Ratgeber und Checklisten
Der richtige Rahmen für Ihre Energiekosten
Zusätzlich zur Heizkostenersparnis bieten Wärmeschutzfenster einen erheblichen Gewinn an Wohnkomfort, denn die Differenz zwischen Raumluft- und Oberflächentemperatur ist spürbar geringer, das typische Kältegefühl, das hinter großen Fenstern entsteht, verschwindet.
Der richtige Rahmen für Ihre Energiekosten
Wichtig zu wissen: Die energetische Qualität der Rahmen (Uf-Wert) und der Verglasung (Ug-Wert) sind neben der Art des Fenstereinbaus wesentliche Faktoren für den Wärmedurchgang. Für heute gebräuchliche Fensterrahmen liegen die Uf-Werte zwischen 1,2 und 1,8 W/m²K. Es gibt Rahmen aus verschiedenen Materialien – aus Holz, Kunststoff, Aluminium oder Verbundkonstruktionen.
Auf die Verglasung achten: Ug- und g-Wert
Die Qualitäten einer Wärmeschutzverglasung sind einsichtig. Die Verglasung besteht aus zwei oder drei hintereinander liegenden Scheiben mit einem umlaufenden Randverbund. Die Scheibenzwischenräume sind mit Edelgasen wie Argon oder Krypton gefüllt. Diese Edelgase besitzen eine weitaus höhere Wärmedämmwirkung als Luft. Auf den inneren Scheiben Edelmetallbeschichtungen aufgebracht. Diese sorgen dafür, dass langwellige Wärmestrahlen in den Raum zurückreflektiert, kurzwellige Strahlen von außen dagegen durchgelassen werden. Den Wärmedurchgang von innen nach außen beschreibt der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient). Den Wärmedurchgang von außen nach innen beschreibt der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad).
Bei einfachverglasten Fenstern liegt dieser g-Wert bei 0,85, bei einer Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung bei ca. 0,6, bei dreifach verglasten Fenstern bei 0,5 bis 0,6. Je niedriger der Wert ist, desto besser ist der sommerliche Wärme- und der Sonnenschutz.
Auch die Rollladenkästen dämmen
Bei geschlossenen Rollläden entsteht vor den Fenstern ein Luftpolster, das den Wärmeschutz verbessert. Rollläden schützen im Sommer vor allzu viel Sonne. In das Mauerwerk eingebaute Rollladenkästen sind allerdings eine Schwachstelle in der Gebäudehülle, da sich zwischen Innenraum und Außenluft meist nur eine dünne Holzplatte befindet. Diese Schwachstelle ist nachträglich vergleichsweise leicht auch in Eigenhilfe zu beheben: Bau- und Fachmärkte bieten Dämmungen für Rollladenkästen zum Nachrüsten an. Wenn Sie eine grundlegende Sanierung planen, sollten sie alte Kästen gleich austauschen – durch gut gedämmte Aufsatzkästen oder außenliegende Rollladenkästen.
Lass´ den Sonnenschein in dein Haus hinein - Solare Wärmegewinne
Auch wenn es uns nicht immer so vorkommt: In Deutschland strahlt die Sonne über das ganze Jahr hinweg beachtliche Energiemengen ab. Etwa 1000 kWh Sonnenenergie treffen im Jahr auf einen Quadratmeter Fensterfläche. Große, nach Süden ausgerichtete Fenster lassen sich gezielt für die sog. „passive Nutzung der Sonnenenergie“ verwenden: für das Heizen der Räume durch Sonnenstrahlen.
Aber aufgepasst: Was im Winter wünschenswert ist, kann im Sommer schnell zur Überhitzung der Räume führen. Gerade bei gut wärmegedämmten Gebäuden ist daher auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten. Die passiven solaren Wärmegewinne fließen in die positive Energiebilanz des Hauses ein. Und als gesparte Heizkosten direkt in Ihren Geldbeutel.
Thermografie spürt Wärme-Lecks auf
Undichte Fenster, schadhafte Rahmen? Mit Hilfe von Wärmebildkameras lassen sich Temperaturverluste sichtbar machen. Wärmere Bereiche werden in den Farben von Pink über Rot bis Gelb dargestellt, kühlere Oberflächen erscheinen im Thermogramm in den Farben Grün oder Blau. Auf diese Weise können Unzulänglichkeiten in der handwerklichen Ausführung und sonstige, von außen nicht erkennbare Wärmebrücken aufgezeigt werden.





