornsteinen nicht rußbrandbeständig sein. An nicht rußbrandbeständige Abgasleitungen dürfen nur Feuerstätten für gasförmige oder flüssige Brennstoffe (Heizöl EI, Erdgas, Flüssiggas) angeschlossen werden, wo in der Regel im Betrieb kein Ruß anfällt. Abgasleitungen können hinsichtlich der Anordnung - innerhalb oder außerhalb von Gebäuden, der Brandschutzeigenschaften, der Betriebsweise - Unterdruck oder Überdruck sowie des Aufbaues einschalig oder mehrschalig, unterschieden werden. Es dürfen nur zugelassene Systeme eingesetzt werden, die den vorhandenen Abgastemperaturbedingungen und Abgasdruckbedingungen genügen. Abgasleitungen werden in unterschiedlichen Durchmessern (ab 70 mm) und Werkstoffen, z.B. nicht rostender Stahl, Kunststoffe, Aluminium, Keramik, angeboten. Für nachträglichen Einbau in vorhandene Schächte können auch flexible Abgasleitungen eingesetzt werden.

Abgeschlossenheitsbescheinigung

Die Abgeschlossenheitsbescheinigung wird von der Bauaufsichtsbehörde ausgestellt. Diese Bescheinigung sagt aus, dass eine Eigentumswohnung oder ein Teileigentum aufgrund des Wohnungseigentumsgesetz baulich vollkommen von anderen Wohnungen und Räumen abgeschlossen ist (§ 3 Abs. 2, § 7 Abs. 4 Nr. 2 WEG).

Ablösesumme

Wenn bei Ablauf der Zinsbindungsfrist eines Darlehens eine Restschuld bestehen bleibt, und dieser Betrag durch einen weiteren Darlehensgeber abgelöst wird, so spricht man hier von der Ablösesumme. Die Ablösesumme muss nicht gleich dem Restschuldbetrag sein, Sie stellt ausschließlich den Betrag des neuen aufzunehmenden Darlehens dar.

Ablösung

Zurückführung bestehender Verbindlichkeiten durch Eigenkapital oder ein neues Darlehen. Wenn ein bestehender Kredit durch Eigenkapital oder ein neues Darlehen zurückgeführt wird, spricht man hier von einer Ablösung.

Abnahmeverpflichtung

Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, die genehmigte Darlehenssumme innerhalb einer vereinbarten Frist abzurufen bzw. sich auszahlen zu lassen.

Abnehmer mit gleichmäßigem Warmwasserbedarf

Große Häuser oder Wohnungen mit mehreren Bewohnern haben über den Tag gesehen oft einen Warmwasserbedarf, der weniger schwankt als z.B. bei einer einzelnen Familie. Das gilt auch, wenn tagsüber innerhalb eines Gebäudes Geschäftsräume, Arztpraxen oder ähnliches in Betrieb sind. In diesen Fällen ist die zentrale Erwärmung des Brauchwassers eine wirtschaftliche Lösung. Das Wasser kann dann in einem Speicher den gesamten Tag über auf konstanter Temperatur warm gehalten und abrufbar bleiben, und die Wärmeverluste des Speichers und der Leitungen fallen kaum ins Gewicht.

Siehe auch: Abnehmer mit stark schwankendem Warmwasserbedarf

Abnehmer mit stark schwankendem Warmwasserbedarf

Kleine Häuser oder Wohnungen mit ein oder zwei Bewohnern haben meist einen stark schwankenden Warmwasserbedarf. Oft wird das Wasser nur zu den Dusch-, Wasch- und Kochzeiten morgens, mittags und abends genutzt. In diesem Fall ist es oft nicht wirtschaftlich, das Brauchwasser in einem zentralen Speicher den ganzen Tag über konstant auf einer gewünschten Temperatur zu halten. Die Wärmeverluste des Speichers und der Leitungen sind dann verhältnismäßig hoch. Stattdessen empfiehlt sich die dezentrale Brauchwassererwärmung nach dem Durchlaufprinzip.

Siehe auch: Abnehmer mit gleichmäßigem Warmwasserbedarf

Abschreibung

Eine Immobilie kann durch allgemeine Gründe wie Alterung und Verschleiß einen Wertverlust erleiden. Diese Wertminderung kann zu einem bestimmten Prozentsatz von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Verlust in der jährlichen Einkommensteuererklärung abgezogen werden. Dabei kann zwischen der linearen Abschreibung, hier bleibt der jährliche Betrag gleich, und der degressiven Abschreibung, hier verringert sich jährlich der Betrag, unterschieden werden. Nähere Informationen erhalten Sie von Ihrem zuständigen Steuerberater.

Abtretung

Siehe Grundschuldabtretung.

Abtretungskosten

Abtretungskosten sind Notarkosten, die für die Abtretung einer Grundschuld im Rahmen einer Anschlussfinanzierung/Umschuldung eines bestehenden Darlehens anfallen. In der Regel betragen diese 0,2-0,3% des Grundschuldbetrages.

Abwärme

Abwärme Neben elektrischem Strom wird bei der Energieerzeugung auch Wärme frei gesetzt; diese wird Abwärme genannt. Die Abwärme kann zu Heizzwecken an den Verbraucher weiter geleitet werden (siehe auch Blockheizkraftwerk BHKW).

AC

AC ist eine Abkürzung für Wechselstrom (von "alternating current").

Ah

Ah ist die Abkürzung für Amperestunde.

Akzessorisch

Eine akzessorische Sicherheit, wie die Hypothek, ist immer vom Bestehen einer bestimmten Forderung abhängig. Die Hypothek sichert nur den Betrag der bestehenden Forderungen ab, darüber hinaus wird diese mit Wegfall der Forderung hinfällig.

Allgemeine Darlehensbedingungen

Die allgemeinen Darlehensbedingungen stellen die Vertragsinhalte ergänzend zum Darlehensvertrag dar. Die Darlehensbedingungen gelten für alle Kunden. Sie werden durch Unterschrift des Darlehensvertrages anerkannt.

amortisieren

Der Begriff amortisieren kommt aus dem Französischen (amortier = tilgen) und bezeichnet den Prozess, in dem anfängliche Aufwendungen für ein Objekt (Investitionen) durch dadurch entstehende Erträge gedeckt werden. Die Dauer dieses Prozesses wird Amortisationszeit genannt.
So können sich beispielsweise durch die hohen Energiepreise die Kosten für eine energetische Hausmodernisierung relativ schnell rechnen.

Ampere

Das Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke. Benannt wurde das Ampere nach dem französischen Physiker und Mathematiker André-Marie Ampère (1775-1836).

Amperestunden

Die physikalische Einheit der elektrischen Ladung heißt Amperestunde, berechnet aus Stromstärke mal Zeit. Die maximal speicherbare Ladung von Akkus und Batterien beispielsweise wird in Amperestunden angegeben.

Amtlicher Lageplan

Aus dem amtlichen Lageplan ist die genaue Lage eines Grundstückes erkennbar. Die Lagepläne werden vom Katasteramt der Stadt/ Gemeinde erstellt und können dort kostenpflichtig eingeholt werden.

An-/Ausbaukosten

Kosten, die bei der Schaffung von neuem Wohnraum (z. B. Dachausbau, Wintergarten) an einer bestehenden Immobilie entstehen.

Anfänglich effektiver Jahreszins

Der Effektivzins dient dazu, unterschiedliche Kreditangebote mit gleicher Laufzeit bzw. gleicher Zinsfestschreibung, vergleichbar zu machen. Er richtet sich nach der Preisangabenverordnung (PAngV) und berücksichtigt: Nominalzins, Bearbeitungskosten, Disagio und die Ratenzahlungsweise (z.B. monatlich oder vierteljährlich). Bei den üblichen Darlehen mit Konditionenanpassungen sprechen wir für die jeweilige Zinsfestschreibung vom anfänglichen effektiven Jahreszins.

Annuität

Gleichbleibende Rate (z.B. Annuitäten-Darlehen), die sich aus Nominalzins- und Tilgungssatz zusammensetzt. Während der Zinsbindungsfrist reduziert sich der Zinsanteil und der Tilgungsanteil erhöht sich entsprechend. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren Sie mehr über das Annuitäten-Darlehen.

Anode

Anode (griech.), positive Elektrode (Pluspol), die in Entladungsröhren und elektrolyt. Systemen die von der Kathode ausgesandten Elektronen absorbiert.

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten stellen die Summe aus Kaufpreis und Nebenkosten, wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision, Erschließungskosten und Finanzierungskosten der Immobilie dar.

Anschlussnehmer

Der Netzanschlussnutzer ist der Nutzer des Anschlusses. Das kann der Anschlussnehmer, aber auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sein. Ein Anschlussnutzungsvertrag zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer regelt die Rechte und Pflichten hinsichtlich der Nutzung der Kundenanlage zur Einspeisung und Entnahme von Energie.

Anschlussnutzer

Der Netzanschlussnutzer ist der Nutzer des Anschlusses. Das kann der Anschlussnehmer, aber auch der Mieter eines Hauses oder einer Wohnung sein. Ein Anschlussnutzungsvertrag zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer regelt die Rechte und Pflichten hinsichtlich der Nutzung der Kundenanlage zur Einspeisung und Entnahme von Energie.

Anschlussleistung

Anschlussleistung (Anschlusswert) ist die Summe der Nennleistungen aller beim Anschlussnehmer vorhandenen Einrichtungen einer bestimmten Verbrauchsart.

Arbeit

Die Arbeit ist die ins Netz eingespeiste oder entnommene Energiemenge (siehe auch Abnahmemenge). Sie wird überlicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben und als das Produkt aus Leistung und Zeit berechnet.

Anschlussfinanzierung

Wenn die Zinsbindungsfrist eines bestehenden Darlehens endet und die Ablösesumme durch ein neues Darlehen abgelöst wird, spricht man von einer Anschlussfinanzierung. Hier wird unterschieden, ob das Darlehen durch den gleichen Darlehensgeber (Prolongation) oder einen neuen Darlehensgeber (Umschuldung) abgelöst wird.

Anschlusskosten

Die Anschlusskosten stellen die Kosten für den Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz z.B. für Gas-, Stromversorgung, Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Telekommunikation dar. (siehe auch Erschließungskosten)

Arbeitgeberdarlehen

Ein Arbeitgeberdarlehen ist ein zinsgünstiges Darlehen des Arbeitgebers zur Finanzierung von Wohneigentum, das oft an bestimmte Bedingungen geknüpft wird.

Arbeitnehmersparzulage

Die Arbeitnehmersparzulage ist ein staatlicher Zuschuss, der Arbeitnehmern zusteht, die eine bestimmte Form von Sparverträgen abschließen. Die Einzahlung bei diesen Sparverträgen, meist Bauspar- oder Fondssparverträge, wird vom Arbeitgeber übernommen. Sie werden als Vermögenswirksame Leistungen bezeichnet. Der Arbeitnehmer (Sparer) kann die Zulage über die Einkommensteuererklärung beim zuständigen Finanzamt beantragen. Meist sind die Sparverträge mit einer Sperrfrist von ca. sieben Jahren gekennzeichnet.

Arbeitspreis/Verbrauchspreis

Der Arbeitspreis (auch: Verbrauchspreis) gibt bei leistungsgebundenen Energieträgern (Wärme, Erdgas, Strom) den Preis der Energie an, die tatsächlich verbraucht wurde (z. B. Cent/Kilowattstunde). Wird im Haushalt beispielsweise kein Strom verbraucht, muss auch kein Arbeitspreis bezahlt werden – im Gegensatz zum Leistungspreis, der die Kosten der ständigen Lieferbereitschaft (rund um die Uhr) deckt und der anteilig entsprechend dem Abrechnungszeitraum berechnet wird. Der Arbeitspreis wird auf der Rechnung extra angeführt und beinhaltet die Kosten für Energieerzeugung oder Beschaffung, Transport und Verteilung sowie Mehrwertsteuer, Konzessionsabgabe und Ökosteuer.

Auflassung

Einigung zwischen Verkäufer und Käufer über den Eigentumsübergang der Immobilie / des Grundstücks. Diese Einigung erfolgt beim Notar (Bestandteil des Kaufvertrages).

Auflassungsvormerkung

Die Auflassungsvormerkung sichert den Anspruch auf Eigentumsumschreibung für den Käufer. Sie wird in Abt. II des Grundbuches eingetragen.

Aufteilungsplan

Eine von der zuständigen Behörde beurkundete Bauzeichnung. Auf diesem Plan sind die Aufteilung des Gebäudes sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile erkennbar.

Ausbauhaus

Bei einem Ausbauhaus wird nur der Rohbau durch eine Baufirma erstellt. Der Bauherr führt den kompletten Ausbau in Eigenleistung durch.

Außenanlagen

Als Außenanlagen werden alle Flächen einer Grundfläche bezeichnet, die außerhalb des Gebäudes selbst liegen. Unter anderem: Gartenanlagen, Zufahrten etc.

Ausspeisepunkt

Der Ort, an dem Erdgas, Strom oder Wärme vom Netzbetreiber an den Kunden übergeben wird. Die Verantwortung für die Weiterverwendung der Energie geht damit auf den Kunden über.

Auszahlungskurs

Prozentsatz, zu dem das Darlehen ausgezahlt wird (i.d.R. 100 %).

Auszahlungsvoraussetzungen

Die Auszahlung des Darlehens ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, welche nachweislich innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt werden müssen. Hierzu gehören unter anderem vollständig unterzeichnete Darlehensverträge, sonstige vom Darlehensgeber angeforderte Dokumente und Nachweise. Diese Voraussetzungen sind im Darlehensvertrag vermerkt.

Aval

Unter einem Aval wird eine Bürgschaft oder eine Garantie verstanden. Meist verpflichten sich Kreditinstitute durch ein Aval für die Verbindlichkeiten eines Dritten gegenüber dem Gläubiger einzustehen. Der Bürge ist erst dann verpflichtet die vereinbarte Leistung zu erbringen, wenn der Avalkreditnehmer seine Verpflichtungen gegenüber dem Gläubiger nicht erfüllt.

Bauantrag

Der Bauantrag ist ein schriftlicher Antrag bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zur Genehmigung einer Baumaßnahme. Je nach zuständigem Bundesland sind die Auflagen zur Erteilung einer Baugenehmigung unterschiedlich. Eine Baugenehmigung ist gebührenpflichtig und zeitlich befristet.

Baubeschreibung

Beschreibung der Gebäudeart, der Bauweise und des Baumaterials.

Bauerwartungsland

Bauerwartungsland bezeichnet man eine Fläche die noch nicht als Bauland gekennzeichnet ist. Diese Fläche soll in Bauland verwandelt werden. Durch einen Bebauungsplan wird die Nutzungsbestimmung dieser Fläche festgelgt.

Baufinanzierung

Unter einer Baufinanzierung versteht man das Darlehen, das zur Finanzierung einer Immobilie aufgenommen wird. Die Baufinanzierung wird grundpfandrechtlich abgesichert.

Baugenehmigung

Die Baugenehmigung ist ein schriftlicher Bescheid der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zur Genehmigung einer Baumaßnahme. Die Baugenehmigung resultiert aus dem Bauantrag. 

Bau-Handbuch

Im RWE Bau-Handbuch finden Sie auf knapp 1.000 Seiten zahlreiche Informationen, Illustrationen und Tabellen zum Thema Bau- und Gebäudetechnik. Das RWE Bau-Handbuch hilft Profis und Laien bei der Bauplanung und Ausführung – mit Tipps und Tricks für Energie sparendes Bauen, Wärmedämmung, Fenster und Außentüren, Elektroinstallationen, Solarenergie, Warmwasserversorgung oder Küche und Sanitärräume. Dem Buch liegt eine CD mit Abbildungen und Grafiken sowie weiteren Literatur- und Querverweisen bei. Infos: www.rwe.de

Bauherr

Der Bauherr leitet ein Bauvorhaben selbst oder lässt ein Bauvorhaben ausführen. Er kann sowohl eine natürliche Person, als auch eine juristische Person sein. Der Bauherr trägt alle Risiken der Bauvorbereitung, der Baudurchführung und der Bauherrenhaftung. 

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Die Bauherrenhaftpflichtversicherung ist eine spezielle Haftpflichtversicherung für Bauherren, welche die spezifischen Risiken auf Baustellen abdeckt.

Baujahr

Als Baujahr wird das Jahr beschrieben, indem die Immobilie ursprünglich bezugsfertig errichtet wurde.

Baukosten

Kosten für die Erstellung eines Gebäudes inkl. Garage/Carport. Bei Neubauten ist eine detaillierte Kostenaufstellung des Architekten oder des Bauträgers erforderlich.

Baukostenzuschuss

Netzbetreiber sind berechtigt, vom Anschlussnehmer / Kunden einen angemessenen Baukostenzuschuss (BKZ) zu verlangen, um die bei wirtschaftlicher Betriebsführung notwendigen Kosten für die Errichtung, Erweiterung und/oder Verstärkung von Verteilungsanlagen teilweise abzudecken.

Bauleistungsversicherung

Unvorhersehbare Schäden oder Zerstörungen von Leistungen während der Bauzeit werden durch diese Versicherung abgedeckt. Hauptsächlich fallen in den Versicherungsschutz Schäden durch Raub und Diebstahl an Bauleistungen, Bauteilen und Baustoffen, mutwillige Beschädigungen durch fremde Personen, Schäden durch Elementarereignisse, etc.

Baumängel

Baumängel sind Mängel aufgrund fehlerhafter Entwürfe, Ausführungen oder mangelhaftes Material. Diese Mängel verringern den Wert der Immobilie deutlich.

Baunebenkosten

Kosten für Architekten-, Statiker- und Behördenleistungen sowie Anschlusskosten für Strom, Gas, Wasser und Abwasser. Kalkulation mit ca. 10% der ermittelten Baukosten.

Bauspardarlehen

Darlehen einer Bausparkasse nachdem der Bausparvertrag voll bespart und zugeteilt wurde. Die Höhe ergibt sich aus der Differenz zwischen Bausparsumme und dem angesparten Guthaben.

Bausparen

Bausparen nennt man das regelmäßige Sparen auf einen Bausparvertrag. Geschlossen wird der Bausparvertrag zwischen einer Bausparkasse und dem Bausparer. Der Vertrag sieht eine bestimmte Summe vor, die Bausparsumme. In der Sparphase wird ca. die Hälfte der Bausparsumme angespart. Danach wird die andere Hälfte als zinsgünstiges Darlehen ausgezahlt. Mit Auszahlung beginnt die Darlehensphase. Bausparverträge können durch staatliche Zuschüsse, wie die Wohnungsbauprämie, gefördert werden. Der Abschluss eines Bausparvertrages sieht die wohnwirtschaftliche Verwendung des Darlehens vor.

Baustromanschluss

Eine Baustelle wird vor der Installation des Strom-Hausanschlusses über einen Baustromanschluss und -verteiler mit elektrischer Energie versorgt. Dieser Anschluss muss auf Initiative des Anschlussnehmers/Kunden von einem eingetragenen Elektro-Installateur beim Netzbetreiber beantragt werden. Die gesamte elektrische Anlage für die Stromversorgung der Baustelle erstellt der Fach-Installateur.

Bautechnische Unterlagen

Die Unterlagen zum Beleihungsobjekt, die unseren Finanzierungspartnern zur Bewertung der Immobilie dienen (z.B. Wohn- und Nutzflächenberechnung, Berechnung des umbauten Raumes, Grundrisse und Schnittzeichnungen). Die Anforderung an die einzureichenden Unterlagen sind je nach Immobilienart unterschiedlich.

Bauträger

Bauträger sind Unternehmen, die als Käufer Grundstücke erwerben und darauf schlüsselfertige Immobilien zum Weiterverkauf errichten.

Bauwesenversicherung

siehe Bauleistungsversicherung

Siehe auch: Bauleistungsversicherung

Bauzeitzinsen

Bauzeitzinsen sind ein rein kalkulatorischer Wert und entstehen in der Bauphase. Der Bauherr zahlt in dieser Phase i.d.R. noch Miete und bereits Zinsen für das Darlehen und hat somit für eine gewisse Zeit eine monatliche Doppelbelastung. Diese Belastung sollte der Bauherr in seiner Finanzierung berücksichtigen.

Bebauungsplan

Der Bebauungsplan ist ein verbindlicher Bauleitplan. Dieser wird von der Gemeinde in Form einer Satzung beschlossen. In diesem Bebauungsplan sind die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung festgehalten.

Beglaubigung

Bei einer Beglaubigung bestätigt der Notar die Echtheit der Unterschrift. Sie bezieht sich nicht auf den Text der Erklärung oder ihren Inhalt.

Beleihung

Die Beleihung einer Immobilie gibt an, in welcher Höhe eine Immobilie belastet ist. Die maximale Höhe der Immobilienfinanzierung orientiert sich an der möglichen Beleihung des Objektes, da die zu finanzierende Immobilie als Sicherheit für das Darlehen gilt. Durch diese Beleihung bzw. durch diese Absicherung wird einer künftigen Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers gegengelenkt. Zur Bestimmung der maximalen Höhe des Immobiliendarlehens nimmt die Bank den Beleihungswert zur Grundlage.

Beleihungsauslauf

Stellt das Verhältnis in Prozent zwischen der Darlehenssumme und dem von dem jeweiligen Finanzierungspartner ermittelten Beleihungswert einer Immobilie dar.

Beleihungsgrenze

Das Kreditinstitut ermittelt den Beleihungswert einer Immobilie. Die Beleihungsgrenze gibt an bis zu welcher max. Höhe Immobiliendarlehen ausgegeben werden können.

Beleihungsobjekt

Die Immobilie, die als Sicherheit für die Baufinanzierung herangezogen wird, nennt man Beleihungsobjekt.

Beleihungswert

Wert der Immobilie, der durch die Finanzierungspartner nach deren internen Richtlinien festgesetzt wird.

Bemusterung

In der Bemusterung eines Fertighauses oder einer Bauträgerimmobilie findet man die Sonderwünsche bzw. die individuellen Ausstattungsmerkmale der Immobilie, wie z.B. die Eingangstür, die Türgriffe etc. Nach der Bemusterung steht der endgültige Kaufpreis fest, da hier alle Sonderwünsche preislich berücksichtigt sind.

Bereitstellungszinsen

Zinsen für ein genehmigtes, aber noch nicht ausgezahltes Darlehen. I.d.R. fallen diese frühestens 3 Monate nach Zusage an und betragen ca. 0,25 % pro Monat bzw. 3 % pro Jahr. Die bereitstellungszinsfreie Zeit kann gegen einen Zinsaufschlag verlängert werden. Bereitstellungszinsen fallen nur für den Teildarlehensbetrag an, der noch nicht abgerufen wurde.

Betriebsdruck, maximaler

Der höchste Innendruck, der mit Rücksicht auf Werkstoff, Betriebstemperatur und störungsfreien Betrieb zulässig ist.

Betriebskosten

= Bewirtschaftungskosten. Unter den Betriebskosten sind die Kosten für die laufende Unterhaltung einer Immobilie zu verstehen. Darunter sind z.B. die Müllabfuhr, die Straßenreinigung, der Wasserverbrauch, der Strom geordnet.

Betriebsschornsteinfegermeister

Der Bezirksschornsteinfegermeister ist Ansprechpartner in allen Fragen der Abgasabführung, auch im Hinblick auf den Immissionsschutz. Er überprüft neue Heizungsanlagen vor der Inbetriebnahme. Bei bestehenden Anlagen kontrolliert er regelmäßig die Abgaswerte und Abgaswege sowie das Umfeld (z.B. Gewährleistung der Verbrennungsluftversorgung).

Bewertungszahl

Die Bewertungszahl wird für jeden Bausparvertrag an bestimmten Stichtagen errechnet und ergibt sich aus der Bewertung des Sparguthabens sowie der darin enthaltenen Guthabenszinsen und den bis zum Stichtag vorausberechneten Jahreszinsen. Die Bewertungszahl muss eine bestimmte Größe erreichen, damit der Bausparvertrag zuteilungsreif wird und somit die vereinbarte Bausparsumme ausgezahlt werden kann.

Bewirtschaftungskosten

Kosten für den laufenden Betrieb und die Unterhaltung einer Immobilie (Heizkosten, Wasser, etc.). Unsere Finanzierungspartner setzen durchschnittlich Euro 2,- pro qm Wohnfläche an.

Bezirksschornsteinfegermeister

Der Bezirksschornsteinfegermeister ist Ansprechpartner in allen Fragen der Abgasabführung, auch im Hinblick auf den Immissionsschutz. Er überprüft neue Heizungsanlagen vor der Inbetriebnahme. Bei bestehenden Anlagen kontrolliert er regelmäßig die Abgaswerte und Abgaswege sowie das Umfeld (z.B. Gewährleistung der Verbrennungsluftversorgung).

BGW

siehe Bundesverband der dt. Gas- und Wasserwirtschaft

BHKW

siehe Blockheizkraftwerk BHKW

Bifacial-Zelle

Bifacial-Zellen sind eine besondere Form von Solarzellen: Sie können Licht von beiden Seiten verwerten und so zum Beispiel auch das Licht nutzen, das von einer hellen Hauswand zurückgeworfen wird.

1. BImSchV

1. Bundes-Immissionsschutzverordnung

Siehe auch: Bundes-Immissionsschutzgesetz

Biogas, Biomasse

Mit Biomasse bezeichnet man organische Stoffe, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Dabei wird in zwei Kategorien unterteilt: nachwachsende Rohstoffe (wie Pflanzen und Pflanzenbestandteile oder Gülle) und organischer Abfall (wie Klärschlamm). Die thermische Nutzung von Biomasse ist eine der ältesten Formen der Energiegewinnung. Da bei der Verbrennung von Biomasse genau die Menge an CO2 frei wird, die in diesen Rohstoffen gespeichert wurde, erfolgt eine klimaneutrale Nutzung.

