Energieträger und Heizsysteme
Bivalente Heizung
Solarheizungen als interessante Ergänzung Heizsysteme mit zwei verschiedenen Wärmeerzeugern werden als bivalente Heizungen bezeichnet. Fossile Energieträger wie Öl und Gas können dabei gemeinsam mit regenerativen Energien genutzt und eine optimale Energieeinsparung erzielt werden. Ein weiterer Vorteil: Durch den Einsatz von zwei oder mehr Energiequellen für Heizung und Warmwasser lässt sich der Anteil an regenerativen Energien auch im Altbaubereich steigern und die Energieeffizienz der Heizung verbessern. So kann eine Gas-Brennwertheizung mit einer Solaranlage zur Heizungsunterstützung kombiniert werden, die im Sommer zu 100 % für warmes Wasser sorgt und in den Übergangszeiten Frühjahr und Herbst die Gebäudeheizung unterstützt. Herzstück dieser Kombination ist ein Puffer- oder Kombispeicher, an den der Heizkessel und die Solaranlage angeschlossen sind.
Wärmepumpen: Die Shootingstars der Heizungsbranche
Diese faszinierende Technik nutzt mithilfe von geliefertem Strom die Umgebungswärme aus der Luft, dem Erdreich oder Grundwasser und wandelt sie in nutzbare Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung um. Weil sie dabei etwa viermal mehr Energie gewinnt, als sie bei der Arbeit verbraucht, sind Hybrid-Wärmepumpen, kombiniert mit weiteren Energiequellen für den Winter, selbst für Altbauten geeignet.
Die häufigsten Kombinationen der verschiedenen Wärmeerzeuger:
- Gas- oder Öl-Brennwertheizung mit solarer Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung
- Wärmepumpe mit solarer Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung
- Wärmepumpe mit Gas- oder Ölheizung (ggf. plus solare Warmwasserbereitung)
- Wärmepumpe mit Stückholz- oder Pelletheizung (ggf. plus solare Warmwasserbereitung)
- Stückholzheizung mit kleinem Öl- oder Gasheizkessel (ggf. plus solare Warmwasserbereitung)
Die Nutzung der verschiedenen Energieträger in einem Heizungssystem erfolgt meist über eine spezielle Regeltechnik, die die einzelnen Wärmeerzeuger steuert. Oder es kommen gleich Kombigeräte zum Einsatz wie Hybrid-Wärmepumpen mit einer integrierten Gasheizung. Auch hier deckt die Wärmepumpe die Grundlast, während der Heizkessel erst bei Spitzenlast an kalten Wintertagen in Funktion tritt.
Mit einem zusätzlichen Wärmeerzeuger allein ist es bei der Modernisierung oder Umstellung auf ein bivalentes Heizsystem jedoch nicht getan: Alle Komponenten müssen gut aufeinander abgestimmt sein, um fossile Energieträger wie Öl und Gas gemeinsam mit regenerativen Energien zu nutzen und eine optimale Energieeinsparung zu erzielen. Neben der richtigen Auslegung der Kesselleistung und der Größe der Pufferspeicher, sollte auch ein hydraulischer Abgleich der Heizkreise vorgenommen werden. Kombi-Solaranlagen zur Heizungsunterstützung und Warmwasserbereitung sind bereits ab rund 7.000 Euro (ohne Montage) erhältlich.






