Vorteile und Einsparpotenziale
Wohnkomfort und Raumklima
30m³ Frischluft braucht ein Mensch in jeder Stunde seines Lebens, um sich wohl zu fühlen und gesund zu bleiben. Traditionell erfolgt die Lüftung eines Gebäudes über Fugen und Fenster, gelegentlich auch über Schächte. Doch Wärmeschutz-Verordnungen und die Energieeinsparverordnung EnEV schreiben eine dauerhaft luftdichte Ausführung der Gebäudehülle vor. Neubauten und Altbauten mit sanierten Fenstern lassen daher nur noch wenig Luft herein und machen daher aktives Lüften notwendig. Mangelhafte Fensterlüftung führt zu schlecht gelüfteten Wohnungen und zu negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Bewohner. Und zu Schäden am Bauwerk.
Achtung, Schimmelpilz!
In einem Vier-Personen-Haushalt sondern die Bewohner täglich bis zu zehn Liter Wasser über Haut und Atemluft ab. Wenn diese Feuchtigkeit nicht entweichen kann, entstehen ideale Lebensbedingungen für Schimmelsporen. Diese unerwünschten Mitbewohner sind nicht immer sichtbar, stellen aber stets eine Gefahr für die Gesundheit dar. Allergische und toxische Reaktionen sowie eine höhere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten können die Folge sein.
Fugenlüftung – zufällig und ungenau
Mit Fugenlüftung wird der Luftwechsel über Fugen in der Gebäudehülle (undichte Fenster und Türen, Ritzen, etc.) bezeichnet. Der Luftwechsel über Fugen ist von der Größe dieser Öffnungen und von den Wetterbedingungen abhängig. Antreibende Kräfte für den Luftaustausch sind wetterbedingte Druckdifferenzen– hervorgerufen durch Windkräfte oder Temperaturunterschiede zwischen innen und außen. Dies wird als freie Lüftung bezeichnet. Zufällig vorhandene Undichtigkeiten der Gebäudehülle sichern keine gleichmäßige Lüftung: Gut abgedichtete Raumbereiche werden zu wenig, undichte Bereiche hingegen zu stark durchlüftet. Undichtigkeiten sind daher in vielen Fällen verantwortlich für Feuchteschäden in Bauteilen, Zugluft, schlechten Schallschutz und hohe Wärmeverluste.
Fensterlüftung – gezielter, aber nicht immer perfekt
Die Höhe des Luftwechsels bei der Fensterlüftung wird bestimmt von
- den Wetterbedingungen
- von der Öffnungsart des Fensters (Dreh- oder Kippstellung)
- der Stellung von Innentüren
- der Anordnung der geöffneten Fenster (nur in einer Fassade oder in gegenüberliegenden Fassaden)
- von der Stellung von Rollläden etc.
Wie sieht die richtige Fensterlüftung aus?
Am sinnvollsten erreichen Sie das mit der sogenannten „Fenster-Stoßlüftung“, bei der etwa alle zwei Stunden alle Fenster einer Wohnung für fünf bis 15 Minuten (je nach Wetterverhältnissen) ganz geöffnet werden. In der Praxis lässt sich diese Empfehlung schwer umsetzen: Wer führt die Stoßlüftung tagsüber bei Abwesenheit der Bewohner oder nachts durch? Die Alternative, das Fenster „gekippt“ zu lassen, führt zu einem hohen Luftwechsel, aber auch zu erhöhtem Energieverlust und Lärmbelästigung, Kälte und Zugerscheinungen. Außerdem lockt es ungebetene Gäste an. Einfacher geht es mit eingebauten Lüftern im Fensterrahmen oder energieeffizienten Lüftungsanlagen, bei denen sich Lüftungswärmeverluste bis zu 80 % zurückgewinnen lassen können.
Durchschnittliche Dauer des Luftwechsels je nach Fenster- und Türöffnung
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Mehr zum Thema „Wohnungslüftung“ erfahren Sie unter www.wohnungs-lueftung.de, einem gemeinsamen Informationsportal des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. und des Fachinstitutes Gebäude-Klima e.V.