Biogas

Biogas ist ein Faulgas. Es entsteht, wenn organische Stoffe bakteriell zersetzt werden. Hauptbestandteile sind Methan und Kohlendioxid. Der Heizwert von 1 m3 Biogas entspricht etwa dem von 0,6 l Heizöl.

Biomasse

Mit Biomasse bezeichnet man organische Stoffe, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Dabei wird in zwei Kategorien unterteilt: nachwachsende Rohstoffe (wie Pflanzen und Pflanzenbestandteile oder Gülle) und organischer Abfall (wie Klärschlamm). Die thermische Nutzung von Biomasse ist eine der ältesten Formen der Energiegewinnung. Da bei der Verbrennung von Biomasse genau die Menge an CO2 frei wird, die in diesen Rohstoffen gespeichert wurde, erfolgt eine klimaneutrale Nutzung.

bivalent / bivalente Heizung

Bivalente Heizungen nutzen zwei Energieträger zur Wärmeerzeugung. Beispiel: Eine Solar-/Brennwertheizung erzeugt Heizwärme einerseits im Brennwertkessel durch die Verbrennung von Gas oder Öl erzeugt, andererseits nutzt sie Solarenergie zur Wärmegewinnung. Auch der Kachelofen, in dem sowohl Kohle als auch Holz verbrannt werden kann, ist ein bivalenter Heizungstyp.

BKZ

siehe Baukostenzuschuss

Blauer Engel

Der Blaue Engel, auch Blauer Umweltengel genannt, ist ein seit 1978 vergebenes Prüfsiegel/Gütesiegel für besonders umweltschonende Produkte und Dienstleistungen. Dabei ist der Blaue Engel keine Auszeichnung für das Gesamtprodukt, sondern nur für eine bestimmte Eigenschaft. Heizkessel mit besonders geringem Schadstoffausstoß tragen z.B. die Kennzeichnung „Der Blaue Engel, weil emissionsarm“. Am Vergabeverfahren des Siegels beteiligt sind unter anderem das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Umweltbundesamt, das RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V sowie die Jury Umweltzeichen ("Jury UZ"), zu dem u.a. Vertreter aus Umwelt- und Verbraucherverbänden, Industrie und Handwerk gehören.

Blockheizkraftwerk

Kraftwerk, das gleichzeitig Elektrizität und Wärme erzeugt (Abkürzung: BHKW). Hierzu werden Primärenergieträger (z. B. Erdgas oder Biomasse) benötigt. Mit Hilfe von Verbrennungsmotoren wird die mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Die dabei entstehende Wärme wird für die Wärmeversorgung (Heizung, Warmwasserbereitung usw.) genutzt. Das im BHKW benutzte Prinzip heißt Kraft-Wärme-Kopplung. Überschüssige elektrische Energie kann in das Netz des örtlichen Stromversorgers eingespeist werden. Durch die Verwendung der Wärme am Entstehungsort liegt der Gesamtnutzungsgrad solcher BHKW bei etwa 85% und ist damit um bis zu 10% besser als bei herkömmlichen Heizkraftwerken
BHKW eignen sich besonders für die Wärme- und Stromversorgung von größeren Gebäudekomplexen und von Objekten, die nahe beieinander liegen und auch im Sommer einen hohen Wärmebedarf haben. Inzwischen werden in BHKW-Anlagen nicht nur Verbrennungsmotoren eingesetzt, sondern auch andere Systeme wie Stirling-Motor, Brennstoffzelle oder Mikrogasturbinen. Darüber hinaus ist die Nutzung der Wärme nicht mehr nur auf Heizzwecke beschränkt. BHKW-Anlagen werden auch für die Prozesswärmeerzeugung (Dampf, Heißluft, Thermoöl) oder für die Kälteerzeugung genutzt.

Blower-Door-Prüfung

Eine Blower-Door-Messung hilft, Leckagen aufzuspüren. Dabei wird eine flexible Abdichtung samt Gebläse im Türrahmen eingesetzt. Erzeugt der Ventilator im Haus einen Unterdruck oder auch Überdruck, ist dies ein Indiz dafür, dass zu viel Luft durch Fugen oder Ritzen strömt.

Bodenrichtwert

Bemessungsgrundlage für die Bewertung von Grundstücken. Es ist ein von der Stadt / Gemeinde festgelegter Wert.

Bonität

Unter Bonität versteht man die Kreditwürdigkeit eines Darlehensnehmers. Die persönliche Bonität des Darlehensnehmers wird anhand sämtlicher Unterlagen zur Einkommens- und Ausgabenseite des Darlehensnehmers und unter Heranziehung der SCHUFA Auskunft geprüft.

Bonitätsprüfung

Innerhalb der Bonitätsprüfung wird die Zahlungsfähigkeit bzw. die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers geprüft. Zur überprüfung werden verschiedene Informationen über den Kunden eingeholt, wie z.B. die Schufa-Auskunft. Sie dient zur Sicherstellung, dass der Kunde sich nicht übermäßig verschuldet und das aufzunehmende Darlehen und die daraus resultierenden Verpflichtungen auch zukünftig tragen kann.

Braunkohlebriketts

Braunkohlebriketts bestehen aus gepresstem Braunkohlestaub und haben meist die Form von Quadern oder Eiern. Durch die Pressung verringert sich der Wassergehalt des fossilen Energieträgers Braunkohle, der Heizwert verdoppelt sich auf knapp 20 MJ/kg . Neben geringen Mengen Schwefeldioxid entstehen bei der Verbrennung von Braunkohle große Mengen Kohlenstoffdioxid, das als klimaverändernd gilt. Wird bei der Verbrennung nicht genügend Luft zugeführt, verbrennen Braunkohlebriketts unvollständig. Mögliche Folgen: Rauchentwicklung, Schwelbrände, Zerstörung des Schornsteins.

Siehe auch: Fossile Energieträger

Brenngas

Brenngas bezeichnet Gase oder Gasgemische, welche in einem bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff brennbar sind.

Brennstoffzelle

Eine Brennstoffzelle ist eine batterieähnlich aufgebaute Energiequelle. In ihr werden Wasserstoff und Sauerstoff vereinigt, wobei Energie in Form von Wärme und Elektrizität frei gesetzt wird. Wasserstoff und Sauerstoff reagieren direkt miteinander zu Wasser; dabei findet keine Verbrennung statt. Als Abfallprodukt fällt fast ausschließlich Wasser an, so dass kaum Schadstoffe freigesetzt werden.

Brennwert

Der Brennwert (Hs; ehemals Ho) gibt die gesamte Wärmemenge an, welche bei der vollständigen Verbrennung von Brennstoffen frei wird, auch die Wärme, die im Wasserdampf der Abgase gebunden ist. Beim Erdgas wird er in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter ( m³ ) angegeben.

Brennwerttechnik

Im Unterschied zu konventionellen Brenner-Kesseln erzeugen Heizungen mit Brennwerttechnik nicht allein durch die Verfeuerung eines Brennstoffes Heizwärme. Sie nutzen zusätzlich den Wasserdampf im Abgas als Wärmelieferant. Der Dampf legt sich wie Tau auf die Rohre, durch die das Heizungswasser fließt. Das wärmt sich durch Kondensationswärme weiter auf. Brennwerttechnik nutzt so die im Brennstoff (z.B. Gas, Öl, Holzpellets) enthaltene Energie optimal aus – und erreicht rein rechnerisch Nutzungsgrade von über 100%.

Siehe auch: Nutzungsgrad

Briefgrundschuld

Die Briefgrundschuld wird als Grundschuld mit Brief ins Grundbuch (Abteilung III) eingetragen zur Absicherung eines Darlehens. Zusätzlich wird hier noch ein Grundschuldbrief ausgestellt, welcher bei Übertragung der Grundschuld mit übergeben werden muss.

Bürgschaft

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger für die Erfüllung der Verbindlichkeiten bei Nichtzahlung eines Dritten (Schuldners) einzustehen - der Bürge haftet mit seinem gesamten Vermögen (selbstschuldnerische Bürgschaft). Die Bürgschaft wird von einzelnen Fertighausherstellern benötigt. Der Bürge, hier der Finanzierungspartner, verpflichtet sich gegenüber dem Bürgschaftsnehmer (Fertighaushersteller), für die Verbindlichkeiten des Darlehensnehmers einzustehen. Es wird i.d.R. eine Gebühr von 1 % der Bürgschaftssumme berechnet.

Bundes-Immissionsschutzgesetz

BImSchG (Bundes-Immissionsschutzgesetz)
Das Bundes-Immissionschutzgesetz soll Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorbeugen. In der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) werden unter anderem Kleinfeuerungsanlagen geregelt, also Heizungsanlagen und Einzelraumfeuerungsanlagen. Heizungsanlagen dienen zur zentralen Wärme- und Warmwasserversorgung von Gebäude oder Wohnungen. Einzelraumfeuerungsanlagen werden zur Wärmeversorgung einzelner Räume eingesetzt (z.B. Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und Kachelofeneinsätze).
Die Verordnung legt Grenzwerte fest, wie viel Schadstoffe entweichen dürfen, und wie oft und in welchem Umfang eine Anlage aus Immissionsschutzgründen überwacht werden muss. Die Verordnung wird derzeit novelliert, also erneuert. Betroffen sind davon vor allem Einzelfeueranlagen wie Kaminöfen, Kachelöfen, Herde und offene Kamine. Wegen der steigenden Preise für fossile Energieträger werden diese Kleinanlagen immer beliebter – Holz als Brennstoff boomt. Holz bietet als CO2-neutraler Brennstoff klare Vorteile für den Klimaschutz. Es verursacht bei der Verbrennung allerdings auch viel Staub, und 97 % des Gesamtstaubs aus Kaminen und Öfen besteht aus gesundheitsgefährdendem Feinstaub.
Deshalb sieht die novellierte BImSchV verschärfte Grenzwerte und verschiedene Sanierungsregelungen für diese Feuerungsstätten vor. Die Betreiber von neuen Anlagen müssen darauf achten, dass sie beim Kauf einer Anlage eine Herstellerbescheinigung erhalten, die die Einhaltung der geforderten Emissionsgrenzwerte dokumentiert. Alte Anlagen müssen ggf. in einer Übergangsfrist ausgetauscht oder mit Filtern nachgerüstet werden. (Quelle: Bundesministerium für Umwelt)

Bundesnetzagentur

Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) sieht die Einrichtung einer Regulierungsbehörde für den Strommarkt und Gasmarkt vor. Die Behörde trägt den Namen "Bundesnetzagentur" (BNetzA). Ihre Aufgabe ist es unter anderem, durch Regulierung der Netzentgelte die Voraussetzungen für funktionierenden Wettbewerb auf den Strommärkte und Gasmärkten zu schaffen. Die Bundesnetzagentur soll einen diskriminierungsfreien Netzzugang gewährleisten und genehmigt die Netzentgelte der Betreiber von Stromnetzen und Gasnetzen.

Bundesverband der dt. Gas- und Wasserwirtschaft

Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) ist die Vertretung der deutschen Gas- und Wasserversorgungsunternehmen in politischen, wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Fragen.

CAP Darlehen

Ein CAP Darlehen ist ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Zinsobergrenze (Cap-Grenze). Der Zinssatz wird je nach Finanzierungspartner in regelmäßigen Abständen (i.d.R. 3 bzw. 6 Monate) an das aktuelle Zinsniveau angepasst. Basis ist der EURIBOR. Die Zinsobergrenze richtet sich nach der Laufzeit des Darlehensvertrages. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren sie mehr über das Cap-Darlehen.

CE-Kennzeichen

Das CE-Kennzeichen ist kein Prüfzeichen, sondern steht für die Konformität des Produktes mit geltenden EU-Richtlinien für Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen. Die CE-Kennzeichnung erfolgt eigenverantwortlich durch den Hersteller oder durch eine von ihm beauftragte Prüfstelle und sagt weder etwas über die Sicherheit noch über die spezielle Qualität des Produktes aus.

CO (Kohlenmonoxid)

Kohlenmonoxid entsteht zusammen mit Ruß, wenn kohlenstoffhaltiges Material (z.B. Kohle, Holz, Erdöl) unvollständig verbrennt. Es ist ein reiz-, geruch- und farbloses, aber hochgiftiges Gas. Kohlenmonoxid blockiert die Sauerstoffaufnahme des Blutes und gilt als Atemgift, wenn es in die Lunge gelangt. Das kann zu Kopfschmerzen und sogar Atemstillstand führen.

CO2 (Kohlendioxid)

Bei jeder Verbrennung entsteht Kohlendioxid (CO2). Das Gas gilt als Hauptverursacher des zusätzlichen Treibhauseffektes. Mit herkömmlichen Methoden kann es nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien. Spezifische CO2-Emissionen von Brennstoffen (Quelle: Umweltbundesamt) Energieträger g/kWh, Braunkohlen 400, Steinkohlen 335, Heizöl EL 266, Erdgas 202, Flüssiggas 234.

Courtage

Die Courtage ist die Gebühr, die der Immobilienmakler für den Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss eines Vertrags oder für die Vermittlung eines Vertrags erhält. Die Maklercourtage (auch Provision genannt) ist erst bei Zustandekommen eines Vertrages begründet und fällig, z.B. beim Zustandekommens eines Kaufvertrages zwischen Käufer und Verkäufer. Die Höhe der Courtage kann regional unterschiedlich sein und wird nicht nach dem Aufwand bemessen, sondern wird in der Regel mit einem Prozentsatz des Objektpreises ausgewiesen. Die Höhe der Courtage wird im Maklervertrag festgehalten."

Dachdämmung (ausgebautes Dachgeschoss)

1. Dämmung auf Sparren (schräger Dachstuhlbalken)
Diese Variante lohnt sich, wenn das Dach komplett erneuert werden soll. Die Dämmschicht wird direkt auf die Sparren von außen aufgebracht. Der Vorteil: Die Dämmung wird nicht unterbrochen, so dass keine Wärmebrücken entstehen.
2. Dachdämmung zwischen den Dachsparren.
Zwischen den Dachsparren steht viel Raum zur Verfügung, der mit Dämmstoff gefüllt werden kann. Sind die Sparren zu niedrig, lassen sie sich mit Latten verstärken. Die Dämmstoffdicke sollte ca. 20 cm betragen.
3. Unter den Dachsparren
Dieser Wärmeschutz eignet sich vor allem als Ergänzung zu einer bereits vorhandenen, aber unzureichenden Dämmung zwischen den Sparren. Da diese Lösung den Wohnraum etwas verkleinert, sind hier meist nur Dämmstoffstärken von ca. 50 mm üblich.

Damnum

siehe Disagio

Dampfbremsen

Auf Polyamid- oder Zellulose-Basis. Bei diffusionsoffenen Dampfbremsen wird die einmal eingefangene Feuchtigkeit nicht gefangen, sondern kann im Laufe der Zeit wieder entweichen.

Dampfsperren

Die innere Dämmung verhindert, dass die Außenwand von der Raumseite her erwärmt wird. Die Außenwand liegt also – anders als bei einer äußeren Dämmung – im kalten Bereich. So können an der Innenseite der Außenwand sehr niedrige Temperaturen auftreten. Wenn zugleich niedrige Oberflächentemperaturen (< 10°C) und eine mittlere bis hohe relative Luftfeuchtigkeit (ab 50%) vorhanden ist, kann sich Kondenswasser bilden. Da der Dampfdruck im Innenraum in der Regel größer ist als im Außenraum, wandert die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit durch die Dämmung (diffundiert) und kondensiert an der kalten Außenwand. So wird sowohl das Mauerwerk als auch die Dämmung durchfeuchtet und dauerhaft geschädigt. Um dies zu vermeiden, muss auf der warmen (inneren) Seite der Dämmung eine Dampfsperre aufgebracht werden. Als Dampfsperren werden meist Polyethylenfolien eingesetzt.

Darlehensbewilligung

Rechtsverbindliche Genehmigung von einem Darlehensgeber, dem Darlehensnehmer eine beantragte Darlehensumme zu vereinbarten Konditionen bereitzustellen.

Darlehensvertrag

Schriftlicher Vertrag zwischen Darlehensgeber (Bank) und Darlehensnehmer (Kunde).

Degressive Abschreibung

siehe auch Abschreibungen. Bei der degressiven Abschreibung sind die Beträge, welche als steuerlicher Verlust in der Einkommensteuererklärung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können, jährlich abnehmend zu berechnen.

Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

Der DVGW ist zuständig für technisch-wissenschaftliche Fragen der Gas- und Wasserversorgung. Zum Aufgabengebiet gehören die Regelsetzung und Normung sowie Prüfung, Zertifizierung, Forschung und Entwicklung.

Dienstbarkeiten

Unter Dienstbarkeiten versteht dingliche Rechte an einem Grundstück. Diese sind im Grundbuch, Abteilung II, eingetragen. Hierzu zählen unter anderem die Grunddienstbarkeit und das Nießbrauchrecht.

Diffusion

Diffusion ist das Bestreben von Ladungsträgern, Molekülen oder Teilchen sich gleichmäßig in einem Medium zu verteilen, um unterschiedliche Konzentrationen auszugleichen. Die Wasserdampfdiffusion spielt in der Bauphysik eine wichtige Rolle, die Sauerstoffdiffusion ist ein in der Heizungstechnik unerwünschter Vorgang. Um den Vorgang zu bremsen oder gar zu unterdrücken, kann eine Dampfbremse eingebaut werden.

Disagio

Das Darlehen wird nicht in voller Höhe (100%) ausgezahlt, sondern z.B. bei einem Disagio von 5% nur zu 95%. Das Disagio (Damnum) stellt eine Zinsvorauszahlung dar. Hierdurch reduziert sich der Nominalzinssatz. Der Effektivzins bleibt unverändert. Diese Variante kann für Kapitalanleger interessant sein, da ein Disagio steuerlich absetzbar ist.

Drehstrom

Die Versorgungsnetze bestehen aus einem Drei-Leiter-Drehstromnetz. Es handelt sich um eine sinusförmige Wechselspannung, die im europäischen Verbundnetz mit einer Frequenz von 50 Hz schwingt. Drehstrom oder auch Drei-Phasen-Wechselstrom lässt sich leicht auf verschiedene Betriebsspannungen transformieren.

Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung

Werden bei der Wärmeschutzverglasung die Wärmeverluste zwischen 40 und 70 % reduziert, sind es bei den Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasungen noch einmal mind. 30 %.

Druck

Druck (p) berechnet sich als Quotient aus Kraft (senkrecht wirkend) geteilt durch Fläche. Die SI-Einheit Pascal (Pa) wurde nach dem französischen Philosophen, Mathematiker und Physiker Blaise Pascal (1623-1662) benannt.

DVGW

siehe Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.

DVGW-Regelwerk

Zentrales Aufgabenfeld des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.) ist die Erarbeitung und Herausgabe des DVGW-Regelwerkes, d.h. der anerkannten Regeln der Technik für Planung, Bau und Betrieb von Rohrleitungen und Anlagen (Funktionsnormung) sowie für Bauteile, Materialien und Geräte (Produktnormung) der öffentlichen Versorgung mit Gas und Wasser.

EDU bzw. EVU

EDU (Energiedienstleistungsunternehmen) und EVU (Energieversorgungsunternehmen) sind die Abkürzungen für regionale oder kommunale Energieunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Energie.

EEG – Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien

Siehe auch: Erneuerbare Energien

Effektivzins

Siehe anfänglich effektiver Jahreszins.

Eigenkapital

Eigenkapital ist das Kapital, das der Kunde für sein Vorhaben einsetzen möchte. Zum Eigenkapital zählen: Bank- und Sparguthaben, Bausparguthaben und das eigene unbelastete Grundstück. Ein entsprechender Nachweis in Form von aktuellen Kontoauszügen/Grundbuchauszug ist erforderlich.

Eigenleistung

Die Eigenleistung ist die sogenannte Muskelhypothek. Der Bauherr, seine Angehörigen, Bekannte, etc., bringen bei einem Neubauvorhaben Arbeitsleistungen selbst ein und sparen somit entsprechende Handwerkerlohnkosten. Achtung: die Materialkosten müssen in den Finanzierungskosten berücksichtigt werden.

Eigennutzung

Unter Eigennutzung ist die Nutzung einer Immobilie zu eigenen Wohnzwecken zu verstehen, d.h. die Immobilie ist nicht fremdgenutzt bzw. vermietet.

Eigentumswohnung

Die Eigentumswohnung stellt einen gesonderten Eigentumsanteil an einer Immobilie dar. Wenn eine Immobilie mehrere Eigentumswohnungen beinhaltet, sind diese in der Regel im Sinne des Wohneigentumsgesetzes (=WEG) geteilt. Die einzelnen Wohneinheiten sind in der Teilungserklärung aufgelistet.

Einheitswert

An dem Einheitswert orientiert sich die Bemessung der Grundsteuer. Die Berechnung wird vom zuständigen Finanzamt durchgeführt. In der Regel liegt der Einheitswert einer Immobilie unter dem Verkehrswert der Immobilie.

Einkommen

Zum Einkommen zählen: Lohn-/Gehaltszahlungen, Renten/Pensionen, Mieteinkünfte, Einkünfte aus freiberuflicher/selbständiger Tätigkeit. Achtung: Arbeitslosengeld, Sozialhilfe werden nicht als Einkommen angesetzt.

Einkommen (zu versteuerndes)

Das zu versteuernde Einkommen wird innerhalb der Einkommensteuererklärung ermittelt. Es ist ist nach EStG das Einkommen abzüglich der Freibeträge und sonstiger vom Einkommen abziehbarer Beträge, wie Werbungskosten etc.

Einkommensnachweis

Zu Einkommensnachweisen zählen unter anderem Gehaltsabrechnungen, Bilanzen mit Gewinn- und Verlustrechnung, Einkommensteuerbescheide, sowie weitere Belege zum Nachweis des Einkommens. Diese Nachweise werden zur Bonitätsprüfung benötigt.

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Die Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung stellen alle einkommensteuerpflichtigen Überschüsse und Verluste aus einem bestehenden Miet- oder Pachtverhältnis, welches sich auf unbebaute oder bebaute Grundstücke bezieht. Steuerlich können unter anderem die Bewirtschaftungskosten und die Abschreibungen geltend gemacht werden.

Einliegerwohnung

Kleine, abgeschlossene Wohnung in einem Einfamilienhaus, die sich deutlich von der Größe der Hauptwohnung unterscheidet. Befindet sich oft in Keller- und Dachgeschossen und verfügt i.d.R. über einen eigenen Zugang.

Einspeisevergütung

Wer Solarstrom ins öffentliche deutsche Stromnetz einspeist, hat Anspruch auf die Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz. Für die Abrechnung ist ein separater Stromzähler erforderlich.

Elektrosmog

Bei der Stromübertragung entstehen magnetische Felder. Über eventuelle negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit sind sich die Wissenschaftler uneins.

Emissionen

Emission bezeichnet die Abgabe von Schadstoffen an die Umwelt. Zu diesen Schadstoffen gehört neben Luftschadstoffen und Staub auch Lärm. Staub, Schwefeldioxid (SO2), Kohlendioxid (CO2), Kohlenmonoxid (CO) und Stickoxide (NOx) sind die bekanntesten Luft-Emittenten. Lärm und Erschütterungen zählen auch als Emissionen. Der Gesetzgeber hat Vorschriften erlassen, um die Menge der Emissionen zu begrenzen.

Energie

Als Energie bezeichnet man die in einem System oder Körper gespeicherte Arbeit sowie das Vermögen, Arbeit zu verrichten oder Wärme abzugeben. Arbeit, Energie und Wärmemenge werden als physikalische Größen gleicher Art angesehen und auch in den gleichwertigen Einheiten Joule=Newtonmeter=Wattsekunde ausgedrückt; je nach Zweckmäßigkeit kann die passende Einheit gewählt werden; z.B. Arbeit (Nm), elektrische Energie (Ws) und Wärmemenge (J oder Ws).

