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Trend: Green IT

Rund zwei Prozent des weltweiten, durch Menschen verursachten CO2-Ausstoßes gehen mittlerweile auf das Konto der IT- und Kommunikationstechnologie. Das hört sich zunächst nicht nach besonders viel an, entspricht aber in etwa der gleichen Menge, die jährlich durch den weltweiten Luftverkehr produziert wird. Drei Kohlekraftwerke laufen allein, um die Server aller deutschen Rechenzentren rund um die Uhr mit Strom zu versorgen. Aber auch Computer, Drucker, Monitore, Fax- und Telefonanlagen tragen zum Verbrauch bei. Immer mehr IT-Hersteller bekennen sich daher zu „grüner“ Technologie und bringen Produkte auf den Markt, die nicht nur deutlich weniger Energie verbrauchen als vergleichbare Geräte, sondern umweltfreundlich aus recycelbaren Bauteilen produziert werden. Ein Überblick über Neuheiten und Trends:

0-Watt-PC


© Fujitsu Siemens
Immer mehr Hersteller bieten neuerdings optimierte Stand-by-Schaltungen, die im Bereitschaftszustand so gut wie keine Energie verbrauchen. Der Hersteller Fujitsu Siemens, der sich als Vorreiter der umweltfreundlichen IT seit mehr als 20 Jahren diesem Thema widmet, hat auf der CeBIT als erstes Unternehmen der Welt einen 0-Watt-PC vorgestellt. Der Esprimo Green PC, der ab Sommer in den Handel kommen soll, verbraucht im Stand-by-Modus überhaupt keinen Strom mehr.

Sparsame Grafikkarten

Zu den größten Energiefressern im Computergehäuse gehören Grafikkarten. Auch hier haben die Hersteller mittlerweile die Zeichen der Zeit erkannt und bieten Karten mit geringeren Taktraten an, die deutlich weniger Energie verbrauchen – wie die stromsparende Grafikkarte Geforce 9800 GT Green Edition.

Netzteile mit 80 Prozent Effizienz

Schon seit einigen Jahren auf dem Markt sind sogenannte 80Plus-Netzteile. Diese haben einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent, das heißt, sie nutzen vier Fünftel des Stroms tatsächlich für die Rechnerleistung und haben nur 20 Prozent Wärmeverluste. Netzteile mit 80Plus-Gold-Zertifikat bringen es sogar auf einen Wirkungsgrad von mindestens 92 Prozent. Bei Billigmodellen liegt die Effizienz dagegen oft nur bei 60 Prozent, was bedeutet, dass fast die Hälfte der Energie in unnütze Wärme verwandelt wird.

Grüne Monitore

Mittlerweile bieten fast alle Hersteller Modelle mit dem Zusatz „Green“ an. Bereits Ende 2008 hat Fujitsu Siemens mit dem Scenicview Eco den ersten 0-Watt-Monitor auf den Markt gebracht mit einem Netzteil, das sich im Stand-by-Modus selbständig ausschaltet. Auch Monitore mit LED-Hintergrundbeleuchtung (statt Leuchtstoffröhren), die besonders wenig Energie verbrauchen, gelten als „green“ und werden von immer mehr Herstellern angeboten. Demnächst dürften auch die ersten Bildschirme mit noch sparsamerer OLED-Technik (Organische Licht emittierende Dioden) auf den Markt kommen.

Netbooks und Nettops

Dem Gedanken der Effizienz tragen auch so genannte Nettops Rechnung, die zunehmend die Welt erobern. Analog zu den Netbooks, den kleinen Schwestern der Notebooks, handelt es sich dabei um Desktop-PCs sehr kleiner Bauart mit besonders stromsparenden und effizienten Komponenten. Für aufwendige Spiele sind sie zwar nicht geeignet, aber zum Internetsurfen, E-Mail-Schreiben und für einfache Office-Anwendungen reicht ihre Leistung völlig aus. Statt 200 Watt wie manche PC-Boliden verbrauchen sie oft nur 20 Watt unter Volllast.

Eco-TV

Nicht nur Computermonitore werden immer sparsamer, auch Fernseher. In Zukunft sollen sogenannte Eco-Panels den Stromverbrauch dank effizienterer Hintergrundbeleuchtung und spezieller Oberfläche drastisch reduzieren. Als erster Hersteller hat Toshiba auf der CeBIT 2009 Modelle dieser Bauart vorgestellt. Eine völlig neuartige „AutoView“-Einstellung regelt dabei den Stromverbrauch in Abhängigkeit der Umgebungshelligkeit. Im abgedunkelten Wohnzimmer wird der Bildschirm weniger hell betrieben und verbraucht weniger Strom als in heller Umgebung. Dadurch lässt sich der Energiebedarf im Betrieb um bis zu 65 Prozent reduzieren.

 
Die angezeigten Werte basieren auf überschlägigen Berechnungen im Quick Check oder Online Energieberater aus dem Bereich Analysieren. Lesen Sie bitte zum genauen Verständnis Nr. 2 der Nutzungsbedingungen.
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