Ratgeber und Checklisten

Schimmelpilze – ein höheres Risiko bei neuen Fenstern?

In einem Vier-Personen-Haushalt sondern die Bewohner täglich bis zu zehn Liter Wasser über Haut und Atemluft ab. Wenn diese Feuchtigkeit nicht entweichen kann, entstehen ideale Lebensbedingungen für Schimmelsporen. Diese unerwünschten Mitbewohner sind nicht immer sichtbar, stellen aber stets eine Gefahr für die Gesundheit dar. Allergische und toxische Reaktionen sowie eine höhere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten können die Folge sein.

Bestand früher bei Einfachverglasungen und ungedämmten Rahmen eine „natürliche“ Lüftung durch Fugen und Ritzen, sind neue Fenster luftdicht. Wenn Sie also neue Fenster und Türen einbauen lassen, ändern Sie auch Ihr Lüftungsverhalten.

Richtig lüften

Bei der sog. Fenster-Stoßlüftung werden etwa alle zwei Stunden alle Fenster einer Wohnung für fünf bis 15 Minuten (je nach Wetterverhältnissen) ganz geöffnet werden. In der Praxis lässt sich diese Empfehlung allerdings schwer umsetzen: Wer führt die Stoßlüftung tagsüber bei Abwesenheit der Bewohner oder nachts durch? Die Alternative, das Fenster „gekippt“ zu lassen, führt zu einem hohen Luftwechsel, aber auch zu erhöhtem Energieverlust und Lärmbelästigung, Kälte und Zugerscheinungen. Außerdem lockt es ungebetene Gäste an. Einfacher geht es mit eingebauten Lüftern im Fensterrahmen oder energieeffizienten Lüftungsanlagen, bei denen sich Lüftungswärmeverluste bis zu 80 % zurückgewinnen lassen können.

Durchschnittliche Dauer des Luftwechsels je nach Fenster- und Türöffnung


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