Energie-Inhalt

Energie-Inhalt der wichtigsten Primärenergieträger: 1 kg Holz = 14,7 Megajoule (MJ) 1 kg Braunkohle = 15,0 MJ 1 kg Steinkohle = 29,8 MJ 1 kg leichtes Heizöl = 42,7 MJ 1 kg Natur-Uran = 500 Gigajoule (GJ) 1 Kubikmeter Erdgas = 31,7 MJ

Energieeffizienz

Die Energieeffizienz gibt an, wie wirksam eine Energiewandlungskette oder ein Gerät die hineingesteckte Energie umsetzt. Dabei ist die Effizienz umso größer, je kleiner die Energieverluste sind. Ein Maß für die Energieeffizienz ist der Wirkungsgrad η. Er spiegelt das Verhältnis aus nutzbarer Energie und aufgewendeter Energie. Sein Wert liegt zwischen 0 und 100%, denn die nutzbare Energie ist immer kleiner als der Energieaufwand. Die Energieeffizienz kann gesteigert werden, indem der Wirkungsgrad eines Gerätes bzw. einer Energiewandlungskette verbessert wird. So nutzen z.B. moderne Heizungssysteme Energie oft viel wirksamer aus als überaltete. Sie leisten dadurch einen deutlichen Beitrag zum Energiesparen.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung ist ein Teil des deutschen Baurechts. Sie enthält die Vorgaben, die Bauherren einhalten müssen, um den Forderungen des Energieeinspargesetzes (EnEG) nachzukommen. Ziel ist die Senkung des Energieverbrauchs von Wohn- und Bürogebäuden. In diesem Herbst steigen die Vorgaben der EnEV für Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen weiter an:
• Der Primärenergiebedarf von Neubauten muss um 30 % niedriger sein als bisher. Außerdem muss die Wärmedämmung der Gebäudehülle durchschnittlich 15 % mehr leisten.
• Bei der Altbaumodernisierung mit größeren baulichen Änderungen an der Gebäudehülle (z. B. Erneuerung der Fassade, der Fenster, des Dachs) werden die Bauteilanforderungen um durchschnittlich 30 % verschärft. Alternativ kann sich der Bauherr dafür entscheiden, den Jahres-Primärenergiebedarf auf das 1,4-Fache des Neubauniveaus zu reduzieren.
• Für Altbauten, die nicht saniert werden, besteht nach wie vor eine Nachrüstpflicht zur Dämmung des Daches oder der obersten begehbaren Geschossdecke. Diese muss bis 2011 erfolgen. Der Wärmedurchgangskoeffizient der Dämmung darf höchstens 0,24 Watt/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin) betragen statt bisher 0,30 Watt/m²K. Selbst bewohnte Immobilien sind nach wie vor nicht von der Nachrüstpflicht betroffen.
• Ab 1.1.2020 müssen elektrische Speicherheizungen, die älter als 30 Jahre alt sind, in größeren, ausschließlich mit solchen Heizungen beheizten Gebäuden nach und nach außer Betrieb genommen werden. Dies betrifft Wohngebäude mit mindestens sechs Wohneinheiten und Nichtwohngebäude mit mehr als 500 Quadratmetern Nutzfläche. Die Pflicht entfällt, wenn das Gebäude das Wärmedämmniveau nach der Wärmeschutzverordnung 1995 erfüllt, der Austausch auch bei Inanspruchnahme möglicher Fördermittel unwirtschaftlich wäre oder öffentlich-rechtliche Vorschriften den Einsatz von elektrischen Speicherheizsystemen vorschreiben (z. B. Festsetzungen in Bebauungsplänen).
• Bestimmte Prüfungen wie die, ob alte Heizkessel pflichtgemäß ausgetauscht wurden, werden dem jeweiligen Bezirksschornsteinfegermeister übertragen. Außerdem sind mit der EnEV 2009 sogenannte Unternehmererklärungen vorgeschrieben. In diesen muss das ausführende Unternehmen gegenüber dem Eigentümer erklären, dass die EnEV bei der Modernisierung eingehalten wurde. Die Unternehmererklärung muss auf Verlangen der zuständigen Behörde vorgelegt werden. Wärmegesetz bei Neubau ab 2009 Pflicht.
Neben der EnEV ändert sich für Bauherren 2009 noch etwas. Mit Beginn des Jahres ist das Wärmegesetz in Kraft getreten. Es verpflichtet Bauherren unter anderem dazu, regenerative Energien zur Wärmeversorgung zu nutzen. Wer dies nicht will, muss dafür andere klimaschonende Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel das Haus stärker dämmen, als in der EnEV vorgeschrieben, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage nutzen.

Energienutzungsgrad

Siehe auch: Nutzungsgrad

Energiesparen

Energiesparen bedeutet unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden. Dies kann durch den Austausch von bestehender durch moderne Technik (beispielsweise bei Heizkesseln) oder durch den Einsatz zusätzlicher Technik erreicht werden. Viel Energie geht dadurch verloren, dass durch Wände und Fenster Energie nach außen abgegeben wird. Um dies zu reduzieren, hilft eine optimale Dämmung der Hauswände. Eine weitere Einsparmöglichkeit bietet sich in der Umrüstung auf moderne Erdgastechnik. Hiervon profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel: Notwendige Investitionen amortisieren sich meist bereits nach kurzer Zeit über die eingesparten Brennstoffkosten.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Das am 7. Juli 2005 in Kraft getretene Energiewirtschaftsgesetz setzt Richtlinien der Europäischen Union (EU) in deutsches Recht um. Zweck des Gesetzes ist, die möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung mit Strom und Erdgas zu gewährleisten. Um einen wirksamen Wettbewerb zu erreichen, schreibt das Gesetz die organisatorische, informatorische, rechnungsmäßige und gesellschaftsrechtliche Trennung des Strom- und Erdgasversorgungsnetzes von den Vertriebsaktivitäten eines Energieversorgungsunternehmens vor. Die Höhe der Netzentgelte wird von der Bundesnetzagentur genehmigt.

Erbbaurecht

Das Erbbaurecht ermöglicht es, Eigentümer eines Hauses zu sein, das auf fremden Grund steht. Als Entgelt zahlt der Erbbauberechtigte (Eigentümer des Hauses) an den Erbbaurechtsgeber (Eigentümer des Grundstückes) den Erbbauzins.
Privates Erbbaurecht = Eigentümer des Grundstückes ist eine Privatperson.
Öffentliches Erbbaurecht = Eigentümer des Grundstückes sind Stadt Gemeinde oder Kirche.

Erbbauzins

Siehe Erbbaurecht.

Erbpacht

Siehe Erbbauzins.

Erdgas

Das Erdgas ist vor ca. 600 Mio. Jahren entstanden. Erdgas ist ein Naturgasgemisch, dessen Hauptbestandteil Methan (CH4) ist. Das günstige Verhältnis von Wasserstoff zu Kohlenstoff begründet die Umweltvorteile gegenüber den anderen fossilen Brennstoffen Öl und Kohle. Die Erdgas-Reserven der Welt sind groß genug, um eine auch weiterhin steigende Nachfrage in allen Verbrauchsregionen der Welt zu decken ? Schätzungen gehen von einem Potenzial aus, das bis ins Jahr 2160 reicht.

Erdgas H

H steht für das englische Wort high (hoch). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von rund 12 kWh/m³ (im Normzustand).

Erdgas L

L steht für das englische Wort low (niedrig). Dieses Erdgas hat einen Brennwert von ca. 10 kWh/m³ (Im Normzustand).

Erdgassteuer

Steuern und Abgaben machen heute im Schnitt etwa 30 Prozent des Erdgas-Endkundenpreises aus. 30 Cent von jedem Euro Ihrer Erdgasrechnung zahlen Sie für Mehrwertsteuer, Erdgas- und Ökosteuer, die Konzessionsabgabe sowie eine anteilige Förderabgabe.

Erdgasversorgung

Für Deutschland ist die Ergasversorgung ein relativ junger Wirtschaftszweig. Als in den Niederlanden Mitte der 60er Jahre große Lagerstätten entdeckt und erschlossen wurden, standen auch für den deutschen Markt größere Erdgasmengen zur Verfügung.

Erdgasverteilungsleitung

Das Leitungsnetz zum Verteilen des Erdgases besteht in der Regel aus Polyethylen (PE)-Rohren. Die Verteilungsleitungen schließen sich ans Transportnetz an und enden beim Hausanschluss.

Erdwärme

Im Inneren der Erde herrschen Temperaturen bis über 6000°C. An manchen Stellen - besonders solchen, an denen die Erdkruste relativ dünn ist - dringt ein Teil dieser Wärme an die Erdoberfläche. Diese Erdwärme kann sowohl zum Beheizen von Gebäuden als auch zur Gewinnung elektrischer Energie benutzt werden; so wird zum Beispiel in Island sämtlicher Strom aus Erdwärme und Wasserkraft gewonnen.

Erhaltungsaufwand

Unter dem Erhaltungsaufwand sind alle Aufwendungen, die für die Instandhaltung und Renovierung einer Immobilie anfallen, zu verstehen.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt den Anschluss, die vorrangige Aufnahme und die Vergütungssätze von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas. Zweck des Gesetzes ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung deutlich zu erhöhen. Erneuerbare Energien sind Wasserkraft einschließlich der Wellen-, Gezeiten-, Salzgradienten- und Strömungsenergie, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas- und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie.

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG)

Das Wärmegesetz legt fest, dass spätestens im Jahr 2020 14 % der Wärme in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen muss. Es dient dem Schutz der Umwelt und soll dazu beitragen, den Ausstoß Klima schädlicher Treibhausgase zu verringern. Ziel ist es, einerseits Ressourcen zu schonen, andererseits aber eine sichere und nachhaltige Energieversorgung zu gewährleisten. Das Gesetz hat drei Säulen:
1. die Nutzungspflicht: Eigentümer von Gebäuden, die neu gebaut werden, müssen ab dem 1. Januar 2009 erneuerbare Energien für ihre Wärmeversorgung nutzen. Diese Pflicht trifft alle Eigentümer, egal ob Private, den Staat oder die Wirtschaft. Genutzt werden können alle Formen von erneuerbaren Energien, auch in Kombination. Dazu zählen solare Strahlungsenergie, Geothermie, Umweltwärme und Biomasse. Wer keine erneuerbaren Energien einsetzen will, kann andere Klima schonende Maßnahmen ergreifen: Eigentümer können ihr Haus stärker dämmen, Abwärme nutzen, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder Wärme aus Kraft-Wärme-Kopplung einsetzen.
2. die finanzielle Förderung: Die Nutzung erneuerbarer Energien wird auch in Zukunft finanziell gefördert. Das bestehende Marktanreizprogramm, ein Förderinstrument der Bundesregierung, erhält mehr Geld. Die Mittel werden auf bis zu 500 Mio. Euro pro Jahr aufgestockt. Das bedeutet mehr Planungssicherheit für Investoren.
3. Wärmenetze: Das Gesetz erleichtert den Ausbau von Wärmenetzen. Es sieht vor, dass Kommunen auch im Interesse des Klimaschutzes den Anschluss und die Nutzung eines solchen Netzes vorschreiben können.

Erneuerbare Energien

Energieträger, die nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen. Dazu gehören beispielsweise Sonne, Wind und Wasser, Biomasse und Erdwärme.

Erschließung

Die Maßnahmen, welche zum Anschluss eines Grundstückes an das öffentliche Versorgungsnetz durchgeführt werden, werden im überbegriff Erschließung zusammengefasst. Hierzu zählen die Wasser und Energieversorgung sowie die Telekommunikation etc. Die Durchführung dieser Maßnahmen tätigt die Gemeinde.

Erschließungskosten

Kosten der Gemeinde/Stadt für den Anschluss des Grundstückes an eine öffentliche Straße (z.B. für den Gehweg/Straßen etc.).

Ertragswert

Unter dem Ertragswert ist der kapitalisierte Jahresreinertrag eines Objektes, d.h. die Mieterträge nach Abzug der Bewirtschaftungskosten zu verstehen. Der Ertragswert ist bei vermieteten Wohnobjekten die Grundlage für die Ermittlung des Beleihungswertes.

Erwerbskosten

Siehe auch Anschaffungskosten. Die Erwerbskosten stellen die Kosten dar, welche bei dem Erwerb einer Immobilie entstehen. Hierzu zählen der Kaufpreis, die Modernisierungskosten, die Notarkosten sowie die Grundbuchgebühren etc. Bei dem Neubau einer Immobilie spricht man oft über die Herstellungskosten.

EURIBOR

EURIBOR ist die Abkürzung für "European Interbank Offered Rate". Der EURIBOR ist der Zinssatz für Termingelder in Euro, zu dem zwischen europäischen Banken Termingelder gehandelt werden. U.a. dient der EURIBOR als Referenzzinssatz für variabel verzinste Darlehen (z.B. CAP-Darlehen).

Fernwärme

Mit Fernwärme wird Wärme bezeichnet, die in einem zentralen Heizkraftwerk oder einem dezentralen Blockheizkraftwerk erzeugt und dann mittels Warmwasser- oder Dampfrohrsystemen an einzelne Haushalte geleitet wird.

Fernwärmenetz

Das Fernwärmenetz ist das System aus Dampf- oder Warmwasserleitungen zur Verteilung der Fernwärme an die Haushalte.

Fertighaus

Ein Fertighaus ist ein aus vorgefertigten Teilen errichtetes Gebäude, das meist schlüsselfertig geliefert wird. Unsere Finanzierungspartner bestehen i.d.R. auf ein Gütesiegel des Hausherstellers.

Festdarlehen

Unter einem Festdarlehen versteht man, dass bis zu einem vereinbarten Laufzeitende das Darlehen vollständig in einer Summe an den Darlehensgeber zurückgezahlt wird. Während der Zinsbindungsfrist bzw. der Laufzeit des Darlehens werden nur die Zinsen vom Darlehensnehmer gezahlt und, wenn vereinbart, wird zusätzlich die Tilgung in einen Tilgungsersatz gezahlt (siehe Tilgungsersatz). Eine direkte Tilgung des Darlehens entfällt.

Festzins

Zins, der für einen vereinbarten Zeitraum (Zinsbindungsfrist) oder die gesamte Laufzeit des Darlehens vertraglich festgeschrieben ist. Unsere Finanzierungspartner bieten Zinsbindungsfristen von 5€*30 Jahren an.

Festzinsdarlehen

Bei einem Festzinsdarlehen wird bei Abschluss des Darlehensvertrages ein Zinssatz festgelegt. Dieser ändert sich während der Zinsbindungsfrist nicht, somit wird dieser vom Darlehensgeber auf eine vereinbarte Zeit garantiert. Der Zinssatz eines Festzinsdarlehens ist während der Zinsbindungsfrist unabhängig von der Zinsentwicklung am Markt.

Feuerversicherung

Wenn an einer Immobilie Schäden z.B. durch Brand oder Blitzschlag entstehen, so werden diese von einer Feuerversicherung gedeckt. Die Feuerversicherung schließt der Eigentümer selbst ab.

Finanzierungsbedarf

Die Gesamtkosten des Vorhabens abzüglich Eigenkapital, Eigenleistung und evt. weiteren Fremdmitteln ergeben den Finanzierungsbedarf, d.h. die benötigte Darlehenssumme.

Finanzierungsplan

Im Finanzierungsplan sind alle Mittel (Eigen- und Fremdkapital), die zur Deckung der Gesamtkosten dienen, aufgeführt.

Flächenheizung

Flächenheizungen sind Heizflächen, bei denen die Bauteile (Fußboden, Wände, Decke), neben dem Raumabschluss gleichzeitig eine Heizfunktion erfüllen. Als Heizmedium kommen Warmwasser, in Sonderfällen auch Warmluft oder Elektro-Heizbänder infrage. Die wesentlich größeren Heizflächen ermöglichen extrem niedrige Oberflächentemperaturen, günstige Auswirkungen auf die erforderliche Raumlufttemperatur und damit auch auf das Raumklima sowie auf den Energieverbrauch. Formal bringt der Wegfall der Heizkörper freie Gestaltungsmöglichkeiten, bei Wandheizungen jedoch nur mit gewissen Einschränkungen.

Flachkollektor

Der Flachkollektor ist der gängigste und günstigste Sonnenkollektortyp. Er besteht aus einem flachen Gehäuse, das von unten wärmegedämmt ist, einer transparenten Abdeckung (meist aus Glas) und im Inneren aus einem flächigen Absorber. Er nimmt die Sonnenwärme auf und gibt sie an eine darunter strömende Wärmeflüssigkeit ab. Diese leitet die Wärme an einen Wärmetauscher, der wiederum das Brauchwasser erhitzt. Flachkollektoren sind in der Anschaffung deutlich preiswerter als z.B. Vakuumröhrenkollektoren, allerdings auch um knapp ein Drittel weniger effizient in der Nutzung der Sonnenstrahlung. Sie eignen sich vor allem für die Warmwasserbereitung.

Flurkarte

Siehe amtlicher Lageplan.

Flurstück

Das Flurstück ist die kleinste Einheit der Katasterführung. Jedem Flurstück wird eine Flurstücknummer zugewiesen. Ein Grundstück kann aus einem oder mehreren Flurstücken bestehen.

Förderung des Wohneigentums

Durch öffentliche Institute wie z.B. die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt der Staat mit der Vergabe von zinsgünstigen Darlehen Immobilienbesitzer beim Erwerb und oder bei Modernisierungen von Objekten.

Forwarddarlehen

Siehe Vorratsdarlehen.

Fossile Energieträger

Fossile Energieträger sind durch geologische Prozesse in die Erdkruste eingelagert worden. Dazu gehören zum Beispiel Kohle, Erdöl und Erdgas.

Fremdkapital

Darunter fallen Darlehen durch weitere Darlehensgeber, z.B.:
- Banken/Versicherungen/Bausparkassen
- Arbeitgeberdarlehen
- öffentliche Mittel (s. öffentliche Mittel)
- Verwandtendarlehen (s. Verwandtendarlehen)

Frequenz

Die physikalische Einheit Hertz (Hz) gibt die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde an. Die Elektrizitätsversorgung des öffentlichen Netzes arbeitet mit sinusförmigen Strömen und Spannungen. Unabhängig von den Spannungsebenen Niederspannung, Mittelspannung sowie Hoch- und Höchstspannung sind die gesamten Versorgungsebenen als 1-Phasen- bzw. 3-Phasen-Wechselstromnetze aufgebaut, die mit 50 Hz schwingen. (3-Phasen-Wechselstromnetze heißen auch Drehstromnetze.

Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, bei der die Wärme abgebenden Rohre im Fußboden verlegt sind. Die Wärme wird durch Strahlung und Konvektion nach oben abgegeben. Bei Fußbodenheizungen verhindert eine Dämmung die Wärmeabgabe nach unten und sorgt damit für geringe Wärmeverluste. Bei Warmwasser-Fußbodenheizungen können die Rohre dabei im Nassestrich, unter dem Nassestrich auf der Dämmschicht oder unter dem Trockenestrich auf der Dämmschicht verlegt werden:
• Verlegung im Nassestrich: Bei diesem System werden die Rohre im Zuge der Estrichverlegung oberhalb der Dämmschicht im Estrich eingebettet. Die Rohre (Kunststoff-, Kupfer oder Verbundrohre) werden i. d. R. mit Spezialklammern auf einer Trägermatte befestigt.
• Verlegung unter dem Nassestrich auf der Dämmschicht: Bei diesem System liegen die Rohre auf der Dämmschicht, meist in vorgegebenen Vertiefungen bzw. auf einer Noppenunterlage. Zur besseren Wärmeübertragung und gleichmäßigeren Wärmeverteilung werden häufig Wärmeleitbleche angeordnet.
• Verlegung unter dem Trockenestrich auf der Dämmschicht: Dieses System besteht aus vorgefertigten flachen Heizelementen. Sie werden hauptsächlich für die Altbausanierung in Verbindung mit einem Trockenestrich eingesetzt. Bei diesem System verlaufen die Rohre in speziellen Systemplatten, durch eine Folie vom Estrich getrennt. Die Rohre werden beim Verlegen noch zusätzlich mit Wärmeverteilungsblechen, -lamellen oder -folien versehen, damit hohe Temperaturunterschiede vermieden werden und eine bessere Wärmeübertragung an den Estrich erfolgen kann.
Für Fußbodenheizungen kommen Kunststoff-, Kupfer- und Verbundrohre zum Einsatz. Verlegeformen bei Fußbodenheizungen sind die mäanderförmige Anordnung oder die bifilare Anordnung. Bei der mäanderförmigen Verlegung nimmt die Heizwassertemperatur mit zunehmender Entfernung ab und führt zu ungleichmäßigen Oberflächentemperaturen. Bei der bifilaren (spiralförmigen) Anordnung liegen Vor- und Rücklauf nebeneinander, so dass sich eine gleichmäßige Oberflächentemperatur ergibt. Auch eine Kombination beider Verlegearten ist möglich.

G-Wert

Der g-Wert misst den Energiedurchlass von außen nach innen in Prozent. Je höher der g-Wert liegt, desto mehr Sonneneinstrahlung wird über die Verglasung als Strahlungswärme nach innen abgegeben. Ein hoher g-Wert bedeutet hohen Wärmegewinn. Für ein ideal strahlungsdurchlässiges Fenster beträgt der g-Wert 1,00 oder 100 %. Bei Normalglas liegen die Werte bei 0,7 bis 0,9. Ein hoher Gesamtenergiedurchlassgrad bedeutet einen hohen Strahlungsdurchgang durch das Glas und damit verbunden, eine hohe Wärmebelastung des Innenraumes. Hochwärmedämmende Fensterscheiben sind in der Lage, mehr Wärme zu produzieren, als durch sie verloren geht. Die einfallenden Sonnenstrahlen werden von den innenliegenden Bauteilen absorbiert und in Form von Wärmestrahlung an den Innenraum abgegeben, die dann aufgrund der Dämmeigenschaften des Fensters zurückgehalten wird.
Sinnvoll und energetisch nutzbar bleibt dieser Wärmefallen-Effekt im Winter, extrem belastend kann er sich im Sommer auswirken. Durch die hohen Strahlungsgewinne heizt sich das Fensterglas soweit auf, dass die Glastemperatur über der Lufttemperatur des Innenraumes liegt und damit ein wirkungsvoller Wärmeaustausch mit der kühleren Außenluft unterbleibt. Diesen Effekt beschreibt man als Wärmefallen-Effekt. Je besser der g-Wert und die Dämmeigenschaften der Fenster sind, desto eher kann es bei großen Fensterflächen zu einer Überhitzung des dahinterliegenden Raumes kommen. Bei großer Verglasung ist deshalb meist ein entsprechender Sonnenschutz – zum Beispiel durch eine Jalousie oder Rollläden erforderlich.

Gas- und Dampfturbinenanlage

Gas- und Dampfturbinenanlagen sind Anlagen zur Stromerzeugung. Bei diesen wird in einem Kessel Dampf erzeugt, aus dem in einer nachgeschalteten Dampfturbine elektrischer Strom erzeugt wird.

Gasbeschaffenheit

Die technischen Regeln für die Gasbeschaffenheit legen die Anforderungen an Brenngase der öffentlichen Gasversorgung fest und stellen Rahmenbedingungen für die Gaslieferung, die Abrechnung, den Betrieb von Gasanlagen und -geräten sowie die Basis für deren Entwicklung, Normung und Prüfung dar. Die abrechnungs- und anwendungstechnischen Anforderungen werden durch die brenntechnischen Kenngrößen sowie chemischen und physikalischen Eigenschaften des Erdgases bestimmt. Erdgas für die öffentliche Gasversorgung wird je nach Methangehalt in die beiden Gruppen Typ L und H unterteilt. Typ H hat einen höheren Methangehalt.

Gasturbine

Eine Gasturbine ist einer der möglichen Antriebe in einem BHKW. Der Aufbau ähnelt dem von Strahltriebwerken, wie sie beispielsweise in der Luftfahrttechnik eingesetzt werden: Luft wird durch Laufräder in einen Kompressor hineingesogen und dann mit einem Druck von 20 bis 30 bar in eine Brennkammer gepresst. In die Brennkammer wird zusätzlich Gas geführt, welches sich dort entzündet. Die entstehenden Verbrennungsgase erhöhen den Druck innerhalb der Brennkammer noch weiter, wodurch Luft und Verbrennungsgase schneller weiter strömen. Hinter der Brennkammer folgen Laufräder, mit denen Generatoren betrieben werden und somit elektrische Energie erzeugt wird. Von der gesamten nutzbaren Energie sind 35% mechanische und 65% Wärmeenergie. Turbinen werden meist dort eingesetzt, wo viel Wärme und weniger Strom benötigt wird: Zum Beispiel in größeren Freibädern, in denen viel Wärmeenergie zum Heizen des Wassers und verhältnismäßig wenig Strom für den Betrieb der Filterpumpen gebraucht wird.

Gasversorgungsunternehmen

GVU (Gasversorgungsunternehmen) ist die Abkürzung für regionale oder kommunale Gasversorgungsunternehmen. Sie beliefern Haushalte, Handel, öffentliche Einrichtungen, Gewerbe und Industrie mit Gas. In Hannover entstand 1826 das erste Gaswerk auf dem europäischen Kontinent, ein Jahr später das zweite in Berlin.

Gemarkung

Zusammenhängene Flurstücke werden als Gemarkung bezeichnet und stellt das Gebiet einer Gemeinde dar.

Gemeinschaftseigentum

Als Gemeinschaftseigentum werden die Gebäudeteile benannt, an welchen alle Miteigentümer Anrecht zu gleichen Teilen haben. Hierzu gehören z.B. das Treppenhaus und der Fahrstuhl. Die Eigentümer sind verpflichtet, dieses Gemeinschaftseigentum gemeinsam in Stand zu halten. Das Gegenteil zum Gemeinschaftseigentum stellt das Sondereigentum dar.

Generator

Der Generator ist der Stromerzeuger in allen fossil befeuerten Dampfkraftwerken, in Gasturbinenkraftwerken und in Kernkraftwerken. Beim Generator handelt es sich um einen rotierenden Magneten (angetrieben durch die Turbine), der den Wechselstrom erzeugt.

Geothermie

siehe Erdwärme

Gesamtlaufzeit

Ausgehend von einem gleich bleibenden Zins- und Tilgungssatz nach Ablauf der vereinbarten Zinsbindungsfrist, kann man die Gesamtlaufzeit des Darlehens berechnen. Dies ist jedoch nur eine kalkulatorische Berechnung, da der Zins nach Ablauf der Zinsbindungsfrist noch nicht feststeht (Ausnahme Volltilgerdarlehen).

Gesamtschuldner

Wenn ein Darlehensvertrag auf mehrere Darlehensnehmer lautet, so haften diese für die vollständige Darlehenssumme gesamtschuldnerisch. Der Darlehensgeber kann von jedem einzelnen Darlehensnehmer die vollständige Summe oder einen Teilbetrag einfordern. Es ist jedoch festzuhalten, dass die Leistung nur einmalig vom Darlehensgeber verlangt werden kann.

Geschäftsführender Gesellschafter

Angestellter einer GmbH, der zu einem bestimmten Prozentsatz an der GmbH beteiligt ist. Da er steuerlich als Selbständiger gesehen wird, zahlt er keine Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge.

Gleichrichter

Gerät zum Umwandeln von Wechselstrom in Gleichstrom.

Gleichstrom

Beim Gleichstrom handelt es sich um Strom, dessen Polarität - im Gegensatz zum Wechselstrom - gleich bleibend ist. Konstanter Gleichstrom lässt sich durch elektrochemische Elemente gewinnen. Benötigt wird Gleichstrom unter anderem zur Versorgung elektronischer Schaltungen und Geräte.

Gleitzinsdarlehen

Siehe Vario-Darlehen.

Globalgrundschuld

Wenn auf mehreren Grundstücken eine Grundschuld eingetragen ist, spricht man hier von einer Globalgrundschuld. Die einzelnen Grundstücke haften hier für den Gesamtbetrag der Grundschuld. Falls die Finanzierung notleidend werden sollte, kann der Gläubiger der Grundschuld die einzelnen Grundstücke verwerten lassen und sich aus dem Erlös befriedigen.

Grundbuch

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, das beim zuständigen Amtsgericht (Grundbuchamt) geführt wird und Auskunft über alle wichtigen Daten der Grundstücke des Amtsgerichtsbezirks gibt. Für jedes Grundstück wird ein gesondertes Grundbuchblatt angelegt. Das Grundbuchblatt besteht aus:
- Deckblatt (Bezeichnung Amtsgericht/ Grundbuchamt/ Blattnummer)
- Bestandsverzeichnis (Lage, Größe und Rechte eines Grundstückes)
- Abteilung I (Eigentumsverhältnisse)
- Abteilung II (Lasten und Beschränkungen)
- Abteilung III (Grundschulden und Hypotheken)

Grundbuchauszug

Abschrift des vollständigen Grundbuchblattes mit allen zum Grundstück bestehenden Eintragungen. Der Grundbuchauszug ist erhältlich beim zuständigen Grundbuchamt (i.d.R. dem zuständigen Amtsgericht angegliedert).

Grundbucheinsicht

Beim Grundbuchamt kann jeder bei berechtigtem Interesse das Grundbuch einsehen. In der Regel betreffen dies Käuferinteressenten und die Eigentümer des Grundstückes. Diese können einen Grundbuchauszug verlangen.

Grunddienstbarkeit

Als Grunddienstbarkeiten werden Rechte am betreffenden Grundstück zu Gunsten Dritter verstanden. Der Eigentümer des belasteten Grundstücks ist durch die Grunddienstbarkeit verpflichtet, die "Benutzung" durch den Berechtigten auf seinem Grundstück zu dulden. Grunddienstbarkeiten werden im Grundbuch (Abteilung II) eingetragen. Hierzu zählen z.B. Wegerechte und Leitungsrechte.

Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer wird einmalig beim Erwerb eines bebauten oder unbebauten Grundstückes fällig und ist an das für die Besteuerung zuständige Finanzamt zu entrichten. Die Höhe der Grunderwerbsteuer bemisst sich nach der Gegenleistung (= Kaufpreis des Grundstücks einschließlich der darauf errichteten Gebäude). Der Steuersatz beträgt zur Zeit einheitlich 3,5 % auf den Gesamtkaufpreis.

Grundlast

Grundbedarf an Strom, der unabhängig von allen Lastschwankungen besteht. Diese gleich bleibende Grundlast wird von Kraftwerken gedeckt, die rund um die Uhr in Betrieb sind, Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter. (Wenn sie abgeschaltet werden, um Wartungs- und Reparaturarbeiten auszuführen, ist für Ersatz gesorgt. Solche Grundlast-Kraftwerke sind die Braunkohlekraftwerke, die Kernkraftwerke sowie - mit einem wesentlich bescheideneren Beitrag - die Laufwasserkraftwerke an großen Flüssen. Man unterscheidet außerdem Mittellast und Spitzenlast).

Grundpfandrecht

Die Hypothek und die Grundschuld werden als Grundpfandrechte bezeichnet. Grundpfandrechte werden im Grundbuch (Abteilung III) vermerkt. Sie stellen die Sicherheit für den Darlehensgeber dar.

Grundschuld

Die Grundschuld dient als Sicherheit für eine Baufinanzierung. Sie ist ein Pfandrecht zu Gunsten des Gläubigers (Bank) an einer Immobilie, die im Grundbuch in Abt. III eingetragen wird. Da die Grundschuld nicht an eine bestimmte Forderung gebunden ist (abstrakt), kann diese ohne Bestehen einer Forderung im Grundbuch eingetragen sein oder auch bei einer Anschlussfinanzierung/Umschuldung abgetreten werden.

Grundschuldabtretung

Bei einer Anschlussfinanzierung/Umschuldung kann die im Grundbuch bereits eingetragene Grundschuld vom alten Gläubiger an den neuen Gläubiger abgetreten werden. Vorteil für den Darlehensnehmer: geringere Kosten als bei einer Neueintragung.

Grundschuldbestellung

Hiermit wird die Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch beantragt. Es ist die Zustimmung des Grundeigentümers zur Belastung seines Grundstückes.Die Grundschuldbestellung wird notariell beurkundet. Im Anschluss wird die Grundschuld in das Grundbuch eingetragen.

Grundschuldzins

Der Nennbetrag der Grundschuld wird in der Regel in Höhe des Darlehensbetrages im Grundbuch (Abteilung III) zur Sicherheit des Darlehensgebers eingetragen. Doch um weitere Verpflichtungen des Darlehensnehmers mitabzusichern, z.B. Darlehenszinsen, die der Darlehensnehmer bei Zahlungsunfähigkeit nicht zahlen kann, kann der Darlehensgeber neben dem Grundschuldnominalbetrag die Eintragung eines Grundschuldzinses verlangen. Dieser sichert somit weitere entstandene Forderungen des Darlehensgebers ab.

Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine Realsteuer welche auf Grundvermögen, wie private Grundstücke, von der zuständigen Gemeinde jährlich erhoben wird.

Grundstück

Ein abgegrenzter und vermessener Teil der Erdfläche wird als eigenständiges Grundstück bezeichnet. Jedes Grundstück ist im Grundbuch des zuständigen Grundbuchamtes gelistet. Wenn eine Baugenehmigung für ein bestimmtes Grundstück vorliegt oder oder das Grundstück bereits bebaut ist, spricht man von einem Baugrundstück.

Grundstückskosten

Zu den Grundstückskosten gehören der Grundstückskaufpreis und die Erschließungskosten.

GuD-Anlage

siehe Kombikraftwerk

Grundpreis/Verrechnungspreis

Er umfasst die Kosten für Energiebereitstellung, Miete des Zählers sowie Abrechnung. Der Grundpreis bzw. Verrechnungspreis ist ein fester Preis, weil er nicht vom Verbrauch abhängt. Zusammen mit dem Arbeitspreis ergibt er den Strom- bzw. Erdgaspreis.

GVU

siehe Gasversorgungsunternehmen

g-Wert

Gesamtenergiedurchlassgrad. Er beschreibt die Energiedurchlässigkeit eines Bauteils für Sonnenlicht und wird in Prozent ausgedrückt. Normalglas hat einen g-Wert von 0,85. Das bedeutet: 85 Prozent der Sonnenenergie gelangen durch das Glas. Sonnenschutzglas hat einen g-Wert von 0,3. Das heißt: Nur 30 Prozent der Energie kommen durch.

Halbleiter

Stoffe, die unter Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden, während sie bei tiefen Temperaturen isolierend wirken. Zur Herstellung einer Solarzelle wird das Halbleitermaterial "dotiert". Damit ist das Einbringen von chemischen Elementen gemeint, mit denen man entweder einen positiven oder negativen Ladungsträgerüberschuss im Halbleitermaterial erzielen kann. Werden zwei unterschiedlich dotierte Halbleiterschichten gebildet, entsteht an der Grenzschicht ein Übergang. An dem Übergang baut sich ein inneres elektrisches Feld auf, das zu einer Ladungstrennung der bei Lichteinfall freigesetzten Ladungsträger führt. Über Metallkontakte kann eine elektrische Spannung gesammelt werden. Wird ein elektrischer Verbraucher angeschlossen, fließt ein Gleichstrom.

Hausanschluss

Der Hausanschluss verbindet die öffentlichen Wasser-, Strom-, Gas- und Wärmenetze mit dem anzuschließenden Haus. Beim Strom besteht der Hausanschluss im Allgemeinen aus der Verbindung des Niederspannungsnetzes mit der Kundenanlage. Er beginnt an der Abzweigstelle des Niederspannungsnetzes und endet mit der Hausanschlusssicherung (abweichende Regelungen sind möglich). Größere Anlagen können aus dem Mittelspannungsnetz versorgt werden. Je nach Einspeisung kann somit die Energie- und Eigentumsübergabestelle sich im Bereich des Mittelspannungsnetzes oder Niederspannungsnetzes befinden.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Die Haus- und Grundbesitzerhaftplichtversicherung sichert den Fall ab, falls eine Person oder Sachwerte durch ein Objekt geschädigt werden. Hier haftet nicht der Eigentümer des Objektes selbst, sondern die Versicherung für den Schadenersatz.

Heizkörper

Allgemein fasst der Begriff Heizkörper verschiedene technische Geräte zu Beheizungszwecken zusammen. Im Baubereich sind Heizkörper Bestandteil des Heizungssystems und für die Wärmeabgabe in der Prozesskette Wärmeerzeugung - Wärmeverteilung - Wärmeabgabe verantwortlich.
Die Wärmeübertragung der Heizkörper an die Umgebung erfolgt durch Konvektion und Strahlung, entscheidend für die Wärmeübertragungsleistung sind die Fläche und die Temperaturdifferenz. Heizkörper kann man nach verschiedenen Kriterien unterscheiden:
• Werkstoff: Gussheizkörper, Stahlheizkörper, Edelstahlheizkörper, Naturstein- oder Glasheizkörper
• Energieträger: Warmwasserheizkörper, Elektroheizkörper, direktbefeuerte Strahlungsheizkörper
• Aufstellung und Anordnung: Heizkörper für Wandmontage, als Raumteiler, als Geländer, für Brüstungsintegration, für Fußbodeneinbau, als Sitzbank, als Spiegel, für mobilen Einsatz, usw.
• Bauart und Wärmeübertragung: Radiatorheizkörper, Gliederheizkörper, Flachheizkörper (umgangssprachlich auch Plattenheizkörper), Konvektorheizkörper (auch mit Gebläseunterstützung), Sockelleistenheizkörper, Rohrheizkörper, Badheizkörper (auch Handtuchwärmer), Designheizkörper, sowie vielfältige Sonderformen Die Dimensionierung und Auslegung der Heizkörper erfolgt anhand des benötigten Wärmebedarfes, der vorhandenen Systemtemperaturen und gewünschten Raumtemperaturen. Für Wohnräume hat sich die Auslegung nach der VDI-Richtlinie 6030 und EN 442 durchgesetzt. Danach sind Heizkörper so auszulegen und anzuordnen, dass „Behaglichkeitsdefizite“ wie kalte Fallluftströme und (subjektive) Kältestrahlung ausgeglichen werden.

Heizkraftwerk

Kraftwerk, das sowohl thermische als auch elektrische Energie erzeugt. Durch Erzeugung von Strom und Wärme benötigen Heizkraftwerke deutlich weniger Brennstoff für die gleiche Wärme- und Strommenge als bei der getrennten Erzeugung. Es wird also Energie eingespart und der Schadstoffausstoß sinkt. Heizkraftwerke haben einen relativ hohen Wirkungsgrad.

Heizöl

Die Deutsche Industrienorm unterscheidet zwischen drei Heizöl-Sorten: Heizöl EL (abgekürzt: HEL), Heizöl EL schwefelarm und Heizöl EL Super.
- Standard-Heizöl: Das klassische Heizöl trägt die Bezeichnung „Heizöl EL“. „EL“ steht dabei für „extra leicht (flüssig)“. Heizöl EL unterscheidet sich vom Heizöl EL schwefelarm durch seinen maximal zulässigen Schwefelgehalt. Der liegt bei maximal 1.000 mg/kg – im Gegensatz zum „Heizöl EL schwefelarm“, das maximal 50 mg/kg beinhalten darf.
- Schwefelarmes Heizöl: „Heizöl EL schwefelarm“ darf nur maximal 50 mg Schwefel pro kg enthalten. Dadurch werden die Schadstoffe im Abgas auf ein Minimum reduziert. Aufgrund der besseren Schadstoffbilanz in der Verbrennung wird es steuerlich so begünstigt: Seit dem 01.01.2009 liegt der Mineralölsteuersatz 1,5 Cent/Liter unter dem des Standard Heizöls.
- Super Heizöl: „Heizöl EL Super“ enthält Zusätze, die die Eigenschaften entscheidend verbessern. Laut Herstellerangaben sollen sie für 6-8 % Verbrauchseinsparung sorgen, in dem sie die Rußbildung an der Kesselwand verhindern und sich im Heizöltank stabiler lagern lassen.

Heizwerk

Ein Heizwerk ist eine zentrale Anlage, die im Unterschied zum Heizkraftwerk nur Wärme jedoch keinen Strom erzeugt. Die Wärme dient der Warmwasserversorgung und Raumbeheizung. In der Regel gelangt sie über Fernwärme- oder Nahwärmenetze in die Haushalte.

Heizwert

Der Heizwert von Brennstoffen bezieht sich auf die Wärme, welche bei vollständiger Verbrennung frei wird, ohne die im Wasserdampf der Abgase enthaltene Wärmemenge zu berücksichtigen.

Herstellungskosten

Unter Herstellungskosten sind alle Kosten zuverstehen, welche beim Bau eines Gebäudes anfallen. Diese Herstellungskosten sind durch Fremd- und / oder Eigenmittel zu finanzieren. Hierzu zählen z.B. die Baukosten, die Grundstückskosten, die Baunebenkosten etc.

Hinterlüftete Vorhangfassade

Eine Unterkonstruktion aus Holz oder Alu-Profilen wird auf der Außenwand befestigt. Bei dieser eher traditionellen Bauweise dienen Holzschindeln, Schieferplatten oder Ziegel als Verkleidung. In die Zwischenräume wird Dämmstoff eingebracht. Der Luftspalt zwischen Dämmung und Verkleidung dient zur Hinterlüftung. Die hinterlüftete Vorhangfassade gilt als bauphysikalisch unproblematischer, aber auch teurer.

Höchstleistung

Höchstleistung ist die größte Leistung, die während einer bestimmten Zeitspanne aufgetreten ist, z.B. Jahres-Höchstleistung, Monats-Höchstleistung, Tages-Höchstleistung.

Höchstspannungsnetz

Das Höchstspannungsnetz ist für weiträumige Verbindungen zuständig. Es gehört zum Europäischen Verbundnetz und übernimmt sowohl den Energieaustausch mit dem Ausland als auch den Transport zu nachgelagerten Verteilnetzbetreibern (VNB). Höchst- und Hochspannungsnetze werden auch als Übertragungsnetze bezeichnet.

Holzpellets

Holzpellets sind kleine, zylinderförmige Presslinge aus naturbelassenem Holz. Sie werden z.B. aus Sägemehl, Hobelspänen oder Restholz hergestellt. Die kleinen Dinger sind wahre Energiepäckchen: Zwei Kilogramm Holzpellets haben ungefähr den Energie-Gehalt eines Liters Heizöl. Und umgerechnet auf den Heizwert, ist Heizen mit Pellets damit um ein Drittel billiger als mit Heizöl.

Hypothek

Die Hypothek dient, wie die Grundschuld, als Sicherheit für ein Baudarlehen. Sie findet aber in der Praxis kaum noch Anwendung, da eine Hypothek an eine Forderung gebunden ist (akzessorisch) und deshalb nicht abgetreten werden kann.

Hypothekenbank

Unter einer Hypothekenbank versteht man ein privatrechtliches Kreditinstitut welches den Hauptgeschäftsbereich in der Gewährung von mittel- und langfristigen Baufinanzierungen betreibt. Diese Baufinanzierungen sind grundpfandrechtlich abgesichert. Diese Verbindlichkeiten werden in Form von z.B. Hypothekenpfandbriefen verbrieft. Durch die Ausgabe von Pfandbriefen und Obligationen refinanziert sich die Hypothekenbank und kann somit neue Darlehen vergeben.

Hypothekendarlehen

Unter Hypothekendarlehen werden Darlehen verstanden, welche durch Grundpfandrechte im Grundbuch abgesichert werden.

Immisionen

Mit Immissionen bezeichnet man die Einwirkung von Lärm und Schadstoffen in eine Umgebung, zum Beispiel als Luft- oder Wasserverschmutzung. Immissionen werden zumeist in Gramm je Kubikmeter bzw. als Lärm in Dezibel angegeben. Grenzwerte schreibt das Bundesimmissionsschutzgesetz vor.

Immobilie

Unter einer Immobilie wird ein unbebautes oder bebautes Grundstück einschließlich dessen Bestandteile verstanden.

Immobilienfinanzierung

Siehe Baufinanzierung.

Innendämmung

Bei denkmalgeschützten Fassaden wie zum Beispiel einer Fassade mit Ornamenten oder ein Fachwerk ist eine Außendämmung manchmal nicht möglich. Hier kann eine Innendämmung sinnvoll sein. Bei nicht fachgerechter Ausführung droht allerdings schnell Schimmelbildung. Dampfsperren können dies verhindern.

Instandhaltungskosten

Alle Kosten, die während der Nutzund einer Immobilie infolge von Alter oder Abnutzung etc. entstehen und getragen werden müssen, um den Wert der Immobilie nachhaltig zu sichern und zu erhalten.

Instandhaltungsrücklagen

Instandhaltungsrücklagen sind Spareinlagen zur nachhaltigen Sicherstellung, dass die Instandhaltungskosten gezahlt werden können.

Inventar

Unter Inventar versteht man Kosten für z. B. Küche, Einbauschränke, Möbel.

Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl ist eine relevante Zahl für Wärmepumpen. Sie gibt an, wie effizient das Gerät über das Jahr gesehen arbeitet. Als Faustregel gilt: Wärmepumpen sollten eine Mindestjahresarbeitszahl von 3,3 haben. Das bedeutet: Aus einer Kilowattstunde Antriebsstrom gewinnen sie das 3,3-Fache an nutzbarer Wärme aus Luft, Wasser oder Erde. Wärmepumpen, die Energie aus dem Boden oder Grundwasser ziehen, erreichen heute Werte von über 5.

Jahresbenutzungsdauer

Die Jahresbenutzungsdauer gibt an, für wie viele Stunden im Jahr ein Kunde Elektrizität bezogen hätte, wenn konstant die Maximalleistung abgenommen worden wäre. Berechnet wird sie als Quotient aus der verbrauchten Jahresarbeit und der maximalen elektrischen Leistung. Im Idealfall - also bei absolut konstantem Verbrauch ohne Unterbrechung - beträgt die Jahresbenutzungsdauer 365d x 24h/d = 8.760h.

Jahresheizwärmebedarf

Der Jahresheizwärmebedarf ist die Wärmemenge, die ein Heizsystem jährlich für die Gesamtheit der beheizten Räume eines Hauses bereitstellen muss. Er wird nach dem sog. Energiebilanzverfahren ermittelt und in der Planungsphase der Heizungsanlage für die zu beheizenden Räume berechnet. Der Wärmebedarf setzt sich zusammen aus dem Transmissionswärmebedarf und dem Lüftungswärmebedarf. Die Transmissionswärme ist der Wärmeverlust durch die Umschließungsflächen des Raumes (Wärmeleitung). Der Lüftungswärmebedarf dient zur Aufheizung der in den Raum eindringenden Außenluft. Als Ergebnis der Wärmebedarfsberechnung wird die erforderliche Wärmeleistung der Heizkörper und des Wärmeerzeugers festgelegt.

Jahreshöchstleistung

Die Jahreshöchstleistung ist der höchste innerhalb eines Abrechnungszeitraums gemessene Mittelwert der Wirkleistung. Basis für die Mittelwertbildung ist beim Erdgas eine Stunde, bei Elektrizität eine Viertelstunde.

Jahresnutzungsgrad

Der Jahresnutzungsgrad ist ein errechneter Wert in Prozent. Er gibt an, welcher Wärmeanteil des über ein Jahr hinweg eingesetzten Brennstoffs tatsächlich zur Hauserwärmung und ggf. zur Trinkwassererwärmung ins Heiznetz gelangt. Er berücksichtigt die ermittelten Werte des Schornsteinfegers, die für die Phasen des Brennerbetriebs gelten. Außerdem fließen die Wärmeverluste während der Brenner-Stillstandszeiten mit in die Berechnung des Jahresnutzungsgrades ein. Da die Stillstandszeiten bei Heizkesseln oftmals 5 bis 10 mal so lang sind wie die reinen Zeiten der Wärmeerzeugung, sind diese so genannten Auskühlverluste bei der Beurteilung von Heizkesseln besonders wichtig.

Kapitalanleger

Ein Kapitalanleger erwirbt eine Immobilie zur Vermietung, um daraus evtl. steuerliche Vorteile zu erzielen.

Kapitalbeschaffung

Belastung einer Immobilie für einen fremden Verwendungszweck

Kapitaldienstfähigkeit

Die Kapitaldienstfähigkeit drückt aus, ob der Darlehensnehmer die laufenden Belastungen aus einer Darlehensverbindlichkeit nachhaltig tragen kann. Diese wird in der Bonitätsprüfung vom Darlehensgeber beurteilt.

Kaufnebenkosten

Das sind Kosten, die beim Kauf einer Immobilie entstehen. Dazu zählen:
- Grunderwerbsteuer (je nach Bundesland ca. 3,5 % des Kaufpreises)
- Grundbuch- und Notarkosten (ca. 2,0 %)
- Maklercourtage (i. d. R. 3 bis 6 % des Kaufpreises zzgl. Mwst.).

Kaufvertrag

Jeder Immobilien-/Grundstückserwerb muss durch einen notariellen Kaufvertrag beurkundet werden. Im Kaufvertrag werden die Bedingungen festgehalten, zu denen das Eigentum an einer Immobilie vom Verkäufer auf den Käufer übergeht.

Kellerdämmung

- Verkleben von Dämmplatten
Sie können auf der Unterseite der Kellerdecke Dämmplatten verkleben, wenn der Keller eine ausreichende Höhe hat. Diese Maßnahme ist einfach, kostengünstig und kann auch in Eigenregie durchgeführt werden.
- Abgehängte Decke
Sind viele Rohrleitungen an der Decke vorhanden, können Sie eine abgehängte Decke anbringen. Der Hohlraum wird dann mit Dämmmaterial gefüllt.
- Obere Kellerwände verkleiden
Damit die kalten Kellerwände keine Wärmebrücken bilden, können die oberen 50 Zentimeter der Kellerwände verkleidet werden.
- Dämmung von Oben
Hier wird der Erdgeschossboden mit Dämmmaterial belegt. Achten Sie dabei auf eine raumseitige Dampfsperre und feuchtigkeitsunempfindliches Material, damit sich kein Schimmel bildet.

Kelvin

Einheit zur Angabe von Temperatur.

Kerndämmung

Die Kerndämmung kann bei Häusern mit zweischaligem Mauerwerk und dazwischen liegendem Luftspalt eingesetzt werden. Dabei wird der Luftspalt mittels Einblasverfahren komplett mit Dämmstoff aufgefüllt. Bei dieser Dämmmaßnahme werden die Außen- und Innenansicht der Fassadengestaltung nicht verändert.

Kernenergie

Kernenergie ist die Bindungsenergie eines Atomkerns, die durch Kernreaktionen freigesetzt wird. Diese ist jedoch nur zum Teil technisch nutzbar. Es gibt zwei verschiedene Atomkernprozesse, die für die technische Verwertung interessant sind: die Kernfusion und die Kernspaltung.

Kernfusion

Bei der Kernfusion werden im Gegensatz zur Kernspaltung Atome verschmolzen. Dabei wird Energie freigesetzt. Fusionsreaktoren werden weltweit erforscht. Wann und ob es zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Kernfusion kommt, ist ungewiss.

Kernkraftwerk

Ein Kernkraftwerk ist ein Kraftwerk, bei dem die bei Kernspaltung freigesetzte Energie in Wärme und dann mit Turbine und Generator in elektrische Energie umgewandelt wird. Überwiegend dienen Kernkraftwerke der Stromversorgung.

Kernspaltung

Bei der Kernspaltung, im Wesentlichen von Uran-Atomen, wird Energie freigesetzt. Die Kernspaltung wird weltweit in mehreren hundert Kernkraftwerken kommerziell genutzt.

KfW

Abkürzung für "Kreditanstalt für Wiederaufbau". Die KfW bietet verschiedene zinsgünstige Förderprogramme im Rahmen vom privaten Wohnungsbau an. Die Darlehen der KfW müssen über ein durchleitendes Institut beantragt werden. KfW-Darlehen können über unsere Finanzierungspartner beantragt werden.

Kilowattstunde (kWh)

Einheit der Energie. Der Verbrauch an elektrischer Energie im Haushalt und in der Industrie wird in kWh gemessen. Ist zum Beispiel ein Bügeleisen mit einem Anschlusswert von 1.000 Watt eine Stunde lang in Betrieb, verbraucht es eine kWh (1 kWh = 3,6 x 106 Joule).

Körperschall

Generell bezeichnet man als Schall mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Körperschall ist Schall, der sich in einem Festkörper ausbreitet. Körperschall umfasst sehr unterschiedliche Phänomene, z. B. Erdbeben oder die Übertragung von Schwingungen in Gebäuden. Körperschall selbst ist nicht hörbar. Allerdings: Wird durch die Abstrahlung von Flächen Körperschall in Schall verwandelt, der sich in der Luft ausbreitet (Luftschall), kann man in hören. Da sich Körperschall z. B. in Rohrleitungen nur mit sehr geringen Verlusten fortpflanzt, wird er häufig auch über große Entfernungen hörbar und sollte möglichst gedämmt werden.

Kohle

Es wird unterschieden zwischen Braunkohle und Steinkohle. Braunkohle hat einen niedrigeren Kohlenstoffgehalt als Steinkohle, ihr Energieinhalt ist etwa halb so groß.

Kohlekraftwerk

Kohlekraftwerke sind die weltweit am meisten gebauten Stromerzeugungsanlagen. Ihr Wirkungsgrad wurde in den vergangenen Jahren stark verbessert und liegt heute bei mindestens 40 Prozent. Durch Rauchgasreinigungsanlagen werden die Luftschadstoffe weitestgehend zurückgehalten.

Kohlendioxid

Bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entsteht das als Treibhausgas geltende Kohlendioxid (CO2). Es kann mit herkömmlichen Methoden nicht aus den Rauchgasen abgeschieden werden. Die Reduktion ist nur möglich durch höhere Wirkungsgrade bei der Energieerzeugung, durch Energiesparen und die Nutzung erneuerbarer Energien.

Kohlenmonoxid

Siehe auch: CO (Kohlenmonoxid)

Kohlenwasserstoffe (CxHy)

Als Kohlenwasserstoffe werden unverbrannte, flüchtige Verbindungen aus Kohlenstoff und Wasserstoff-Atomen bezeichnet. Sie sind in Erdöl, Erdgas und den Destillationsprodukten anderer fossiler Brennstoffe wie Braun- und Steinkohle enthalten – in unterschiedlichsten Varianten. Zu den Kohlenwasserstoffen gehört unter anderem Methan, ein Treibhausgas. Als gefährlich für die Ozonschicht der Erde gelten halogenierte Kohlenwasserstoffe, wie FKW, CKW und FCKW. Unter den Kohlenwasserstoffen gibt es unbedenkliche Verbindungen und solche, die als krebserregend bzw. krebsverdächtig eingestuft sind.

Koks

Koks ist ein poröser Brennstoff, der neben der industriellen Nutzung auch im Haushalt zur Verfeuerung in Einzelfeuerstätten wie Kaminöfen oder Herden zum Einsatz kommen kann. Koks wird aus Braun- oder Steinkohle hergestellt. Dabei werden diese fossilen Energieträger in Kokereien unter Sauerstoffabschluss stark erhitzt. Braunkohlekoks hat gegenüber Rohbraunkohle einen über dreifach höheren Heizwert, gegenüber Braunkohlebriketts liegt der Heizwert um ein Drittel höher. Er liegt bei knapp 30 MJ/kg. Bei Steinkohlekoks (knapp 29 MJ/kg) fällt der Unterschied zur Rohsteinkohle und den entsprechenden Briketts kaum ins Gewicht.

Siehe auch: Fossile Energieträger

Kombikraftwerk

Werden zur Stromerzeugung in einem Kraftwerk eine Gasturbine und eine Dampfturbine gleichzeitig eingesetzt, dann spricht man von Kombikraftwerken oder GuD-Anlagen (Gas- und Dampfturbinen-Anlage). Kombikraftwerke kommen bei der Stromerzeugung auf Wirkungsgrade von mehr als 50 Prozent.

Konditionen

Unter den Konditionen eines Darlehens sind alle Vereinbarungen zu verstehen, welche zwischen Darlehensgeber und Darlehensnehmer innerhalb des Darlehensvertrages festgehalten werden. Hierzu zählen die Zinsbindungsfrist, der Zinssatz, der Auszahlungskurs etc.

Konvektion

Die Übertragung von Wärme innerhalb von Gasen und Flüssigkeiten. In Bezug auf Heizungen bedeutet Konvektion: Heizflächen (z.B. Heizkörper, Kachelöfen) geben Wärme an die Raumluft ab. Dadurch steigt diese auf, kühlt sich wieder ab, sinkt nieder und wird wieder erwärmt. Der Nachteil von Konvektionswärme: Die Luftumwälzung wird manchmal als unangenehm empfunden. Außerdem wird dabei Staub aufgewirbelt.

Kraft

Kraft ist die Ursache für die Beschleunigung eines Körpers. Sie stellt sich dar als das Produkt aus Masse und Beschleunigung. Gemessen wird Kraft in der SI-Einheit Newton, die nach dem englischen Physiker, Mathematiker und Astronom Isaac Newton (1643-1727) benannt wurde. Die Abkürzung F für Kraft kommt vom lateinischen fortitudo (Stärke).

Kraft-Wärme-Kopplung

Mit Kraft-Wärme-Kopplung wird eine Methode bezeichnet, bei der gleichzeitig elektrische Energie und Wärme in Heizkraftwerken gewonnen wird. Dabei wird als Ziel gesetzt, nur dann elektrische Energie zu erzeugen, wenn auch die dabei entstehende Wärme genutzt wird und umgekehrt. Im Idealfall entspricht also das Bedarfsverhältnis an Wärme und Strom dem Erzeugungsverhältnis.

Kraftwerk

Kraftwerke dienen der Erzeugung elektrischer Energie, die auf unterschiedlichen Wegen gewonnen wird: Heutzutage wird die meiste Elektrizität aus mechanischer (also Bewegungs-) Energie gewonnen. Am häufigsten werden Dampfturbinen benutzt, die Dampf (gewonnen aus der Verbrennung von Primärenergieträgern) verwenden, um damit eine Drehbewegung zu erzeugen. Diese kann auf Generatoren übertragen werden, die dann durch Induktion Elektrizität erzeugen. Andere Verfahren, die ebenfalls mechanische Energie nutzen, sind direkter: So nutzen Windturbinen und Turbinen in Staudämmen direkt die mechanische Energie des Windes bzw. des Wassers. Andere Verfahren kommen ganz ohne mechanische Energie aus, wie zum Beispiel Solarzellen, bei denen Sonnenlicht direkt in Elektrizität umgewandelt wird oder auch chemische Formen der Energieerzeugung wie Batterien oder Brennstoffzellen.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist durch Ihren staatlichen Charakter in der Lage zinsgünstige Darlehen an private Personen zu vergeben. Die Beantragung der Darlehen erfolgt über ein durchleitendes Kreditinstitut, da die KfW selbst keine Auszahlungsmöglichkeiten besitzt. Die KfW bietet verschiedene Finanzierungsprogramme an, welche individuell auf bestimmte Bauvorhaben oder Immobilienerwerbe abgestimmt sind.

Kreditfähigkeit

Unter der Kreditfähigkeit versteht man die Fähigkeit einen Kreditvertrag rechtswirksam abzuschließen. Eine natürliche Person, die das 18. Lebensjahr vollendet hat und somit voll geschäftsfähig ist, ist kreditfähig. Die Kreditfähigkeit wird mit Vorlage der Legitimation geprüft.

Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit eines Kunden ist zu unterscheiden in die persönliche und die materielle Kreditwürdigkeit. Unter der persönlichen Kreditwürdigkeit versteht man Eigenschaften, wie Zuverlässigkeit, die der Kunde mitbringen sollte. Die materielle Kreditwürdigkeit des Kunden ist gegeben, wenn dessen Einkommens- und Vermögensverhältnisse zeigen, dass er in der Lage ist den Kredit vertragsgemäß zurückzuzahlen.

Kühllast

Damit Klimaanlagen einen Raum angenehm temperieren können, müssen sie auf die Kühllast des Raums abgestimmt werden. In deren Berechnung, die Aufgabe des Fachmanns ist, fließen verschiedene Faktoren ein: die Größe des Raums, seine Höhe, die Größe der Fenster und ihre Himmelsausrichtung, der Wärmestrom durch die Aufheizung der Wand- und Dachflächen, die Wärmeentwicklung im Raum durch Menschen, Geräte oder Leuchten.

Kühlleistung

Die Kühlleistung eines Raumklimageräts entspricht der Wärmemenge in Watt, die es dem Raum pro Stunde entzieht. Den dafür erforderlichen Strombedarf bezeichnet man als Leistungsaufnahme. Die Kühlleistung geteilt durch die Leistungsaufnahme ergibt die Leistungszahl. Je höher die Leistungszahl, umso energieeffizienter arbeitet das Gerät. Bei 2400 Watt Kühlleistung und einer Leistungsaufnahme von 1130 Watt beispielsweise hat ein Gerät eine Leistungszahl von 2,1. Das entspricht der Energieeffizienzklasse C.

Kündigung

Ordentliches Kündigungsrecht (gem. § 489 BGB): Bei einer Zinsbindungsfrist von mehr als 10 Jahren, kann der Darlehensnehmer das Darlehen nach Ablauf von 10 Jahren unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten kündigen. Die 10-Jahresfrist beginnt mit dem Datum der letzten Auszahlung.

Kumulation

Kumulation stammt von lat. cumulus „Anhäufung, Ansammlung“. Bei Förderprogrammen besteht die Möglichkeit, verschiedene Förderprogramme in Anspruch zu nehmen, sofern die vorgeschriebenen Förderhöchstgrenzen nicht überschritten werden. Die Richtlinien bzw. Merkblätter zu den einzelnen Förderprogrammen enthalten häufig besondere Informationen über die Kombinierbarkeit von Fördermitteln oder sie schließen eine Kumulierung aus.

KWK

siehe Kraft-Wärme-Kopplung

KWKG – Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz

Dient der Erhaltung, Modernisierung und dem Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung. Ziel: die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen nachhaltig zu vermindern.

Lageplan

siehe amtlicher Lageplan

Siehe auch: Amtlicher Lageplan

Laufwasserkraftwerk

Laufwasserkraftwerke nutzen die Kraft fließender Gewässer zur Stromerzeugung.

Laufzeit

Die Laufzeit ist der komplette Zeitraum bis zur vollständigen Rückzahlung eines Darlehens. Die Laufzeit ist nicht mit der Zinsbindungsfrist (siehe Zinsbindungsfrist) gleichzusetzen.

LED (Licht emittierende Diode)

Eine Leuchtdiode (auch Lumineszenz-Diode, kurz LED für Light Emitting Diode beziehungsweise Licht emittierende Diode) enthält einen Halbleiterkristall, der durch Stromfluss zum Leuchten gebracht wird. Damit das Licht nur in einer Richtung abgestrahlt wird, ist der Kristall in einen Reflektor eingebettet.

Legitimation

Allgemein wird unter der Legitimation die Berechtigung an einer Sache oder einem Sachverhalt verstanden. Durch ein Legitimationspapier wie der Personalausweis kann sich eine Person identifizieren. Um rechtswirksam einen Darlehensvertrag abschließen zu können, müssen alle Darlehensnehmer anhand Ihres Legitimationspapiers identifiziert werden. Oft übernimmt dieses Legitimationsverfahren die Deutsche Post AG in Form des PostIdent-Verfahrens.

Leistung

Die elektrische Leistung ist das Produkt aus Spannung und Stromstärke. Das Produkt aus Leistung und Zeit definiert den physikalischen Begriff der Arbeit. Angegeben wird Leistung in der SI-Einheit Watt (W), die auf den englischen Feinmechaniker James Watt (1736-1819) zurück geht. Watt verbesserte die von Thomas Newcomen schon 1702 verwendete Dampfmaschine.

Leistungsmessung

Die Leistungsmessung ist erforderlich bei Energie-Sonderverträgen, bei denen die tatsächlich in Anspruch genommene Leistung berechnet wird – anstelle eines festen oder nach Anschlusswerten berechneten Bereitstellungspreises. Dazu werden statt der sonst üblichen Drehstrom-, Wechselstrom- oder Gaszähler dafür vorgesehene Maximum- bzw. Leistungszähler installiert.

Leistungspreis

Elektrische Leistung bereitstellen heißt, Kraftwerke und Netze so zu bauen und zu betreiben, dass der Kunde zu jeder Zeit den von ihm benötigten Strom beziehen kann. Diese Leistungsbereitstellung verursacht einen Großteil der Kosten. Mit dem Leistungspreis wurde ein Preiselement eingeführt, das sich an der Inanspruchnahme der Kraftwerke und Netze durch den Kunden orientiert. Dabei wird die Belastung des Stromnetzes durch die eingesetzten Verbraucher (z. B. Geräte) des Stromabnehmers berücksichtigt, da es eine große Rolle spielt, ob diese Geräte alle gleichzeitig laufen oder einzeln nacheinander betrieben werden. Um diesen Leistungspreis exakt zu ermitteln, ist grundsätzlich ein Messgerät nötig, das die beanspruchte Leistung misst (siehe Leistungszähler).

Leistungsspitzen

Zeitpunkt des maximalen Leistungsbezugs, z.B. wenn alle Anlagen und Maschinen eines Betriebes laufen.

Leistungszähler

Besonderer Zähler zur Leistungsmessung, die zur Abrechnung einiger Tarifarten erforderlich ist. Der Leistungszähler misst neben dem Energieverbrauch (siehe Stromzähler) auch die benötigte Leistung in Leistungswerten (Lw). Der ermittelte Leistungswert geht als Leistungspreis in die Jahresverbrauchs-Abrechnung ein. Luftschall entsteht durch Sprache oder Musik, wenn Druckschwankungen Luft zum Schwingen bringen. Klopft jemand an die Tür, versetzt er sie in Schwingung und erzeugt somit Körperschall.

Lineare Abschreibung

Bei der linearen Abschreibung sind die Beträge, welche als steuerlicher Verlust in der Einkommensteuererklärung bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können, jährlich gleichbleibend zu berechnen.

Löschbewilligung

In der Löschungsbewilligung genehmigt der Gläubiger die Löschung der Hypothek oder der Grundschuld im Grundbuch. Der Gläubiger erstellt die Löschungsbewilligung wenn das betroffene Darlehen vollständig zurückgeführt wurde.

Luftkollektor

Luftkollektoren gehören zu den Sonnenkollektoren und dienen damit der Nutzung von Sonnenstrahlung zur Wärmegewinnung. Im Gegensatz zu Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren verwenden sie keine Flüssigkeit als Wärmeträger sondern vorbeiströmende Luft. Der Aufbau ist ähnlich dem Flachkollektor: Ein flaches Gehäuse, das von unten wärmegedämmt ist, mit transparenter Abdeckung (meist Glas) und im Inneren einem flächigen Absorber. Die über den Absorber erhitzte Luft kann als Heizluft über Ventilatoren direkt ins Gebäude geleitet werden (thermische Lüftung). Sie kann aber auch indirekt über einen Wärmetauscher das Brauchwasser im Haushalt erwärmen. Luftkollektoren reagieren schneller als andere Kollektoren auf Sonnenstrahlung, allerdings erzielen sie insgesamt geringere Energiewirkungsgrade als die anderen Kollektortypen.

Luftschall

Generell bezeichnet man als Schall mechanische Schwingungen materieller Teilchen eines elastischen Mediums. Unter Luftschall versteht man Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten. Luftschall ist für den Menschen hörbar. Er wird erzeugt von Menschen, Tieren oder Maschinen und breitet sich in der Luft aus. Man kann Luftschall unterscheiden in Nutzschall wie z. B. Musik oder Störschall, wie Baustellen- oder Verkehrslärm. Massive Bauteile dämmen Luftschall ein.

Luftwechselrate

Die Luftwechselrate gibt an, wie oft pro Stunde das Luftvolumen von Innenräumen vollständig ausgetauscht wird. Für eine gute Luftqualität und Hygiene sollte die Raumluft je nach Nutzung und Zahl der anwesenden Personen alle ein bis zwei Stunden komplett ausgetauscht werden.

Makler und Bauträgerverordnung (MaBV)

Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehens- und Anlagenvermittler, Bauträger und Baubetreuer.

Makler- und Bauträgerverordnung

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) regelt die Pflichten von Maklern und Bauträgern und enthält Vorschriften zum Schutz von Erwerbern von Eigenheimen.

Maklercourtage

Provision des Maklers für die Vermittlung einer Immobilie (je nach Bundesland 3 bis 6 % zzgl. Mwst. des Kaufpreises).

Marktpreis

Angebot und Nachfrage bestimmen auch auf dem Energiemarkt den Preis. Dabei geht es nicht nur um Deutschland: Bevölkerungsreiche Länder wie Indien und China (zusammen 2,5 Milliarden Menschen) brauchen immer mehr Öl, Kohle und Erdgas. Damit wächst die Nachfrage rasant an – und die Preise steigen. Deutschland ist überwiegend auf den Import von Energie angewiesen.

Maßeinheiten

1 kg Steinkohleneinheit (SKE) entspricht 0,7 kg Öleinheit 1 kg SKE entspricht 8,14 Kilowattstunden 1 kg SKE entspricht 29,3076 Megajoule (MJ) 1 Megajoule (MJ) sind 1 Million Joule 1 Gigajoule sind 1 Milliarde Joule 1 Terajoule sind 1 Billion Joule 1 Petajoule sind 1 Billiarde Joule 1 Exajoule sind 1 Trillion Joule

Maximum Power Point (MPP)

Optimaler Arbeitspunkt des Solarmoduls/-generators. Der Wechselrichter sucht diesen Punkt immer wieder von neuem auf einer Strom-/Spannungskurve, um dort die maximale Leistung zu erzielen.

Mengenumwerter

Zusatzeinrichtung zu einem Gaszähler, die den gemessenen Volumenstrom vom Betriebszustand in den Normzustand umrechnet.

Miete

Für die zeitweilige Überlassung einer Wohnung wird in der Regel ein vertraglich festgelegtes Entgelt erhoben, die Miete.

Mitschuldner

Wenn zwei Darlehensnehmer gesamtschuldnerisch einen Darlehensvertrag abschließen, so bezeichnen diese sich untereinander als Mitschuldner.

Mittelspannung

Mittelspannung dient zur Energieübertragung im regionalen Bereich und auch zur Einspeisung größerer Sondervertragskunden. Der Spannungsbereich liegt zwischen 1.000 Volt und 60.000 Volt (1 kV bis 60 kV). Gebräuchlich sind 10 kV, 20 kV und 30 kV.

Mittelspannungsnetz

Die Mittelspannungsnetze dienen zur Verteilung des Stroms innerhalb von Städten und zwischen den Städten und Dörfern einer Region.

Modernisierung

Eine Modernisierung dient dazu, die Immobilie in einen besseren Zustand zu versetzen und somit den Wert der Immobilie nachhaltig zu erhöhen. Zu den wert erhöhenden Maßnahmen zählen u. a. Fassadenerneuerung, Dacherneuerung, Sanitärarbeiten, Elektroarbeiten, Isolierglasfenster, etc.

Momentanleistunleistungs

Momentanleistung ist der Augenblickswert der elektrischen Leistung.

monovalent/monovalente Heizung

Monovalente Heizungen sind Heizungen, die mit nur einem Energieträger betrieben werden – z.B. Gasetagentherme, Öl-Niedertemperaturkessel, Holzpellets-Heizungen.

Siehe auch: bivalent / bivalente Heizung

Müll

Hausmüll wird in Müllverbrennungsanlagen zur Strom- und Wärmegewinnung genutzt. Bei der Verbrennung entstehen große Mengen von Dampf. Dieser treibt entweder eine Turbine mit angeschlossenem Generator an und dient so der Stromerzeugung. Oder er wird zur Erzeugung von Fernwärme (Link auf Content-Seite Energiequelle Fernwärme) genutzt. Auch die Kombination von Strom- und Wärmeherstellung durch Müllverbrennung ist üblich. Müll hat einen relativ geringen Heizwert von 9 bis 11 MJ/kg.

Muskelhypothek

siehe Eigenleistung

Siehe auch: Eigenleistung

Nachfinanzierung

Finanzierungsbedarf über die ursprünglich geplante und abgeschlossene Darlehenssumme hinaus. Eine Nachfinanzierung wird i.d.R. bei Neubauvorhaben benötigt, wenn die geplanten Kosten wider Erwarten höher als zunächst geplant ausfallen.

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein energiepolitischer Begriff, der für den schonenden Umgang mit fossilen und damit erschöpfbaren Energieträgern steht und dafür den Einsatz regenerativer Energieträger fördert. Der Hintergedanke ist der, dass verbrauchte erschöpfbare Energieträger späteren Generationen nicht mehr zur Verfügung stehen.

Nachrang

In Abteilung III des Grundbuches werden die Rechte zur Absicherung eines Darlehens vermerkt, wenn z.B. mehrere Grundschulden eingetragen sind, so sind diese durch Rangstellen geordnet. Das Recht mit der höheren Rangstelle wird grundsätzlich vor den Rechten im niedrigeren Rang befriedigt. Die Rechte im niedrigeren Rang stehen somit im Nachrang.

Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizungen erzeugen mit verbilligtem Nachtstrom Wärme, speichern diese in zumeist keramischen Materialien und geben sie über den Tag verteilt wieder ab. Moderne Speicherheizungen erfordern eine so genannte Tagnachladung, die zumeist in den frühen Nachmittagsstunden stattfindet.

Nachtstrom

Kraftwerke arbeiten am wirtschaftlichsten, wenn sie immer mit gleicher Leistung betrieben werden. Da in den Nächten weniger Strom verbraucht wird, muss die Kraftwerksleistung gedrosselt werden. Um dies zu vermeiden, bieten Stromversorgungsunternehmen in der Nacht billige Tarife an. Die Verbraucher sollen so angeregt werden, die Stromnutzung vom Tag auf die Nacht zu verschieben. Ziel ist es, den Strom-Verbrauch über 24 Stunden hinweg möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Nebenkosten

Beim Kauf oder Neubau einer Immobilie kommen auf den Erwerber neben dem Kaufpreis bzw. den reinen Herstellungskosten weitere Kosten zu. Diese Kosten beinhalten unter anderem die Grunderwerbsteuer, die Notarkosten, die Grundbuchgebühren und die Maklerprovision. In der Finanzierung sollten diese zusätzlichen Belastungen berücksichtigt werden. Unter Nebenkosten können auch die Bewirtschaftungskosten für eine Immobilie verstanden werden. Hierzu zählen die Abwassergebühren, die Müllgebühren etc. Diese Kosten werden in der monatlichen Gesamtbelastung berücksichtigt.

Negativerklärung

Die Negativerklärung kann statt einer grundbuchrechtlichen Sicherung vereinbart werden. In dieser Negativerklärung verpflichtet sich der Darlehensnehmer keine weiteren Verbindlichkeiten einzugehen, welche vorrangig abgesichert werden sollten, ohne das Einverständnis des Darlehensgebers einzuholen.

Nennleistung

Herstellerangabe zur Leistung eines Solarmoduls oder eines Solargenerators – unter standardisierten Laborbedingungen (u. a. 1.000 Watt Lichteinstrahlung pro Quadratmeter). In den Datenblättern der Hersteller wird dies Watt(peak) genannt.

Netz

Gesamtheit der miteinander verbundenen Anlageteile zur Übertragung und Verteilung von Energie. Das Netz kann u.a. nach Aufgaben, Betriebsweise, Energieart und nach Besitzverhältnissen benannt werden. Netzführung: Einsatz der Betriebsmittel für Übertragung und Verteilung mit dem Ziel, die Versorgung zuverlässig, sicher und so kostengünstig wie möglich zu gewährleisten.

Netzbetreiber

Ein Unternehmen, das Versorgungsnetze besitzt und betreibt.

Netzeinspeisung

Netzeinspeisung bezeichnet das Einspeisen von Strom und Erdgas in das jeweilige allgemeine Versorgungsnetz. Wird Strom aus erneuerbaren Energien eingespeist, müssen Netzbetreiber diese nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vergüten.

Netzentgelte

Händler und Lieferanten nutzen für die Belieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen allen Anbietern den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Entgelte verlangen. Das EnWG regelt den Zugang zu den Energieversorgungsnetzen und die Grundsätze für die Bildung von Netzentgelten, die von der Bundesnetzagentur geprüft und genehmigt werden.

Netzleitstelle

Die Netzleitstelle dient der zentralen Netz- und Lastführung von Versorgungssystemen, um die Verfügbarkeit der Netze und damit die Sicherheit der Versorgung zu gewährleisten. Überwacht und gesteuert werden Anlagen der Sparten Strom, Erdgas, Wasser und Abwasser.

Netznutzung

Händler und Lieferanten nutzen für die Energiebelieferung ihrer Kunden die vorhandenen Strom- und Gasnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen den Netzzugang gemäß Energiewirtschaftsgesetz diskriminierungsfrei gewähren. Für diese Dienstleistung darf der Netzbetreiber Entgelte verlangen.

Netzparallelbetrieb

Ist das Betreiben von Eigenstromerzeugungsanlagen parallel zur öffentlichen Stromversorgung. Im Falle einer Versorgungsunterbrechung seitens des Netzbetreibers muss sichergestellt sein, dass sich die Stromerzeugungsanlage sofort und eigenständig vom Netz trennt, damit eine Rückspeisung der Erzeugungsanlage in das öffentliche Netz ausgeschlossen ist.

Neubau Bauherr

Neubau Bauherr ist, wer Grundstück erwirbt oder bereits im Besitz eines Grundstückes ist und plant das Bauvorhaben mit einem Architekten oder einer Baufirma durchzuführen.

Neubau Kauf Bauträger

Neubau Kauf Bauträger ist, wer eine Immobilie mit Grundstück von einem gewerblichen Bauträger erwirbt (i. d. R. schlüsselfertig).

Nichtabnahmeentschädigung

Nimmt der Darlehensnehmer das Darlehen oder einen Teil des Darlehens nicht ab entsteht dem finanzierenden Institut ein Zinsschaden. Diese Nichtabnahmeentschädigung hat der Darlehensnehmer zu übernehmen.

Nichtrevalutierungsbestätigung

Auch Einmalvalutierungserklärung genannt. Hier bestätigt der im Grundbuch vorrangig eingetragene Gläubiger einer Grundschuld dem nachrangig eingetragenen Gläubiger, dass er den getilgten Anteil der Grundschuld nicht ohne Rücksprache mit dem Nachranggläubiger neu in Anspruch nehmen (revalutieren) läßt.

Niederspannung

Elektrische Spannung zwischen 42 Volt und 500 Volt, geerdet. Niedrigere Spannungen werden als Kleinspannung bezeichnet. Haushalte und kleinere Gebäude werden in der Regel mit Niederspannung über einen 4-Leiter-Drehstromanschluss mit 230/400 Volt versorgt.

Niedertarif

Zu Zeiten niedrigen Stromverbrauchs (21 bis 6 Uhr) bieten die Stromversorger günstige Tarife an; siehe auch Nachtstrom.

Niedertemperaturheizkörper

Niedertemperaturheizkörper benötigen im Vergleich zu alten Heizkörpern weniger Energie. Weil sie aus großflächigen, dünnen Platten bestehen, strahlen sie Wärme besser ab und kommen deshalb mit geringeren Vorlauftemperaturen aus. Die Heizungsanlage muss das Heizwasser also nicht wie bei manchen älteren Heizkörpern auf bis zu 90°C erwärmen, sondern lediglich auf ca. 55°C. Niedertemperaturheizkörper empfehlen sich, wenn das Haus nachträglich gedämmt und mit neuen Fenstern ausgestattet wurde. Sie sind kombinierbar mit Heizungsanlagen, die eine geringe Vorlauftemperatur produzieren – z.B. mit Brennwertkesseln oder Wärmepumpen. Vorteil: Vielfältig und anpassungsfähig im Design Nachteil: Je größer die Fläche, desto teurer und platzintensiver

Niedrigenergiehaus

Kriterien für ein Niedrigenergiehaus sind: sehr gute Wärmedämmung der Außenwände, Fenster, Dachflächen, Kellerwände und Kellerdecken, Reduzierung von Wärmebrücken und Dichtheit.

Nießbrauch

Belastung in Abt. II des Grundbuches. Der Nießbrauch ist ein Nutzungsrecht an einer Sache. Es wird zum Beispiel durch Einräumung eines Nießbrauches an einem Haus durch den Besitzer der Immobilie, einer anderen juristischen oder natürlichen Person das Recht zur unentgeltlichen, teilentgeltlichen oder entgeltlichen Nutzung der Immobilie eingeräumt.

Nominalzins

Der Nominalzins ist der Zinssatz, den der Darlehensnehmer für die Inanspruchnahme des Darlehens zahlt. Es ist der Zinssatz nach dem sich die tatsächliche Zinszahlung richtet.

Normwirkungsgrad

Siehe auch: Wirkungsgrad

Notaranderkonto

Bei Immobiliengeschäften kann vertraglich vereinbart werden, dass der Kaufpreis vom Käufer zunächst auf ein Notaranderkonto gezahlt wird. Dadurch wird die vorzeitige Darlehensauszahlung zur Kaufpreisabwicklung ermöglicht, solange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Der Treuhänder (Notar) trägt die Gewähr für die zweckmäßige Verwendung der Gelder (Treuhandauftrag).

Notarbestätigung

Wird auch Rangbestätigung genannt. Ist eine schriftliche Bestätigung eines Notars gegenüber einem Kreditinstitut, dass einer rangrichtigen Eintragung einer Grundschuld zu Gunsten des Kreditinstitutes nichts entgegensteht. Dadurch wird die vorzeitige Darlehensauszahlung zur Kaufpreisabwicklung ermöglicht, solange die Grundschuld noch nicht eingetragen ist. Die Notarbestätigung ist gebührenpflichtig.

Notarielle Beurkundung

Notarielle Beurkundungen werden bei Abschluss von Grundstücks-/ Immobilienkaufverträgen verlangt. Der durchführende Notar bereitet gemäß dem Willen der beteiligten Personen die Urkunde vor. Die Beteiligten müssen durch den Notar über die rechtliche Tragweite des Geschäftes aufgeklärt und belehrt werden. Im Anschluss an die Belehrung wird die Urkunde den Beteiligten in allen Teilen vorgelesen. Sind die Parteien mit dem Inhalt des Vertrages einverstanden, erfolgt die Unterschrift aller Beteiligten.

Notstromaggregat

Technische Einrichtung, die im Falle des Spannungsausfalls die komplette oder teilweise Aufrechterhaltung der Stromversorgung realisiert. Notstromanlagen gibt es in den verschiedensten Bautypen, z.B. Batterieanlagen für die Realisierung einer Notbeleuchtungsanlage, als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) für Telefonanlagen, Computersysteme u.ä. Für die Abdeckung größerer Versorgungsbereiche werden in der Regel dieselbetriebene Generatoren eingesetzt.

NOx (Stickoxide)

Unter dem Begriff Stickoxide (NOx) werden Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) zusammengefasst. Stickoxide entstehen bei fast jeder Verbrennung bei höheren Temperaturen, z.B. von Holz, Gas oder Öl. Sie sind in den Abgasen enthalten und können die Atemwege schädigen. Außerdem können sie Pflanzen (Wald) und Gewässer (z.B. Seen) schädigen. Sie gelten als Mitverursacher für den so genannten „Sauren Regen“.

Nutzungsgrad

Bei Heizungsanlagen wird unterschieden zwischen dem Norm-Nutzungsgrad und dem Jahresnutzungsgrad : Der Norm-Nutzungsgrad gibt den mittleren Wirkungsgrad eines Heizkessels in der Heizperiode an. Er beantwortet die Frage: Welcher Anteil der Energie, die im Brennstoff steckt und verfeuert wird, wird auch tatsächlich in Wärme umgesetzt? Und wie viel davon geht, z.B. durch den Schornstein, verloren? Bei einem Norm-Nutzungsgrad von 90% kann die Heizungsanlage also 10% der Energie, die z.B. im Heizöl steckt, nicht in Wärme umsetzen. Ermittelt wird der Norm-Nutzungsgrad, indem die Wirkungsgrade bei 5 verschiedenen Heizanforderungen, also unterschiedlichen Heizleistungen und Temperaturen des Heizkreises, gemessen werden. Daraus ergibt sich ein repräsentativer mittlerer Wert für den Betrieb des Heizkessels in der Heizperiode.
Der Norm-Nutzungsgrad kann rein rechnerisch über 100% betragen. Solche Werte ergeben sich bei Brennwertkesseln. Hier wird zu der nutzbaren Wärmemenge, die im Brennstoff steckt, auch noch die Wärmemenge hinzugerechnet, die im Abgas steckt. Bei der Verbrennung entsteht Wasserdampf im Abgas, der durch Kondensation in zusätzliche Heizwärme umgewandelt werden kann. Die nutzbare Wärmemenge erhöht sich dadurch um 11% bei Erdgas, um 5,5 bis 6% bei Heizöl. So können moderne Gas-Brennwertkessel Norm-Nutzungsgrade von bis zu 111% vorweisen, Heizöl-Brennwertkessel von bis zu 106%.
Der Jahresnutzungsgrad gibt darüber Auskunft, welcher Wärmeanteil des über ein Jahr hinweg eingesetzten Brennstoffs tatsächlich zur Hauserwärmung und ggf. zur Trinkwassererwärmung ins Heiznetz gelang - wie also die Energieausbeute einer Anlage über 12 Monate hinweg aussieht. Er ist ebenfalls ein errechneter Wert in Prozent. Der Jahresnutzungsgrad berücksichtigt auch die ermittelten Werte des Schornsteinfegers, die für die Phasen des Brennerbetriebs gelten. Außerdem fließen die Wärmeverluste während der Brenner-Stillstandszeiten, Verluste von Warmwasserspeichern und Verteilungsverluste mit in die Berechnung ein.
Da die Stillstandszeiten bei Heizkesseln oftmals 5 bis 10 mal so lang sind wie die reinen Zeiten der Wärmeerzeugung, sind diese so genannten Auskühlverluste bei der Beurteilung von Heizkesseln besonders wichtig. Gemessen über ein Jahr und geteilt durch die im Brennstoff enthaltene Energiemenge, ergibt sich der Jahresnutzungsgrad der Anlage. Dieser kann, auf den oberen Heizwert bezogen, bei guten Anlagen 90% betragen, d. h. 10% der im Brennstoff enthaltenen Energie kann nicht genutzt werden. Einem „Norm-Nutzungsgrad“ von 85% kann ein tatsächlicher Jahresnutzungsgrad von nur 30% gegenüberstehen. Insbesondere im Sommer sind die Bereitstellungsverluste einer gängigen Heizungsanlage relativ hoch. So können ohne weiteres 30-50% des Brennstoffbedarfs nur für den Betrieb der Anlage anfallen.

Odorierung

Dem von Natur aus geruchlosen Erdgas werden stark riechende Duftstoffe beigemischt, damit etwaige Leckagen im Leitungssystem schnell wahrgenommen werden können.

Öffentliche Mittel

Förderung des Wohnungsbaus durch zinsgünstige Darlehen. Die Arten der Förderung sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, Auskünfte erteilen die örtlichen Ämter für Wohnungswesen. Die Absicherung der Darlehen erfolgt i.d.R. durch Eintragung einer Grundschuld im Nachrang.

Ökosteuer/Stromsteuer

Beinhaltet die Kosten, die nach dem Gesetz zur ökologischen Steuerreform vom Gesetzgeber erhoben werden. Ökosteuer und Stromsteuer sollen die Energie verteuern, um Anreize zu schaffen, den Energieverbrauch zu senken und ressourcenschonende Produkte nachzufragen und zu entwickeln.

Öko-Strom

Strom, der ausschließlich aus regenerativen oder erneuerbaren Energiequellen erzeugt wird. Zu den entsprechenden Erzeugungsanlagen gehören zum Beispiel Wasserkraftwerke, Windparks, Solarstromanlagen und Biogaskraftwerke. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland beträgt derzeit etwa zehn Prozent.

Ohm

Die physikalische Einheit des elektrischen Widerstands heißt Ohm. Ein Ohm ist gleich dem elektrischen Widerstand eines von elektromotorischen Kräften freien Leiters, in dem die Spannung von 1 Volt einen Strom von 1 Ampere hervorruft. Benannt wurde die Einheit nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1789-1854).

Palmöl

Palmöl wird aus der Ölpalme gewonnen. Weil es in seiner chemischen Struktur mineralischen Ölen ähnelt, kann es wie Heizöl verwendet oder z.B. Diesel beigemischt werden. Auf den ersten Blick kann sich die Öko- und Energiebilanz von Palmöl sehen lassen – die Ölpalme wächst schnell nach, und in der Verbrennung des Öls wird kein CO2 freigesetzt. Allerdings hat Palmöl als erneuerbare Energie einen Haken: Um immer mehr Ölpalmen anbauen zu können, holzen die Produzenten immer mehr tropischen Regenwald ab. Damit sind die negativen Auswirkungen auf die Umwelt immens.

Passivhaus

Besitzt kein konventionelles Heizsystem und wird meist nur über die Lüftungsanlage beheizt. Ein Passivhaus zeichnet sich durch optimierte Wärmedämmung, kompakte Bauweise, passive und aktive Nutzung der Solarenergie sowie ein Lüftungssystem aus. Und hat deshalb einen stark reduzierten Energieverbrauch. Das Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. Im Vergleich dazu benötigt ein Passivhaus 80 Prozent weniger Heizenergie, im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude über 90 Prozent weniger.

Pfandtausch

Der Darlehensnehmer möchte die beliehene Immobilie während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens veräußern. Es besteht die Möglichkeit, dass das bestehende Grundpfandrecht auf die neu zu erwerbende Immobilie übertragen wird. Hier findet ein Sicherheitentausch statt. Die weiteren Vertragsbedingungen aus dem Darlehensvertrag werden beibehalten.

ph-Wert

Der pH-Wert sagt aus, ob eine wässrige Lösung (z.B. Wasser) sauer, neutral oder alkalisch ist. Ist der pH-Wert kleiner als 7, so ist die Lösung sauer. Ist der pH-Wert gleich 7, so ist die Lösung neutral. Ist der pH-Wert größer als 7, so ist die Lösung alkalisch (basisch).

Phasenverschiebung

Die Phasenverschiebung ist der Zeitraum zwischen dem Auftreten der höchsten Temperatur auf der Außenoberfläche eines Bauteils bis zum Erreichen der höchsten Temperatur auf der Innenseite. Je länger das „Durchwandern“ der Temperatur durch das Bauteil dauert, umso besser ist der Schutz vor Überhitzung. Die Phasenverschiebung wird durch die Wärmespeicherzahl angegeben. Die Faustregel: Je höher die Rohdichte, desto länger die Phasenverschiebung und desto höher die Wärmespeicherzahl. Dämmstoffe auf nachwachsender Rohstoffbasis haben meist eine höhere Dichte und Wärmespeicherkapazität und bieten damit einen besseren sommerlichen Wärmeschutz.

Photovoltaik

Bei der Photovoltaik wird Licht durch Solarzellen in elektrischen Strom bzw. elektrische Energie umgewandelt. Durch Absorbtion in bestimmten Materialien werden Lichtteilchen (Photonen) aktiv und es entstehen positive als auch negative Ladungsträger, die sich innerhalb der unterschiedlichen Materialien bewegen. Die durch die Photonen erzeugte Energie, wird zum größten Teil an die jeweiligen Ladungsträger abgegeben. Unter Zuhilfenahme von Energiekonvertern werden die unterschiedlichen Ladungsträger zu den Elektroden weitergeleitet und somit elektrisch geladen. Die durch die Elektroden erzeugte elektrische Spannung kann jetzt als elektrischer Strom nutzbar gemacht werden.

Preisangabenverordnung

Die Preisangabenverodnung dient zum Schutz der Verbraucher. Diese Verordnung verpflichtet alle Darlehensgeber und Kreditinstitute in Angeboten und Verträgen sämtliche Kosten und Bedingungen, die den Darlehensnehmer betreffen, aufzuzeigen.

Preisgleitklausel (Preisformel)

Preisabsicherung unter Berechnung einer mathematischen Funktion. Beispielsweise beim Gaspreis zur Absicherung des Arbeitspreises: Gaspreis in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) = Steigungsmaß x Heizölpreis + Niveaukonstante.

Primäre Energieträger

Primäre Energieträger sind direkt in der Natur vorkommende Rohstoffe wie Stein- und Braunkohle, Erdöl, Erdgas, Uran, Sonne, Wind oder Wasser. Energie-Inhalt der wichtigsten Primärenergieträger:
- 1 kg Holz = 14,7 Megajoule (MJ)
- 1 kg Braunkohle = 15,0 MJ
- 1 kg Steinkohle = 29,8 MJ
- 1 kg Erdgas = 36-50 MJ
- 1 kg Heizöl EL = 42,7 MJ
- 1 kg Natur-Uran = 500 Gigajoule (GJ) 1 Kubikmeter Erdgas = 31,7 MJ.

Private Krankenversicherung

Die Beiträge für die private Krankenversicherung bei Selbständigen, Freiberuflern und Beamten müssen bei der Berechnung des Nettoeinkommens berücksichtigt werden.

Prolongation

Wenn die Zinsbindungsfrist eines Darlehens endet, so bietet in der Regel der Darlehensgeber eine Verlängerung des Darlehens an. Diese Prolongation bezeichnet eine Vertragsverlängerung bzw. den Neuabschluss eines Darlehens zur Ablösung der bestehenden Restschuld.

Pufferspeicher

Pufferspeicher sind ein Bestandteil von Heizungsanlagen, die alternative oder erneuerbare Energien wie Solarenergie, Erdwärme, Holz oder Elektroenergie zur Wärmeerzeugung nutzen. Pufferspeicher, die Heizungswasser bevorraten, haben eine Größe von ca. 150 Liter bis 3.000 Liter (Ein- bis Zweifamilienhäuser). Sie lagern die nicht benötigte Energie/Wärme ein, die durch Solaranlagen, Wärmepumpen oder Biomasse erzeugt wurde – und zwar so lange, bis sie abgerufen wird (z.B. am Abend, wenn das Wohnzimmer beheizt wird). Warmwasserspeicher für Trinkwasser, auch Schichtladespeicher genannt, werden meist mit einem Volumen von ca. 100 Liter ausgelegt. Die Speichereinheit wird durch eine hochwirksame Wärmedämmung ummantelt.

Pumpspeicherkraftwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist, wie auch das Gezeitenkraftwerk, ein Wasserkraftwerk. Bei einem Pumpspeicherkraftwerk wird in Zeiten, in denen genügend preisgünstigere Energie zur Verfügung steht, Wasser in ein höher gelegenes Staubecken gepumpt, damit im Bedarfsfall eine höhere Nachfrage nach Strom bedient werden kann, indem das Wasser aus dem Staubecken abgelassen wird und zum Antrieb der Generatoren genutzt wird.

Rangbestätigung

Siehe auch: Notarbestätigung

Rangrücktritt

Ein Grundpfandgläubiger kann zu Gunsten eines Anderen die Rangstelle seines eingetragenen Grundpfandrechtes ändern. Dieser tritt dann mit seinem Recht in den Nachrang zurück. Dies kann mit einer notariell beglaubigten Erklärung bescheinigt und beim Grundbuchamt beantragt werden.

Rangstelle

Bei mehreren eingetragenen Grundpfandrechten im Grundbuch gibt die Rangstelle an, in welcher Reihenfolge die Gläubiger aus dem Erlös einer Zwangsvollstreckung bedient werden. Das Grundpfandrecht im vorderen Rang muss in voller Höher vor dem Recht im hinteren Rang befriedigt werden.

Rapsöl

Rapsöl: Rapsöl wird aus den Samen von Raps gewonnen. Es ist im Anbau zwar nicht so ertragreich wie Palmöl, steht jedoch auch nicht in Konkurrenz zum tropischen Regenwald. Der Brennwert von Rapsöl liegt bei rund 38 MJ/kg und damit im Bereich von Erdgas.

Raumthermostat

Raumthermostate sind Temperaturregler, die eine feste oder eine voreingestellte Temperatur konstant halten, d.h. die Wärmeabgabe der Heizgeräte in einem Raum wird durch Raumthermostate geregelt. Die Regelung wird auch als Einzelraumregelung bezeichnet. Mit Raumthermostaten wird die individuelle und zeitgerechte Regelung der Temperatur erreicht. Die Regelung wirkt über den Raumthermostaten bzw. Raumthermostatuhren und elektrische Stellantriebe an den Heizkörperventilen direkt auf die im Raum installierten Heizkörper. Drahtlose Heizungsregelungen als raumtemperatur- oder zeitgesteuerte Einzelraumregelungen erleichtern die Sanierung von älteren Fußbodenheizungen, da eine Verkabelung durch die Kommunikation per Funk nicht notwendig ist. Einzelraumregelungen können auch mit der BUS-Installationstechnik in die komplexe Gebäudesystemtechnik integriert werden. Mit ihr ist über Computerhilfe die Steuerung von elektrischen Geräten komfortabel möglich.

Refinanzierung

Unter Refinanzierung ist die Fremdkapitalbeschaffung der Kreditinstitute zu verstehen. Zur Darlehensvergabe an Darlehensnehmer müssen die nötigen Finanzmittel beschafft werden. Dies kann durch Spareinlagen von anderen Kunden oder durch die Ausgabe von Pfandbriefen etc. geschehen. Hier wird ein fester Zinssatz als Aufwand für die Kreditinstitute erzielt. Aufgrund der Befristung der Laufzeiten dieser Wertpapiere, ist der Zinssatz von den ausgebeben Darlehen ebenfalls befristet. Hier wird ein fester Zinssatz als Ertrag für die Kreditinstitute erzielt.

Regenerative Energien

Siehe auch: Erneuerbare Energien

Regenerative Energieträger

Regenerative bzw. erneuerbare Energieträger sind Energieträger, die aus nachhaltigen Quellen stammen. Sie lassen sich im Unterschied zu fossilen Energieträgern immer wieder erneuern. Zu den regenerativen Energieträgern zählen u.a. Bio-Masse (z.B. Holz, Bio-Öle), Sonnenstrahlung, Wind, Gezeiten sowie Erde, Luft und Wasser (als Speicher von Sonnenenergie).

Regionalversorger

Regional tätige Energieversorgungsunternehmen, die die Mittel- und Niederspannungsnetze innerhalb einer Region betreiben. Sie beliefern sowohl private und gewerbliche Endkunden als auch Industriebetriebe und Stadtwerke mit Strom. Einige Regionalversorger bieten darüber hinaus auch Gas und Wasser an.

Regulierungsbehörde

In fast allen Ländern mit liberalisierten Energiemärkten wurde eine Regulierungsbehörde eingerichtet, die über einen fairen Wettbewerb wacht. In Deutschland wurde darauf verzichtet: Es gibt auf freiwilliger Basis die Verbändevereinbarung Strom und die Verbändevereinbarung Gas, beide haben allerdings keinen Rechtscharakter.

Renovierung

Unter den Begriff Renovierung fallen alle Maßnahmen, die für die Erhaltung einer Immobilie durchgeführt werden. Nicht hierzu zählen Modernisierungsmaßnahmen, da diese auf die Verbesserung der Wohnqualität abzielen.

Reserve

Alle Erdgas-, Öl- und Kohlevorräte, die schon heute unter bestimmten Voraussetzungen sicher gefördert werden können.

Ressource

Unter Ressource versteht man den natürlichen Bestand einer Sache, die ständig benötigt wird. In der Gaswirtschaft bezeichnet man damit alle Gasmengen, die durch Probebohrungen nachgewiesen sind. Mindestens die Hälfte davon ist nach dem heutigen Stand der Technik wirtschaftlich nutzbar.

Restschuld

Höhe des bestehenden Darlehens zum Ablösetermin bzw. zum Ende der Zinsbindung.

Restschuldversicherung

Die Restschuldversicherung schließt der Darlehensnehmer ab. Sie dient zur Absicherung der Restschuld der Darlehenssumme. Im Versicherungsfall wird die vollständige Restschuld durch die abgetretene Versicherungssumme zurückgeführt.

Risiko-Lebensversicherung

Lebensversicherung nur für den Todesfall zur Absicherung von Darlehen.

Röhrenkollektor

Siehe auch: Vakuumröhrenkollektor

Rückauflassungsvormerkung

Eine Rückauflassungsvormerkung ist eine Grundbucheintragung in Abt. II des Grundbuchs zur Sicherung des Anspruchs auf Rückübertragung eines Grundstücks. Sie wird häufig in Verbindung mit der Bebauung von Grundstücken der Städte und Gemeinde vorgenommen. Beim Kauf eines Grundstücks werden dem Erwerber bestimmte Auflagen (z. B. die Bebauung innerhalb eines bestimmten Zeitraumes) erteilt. Werden die vereinbarten Auflagen nicht eingehalten, so hat der frühere Grundstückseigentümer einen Anspruch auf Rückübertragung.

Rücklauftemperatur

Die Rücklauftemperatur bezeichnet die Temperatur, mit der das Heizwasser von den Heizflächen (z.B. Fußbodenheizung, Heizkörper) zurück zum Kessel fließt. Dabei gilt: Je größer die Heizflächen, desto niedriger können Vor- und Rücklauftemperatur sein. Das gilt v.a. für Flächenheizungen wie Fußboden-, Wand- und Deckenheizungen, aber auch für Niedertemperaturheizkörper. Eine niedrige Rücklauftemperatur steigert insbesondere die Effizienz von Brennwertkesseln, Solarenergie (solare Heizungsunterstützung) oder Wärmepumpen. S. auch Vorlauftemperatur

Rücktritt vom Darlehensvertrag

Wenn ein Darlehensnehmer falsche Angaben im Darlehensvertrag gemacht hat oder die Auszahlungsvoraussetzungen nicht erfüllt werden können, hat der Darlehensgeber ein einseitiges Rücktrittsrecht. In diesem Fall kann der Darlehensgeber eine Nichtabnahmeentschädigung vom Darlehensnehmer verlangen.

Ruß

Ruß kann ein Schadstoff sein. Er entsteht, wenn Kohlenstoff unvollständig verbrennt. Bei älteren Heizungsanlagen können sich die schwarzen Partikel beim Abkühlen des Abgases im Schornstein absetzen. Das führt unter Umständen zum Versotten des Schornsteins (Zerstörung durch Säurebildung). Einige Rußbestandteile gelten als krebserregend oder stehen unter Verdacht, Krebs zu erregen.

RWE Kundencenter

Hier melden Sie Ihren Zählerstand, erledigen Ihre Umzugsformalitäten schnell und unbürokratisch und ändern Ihre Stammdaten (Höhe der Abschlagszahlung, Namensänderung, Erteilung von Einzugsermächtigung etc.). In den RWE Kundencentern erhalten Sie zu vielen Themen Service-Broschüren. Ihre Fragen zu den verschiedenen Themengebieten von Ablesung über Auszug bis Zählerwesen beantworten Ihnen die RWE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch gerne unter www.rwe.de/kundencenter.

Sachwert

Sachwert eines Objektes ist der Bauwert (= angemessene Herstellungskosten des Gebäudes) plus Bodenwert (= Wert der Grundstücksfläche) plus Außenanlagen. Je nach Alter, Lage und Zustand der Immobilie werden hier von dem finanzierenden Institut Abschläge vorgenommen.

Sanierung

Maßnahmen, eine Immobilie wieder komplett Instand zu setzen und nutzbar zu machen. Von Sanierungen spricht man, wenn die Kosten für diese Maßnahmen mehr als 50 % des Kaufpreises einer Immobilie oder des tatsächlichen Wertes ausmachen.

Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

Die Verlegung von Gasleitungen innerhalb des Gebäudes und der Anschluss von Gasgeräten ist die Aufgabe des Sanitär-Heizung-Klima (SHK)-Handwerks. Dabei dürfen die Arbeiten nur von Betrieben durchgeführt werden, die eine entsprechende Vereinbarung mit dem örtlichen Gasversorger abgeschlossen haben. Schallschutzmaßnahmen bei Gebäuden werden bauordnungsrechtlich aufgrund der DIN-Norm 4109 geregelt. Dies sind aber lediglich Mindeststandards.

Schadstoffbilanz

Siehe auch: Emissionen

Schadstoffe

Siehe auch: Emissionen

Schadstoffemission

Siehe auch: Emissionen

Schätzkosten

Unter Schätzkosten sind Gebühren zu verstehen, welche für die Erstellung eines Wertgutachtens zur Ermittlung des Beleihungswertes einer Immobilie durch einen Sachverständigen anfallen.

Schallschutzmaßnahmen

Oft haben vor allem ältere Gebäude verschiedene Schwachstellen, z. B. schlecht isolierte Wasser- und Sanitärleitungen, laut knarzende Holzböden, Einfachverglasung oder Undichtigkeiten bei Innen- und Außenwänden. Um den Lärmschutz zu verbessern, gibt es verschiedene Schallschutzmaßnahmen, u. a.
Schließung von Hohlräumen unterschiedlicher Bauteile, um die Übertragungswege für den Luftschall zu versperren.
Biegeweiche Konstruktionen aus Platten und faserigen Dämmstoffen mit günstiger Resonanzfrequenz.
Schallschutz an der Decke durch eine Beplankung mit Gipskartonplatten und Dämmung des Deckenhohlraums mit einem Dämmstoff.
Schallschutz am Boden mit einem schwimmenden Estrich im obersten Stockwerk.
Schallschutz an den Wänden mit schwimmendem Estrich auf dem Boden, um Boden, Wand und Decke zu „entkoppeln“ sowie Dämmstreifen an den Wänden.

Schenkung

Finanzierungsmittel, die von Dritten unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. Zum Nachweis wird eine kurze schriftliche Bestätigung des Gebers mit einem entsprechenden Eigenkapitalnachweis benötigt.

Schornstein

Da Brennstoff betriebene Heizungsanlagen und Feuerstätten Rauch- und Abgase erzeugen, benötigt jedes Haus eine Abgasanlage, die diese sicher ins Freie leitet und gleichzeitig die Baukonstruktion vor der Wärmebelastung schützt. Man unterscheidet bei Abgasanlagen grundsätzlich Schornsteine und Abgasleitungen. Feste Brennstoffe, z.B. Holz, Pellets und Kohle benötigen einen rußbrandbeständigen Schornstein. Bei gasförmigen und flüssigen Brennstoffen, wie Öl oder Erdgas, spricht man von Abgasleitungen. Sie müssen nicht rußbrandbeständig sein. Damit ein universeller Wechsel der Betriebsweise oder des Brennstoffes problemlos möglich ist, empfehlen Experten, Abgasanlagen möglichst entsprechend variabel auszuwählen. Wohngebäude sollten immer zweizügige Schornsteine erhalten, damit neben der Hauptheizung zusätzlich ein Kamin- oder Kachelofen angeschlossen werden kann.
Anforderungen an moderne Schornsteine:
• keine Korrosion nach Rußbrand
• säurebeständig
• feuchteunempfindlich
• Nutzungsdauer über 30 Jahre
• geringe Temperaturbelastung im Mantelstein, keine Risse auf der Außenseite
• keine Sondermaßnahmen im Außenputz
• vermindert Geräuschübertragung aus der Heizung
Nicht mehr zeitgemäß sind einschalige Schornsteine aus Leichtbetonformsteinen. Die Weiterentwicklung der Heizungen erforderte die Weiterentwicklung der Schornsteine. Einschalige Schornstein aus Leichtbetonformsteinen sind zwar normenkonform jedoch anfällig für Rissbildung, Durchfeuchtung und nicht für eine raumluftunabhängige Betriebsweise geeignet. Die verbreitete Meinung, mit einem einschaligen Schornstein aus Leichtbeton ist man für zukünftige Entwicklungen gut gerüstet, ist auf Grund der technischen Weiterentwicklung im Bereich der Feststofffeuerstätten falsch.

Schufa

Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für Allgemeine Kreditsicherung. Die Schufa erhält und verwahrt die von den ihr angeschlossenen Instituten Informationen zur Beurteilung der Bonität der Kreditnehmer. Diese Informationen stellt sie den ihr angeschlossenen Instituten widerum auf Anfrage zur Verfügung. Hierbei werden die Vorgaben des Datenschutzes streng beachtet.

Schufa-Klausel

Vor der Weitergabe personenbezogener Daten an die Schufa, ist die schriftliche Einverständnis der betroffenen Person einzuholen. Durch die Unterzeichung der Schufa-Klausel im Darlehensantrag willigt der Kreditnehmer in die Weitergabe der Daten ein.

Schuldübernahme

Wenn z. B. während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens der Darlehensnehmer seine grundpfandrechtlich abgesicherte Immobilie veräußern möchte, so kann das Darlehen mit allen Rechten und Pflichten vom zukünftigen  Eigentümer übernommen werden. Hier wird eine entsprechende Bonität des neuen Eigentümers vorrausgesetzt.

Schwefel

Siehe auch: Schwefeldioxid

Schwefeldioxid

s. SO2

Sekundärenergie

Primärenergieträger müssen für den Verbraucher meist in Sekundärenergieträger umgewandelt werden: beispielsweise Kohle in Strom und Erdöl in Benzin.

SHK

siehe Sanitär-Heizung-Klima-Handwerk

Siemens

Die physikalische Einheit des Leitwerts wird in Siemens angegeben. Definiert ist das Siemens als der elektrische Leitwert eines Leiters mit dem elektrischen Widerstand 1 Ohm. 1S = 1/1 Ohm.

SKE

siehe Steinkohleeinheit

SO2 (Schwefeldioxid)

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses, stechend riechendes Gas, das insbesondere bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Erdgas, Erdölprodukten (z.B. Diesel, Benzin) und Steinkohle entsteht. Schwefeldioxid gilt als Hauptverursacher des umweltschädlichen „Sauren Regens“ und ist mitverantwortlich für die Bildung von Smog und für gesteigerte Ozon-Werte in der Luft. Bereits niedrige Konzentrationen können Schleimhäute und Haut reizen. Höhere Konzentrationen verursachen Atmungsstörungen.

Solararchitektur

Die Solararchitektur entwirft Gebäude so, dass sie aus der natürlichen Umgebung möglichst viel Energie aufnehmen und gleichzeitig auch von Kühleffekten profitieren können. Man spricht in diesem Zusammenhang von „Niedrig- und Nullenergiehäusern“.

Solarenergie

Solarenergie (bzw. Sonnenenergie) ist die Energie, die in der Sonne durch ständige Kernfusionen entsteht und die zum Teil als elektromagnetische Strahlung auf die Erde gelangt.

Solargenerator

Summe der zusammengeschalteten Solarmodule.

Solarmodule (PV-Module)

Da einzelne Solarzellen nur eine relativ geringe Spannung aufbauen, sind sie im Modul zu einem Verbund geschaltet. Bei der Herstellung der Solarmodule werden die miteinander verbundenen Solarzellen in eine Kunststofffolie eingekapselt (laminiert), verglast und in den meisten Fällen mit einem Aluminiumrahmen versehen, der für Steifigkeit sorgt.

Solarzellen

Bei einfallendem Licht auf eine Solarzelle werden Elektronen freigesetzt. Dabei werden mit Hilfe einer beabsichtigten Unreinheit der Vor- und Rückseite positive Ladungsträger gebildet, die sich zu einer Seite der Solarzelle bewegen und zu der entgegen gesetzten Seite orientieren. Somit wird ein Plus- und Minuspol erzeugt. Um größere Mengen an Solarstrom zu erzeugen, müssen mehrere Solarzellen miteinander verbunden werden.

Sondereigentum

Es gibt zwei Arten des Sondereigentums. Zum einen das Alleineigentum an einer bestimmten Wohnung, auch Wohnungseigentum genannt. Und das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen, auch Teileigentum genannt.

Sondernutzungsrecht

Das Sondernutzungsrecht ist das Recht eines Wohnungseigentümers, eine bestimmte im gemeinschaftlichen Eigentum stehende Fläche (bzw. Räume) unter Ausschluss aller anderen Eigentümer nutzen zu dürfen.

Sondertilgung

Eine Sondertilgung ist eine außerplanmäßige Tilgung, die zusätzlich zur Regeltilgung eingebracht werden kann. Durch die Sondertilgung kann sich die Restschuld des Darlehens und somit die Gesamtlaufzeit oder die regelmäßige Rate reduzieren.

Sonnenenergie

Es wird zwischen zwei Technologien unterschieden: Photovoltaik zur Erzeugung von Strom und Sonnenkollektoren zur Erzeugung von Wärme.

Sonnenkollektor

Sonnenkollektoren sind Anlagen, die Sonnenenergie absorbieren. Die dabei entwickelte Wärme wird zur Wärmebereitung genutzt.

Spannung

Elektrische Spannung entsteht durch die Trennung von positiven und negativen Ladungsträgern. Haben zwei Punkte eine unterschiedliche elektrische Ladung, so besteht zwischen diesen eine Spannung. Die Spannungsdifferenz zwischen den beiden Punkten strebt danach, sich auszugleichen. Die Spannung ist die Ursache für den elektrischen Strom. Maßeinheit für die Spannung ist das Volt (V), benannt nach dem italienischen Physiker Alessandro Volta (1745-1827).

Speicherkraftwerk

Wie bei den Pumpspeicherkraftwerken handelt es sich bei den Speicherkraftwerken um Wasserkraftwerke. Natürliche Gewässer werden gestaut und treiben bei Bedarf tiefer gelegene Turbinen an. Das Wasser fließt in Rohren vom Stausee zum Kraftwerk: Je größer der Höhenunterschied, desto mehr Energie kann genutzt werden.

Spitzenlast

Die Spitzenlastzeiten des Stromverbrauchs liegen zwischen 7 Uhr und 12 Uhr und zwischen 16 Uhr und 20 Uhr. Zur Spitzenlastabdeckung werden Gasturbinenkraftwerke und Speicherkraftwerke eingesetzt.

Staatliche Förderung

Zu den staatlichen Fördermöglichkeiten zählen die Arbeitnehmersparzulage (s. Arbeitnehmersparzulage) und die Wohnungsbauprämie (s. Wohnungsbauprämie).

Steinkohle

Steinkohle ist ein fossiler Energieträger und besteht größtenteils aus Kohlenstoff. Im Vergleich zu Braunkohle hat Steinkohle einen über dreifach höheren Heizwert von ca. 30 MJ/kg. Das schwarze Gestein wird industriell zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Es kann auch in Haushalten in Form von Rohsteinkohle oder Steinkohlebriketts verfeuert werden, etwa in Einzelfeuerstätten wie Kaminöfen oder Herden.
Allerdings gilt Steinkohle im Haushalt als überholter Brennstoff, weil ständiges Nachlegen erforderlich ist und Steinkohle außerdem mangels richtiger Luftzufuhr oft nicht optimal verbrennt. Dadurch entstehen Probleme wie Schwelbrände, Rauchentwicklung, Schornsteinzerstörung. Außerdem setzt die Verbrennung von Steinkohle neben Schwefeldioxid große Mengen des klimaschädlichen CO2 frei.

Siehe auch: Fossile Energieträger

Steinkohleeinheit

Die Steinkohleeinheit dient als Grundlage für Vergleiche und Bemessungen von verschiedenen Energiemengen und -vorräten. Die Berechnungsbasis bildet die Steinkohle mit einem Heizwert von 8,14 kWh/kg (1 kg SKE entspricht 8,14 kWh).

Stickoxide

s. NOx

Stillhalteerklärung

Eine Stillhalteerklärung wird bei vorrangig eingetragenen Erbbaurechten vom Erbbaurechtsgeber (Grundstückseigentümer) benötigt. Die wichtigsten Inhalte einer Stillhalteerklärung:
- Ohne Zustimmung des Gläubigers können keinen sonstigen Rechten der Vorrang oder Gleichrang mit dem Erbbauzins eingeräumt werden.
- In der Zwangsversteigerung können nur die rückständigen und laufenden Erbbauzinsen verlangt werden.

Strahlungswärme

Die Energie, die eine Heizfläche (z.B. Fußbodenheizung) als langwellige Wärmestrahlung abgibt. Anders als bei der Konvektionwärme werden bei Strahlungswärme nicht Luftteilchen in Bewegung versetzt - es kommt also zu keiner Luftumwälzung. Deshalb wird Strahlungswärme als sanfter und angenehmer empfunden.

Strom

Besteht eine Spannungsdifferenz zwischen zwei Punkten, streben die elektrischen Ladungsträger danach, ihre Ladungsdifferenz auszugleichen. Der dadurch entstehende Fluss von Ladungsträgern wird elektrischer Strom genannt.

Stromaußenhandel

Deutschland ist das größte Transitland für Strom in Europa. Im Jahr 2005 wurden 53,4 Milliarden Kilowattstunden Strom importiert und 61,9 Milliarden Kilowattstunden exportiert.

Strombörse

An der Leipziger Strombörse EEX sind Tag für Tag 128 Teilnehmer aus 15 europäischen Ländern sowie den USA aktiv. Dazu zählen mehrheitlich Banken, Händler oder Industrieunternehmen mit völlig unterschiedlichen Interessen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass kein Teilnehmer das Geschehen auf dem Parkett – und damit die Preise – zu seinen Gunsten beeinflussen kann. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft dies und hat es verschiedentlich bestätigt. Die EEX unterliegt weiter den gleichen Sicherheits- und Aufsichtsregeln wie die Frankfurter Wertpapierbörse.

Stromkennzeichnung

Die Stromunternehmen sind seit dem 15. Dezember 2005 verpflichtet, ihren Kunden auf der Rechnung aufzulisten, welchen Energiemix sie anbieten. Das sorgt für noch mehr Transparenz und gibt den Kunden die Möglichkeit, sich ihren Anbieter auch danach auszusuchen, welchen Energiemix er anbietet. Es gibt auch Produkte, die ausschließlich auf regenerativen Energien basieren. RWE bietet hierzu einen besonderen Tarif an.

Stromnetz (Freileitung, Kabel)

Bezeichnet das Verbundnetz, das die Verbraucher mit elektrischer Energie versorgt. Ob Stahlgitter-, Stahlrohr-, Beton- oder Holzmasten: RWE Freileitungen ruhen nicht nur auf sicheren Fundamenten, sondern auch auf der Basis richtiger Berechnung, genauer Vermessung und sicherer Montage mit modernen Maschinen. RWE übernimmt die komplette Errichtung inklusive aller Hoch- und Tiefbauleistungen. Als Profi für das Verlegen isolierter Freileitungen und Erdkabel im Ortsnetzbau führt RWE alle Kabelverlegearbeiten, Muffen- sowie Endverschlussmontagen aus und erstellt Erdungslager selbst. Darüber hinaus liefern und fertigen wir die notwendigen Komponenten wie Transformatoren, Netzstationen und Schaltanlagen inklusive der Schutztechnik. Abschließend übernimmt RWE die Abnahmemessungen (Spannungsprüfungen und Erdungsmessungen) mit eigenen Kabelmesswagen.

Stromstärke

Mit der Stromstärke wird angegeben, wie viele Ladungen pro Zeiteinheiten durch einen Leiter fließen. Maßeinheit für die Stromstärke ist das Ampere.

Stromverbrauchsmessgerät

Damit kann der Verbrauch jedes Gerätes ermittelt werden, das über eine Steckdose mit Strom versorgt wird. Das Stromverbrauchsmessgerät wird einfach an den Fernseher, den PC oder ein anderes elektrisches Gerät angeschlossen und zeigt automatisch an, wie viel Strom in einer bestimmten Zeit verbraucht wird. Kostenlose Leihgeräte erhalten Sie in den RWE Kundencentern gegen eine Kaution von 50 EUR. Kaufen können Sie die Geräte im Elektrofachhandel oder via Internet (ab ca. 20 Euro).

Stromzähler

Jede Wohnung, jeder Betrieb verfügt heute über Stromzähler. Es gibt verschiedene Zählerarten: Drehstrom-, Wechselstrom- und Leistungszähler. Allein die beiden RWE Gesellschaften Rhein-Ruhr und Westfalen-Weser-Ems haben aktuell rund vier Millionen Zähler im Einsatz. Die RWE Prüfstelle in Essen-Kettwig stellt seit mehr als 75 Jahren sicher, dass alle Zähler exakte Werte messen. Der Stromzähler ist die Messeinrichtung zur Ermittlung des Verbrauchs an elektrischer Energie. Ermittelt wird der Energieverbrauch in der Einheit Kilowattstunde (kWh). Abhängig von der angewandten Tarifart für die Abrechnung unterscheidet man Eintarif- und Doppeltarifzähler.
Im Privatkundenbereich wird meist der Eintarifzähler (ET) angewendet. Der Zähler besitzt ein Rollenzählwerk, an dem der Verbrauch abgelesen wird. In Sonderfällen ist die Ermittlung eines zweiten Messwerts mit einem Doppeltarifzähler erforderlich – zum Beispiel bei der Verwendung von Nachtspeicherheizgeräten (10-Stunden-Heizungen) und der Schwachlastregelung (Mondscheintarif). Diese Zähler besitzen im Vergleich zum Eintarifzähler zwei Rollenzählwerke. Man unterscheidet den so genannten Hochtarif (HT) und den Niedertarif (NT). Da für den Hoch- und Niedertarif unterschiedliche Preise je Kilowattstunde verrechnet werden, ist die getrennte Messung bei diesen Tarifmodellen erforderlich, um die Anteile des Stromverbrauchs während der Hochtarifzeit und Niedertarifzeit einzeln erfassen zu können.

Teilauszahlungen

Darlehen können in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt werden. Je nach Vorhaben und Finanzierungspartner ist die Anzahl der Teilauszahlungen unterschiedlich und es kann ein Teilauszahlungszuschlag je Auszahlungsrate verlangt werden.

Teilauszahlungszuschlag

Der Teilauszahlungszuschlag ist der Zuschlag, der bei manchen Banken anfällt, wenn ein Darlehen in mehreren Teilraten ausgezahlt wird.

Teileigentum

Unter Teileigentum versteht man das Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes (z. B. Kellerräume oder Garten). Es steht immer in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum.

Teilungserklärung

Erklärung des Grundstückeigentümers, dass das Eigentum an einem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt ist und mit jedem Miteigentumsanteil das Sondereigentum an bestimmten Räumen verbunden ist. Des weiteren werden die Rechte und Pflichte der einzelnen Miteigentümer untereinander geregelt. Die Teilungserklärung muss notariell beurkundet werden. Voraussetzung hierfür ist die Abgeschlossenheitsbescheinigung der zuständigen Behörde.

Telekommunikationsnetz

Das Telekommunikationsnetz umfasst die Gesamtheit von Übertragungssystemen, Vermittlungseinrichtungen und anderweitigen Ressourcen, um Sprache, Daten, Bilder und Signale zu übermitteln.

Thermografie

Mit Thermografie- oder Wärmebild-Aufnahmen von Gebäuden können die energetischen Schwachstellen einer Gebäudehülle aufgedeckt werden. Bei der Thermografie wird die unsichtbare Wärmestrahlung in eine sichtbare Abbildung umwandelt. Dazu werden die Oberflächentemperaturen des Gebäudes mit einer speziellen "Infrarot-Kamera" gemessen. Wärmere Bereiche werden in den Farben von pink über rot bis gelb dargestellt, kühlere Oberflächen erscheinen im Thermogramm in den Farben grün oder blau.

Thermografie

Mit Thermografie- oder Wärmebild-Aufnahmen von Gebäuden können die energetischen Schwachstellen einer Gebäudehülle aufgedeckt werden. Bei der Thermografie wird die unsichtbare Wärmestrahlung in eine sichtbare Abbildung umwandelt. Dazu werden die Oberflächentemperaturen des Gebäudes mit einer speziellen "Infrarot-Kamera" gemessen. Wärmere Bereiche werden in den Farben von pink über rot bis gelb dargestellt, kühlere Oberflächen erscheinen im Thermogramm in den Farben grün oder blau.

Tilgung

Vertraglich vereinbarte Rückzahlung eines Darlehens. Durch die Höhe der Tilgung ergibt sich die monatliche Rate und es kann die Gesamtlaufzeit des Darlehens berechnet werden.

Tilgungsaufwand

Betrag, der während der Zinsbindungsfrist für die Tilgung des Darlehens aufgebracht wird.

Tilgungsaussetzung

Wenn im Darlehensvertrag eine Tilgungsaussetzung vereinbart wurde, zahlt der Darlehensnehmer während der Zinsbindungsfrist ausschließlich die Zinsen an den Darlehensgeber. Als Tilgungsersatz kann beispielsweise eine Kapitallebensversicherung, ein Bausparvertrag, welcher zum Ende der Zinsbindungsfrist des Darlehens die angesparte Summe zu vollständigen Rückzahlung vorsieht, an den Darlehensgeber abgetreten werden.

Tilgungsbeginn

Tilgungsbeginn ist frühestens nach Vollauszahlung des Darlehens möglich.

Tilgungsersatz

Die regelmäßige Tilgung kann nicht nur direkt in das Darlehen fließen sondern alternativ auch in einen sog. Tilgungsersatz gezahlt werden. Möglicher Tilgungsersatz: Kapital-Lebensversicherung, fondsgebundene Lebensversicherung, Rentenversicherung oder Bausparvertrag. Dieser Tilgungsersatz wird an den Finanzierungspartner abgetreten.

Tilgungsfreie Jahre

Der Darlehensgeber kann mit dem Darlehensnehmer eine tilgungsfreie Zeitspanne vereinbaren. Der Darlehensnehmer zahlt während der tilgungsfreien Jahre nur Zinsen an den Darlehensgeber. Die Tilgung setzt erst zu einem später vereinbarten Zeitpunkt ein. Dieses Vorgehen dient der anfänglichen Entlastung des Darlehensnehmers nach der Auszahlung des Darlehens.

Tilgungsplan

Aus dem Tilgungsplan geht der planmäßige Verlauf eines Darlehens vom Zeitpunkt der ersten Auszahlung bis zur vollständigen Rückführung hervor. Aus ihm ist z.B die monatliche Rate ersichtlich.

Tilgungssatzwechsel

Der ursprünglich im Darlehensvertrag vereinbarte Tilgungssatz kann innerhalb der vereinbarten Zinsfestschreibung geändert werden.

Tilgungsverrechnung

Die Tilgungsverrechnung sagt aus, zu welchem Zeitpunkt die vereinbarte Tilgung mit der Restschuld des Darlehensbetrags verrechnet wird. Von einer sofortigen Tilgungsverrechnung spricht man, wenn die Tilgung bei Fälligkeit der Rate sofort verrechnet wird.

Treibhauseffekt

Auf die Erde fallende Sonnenstrahlen geben normalerweise nur einen Teil ihrer Energie ab und werden dann wieder auf den Weg ins All geschickt. Durch Kohlendioxid in der Atmosphäre wird dieser Rückweg zum Teil versperrt. Die Folge: Die Erdoberfläche heizt sich auf – man spricht vom Treibhauseffekt.

Treuhandzahlung

Treuhandzahlungen werden meist an Notare oder Rechtsanwälte getätigt. Man spricht hier auch von Zahlungen auf Notaranderkonten. In diesen Fällen stellt der Notar sicher, dass das Geld erst an den endgültigen Empfänger weitergeleitet wird, wenn alle Auszahlungsvoraussetzungen erfüllt sind.

Trittschall

Trittschall wird durch Schritte erzeugt, sie versetzen Geschossdecken in Schwingung.

Typ-Kurzzeichen

Die Anforderungen an den Wärmedämmstoff unterscheiden sich häufig nach dem Einsatzgebiet. Bei der Dämmung von geneigten Dächern zwischen den Sparren werden beispielsweise keine Anforderungen an die Druckfestigkeit gestellt. Wird dagegen die Bodenplatte gedämmt, wird das Material durch den Estrich und die spätere Nutzung druckbeansprucht. Daher werden von den Herstellern einheitlich Kürzel für die Anwendungsgebiete von Wärmedämmungen angegeben.

Ug-Wert

Er bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffizienten allein der Verglasung.

Umbauter Raum

Unter dem umbauten Raum versteht man das Volumen eines Baukörpers inkl. Außenmauern.

Umschuldung

Die Umschuldung oder auch Anschlußfinanzierung ist die Ablösung eines bestehenden Darlehens durch ein neues Darlehen eines anderen Darlehensgebers.

Umspannstation

Station im Ortsnetz mit Transformatoren zur Versorgung des Niederspannungsnetzes.

Umspannwerk

Umspannwerke sind Knotenpunkte der Energieverteilung. Sie haben die Aufgabe, elektrische Energie in die für die Weiterverteilung benötigten Verteilnetzspannungen umzuwandeln. Die Umwandlung erfolgt über Leistungstransformatoren, die auch als Umspanner bezeichnet werden. Im Gegensatz zur Umspannstation werden hier in der Regel Spannungen von 380, 220 oder 110 kV auf ein niedrigeres Niveau von z.B. 20 kV gebracht.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Mit dieser Bescheinigung bestätigt das Finanzamt, dass der Käufer die Grunderwerbsteuer vollständig bezahlt hat und der Grundbucheintragung keine steuerlichen Bedenken entgegenstehen.

U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient, früher k-Wert genannt. Er gibt an, wie viel Watt Wärme (W) pro Quadratmeter (m2) durch ein Material dringen kann, wenn auf beiden Seiten verschiedene Temperaturen herrschen, je Grad Temperaturunterschied in Kelvin (K). Einheit: W/m2K

Uw-Wert

Das ist der Wärmedurchgangskoeffizient des gesamten Fensters, der die unterschiedlichen U-Werte von Verglasung und Rahmen berücksichtigt.

Vakuumröhrenkollektor

Ein Vakuumröhrenkollektor ist ein Sonnenkollektor-Typ und gehört damit zu den möglichen Bestandteilen einer solarthermischen Anlage zur Wärmegewinnung. Er besteht aus einer transparenten Abdeckung und nebeneinander liegenden luftleeren Röhren, in deren Inneren ein Absorber liegt. Der Absorber nimmt die Sonnenenergie auf und wandelt sie in Wärme um. Im Vakuum wird die Sonnenwärme gespeichert und sofort unter geringsten Verlusten an eine umströmende Wärmeflüssigkeit abgegeben. Diese wiederum erwärmt über einen Wärmetauscher das Wasser zum Heizen und für den Haushalt. Vakuumröhrenkollektoren haben einen etwa 30% höheren Wirkungsgrad als Flachkollektoren und sind damit die derzeit effizientesten Kollektoren. Sie können höhere Wassertemperaturen erzielen und gelten als besonders geeignet zur Heizungsunterstützung, nicht nur zur Warmwasserbereitung. Allerdings sind sie in der Anschaffung deutlich teurer.

Valutabestätigung

Wird bei einer Umschuldung/Anschlussfinanzierung benötigt. Die abzulösende Bank gibt eine verbindliche Erklärung über die Höhe der noch bestehenden Restschuld zu einem bestimmten Termin ab und gibt Auskunft über den Verlauf des Darlehens.

Variabler Zins

Veränderlicher Zins, der während der Laufzeit eines Darlehens an den aktuellen Marktzins angepasst wird. Der Darlehensnehmer kann das Darlehen unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 3 Monaten jederzeit kündigen.

Vario-Darlehen

Ein variabel verzinsliches Darlehen mit einer Zinsobergrenze. Der Zinssatz wird alle 6 Monate dem aktuellen Zinsniveau entsprechend dem EURIBOR angepasst. Die Zinsobergrenzen werden je nach Laufzeit (5,8 und 10 Jahre) festgelegt.

Verbundunternehmen

Verbundunternehmen sind die Energieversorgungsunternehmen, die die deutschen Hoch- und Höchstspannungsnetze (Übertragungsnetze) betreiben. Sie regeln auf der obersten Ebene die Netzstabilität. Ihre Stromkunden sind vor allem Regionalverteiler und Stadtwerke, teilweise auch Industriebetriebe sowie gewerbliche und private Endkunden.

Verkehrswert

Der Verkehrswert ist der zur Zeit am Markt erzielbare Preis einer Immobilie.

Vermögenswirksame Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen werden staatlich geförderte Zuzahlung bzw. Prämien genannt, welche vom Arbeitgeber auf bestimmte Sparverträge des Arbeitnehmers direkt vom Bruttolohn überwiesen werden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet die vermögenswirksamen Leistungen direkt an das Institut (z. B. Bausparkasse oder Versicherungsunternehmen) zu überweisen, mit welchem der Sparvertrag abgeschlossen wurde.
Der staatliche Zuschuss wird Prozentual auf den jährlichen Sparbetrag berechnet. Die Höhe des Prozentsatzes hängt von der Art des Sparvertrages ab. Maximal wird ein jährlicher Sparhöchstbetrag in Höhe von 480 Euro vom Staat gefördert. Meist sind diese Sparverträge mit einer Sperrfrist ausgestattet, da der Hauptförderungsgrund die dauerhafte Vermögensbildung ist.

Siehe auch: Arbeitnehmersparzulage

Versorgungszuverlässigkeit

Fähigkeit eines Netzes, seine Versorgungsaufgabe unter vorgegebenen Bedingungen während einer bestimmten Zeitspanne zu erfüllen.

Verwandtendarlehen

Darlehen, das innerhalb der Familie entgeltlich zur Verfügung gestellt wird.

Volltilgerdarlehen

Annuitätendarlehen, das durch seine hohe Tilgung innerhalb der Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird.

Volt

Volt ist die Maßeinheit für die Spannung. Namensgeber ist der italienische Physiker Alessandro Volta.

Vorfälligkeitsentschädigung/-entgelt

Die Vorfälligkeitsentschädigung fällt grundsätzlich an, wenn ein Darlehen innerhalb der vereinbarten Zinsbindungsfrist zurückgezahlt wird. Die Höhe der Entschädigung ist im Vorfeld nicht definierbar. Der Kunde muss diese bei der zuständigen Bank zum Zeitpunkt der Rückzahlung anfragen.

Vorfälligkeitsschutz

Wenn z. B. aufgrund eines berufsbedingten Umzuges der Darlehensnehmer die grundpfandrechtlich abgesicherte Immobilie während der Zinsbindungsfrist verkaufen muss, und somit das Darlehen vorzeitig zurückführt, fällt in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung an. Mit dem Vorfälligkeitsschutz bzw. einer Vorfälligkeitsversicherung kann man solche Fälle bereits bei Abschluss des Darlehens absichern, so dass keine Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückführung fällig wird.

Vorkaufsrecht

Das Vorkaufsrecht wird in Abt. II des Grundbuches eingetragen. Ein Vorkaufsrecht räumt dem Berechtigten die Möglichkeit ein, das Objekt zu erwerben.

Vorlasten

Als Vorlasten werden Rechte im Grundbuch in Abteilung III verstanden, welche im vorrangigem Verhältnis stehen als das neu einzutragende Recht.

Vorlauftemperatur

Mit Vorlauftemperatur wird die Temperatur bezeichnet, mit der das Heizwasser in den Heizkreislauf eingeleitet und zu den Heizflächen (z.B. Heizkörper, Fußbodenheizung) geführt wird. Ältere Radiatoren-Heizkörper benötigen z.T. sehr hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 90°C. Bei Flächenheizungen wie Wand-, Fußboden- oder Deckenheizungen reichen wegen der großen Heizflächen niedrigere Vorlauftemperaturen von 25 bis 40°C aus. Heizungssysteme, die mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten (z.B. Brennwertkessel, Solarthermie, Wärmepumpen) gelten in Kombination mit Flächenheizungen als besonders effizient.

Vorratsdarlehen

Das Vorratsdarlehen wird auch Forward-Darlehen genannt. Umschuldung eines Darlehens, bei dem der Ablösetermin mindestens 12 und max. 60 Monate in der Zukunft liegt. Die Finanzierungspartner berechnen für den Vorratszeitraum einen individuellen Zinsaufschlag. Vorteil für den Darlehensnehmer: Er kann sich bereits heute den Zinssatz für die Zukunft sichern. Bei den Creditweb Finanzierungsmodellen erfahren sie mehr über das Forward-Darlehen.

Wärme

Wärme ist die Bewegungsenergie von Molekülen und Atomen eines Stoffes. Wärme ist somit eine Energieform

Wärmebrücken

Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, die gar nicht oder nur unzureichend gedämmt sind. An diesen Stellen gelangt viel Wärme von innen nach außen. Typische Wärmebrücken in Wohnhäusern sind Balkone oder nicht gedämmte Rollädenkästen. Auch einfache Bohrungen im Dämmstoff – um zum Beispiel Lampen zu befestigen – können zu Wärmebrücken führen. Diese Stellen führen nicht nur zum Energieverlust, sondern bergen auch die Gefahr der Schimmelbildung. Denn ist eine Stelle an der Wand besonders kalt, sammelt sich bereits nach kurzer Zeit Tauwasser.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS)

Das WDVS ist ein Vollwärmeschutz, bei dem die Dämmstoffplatten auf die Außenwand aufgeklebt, gedübelt oder mit einem Schienensystem fixiert und anschließend mit Putz versehen werden. Eine spezielle Dämmung verhindert, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk dringt. Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus aufeinander abgestimmten Komponenten und werden üblicherweise als Komplettsystem von einem Hersteller angeboten.

Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert)

Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie viel Energie in Watt pro Quadratmeter Dämmstoff (bei einem Grad Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen, in Kelvin) entweichen kann. Vereinfacht lässt sich der U-Wert berechnen, wenn man die Wärmeleitfähigkeit durch die Dämmstoffdicke dividiert. Beispiel: 0,04 W(mK) : 0,16 = 0,25 W/m2K).

Wärmekraftwerk

Unter diesen Begriff fallen alle Kraftwerke, in denen durch Verbrennung oder Kernspaltung Wärme entsteht. Diese Wärme wird genutzt, um Wasser in Dampf zu verwandeln, der eine Turbine antreibt.

Wärmeleitfähigkeit

Je weniger Wärme weggeleitet wird, desto besser die Dämmwirkung. Die Effektivität des Dämmstoffes wird durch die Wärmeleitfähigkeit, den λ-Wert (W/mK) angegeben. Dieser Wert gibt die Wärmeleistung (W) an, welche im Beharrungszustand durch 1 m2 Fläche und eine 1 m dicke Schicht bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin übertragen wird. Je kleiner der λ-Wert, umso effektiver der Dämmstoff. Die Wärmeleitfähigkeit der gebräuchlichsten Dämmstoffe liegt zwischen 0,025 und 0,040 W/mK. Die Wärmeleitfahigkeit λ von Wärmedammstoffen ist im Wesentlichen abhängig von
– der Wärmeleitfahigkeit des Grundstoffs
– der Anzahl, Anordnung und Größe der Poren
– der Rohdichte
– der Feuchtigkeit des Wärmedammstoffs.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe ist ein besonders umweltfreundliches Heizsystem. Unter der Ausnutzung von Umgebungswärme entstehen aus einem kWh Strom bis zu 4 kWh Wärme. Im Prinzip funktioniert sie wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Wärmegesetz bei Neubau ab 2009 Pflicht

Neben der EnEV ändert sich für Bauherren 2009 noch etwas. Mit Beginn des Jahres ist das Wärmegesetz in Kraft getreten. Es verpflichtet Bauherren unter anderem dazu, regenerative Energien zur Wärmeversorgung zu nutzen. Wer dies nicht will, muss dafür andere klimaschonende Maßnahmen ergreifen, zum Beispiel das Haus stärker dämmen, als in der EnEV vorgeschrieben, Wärme aus Fernwärmenetzen beziehen oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage nutzen.

Wärmeschutzverglasung

Eine moderne Wärmeschutzverglasung bietet auch Schutz vor Aufheizung, so dass oft auf eine Klimaanlage verzichtet werden kann. Erreicht wird dies durch eine unsichtbare Schicht auf der Scheibe, die die Wärmestrahlung reflektiert sowie durch eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum, die den Wärmeübergang reduziert. Mehr zu Wärmeschutzverglasung

Wärmespeicherstromtarif

Einige Stromanbieter bieten gesonderte Konditionen für Wärmespeicherheizungen und Warmwasserspeicher an, die mit Strom betrieben werden. Dazu zählen Einzel-Wärmespeicherheizungen und Elektrofußbodenspeicherheizungen. Diese Heizungen wandeln nachts Strom in Wärme um und speichern sie zum Gebrauch am darauffolgenden Tag. Kraftwerke produzieren nachts meist einen Überschuss an Strom, weil der allgemeine Stromverbrauch tagsüber weitaus höher liegt, die Produktion aber weiterlaufen muss. Der nächtliche Überschuss-Strom wird dann verbilligt zu so genannten Niederstrom-, Schwachlaststrom- oder eben Wärmespeicherstromtarifen abgegeben.

Wärmetauscher

Im Wärmetauscher wird die Wärmeenergie vom Quellwärmeträger auf den Zielwärmeträger übertragen. Die Medien sind dabei gasförmig oder flüssig. In einer Lüftungsanlage handelt es sich um einen Luft-Luft-Wärmetauscher, weil die Wärme der Abluft darin auf die zugeführte Frischluft übertragen wird. Wärmetauscher gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen, ihre Effizienz spielt bei der Wärmerückgewinnung eine entscheidende Rolle.

Wandheizung

Wandheizungen sind großflächige Niedertemperaturheizungen mit Oberflächentemperaturen zwischen 25 und 40 °C. Es werden eine oder mehrere den Raum umschließende Wände als Heizfläche genutzt. Wandheizungen werden erwärmt, indem mit Heizwasser durchströmte Rohrregister aus Kupfer-, Verbund- oder Kunststoffrohren aufgeheizt werden. Die Rohrregister sind im Putz eingelassen. Eine abgewandelte Art der Beheizung besteht darin, am Fußsockel ein Heizelement anzubringen und die aufsteigende Warmluft durch Wandhohlräume zu führen, um somit die Wand aufzuheizen.

Wärmedurchgangskoeffizienten von Fenster und Rahmen

Der Wärmedurchgangskoeffizient Uw von Fenstern wird bestimmt durch:
- Wärmedurchgangskoeffizienten des Rahmens Uf Die Rahmenmaterialgruppe 1 (RMG 1) nach DIN 4108 (Holz, Kunststoff, Holz-Aluminium) weist Uf -Werte von <= 2 W/m²K auf. Der Wärmeschutz der verfügbaren Fensterrahmen weist damit schlechtere Werte gegenüber den möglichen Wärmeschutzverglasungen auf.<br>- Wärmedurchgangskoeffizienten der Verglasung Ug:
Eine entscheidende Verbesserung des wärmeschutztechnischen Verhaltens von Mehrscheiben-Isolierglas wird durch infrarotreflektierende Beschichtungen erreicht. In Verbindung mit dem Einfüllen von Spezialgasen in die Zwischenräume wird der Wärmedurchgangskoeffizient von Verglasungen um 50% und mehr reduziert, ohne die Strahlungsdurchlässigkeit gegenüber Licht- und Sonnenenergie zu verschlechtern. Multifunktionsgläser, d.h. Glasprodukte die neben dem Wärmeschutz auch Anforderungen an erhöhten Schallschutz, Einbruchschutz, Durchschusshemmung etc. erfüllen, können aus physikalischen bzw. technologischen Gründen nicht den gleichen Wärmeschutz aufweisen, wie dies bei Glasprodukten mit der alleinigen Funktion Wärmeschutz der Fall ist.Mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasungen werden inzwischen Wärmedurchgangskoeffizienten von nur 0,4 bis 0,7 W/m²K erreicht.
- Flächenanteile der beiden Elemente Der Rahmenanteil macht durchschnittlich 30% aus. Im Fensterbau und bei Glas existieren zwei U-Werte: der "Meßwert" und der "amtliche Rechenwert". Hier sollten Sie sich an dem amtlichen Rechenwert halten. Es gibt auch noch den Bilanz-U-Wert, bei dem berücksichtigt werden muss, welche Menge passiver Energie eine Verglasung je nach Himmelsrichtung des Fensters hinzugewinnt.

Wasserdampfdiffusion

Die Wasserdampfdiffusion ist der Vorgang, bei dem ein Konzentrationsunterschied von Wasserdampfmolekülen in verschiedenen Schichten der Luft oder eines Bauteiles ausgeglichen wird. Je nach Größe des materialabhängigen Dampfdiffusionswiderstandes erfolgt der Konzentrationsausgleich langsamer oder schneller.

Wasserhärte

Sie bezeichnet die Härte des Wassers, also den Gehalt des Wassers an Erdalkaliionen (Calcium- und Magnesiumionen). Bei der Wasserhärte wird unterschieden zwischen der durch Calcium- und Magnesiumsalze der Kohlensäure hervorgerufenen Karbonathärte und der durch die anderen Calcium- und Magnesiumsalze hervorgerufenen Nicht-Karbonathärte. Die Summe dieser beiden ergibt die in Millimol je Liter (mmol/l) oder Grad deutscher Härte (ºdH) ausgedrückte Gesamthärte, die gemäß dem so genannten Waschmittelgesetz in vier Härtebereiche eingeteilt werden kann: 1 (weich; 0 bis 1,3 mmol/l; 0 bis 7 ºdH), 2 (mittelhart; 1,4 bis 2,5 mmol/l; 7 bis 14 ºdH), 3 (hart; 2,6 bis 3,8 mmol/l; 14 bis 21 ºdH) und 4 (sehr hart; über 3,8 mmol/l; über 21 ºdH).

Wasserkraft

Wasserkraft ist eine bedeutende regenerative Energiequelle. Die im Wasser gespeicherte Sonnenenergie wird auf die unterschiedlichsten Arten und Weisen gewonnen: Gezeitenkraftwerke nutzen die Wasserströmungen von Ebbe und Flut, Wellenkraftwerke wandeln die Energie von Wellen in elektrischen Strom um. Pumpspeicherkraftwerke speichern kurzzeitig Wasser, damit in Zeiten von Energiebedarf darauf zurückgegriffen werden kann. In Zukunft sind Gradientenkraftwerke zu erwarten, die die im Ozean gespeicherte Sonnenwärme nutzen.

Watt

Watt ist die Maßeinheit für Leistung.

Wechselrichter

Da der Solargenerator Gleichstrom produziert, das öffentliche Netz aber mit Wechselstrom arbeitet, sind bei allen netzgekoppelten Photovoltaikanlagen Wechselrichter erforderlich: Vor der Netzeinspeisung wandeln sie den Gleich- in Wechselstrom um.

Wechselstrom

Bei Wechselstrom handelt es sich um Strom, dessen Richtung (Polarität) sich periodisch ändert. Die Energieversorgung erfolgt mit Wechselstrom. Wechselstrom wird auch AC (von "alternating current") abgekürzt.

Wegerecht

Das Wegerecht wird in Abteilung II im Grundbuch eingetragen. Dieses berechtigt Dritte einen bestimmten Weg über das belastete Grundstück zu nutzen.

Wertermittlung

Zur Ermittlung des Beleihungswertes oder des Verkehrswertes einer Immobilie wird eine Wertermittlung durchgeführt. Diese wird vom Darlehensgeber durchgeführt und orientiert sich an Parametern, die dieser selbst festlegt. Durch die Wertermittlung und dem damit resultierenden Beleihungswert legt der Darlehensgeber fest, wieviel Darlehen zur Finanzierung der Immobilie vergeben werden kann.

Widerstand

Fließt elektrischer Strom durch ein bestimmtes Material, so wird ihm ein Widerstand entgegengesetzt. Dieser ist unter anderem von der Art des Materials abhängig. Die Einheit, in der Widerstände angegeben werden, ist das Ohm, das nach dem deutschen Physiker Georg Simon Ohm (1787-1854) benannt wurde.

Windkraft

Auch wenn der Wind nicht immer weht – er gehört zu den erneuerbaren Energien, die gesetzlich gefördert werden. Deutschland ist Windenergie-Weltmeister: Nirgendwo auf der Welt sind so viele Windkraftwerke installiert wie bei uns.

Windkraftanlagen, Windenergieparks

Windkraftanlagen erzeugen elektrische Energie aus der Kraft des Windes. Wie auch das Sonnenlicht zählt die Windkraft zu den erneuerbaren Energien.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgsrad wird verwendet, um die Effizienz einer Produktionsanlage oder eines Leitsystems für Energie zu beschreiben. Der Wirkungsgrad ist allgemein das Verhältnis von abgegebener Leistung (Nutzen) zu zu zugeführter Leistung (Aufwand) und beschreibt den Anteil der eingesetzten Primärenergie, welcher in die gewünschte Energieform, z.B. Strom, umgewandelt wird. Die dabei entstehende Differenz von zugeführter zu abgegebener Leistung bezeichnet man als Verlust. Diese Verluste gehen während des Produktions- oder Transportprozesses als Reibungsverluste oder Abwärme verloren. Somit ist der Wirkungsgrad immer kleiner als 1 bzw. kleiner 100 %. Eine Verbesserung des Wirkungsgrades führt zur Senkung von Energieverbrauch und Umweltbelastung. Bessere Wirkungsgrade sind durch technische Verbesserungsmaßnahmen an den Anlagen oder durch die Nutzung der anfallenden Abwärme zu erreichen.

Wohnfläche

Die Wohnfläche beschreibt die Fläche, die sich aus der Grundfläche der Räume eines Gebäudes oder einer Wohnung berechnet, welche ausschließlich zum Wohnen vorgesehen ist. Verschiedene Flächen werden nur anteilig als Wohnfläche angerechnet z. B. Flächen unterhalb von Dachschrägen, Balkone. Dagegen werden z.B. Kellerräume, Heizungsräume, Abstellräume bei der Berechnung der Wohnfläche nicht berücksichtigt.

Wohnrecht

Ist eingetragen in Abt. II des Grundbuches. Das Wohnungsrecht ist das Recht, ein Gebäude oder einen Teil eines Gebäudes unter Ausschluss des Eigentümers als Wohnung zu benutzen.

Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist eine staatliche Förderung, die auf Sparleistungen in Bausparverträgen vergeben wird. Prämienberechtigt sind alle natürlichen Personen, die uneingeschränkt steuerpflichtig sind, in Deutschland ihren Wohnsitz haben, das 16 Lebensjahr vollendet haben und festgelegte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Wohnungsbauprämie wird jährlich direkt auf den Sparvertrag vom Staat überwiesen.

Wohnungseigentum

Unter dem Wohnungseigentum werden das Sondereigentum als auch der Miteigentumsanteil an gemeinschaftlichen Eigentum, zum Beispiel dem Grundstück, zusammengefasst.

Wohnungseigentumsgesetz

Das Wohnungseigentumsgesetz zeigt die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer auf und definiert das Wohnungseigentum.

Wohnwirtschaftliche Zwecke

Eine Immobilie wird zu wohnwirtschaftlichen Zwecken genutzt, wenn diese nicht gewerblich genutzt wird. Der Wohnanteil muss bei gemischt genutzten Immobilien den Gewerbeanteil überwiegen.

Zähler

Zähler sind Geräte, die den Verbrauch von Erdgas, Wasser, Wärme oder Elektrizität messen. Für verschiedene Anwendungszwecke gibt es unterschiedliche Zähler: zum Beispiel Wechselstromzähler, die unter anderem bei Treppenhausbeleuchtungen eingesetzt werden, oder Drehstromzähler für Haushalt und Gewerbe, aber auch Lastgangzähler, die die elektrische Energie in Form von Leistungsmittelwerten erfassen und diese bei Bedarf per Datenfernübertragung bereitstellen.

Zählerfernübertragung

Neue Messeinrichtungen bieten die Möglichkeit, Daten in vielfältiger Weise zu speichern, z. B. Wirkarbeit, Blindarbeit und die gemessene Leistung im Viertelstundentakt bzw. in individuell vorgegebenen Zeiträumen. Die Datensammlung kann über einen großen Zeitraum, z. B. einen Monat, erfolgen. Dies hat zur Folge, dass die heutigen Zähler ohne ein manuelles Ablesen in der Lage sind, die entsprechenden Lastprofile der Kundenabnahmestelle unter Angabe von Datum und Uhrzeit aufzuzeichnen. Um einen schnellen Zugriff auf die Daten zu realisieren, werden die Zähler per Fernübertragung über Telefonleitungen, eine Steuerleitung oder Funksysteme und andere Einrichtungen "ausgelesen".

Zinsänderungsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass sich der Zinssatz während der Zinsbindungsfrist eines Darlehens deutlich fällt. Da hier der Darlehensnehmer den höheren  Zinssatz aus seinem Darlehensvertrag zahlen muss. Bei einem variablen Darlehenszinssatz ist dieses Risiko minimiert, da sich hier der Zinnsatz in festen Perioden an den aktuellen Marktzinssatz anpasst.

Zinsaufwand

Betrag an Zinsen, der während der gesamten Zinsbindungsfrist eines Darlehens anfällt.

Zinsbindungsfrist

Zeitraum, für den der Zins des Darlehens festgeschrieben ist. Unsere Finanzierungspartner bieten Zinsbindungsfristen von 5 bis 30 Jahren an.

Zinsen

Entgelt für die Nutzung von Fremdkapital, wird auch als Preis des Darlehens bezeichnet.

Zusammensetzung des Strompreises für Haushalte

Steuern und Abgaben machen etwa 39 Prozent des Strompreises aus (Mehrwertsteuer, Stromsteuer, Konzessionsabgabe, Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien- und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz). Netzentgelt, Messung und Energiedatenmanagement ergeben zusammen 36 Prozent. Großhandelspreis, Vertrieb und Kundenservice 25 Prozent.

Zusatzleistung

Zusatzleistung ist diejenige elektrische Leistung, die einem Kunden mit einer eigenen Stromerzeugungsanlage zur Verfügung gestellt wird, wenn der Leistungsbedarf über die Leistung der Eigenanlage hinausgeht.

Zusatzsicherheit

Zur Absicherung eines Darlehens können zusätzlich zur Grundschuld auf dem Beleihungsobjekt, die üblicher Weise als Sicherheit dient, Zusatzsicherheiten vereinbart werden. Hierzu zählen z.B. die Abtretung von Ansprüchen aus einer Lebensversicherung oder die Eintragung einer Grundschuld auf einer weiteren Immobilie.

Zuschlagsbeschluss

Gerichtlicher Beschluss über den Erwerb einer Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung.

Zwangsversteigerung

Eine Immobilie wird zwangsversteigert, wenn der Eigentümer Darlehensrückstände hat bzw. zahlungsunfähig ist.

Zwangsvollstreckung

Sofern ein Darlehen grundpfandrechtlich abgesichert ist und der Darlehensnehmer seine Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr erfüllen kann, ist der Darlehensgeber als Grundpfandrechtsgläubiger berechtigt, die Zwangsvollstreckung in die Immobilie zu veranlassen. Unter der Zwangsvollstreckung versteht man die Veräußerung der Immobilie durch den Darlehensgeber. Wird der Gläubiger im Wege der Zwangsvollstreckung voll befriedigt, so erlischt das Grundpfandrecht.

Zweckerklärung

Unter der Zweckerklärung versteht man eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Darlehensgeber und -nehmer, in der erklärt wird für welche Verbindlichkeiten die einzutragenden Sicherheiten dienen.

Zwischenfinanzierung

Kurzfristiges Darlehen, das der Überbrückung von noch nicht zur Verfügung stehendem Kapital, dient. Sobald dieses Kapital zur Verfügung steht wird die Zwischenfinanzierung zurückgeführt (z.B. Verkaufserlös aus dem Verkauf einer bestehenden Immobilie oder Auszahlung öffentlicher Darlehen).

 
Die angezeigten Werte basieren auf überschlägigen Berechnungen im Quick Check oder Online Energieberater aus dem Bereich Analysieren. Lesen Sie bitte zum genauen Verständnis Nr. 2 der Nutzungsbedingungen.
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